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Finanzierung von Restrukturierungen in der Krise bei mittelständischen Unternehmen

Bachelor Thesis, 2007, 81 Pages
Author: Bachelor of Arts Business Administration Christoph Sindezingue
Subject: Economics / Business: Investment and Finance

Details

Category: Bachelor Thesis
Year: 2007
Pages: 81
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 100  Entries
Language: German
Archive No.: V123756
ISBN (E-book): 978-3-640-28177-0
ISBN (Book): 978-3-640-28462-7

Abstract

In einer aktuellen Umfrage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt rund ein Drittel der befragten Unternehmen an, dass der Kreditzugang im Vergleich zum Vorjahr schwerer geworden ist. Insbesondere hat sich die Aufnahme von neuem Fremdkapital bei einer Verschlechterung der Bonität deutlich erschwert.So geben rund 63 Prozent der Unternehmen mit einer verschlechterten Bonität an, dass sich die Aufnahme in den vergangenen Monaten erschwert hat. Dies bedeutet für die Finanzierung einer Restrukturierung eines Unternehmens in der Krise eine deutliche Erschwernis. Dieser Arbeit beschäftigt sich mit den Folgen, die die aktuelle Situation für die klassische Finanzierung der Restrukturierung eines mittelständischen Unternehmens in der Krise mit Bankendarlehen und -krediten mit sich bringt. Des Weiteren wird gezeigt, ob eine Finanzierung durch Finanzinvestoren eine akzeptable Alternative darstellt. Die Arbeit geht insbesondere auf die speziellen Probleme des deutschen Mittelstandes und die verschiedenen Unternehmenskrisen und ihre Bewältigung ein. Der Haupteil der Arbeit widmet sich der Gegenüberstellung der klassischen Finanzierung der Restrukturierung durch Bankendarlehen (unter Berücksichtigung von BASEL II) und der Finanzierung durch Finanzinvestoren. Abschließend wird die Grohe AG vorgestellt, die von dem Finanzinvestor BC Partners an die Finanzinvestoren Texas Pacific Group und Credit Suisse First Boston weiterverkauft und restrukturiert wurde. Es wird dabei aufge-zeigt, wie Finanzinvestoren ein gesundes Unternehmen aus Renditegründen annähernd in den Ruin treiben, aber auch, wie sie ein wirtschaftlich krankes Unternehmen wieder fit für den globalen Wettbewerb machen.


Excerpt (computer-generated)

FACHHOCHSCHULE BONN-RHEIN-SIEG

Fachbereich Wirtschaft Rheinbach

Studiengang Business Administration

Final Thesis

(Zwei-Monats-Arbeit)

zur Erlangung

des akademischen Grades

Bachelor of Arts

"Finanzierung von Restrukturierungen in der Krise

bei mittelständischen Unternehmen"

