Risikomanagement und KonTraG

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Details

Kategorie: Anderes
Jahr: 2000
Seiten: 46
Note: 3,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 171 KB
Archivnummer: V12336
ISBN (E-Book): 978-3-638-18246-1
ISBN (Buch): 978-3-638-69848-1

Zusammenfassung / Abstract

In den vergangenen Jahren ist es zu verschiedenen Krisen und Zusammenbrüchen in Unternehmen, wie z.B. diejenigen von Balsam, Schneider und Sachsenmilch gekommen. Diese wurden nach Auffassung der Öffentlichkeit sowie offensichtlich auch nach Meinung des Gesetzgebers, durch fehlendes Risikobewußtsein verursacht. Daraufhin wurde der Gesetzgeber tätig, da er die zu beobachtenden Unternehmenskrisen und -zusammenbrüche auch auf Schwächen und Verhaltensfehlsteuerungen im deutschen Unternehmenskontrollsystem zurückführte. Nach einer mehrjährigen Reformdiskussion ist das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) am 1. Mai 1998 in Kraft getreten. Der Gesetzgeber hat dabei die nähere Ausgestaltung des Risikomanagementsystems weitgehend offengelassen, um den Entwicklungen der Theorie sowie der Unternehmens- und Beratungspraxis nicht vorzugreifen. Dadurch wurde die Diskussion um das Risikomanagement neu entfacht. Gegenstand dieses Buches ist die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems unter Beachtung der Anforderungen des Gesetzgebers. Diesbezüglich ist zu erörtern, welcher Risikobegriff dem Gesetz zugrunde gelegt ist und welche Bestandteile das Risikomanagement der betroffenen Unternehmen mindestens umfassen muß, um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Bayreuth
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre V
- Produktionswirtschaft/Industriebetriebslehre -

Hausarbeit zur wirtschaftswissenschaftlichen
Zusatzausbildung für Juristen

Thema:
Risikomanagement und KonTraG

vorgelegt von

Carsten Zinner

11. April 2000

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ... II
Darstellungsverzeichnis ... IV
Abkürzungsverzeichnis ... V

A. Einleitung ... 1
I. Problemstellung ... 1

II. Gang der Arbeit ... 1

B. Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) ... 3
I. Ziele des KonTraG ... 3

II. Inhalt des KonTraG ... 3
1. Einrichtung eines Überwachungssystems ... 3
2. Risikodarstellung im Lagebericht ... 4
3. Beurteilung im Rahmen der Abschlußprüfung ... 5

C. Risikomanagement ... 6
I. Begriff und Ziele des Risikomanagement ... 6

II. Risikobegriff und Risikoarten ... 6

III. Prozeß des Risikomanagement ... 8
1. Risikostrategie ... 9
2. Risikoidentifikation ... 10
3. Risikoanalyse ... 11
4. Risikobewertung ... 11
5. Risikosteuerung ... 14
6. Risikoüberwachung ... 14

IV. Instrumente des Risikomanagement ... 15
1. Internes Überwachungssystem ... 16
a) Organisatorische Sicherungsmaßnahmen ... 16
b) Interne Kontrolle ... 17
c) Interne Revision ... 18
2. Controlling ... 19
a) Informationsversorgung ... 19
b) Planung ... 20
c) Kontrolle ... 20
d) Steuerung ... 21
3. Frühwarnsystem ... 21
a) Beobachtungsbereiche ... 22
b) Indikatoren ... 22
c) Bestimmung von Sollwerten und Toleranzgrenzen ... 23
d) Verarbeitung der Informationen ... 23

V. Maßnahmen des Risikomanagement ... 23
1. Risikovermeidung ... 23
2. Risikosenkung ... 24
3. Risikoüberwälzung ... 24
4. Risikoübernahme ... 25

D. Umsetzung in der Praxis ... 26

E. Kritische Würdigung und Ausblick ... 30

Literaturverzeichnis ... VII
Geschäftsberichtsverzeichnis ... XIV

 

