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Examensarbeit, 2009, 49 Seiten
Autor: Christian Bilan
Fach: Theaterwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität der Künste Berlin (Institut für Theaterpädagogik)
Tags: Darstellendes Spiel, Schulspiel, Abitur, Prüfung, Theater, Kompetenz, Standard
Jahr: 2009
Seiten: 49
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-28183-1
ISBN (Buch): 978-3-640-28467-2
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Zusammenfassung / Abstract
Am 16. November 2006 verabschiedete die Kultusministerkonferenz der Länder die Einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) für das Fach Darstellendes Spiel. Auf dem Titelblatt werden die Länder gebeten, die neu gefassten Anforderungen zur Abiturprüfung im Jahr 2010 umzusetzen. Da den Abiturprüfungen angemessener Unterricht zumindest auf der Oberstufe vorausgehen muss, kann man annehmen, dass inzwischen alle Länder entsprechende Umsetzungen in Rahmenplänen und Landesverordnungen vorgenommen haben, um nach vier Semestern der Oberstufe/ Qualifikationsphase in den Jahren 2008/2009 und 2009/2010 Abiturprüfungen im Fach Darstellendes Spiel wie geplant zu ermöglichen. Die vorliegende Untersuchung zeigt differenziert den Stand der Bearbeitung auf und kommt zu ernüchternden Ergebnissen.
Textauszug (computergeneriert)
Darstel endes Spiel
Die Einheitlichen Prüfungsanforderungen
in der Abiturprüfung im Fach Darstellendes Spiel
und ihre Realisierung auf Länderebene
Stand: 01.2009
Inhaltsverzeichnis
1
FACHINHALTE UND KOMPETENZEN
6
1.1
DER KOMPETENZBEGRIFF DER OECD
6
1.1.1 KOMPETENZKATEGORIE 1: INTERAKTIVE ANWENDUNG VON MEDIEN UND MITTELN
(TOOLS)
9
1.1.2 KOMPETENZKATEGORIE 2: INTERAGIEREN IN HETEROGENEN GRUPPEN
9
1.1.3 KOMPETENZKATEGORIE 3: EIGENSTÄNDIGES HANDELN
10
1.2
DIE KOMPETENZBEGRIFFE DER KMK UND IN DEN EPA
10
1.2.1 KMK
10
1.2.2 EPA DARSTELLENDES SPIEL
12
1.3
DIFFERENZEN: OECD/ KMK/ EPA
13
1.4
DIE KOMPETENZBEGRIFFE DER LÄNDER
15
1.4.1 BADEN-WÜRTTEMBERG
15
1.4.2 BERLIN
16
1.4.3 BREMEN
18
1.4.4 HAMBURG
21
1.4.5 HESSEN
22
1.4.6 MECKLENBURG-VORPOMMERN
23
1.4.7 SAARLAND
24
1.4.8 SCHLESWIG-HOLSTEIN
25
1.4.9 THÜRINGEN
27
1.5
DIFFERENZEN: EPA BUNDESLÄNDER
28
2
ANFORDERUNGSBEREICHE
31
2.1
EPA
31
2.1.1 EXKURS: EPA DEUTSCH
34
2.2
BUNDESLÄNDER
35
2.2.1 EXKURS: STANDARDS DER KMK
37
3
AUFGABENSTELLUNGEN FÜR DIE ABITURPRÜFUNG
39
3.1
EPA
39
3.2
BUNDESLÄNDER
41
4
RESÜMEE
44
2
5
QUELLEN
47
3
Vorbemerkungen
Am 16. November 2006 verabschiedete die Kultusministerkonferenz der Länder
die Einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) für das Fach Darstel endes Spiel.
Auf dem Titelblatt werden die Länder gebeten, die neu gefassten Anforderungen
zur Abiturprüfung im Jahr 2010 umzusetzen. Da den Abiturprüfungen angemesse-
ner Unterricht zumindest auf der Oberstufe vorausgehen muss, kann man anneh-
men, dass inzwischen al e Länder entsprechende Umsetzungen in Rahmenplänen
und Landesverordnungen vorgenommen haben, um nach vier Semestern der
Oberstufe/ Qualifikationsphase in den Jahren 2008/2009 und 2009/2010 Abitur-
prüfungen im Fach Darstel endes Spiel wie geplant zu ermöglichen.
Diese Arbeit orientiert sich an den inhaltlichen und strukturel en Vorgaben der Ein-
heitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung für das Fach Darstel endes
Spiel der Kultusministerkonferenz. Die erörternde Darstel ung bezieht sich daher
auf die Bereiche ,,Fachinhalte und Kompetenzen", ,,Anforderungsbereiche" und
,,Aufgabenstel ungen".
Betrachtet werden dabei ausschließlich die aktuel gültigen Rahmenpläne der u.g.