vorgelegt am: 19.06.2007

von: Christoph

Sindezingue


Inhaltsverzeichnis

Seite

Abbildungsverzeichnis IV

Tabellenverzeichnis V

Abkürzungsverzeichnis VI

1

Einleitung 1

2

Deutscher Mittelstand 3

2.1 Definition des Mittelstandes 3

2.2 Charakterisierung des deutschen Mittelstandes 5

2.3 Bedeutung des Mittelstandes für Deutschland 7

3

Restrukturierung in der Krise 8

3.1 Phasen der Unternehmenskrise 9

3.2 Bewältigung der Unternehmenskrise 10

3.2.1 Begriffsabgrenzung 11

3.2.2 Krisenerkennung 13

3.2.3 Ablauf einer Restrukturierung in der Krise 15

3.2.4 Erfolgsfaktoren der Restrukturierung 18

4

Probleme des Mittelstandes 21

4.1 Allgemeine Wettbewerbsfähigkeit 21

4.2 Unternehmensfinanzierung 22

4.3 Unternehmensnachfolge 24

5

Grundlagen der Finanzierung 26

5.1 Allgemeine Anforderungen 26

5.2 Spezielle Anforderungen der Krisenfinanzierung 28

6

Klassische Finanzierung 29

6.1 Wandel in der Bankenfinanzierung 29

6.2 Vor- und Nachteile 31

6.3 Ausblick 32

7

Alternative Finanzierung mit Finanzinvestoren 33

7.1 Abgrenzung des Begriffs ,,Finanzinvestoren" 33

7.1.1 Beteiligungsgesellschaften 34

7.1.1.1 Venture Capital 36


III

7.1.1.2 Buy-Out-Fonds 38

7.1.2 Investmentbanken 40

7.1.3 Hedgefonds 40

7.2 Attraktivität des Mittelstands für die Finanzinvestoren 43

7.3 Einstieg eines Finanzinvestors in ein Krisenunternehmen 45

7.3.1 Generelle Bedingungen für einen Einstieg 45

7.3.2 Direkter Einstieg 46

7.3.3 Indirekter Einstieg 48

7.4 Exit 50

7.4.1 Wesentliche Erfolgsfaktoren des Exits 51

7.4.2 Exit-Optionen 52

7.5 Bedeutung der Finanzinvestoren für Deutschland 54

7.6 Heuschreckendebatte 56

7.7 Vor- und Nachteile 57

7.8 Ausblick 59

8

Unternehmensbeispiel Grohe AG 61

8.1 Ausgangssituation 61

8.2 Grohe in der Krise? 62

8.3 Die Restrukturierung 63

8.4 Fazit 64

9

Schlussbetrachtung 65

Literaturverzeichnis 66


IV

Abbildungsverzeichnis

Seite

Abb. 1 Entwicklung von Unternehmenskrisen 10

Abb. 2 Gründe für Restrukturierungen 14

Abb. 3 Krisenreaktionszeit 15

Abb. 4 Phasen der Restrukturierung 15

Abb. 5 Dauer der Restrukturierung 18

Abb. 6 Erfolgsfaktoren von Restrukturierungsprojekten 19

Abb. 7 Ziele der Unternehmensfinanzierung 27

Abb. 8 Abgrenzung Private Equity und Venture Capital 35

Abb. 9 Anbahnung des direkten Einstiegs eines Finanzinvestors 47

Abb. 10 Anbahnung des indirekten Einstiegs 49


V

Tabellenverzeichnis

Seite

Tab. 1 Definition des Mittelstandes nach Kriterien des IfM 3

Tab. 2 Definition des Mittelstandes nach Kriterien der EU 5

Tab. 3 Betriebsgrößen- u. Beschäftigungsstruktur im deutschen Mittelstand . 6

Tab. 4 Abgrenzung Venture Capital vom Beteiligungskapital 37

Tab. 5 Beteiligungsgesellschaften in Deutschland 56


VI

Abkürzungsverzeichnis

a.a.O.

am angegebenen Ort

Abs.

Absatz

ABl

Amtsblatt

Art.

Artikel

AG

Aktiengesellschaft

BDI

Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

BaFin

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

BVI

Bundesverband

Investment und Asset Management e.V.

BVK e.V.

Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften -

German Private Equity and Venture Capital Association e.V.

BVMW

Bundesverband

mittelständische

Wirtschaft

CSFB

Credit Suisse First Boston

CMP

Capital

Management-Partners GmbH

DSGV

Deutscher Sparkassen- und Giroverband

EKQ

Eigenkapitalquote

EVCA

European

Private

Equity and Venture Capital Association

EU

Europäische

Union

GmbH

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

IfM

Institut für Mittelstandsforschung

InvModG

Investitionsmodernisierungsgesetz

IAS

International Accounting Standards

IFRS

International Financial Reporting Standards

IPO

Initial Public Offering

i.V.m.

In Verbindung mit

KAG

Kapitalanlagegesellschaft

KfW

Kreditanstalt

für

Wiederaufbau

KG

Kommanditgesellschaft

KMU

kleine und mittlere Unternehmen

LBO

Leveraged

Buy-Out

MIT

Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU

MBI

Management

Buy-In


VII

MBO

Management

Buy-Out

OHG

Offene

Handelsgesellschaft

PWC

PricewaterhouseCoopers

REITs

Real Estate Investment Trusts

SMEs

Small and Medium-Sized Enterprises

TPG

Texas Pacific Group

Tsd.

Tausend

US-GAAP

United States Generally Accepted Accounting Principles

VAG

Versicherungsaufsichtsgesetz

VCG

Venture Capital Gesellschaften


1

1 Einleitung

In einer aktuellen Umfrage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt rund

ein Drittel der befragten Unternehmen an, dass der Kreditzugang im Vergleich

zum Vorjahr schwerer geworden ist.1 Insbesondere hat sich die Aufnahme von

neuem Fremdkapital bei einer Verschlechterung der Bonität deutlich erschwert.