A. Einleitung
I. Problemstellung
In den vergangenen Jahren ist es zu verschiedenen Krisen und Zusammenbrüchen in Unternehmen, wie z.B. diejenigen von Balsam, Schneider und Sachsenmilch gekommen.1 Diese wurden nach Auffassung der Öffentlichkeit sowie offensichtlich auch nach Meinung des Gesetzgebers, durch fehlendes Risikobewußtsein verursacht.2

Daraufhin wurde der Gesetzgeber tätig, da er die zu beobachtenden Unternehmenskrisen und -zusammenbrüche auch auf Schwächen und Verhaltensfehlsteuerungen im deutschen Unternehmenskontrollsystem zurückführte.3 Nach einer mehrjährigen Reformdiskussion ist das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)4 am 1. Mai 1998 in Kraft getreten.5
Der Gesetzgeber hat dabei die nähere Ausgestaltung des Risikomanagementsystems weitgehend offengelassen, um den Entwicklungen der Theorie sowie der Unternehmens- und Beratungspraxis nicht vorzugreifen.6 Dadurch wurde die Diskussion um das Risikomanagement neu entfacht.

Gegenstand dieser Arbeit ist die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems unter Beachtung der Anforderungen des Gesetzgebers. Diesbezüglich ist zu erörtern, welcher Risikobegriff dem Gesetz zugrunde gelegt ist und welche Bestandteile das Risikomanagement der betroffenen Unternehmen mindestens umfassen muß, um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen.

II. Gang der Arbeit
Zunächst ist auf das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) einzugehen. Einleitend werden die Ziele, die das KonTraG verfolgt, dargelegt. Anschließend wird der Inhalt des KonTraG erläutert. Dabei sind die Punkte, die das Risikomanagement direkt berühren, genauer zu würdigen. Hierbei handelt es sich um die Einrichtung eines Überwachungssystems, die Risikodarstellung im Lagebericht sowie die Beurteilung im Rahmen der Abschlußprüfung.

Darauf folgen Ausführungen zum Risikomanagement, wobei zunächst der Begriff und die Ziele des Risikomanagements veranschaulicht werden. Die verschiedenen Risikobegriffe sind darzulegen. Die unterschiedlichen Risiken werden in Risikoarten systematisiert.

Nach der Darstellung des Risikobegriffs wird der Prozeß des Risikomanagements aufgezeigt. Dabei wird auf die Risikostrategie, die Risikoidentifikation und die Risikoanalyse eingegangen. Die Risikobewertung wird näher untersucht, da hierbei Schwierigkeiten in der Praxis auftreten. Schließlich sind noch die Risikosteuerung und die Risikoüberwachung zu behandeln.

Als nächstes werden die Instrumente des Risikomanagements dargelegt. Hier wird zunächst das Interne Überwachungssystem beschrieben, das sich aus organisatorischen Kontrollmaßnahmen, internen Kontrollen und der Internen Revision zusammensetzt. Danach soll das Controlling erläutert werden, das aus den Elementen Planung, Informationsversorgung, Steuerung und Kontrolle besteht. Als letztes Instrument wird das Frühwarnsystem aufgezeigt, wobei die Festsetzung der Beobachtungsbereiche, die Festlegung von Indikatoren, die Bestimmung von Sollwerten und Toleranzgrenzen und die anschließende Informationsverarbeitung im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Der letzte Punkt in der Darstellung des Risikomanagements stellt Maßnahmen vor, mit denen Risiken begegnet werden können. Hierbei handelt es sich um die Risikovermeidung, die Risikosenkung, die Risikoüberwälzung und die Risikoübernahme.

[...]


1 Vgl. Paa, K. U. (1998), S. 501.

2 Vgl. Vogler, M./Gundert, M. (1998), S. 2377.

3 Vgl. Lehner, U. (1999), S. 25.

4 Vgl. BGBl. I (1998), S. 786-794.

5 Vgl. KPMG (1998b), S. 5.

6 Vgl. KPMG (1998a), S. 2.

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