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"Der Rundfunk als Kommunikationsapparat"

Untertitel: Zu Bertolt Brechts Radiolehrstück - Der Ozeanflug

Hausarbeit, 2003, 17 Seiten
Autor: Achim Zeidler
Fach: Germanistik - Sonstiges

Details

Veranstaltung: PS: Die Literatur und die Sinne
Institution/Hochschule: Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Tags: Rundfunk, Kommunikationsapparat, Literatur, Sinne
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 17
Note: 2,00
Literaturverzeichnis: ~ 11  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V124086
ISBN (E-Book): 978-3-640-28726-0
ISBN (Buch): 978-3-640-28741-3

Zusammenfassung / Abstract

Brechts Diskrepanz und Neuordnungsbemühungen, sowie seine eigenen Anschauungen über Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Forschung werde ich am Beispiel seines Rundfunkstückes „Ozeanflug“ und seiner kritischen Betrachtungsweise des Radios in der Entwicklung vom „Distributions- zum Kommunikationsapparat“ darstellen und erläutern. Des weiteren verfolgt die folgende Interpretation die Absicht, den Sachverhalt sowie Bezugs- und Auswirkungspunkt des neu erschaffenen Mediums für die Literatur und die Gesellschaft der Zeit aufzuzeigen. Natürlich kann nicht die gesamte Rundfunkgeschichte hier erläutert und technische Begebenheiten und Erfindungen weitreichend ausgeführt werden, da aufgrund der Beschränkung der Hausarbeit auf das Hauptthema, diese nur knapp oder gar nicht zur Geltung kommen und der Vorrang bei der Beschäftigung mit dem „Ozeanflug“, der „Radiotheorie“ und des Distributions-/Kommunikationsapparatendualismus liegen wird...


Textauszug (computergeneriert)

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Lehrstuhl für deutsche Literatur- und Sprachwissenschaft

PS: Die Literatur und die Sinne

WS 2002/2003

,,Der Rundfunk als Kommunikationsapparat". Zu Bertolt Brechts Radiolehrstück

Der Ozeanflug

(Thema 18 Medium Radio/Hörspiel)

Vorgelegt von:

Achim Zeidler

LA Realschule D/G

3. Semester

21.März 2003


2

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ___________________________________________________________________ 3

1. Hörfunk/Rundfunk _______________________________________________________ 4

1.1. Begriff und Theorie _________________________________________________________ 4

1.2. Geschichte des Radios _______________________________________________________ 4

2. Brechts ,,Der Rundfunk als Kommunikationsapparat" (1932) _____________________ 5

3. Der Ozeanflug____________________________________________________________ 7

3.1. Entstehung ________________________________________________________________ 7

3.2. Aufführung ________________________________________________________________ 8

4. Analyse und Interpretation ________________________________________________ 10

5. Erklärungen Brechts zum ,,Ozeanflug" ______________________________________ 12

6. Eigene Schlussbetrachtung ________________________________________________ 14

7. Literaturverzeichnis ______________________________________________________ 16

7.1. Primärliteratur____________________________________________________________ 16

7.2. Sekundärliteratur__________________________________________________________ 16


3

Vorwort

Brechts Diskrepanz und Neuordnungsbemühungen, sowie seine eigenen Anschauungen über

Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Forschung werde ich am Beispiel seines

Rundfunkstückes ,,Ozeanflug" und seiner kritischen Betrachtungsweise des Radios in der

Entwicklung vom ,,Distributions- zum Kommunikationsapparat" darstellen und erläutern.

Des weiteren verfolgt die Interpretation die Absicht, den Sachverhalt und Inhalt, sowie den

Bezugs- und Auswirkungspunkt des neu erschaffenen Mediums aufzuzeigen.

Natürlich kann nicht die gesamte Rundfunkgeschichte hier erläutert und technische

Begebenheiten und Erfindungen weitreichend ausgeführt werden, da aufgrund der

Beschränkung der Hausarbeit auf das Hauptthema, diese nur knapp oder gar nicht zur Geltung

kommen und der Vorrang bei der Beschäftigung mit dem ,,Ozeanflug", der ,,Radiotheorie"

und des Distributions-/Kommunikationsapparatendualismus liegen wird.


4

1. Hörfunk/Rundfunk

1.1. Begriff und Theorie

Der Begriff Rundfunk beinhaltet die beiden Medien Radio ­ als Bezeichnung für den

Empfangsapparat ­ und Fernsehen. Der Gebrauch des Wortes Rundfunk wurde seit der

Erfindung und Einführung des Fernsehens dann aber in ,,Hörfunk" umbenannt. Der Hörfunk

ist somit die rein auditive Sparte des Rundfunks, der Fernsehapparat die auditive und visuelle.

Hörfunk wird im engeren Sinne nur als Fachterminus geführt. Umgangssprachlich setzte sich

die Bezeichnung ,,Radio" durch, wie auch noch in Eigenbenennungen der öffentlich-

rechtlichen Radiosendeanstalten zu erkennen ist (Bsp. Radio-Bremen).

Die Rundfunkteilnehmer, die ich in dieser Arbeit aber nur auf das rein auditive Medium des

Radios beziehe, werden nun auch gemeinsprachlich umgenannt bzw. abgekürzt. Sie heißen

nun ,,Hörer" und nehmen aktiv durch ,,Radiohören" mit Hilfe der ,,Rundfunkempfangsgeräte

geeigneten Hörstellen", heute besser als ,,Radio" bekannt, am Hörfunk teil.1

1.2. Geschichte des Radios

Im Zuge der Entwicklung des Radios im Laufe der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts

zum Status eines Massenmediums beschäftigten sich außer den Hörern immer mehr die

,,Macher" und Förderer des Radios mit diesem. Der

,,Rundfunk-Vater"

Hans Bredow, wie er

von Schäffner bezeichnet wird, heroisierte so z.B. die Erfindung des Radios, dass er als

,,zivilisatorisches Instrument der Menschwerdung" erläuterte.2

Auch Bertolt Brecht fühlte sich sehr bald mit diesem neuen Medium vertraut. Seine

Beziehung und Auseinandersetzung mit ihm führte im medientheoretischen Sektor zu einer

viel gelesenen Schrift, der ,,Radiotheorie", die auch heute noch sehr anerkannt und aktuell

erscheint. Brecht erhoffte sich mit Hilfe des Radios die elitären Künste (in seiner

oppositionellen Auffassung die Kaisertreuen, später die Nationalsozialisten und Faschisten)

abzulösen. Mittel hierfür sollte das gesamte Bürgertum sein, die durch diese proletarisch-

kollektive Erhebung zu einer neuen, in seinen Augen besseren, Massenkultur erwachsen

sollte.3

1Vgl. Schäffner, Gerhard: Hörfunk. In: S.235

2 Zit. nach Schäffner, Gerhard: Hörfunk, S.235

3 Vgl. Schäffner, S. 236



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