So geben rund 63 Prozent der Unternehmen mit einer verschlechterten Bonität

an, dass sich die Aufnahme in den vergangenen Monaten erschwert hat.2 Dies

bedeutet für die Finanzierung einer Restrukturierung eines Unternehmens in

der Krise eine deutliche Erschwernis. Im Rahmen dieser Arbeit soll herausge-

funden werden, welche Folgen dies für die klassische Finanzierung der Re-

strukturierung eines mittelständischen Unternehmens in der Krise mit Banken-

darlehen und -krediten mit sich bringt. Des Weiteren soll festgestellt werden, ob

eine Finanzierung durch Finanzinvestoren eine akzeptable Alternative darstellt.

Diese Final Thesis beginnt in Kapitel 2 mit der Beschreibung des deutschen

Mittelstandes. Dieser wird zunächst definiert und charakterisiert bzw. es werden

seine Besonderheiten im Vergleich zu den ,,Small and Medium-Sized Enterpri-

ses" herausgestellt. Hiernach wird seine Relevanz für den Wirtschaftsstandort

Deutschland erläutert.

Im nächsten Teil der Arbeit wird die Restrukturierung in der Krise behandelt.

Dabei wird zunächst definiert, was unter einer Unternehmenskrise verstanden

wird und welche Phasen existieren. Im Anschluss wird auf die Bewältigung die-

ser eingegangen.

Das 4. Kapitel widmet sich den speziellen Problemen des Mittelstandes, wobei,

aufgrund des limitierten Umfangs dieser Arbeit, nur die wichtigsten thematisiert

werden können.

In dem nachfolgenden Kapitel werden die Grundlagen für die Finanzierung kurz

abgehandelt. Dazu wird zunächst auf die allgemeinen Anforderungen an die

Unternehmensfinanzierung eingegangen und anschließend auf die Finanzie-

rung in der Krise.


2

Kapitel 6 und 7 bilden den Hauptteil dieser Arbeit und beschäftigen sich mit den

verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung der Restrukturierung in der Kri-

se.

Im 6. Kapitel wird die klassische Finanzierung der Restrukturierung in der Krise

anhand von Bankendarlehen und ­krediten erläutert. Dabei wird auf den in den

letzten Jahren zu beobachtenden Wandel in der Fremdmittelvergabe der Ban-

ken durch die BASEL II ­ Vorschriften und den zunehmenden Renditedruck im

Bankensektor eingegangen und welche Folgen dies für die Krisenunternehmen

bedeutet. Sodann werden die Vor- und Nachteile der klassischen Krisenfinan-

zierung einander gegenüber gestellt und ihre Bedeutung in der Zukunft erläu-

tert.

Das 7. Kapitel behandelt die alternative Finanzierung der Restrukturierung mit

Finanzinvestoren. Dazu wird der Begriff des Finanzinvestors zunächst abge-

grenzt und die für diese Arbeit relevanten Investoren dargestellt. Außerdem

werden im Rahmen dieses Kapitels die Gründe der Attraktivität des deutschen

Mittelstandes für die Finanzinvestoren erklärt und sowohl der Ein- und Ausstieg

der Investoren beschrieben. Sodann wird auf die volkswirtschaftliche Bedeu-

tung der Finanzinvestoren und auf die Heuschreckendebatte eingegangen. Die-

ses Kapitel endet mit der Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile sowie ei-

nem kurzen Ausblick.

Abschließend wird die Grohe AG vorgestellt, die von dem Finanzinvestor BC

Partners an die Finanzinvestoren Texas Pacific Group und Credit Suisse First

Boston weiterverkauft und restrukturiert wurde. Es wird dabei aufgezeigt, wie

Finanzinvestoren ein gesundes Unternehmen aus Renditegründen annähernd

in den Ruin treiben, aber auch, wie sie ein wirtschaftlich krankes Unternehmen

wieder fit für den globalen Wettbewerb machen.

1 Vgl. Plattner, D./Plankensteiner, D., S. 10 ­ 11.

2 Vgl. a.a.O., S. 16.



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