Bundesländer, da weitere Rahmenpläne bislang nicht veröffentlicht und auch nicht
auf den Internetseiten der jeweiligen Ministerien verfügbar sind. Diese Einschrän-
kung erfolgt auch deshalb, weil auch den beteiligten Lehrkräften nur die angeführ-
ten Materialien aus den Ministerien als Arbeitsgrundlage zur Verfügung stehen:
Jahr der Ver-
öffentli-
chung
Bundesland
Art
1
1997
Schleswig-
Dokumentation DS im Lehrplan
Holstein
2
1998
Hessen
Rahmenplan DS
3
2000
Bremen
Rahmenplan DS
4
2004
Hamburg
Rahmenplan DS
5
2006
Berlin
Rahmenplan DS
6
2006
Mecklenburg-
Rahmenplan DS
Vorpommern
7
2006
Thüringen
Lehrplan Darstel en u. Gestalten
4
8
2007
Baden-
Bildungsstandards für den Schulversuch
Württemberg
Wahlfach ,,Literatur und Theater"
9
2008
Saarland
Lehrplan DS für Einführungsphase der
GO
Um der Arbeit mit den verschiedenen Rahmenplänen und den EPA eine sinnvol e,
al gemeingültige Grundlage zu geben, wird zuvor das Konzept der Kompetenzen
anhand der Aussagen des DeSeCo-Projektes erläutert. Dieses Projekt beschäftigt
sich seit über zehn Jahren mit der Definition und Auswahl von Schlüsselkompe-
tenzen, die im Anschluss die Basis für weitreichende internationale Bildungsfor-
schung wurden (vgl. OECD 2001a).
5
1 Fachinhalte und Kompetenzen
1.1 Der Kompetenzbegriff der OECD
Seit Mitte der 90er Jahre wurden in den Studien ,,Programme for International Stu-
dent Assessment (PISA)", ,,Adult Literacy and Life Skil s Survey (ALL)" und im Pro-
jekt ,,Definition and Selection of Competencies (DeSeCo)" der Kompetenzbegriff
so weit entwickelt, dass er für die Arbeit der o.g. Untersuchungen die Grundlage
bilden konnte. Aufgrund der sehr breite Rezeption der Arbeiten in Wissenschaft,
Politik, Schule und interessierter Öffentlichkeit wirken die vorgenommen Definitio-
nen international standardisierend.
Die Kompetenzen, die in den OECD-Studien identifiziert werden, sind dort als
Grundlage für ein erfolgreiches Leben und eine gut funktionierende Gesel schaft
beschrieben. Aus der Vielzahl der möglichen Kompetenzen heraus werden
Schlüsselkompetenzen (transversale Kompetenzen) gekennzeichnet, die sich
durch folgende Merkmale auszeichnen:
· sie tragen zu wertvol en Ergebnissen für die Gesel schaft und die Menschen bei
· sie helfen den Menschen dabei, wichtige Anforderungen unter verschiedenen
Rahmenbedingungen zu erfül en und
· sie sind nicht nur für Spezialisten, sondern für al e wichtig.
,,Nachhaltige Entwicklung und sozialer Zusammenhalt hängen ent-
scheidend von den Kompetenzen der gesamten Bevölkerung ab wo-
bei der Begriff Kompetenzen Wissen, Fertigkeiten, Einstel ungen und
Wertvorstel ungen umfasst."
(OECD 2003, 9)
Die OECD-Bildungsminister formulieren dabei einen konzeptuel en Referenzrah-
men, der Merkmale aufzeigt, die al en Kompetenzen zugrunde liegen. Die Schlüs-
selkompetenzen beschreiben die ,,Mobilisierung von kognitiven, praktischen und
kreativen Fähigkeiten sowie psychosoziale Ressourcen wie Einstel ungen, Motiva-
tion und Wertvorstel ungen.
Sie gehen in jedem Fal weit über das Vorhandensein
6
und die einfache Wiedergabe von Wissen hinaus."
(OECD, 2003, 9; Hervorhebung
vom Autor)
Es werden drei Kategorien von Schlüsselkompetenzen entwickelt:
1. Interaktive Anwendung von Medien und Mitteln
2. Interagieren in heterogenen Gruppen
3. Autonome Handlungsfähigkeit
Diese drei Kategorien sind nicht al ein denkbar, sondern greifen ineinander und
bilden Schnittmengen. Sie sind die Grundlage für die Bestimmung und Verortung
von Schlüsselkompetenzen.
Kategorien der Schlüsselkompetenzen (OECD 2001, 7)
Die OECD-Bildungsminister gehen von einem anforderungsorientierten Ansatz
aus. Was benötigt der Einzelne, um sich in seinem jeweiligen gesel schaftlichen
Umfeld gut zurechtzufinden? Wie können die Menschen zur Gestaltung ihrer Welt
beitragen?
7
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