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Scholary Paper (Seminar), 2003, 12 Pages
Author: Andrea Staub
Subject: German Studies - Modern German Literature
Details
Institution/College: University of Erfurt (Literaturwissenschaften)
Tags: Imre Kertész, Roman eines Schicksallosen, Holocaust, Juden, Zweiter Weltkrieg, Nobelpreisliteratur. Was ist Glück.
Year: 2003
Pages: 12
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-18300-0
File size: 65 KB
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Excerpt (computer-generated)
Seminararbeit im Fach „Gegen das Vergessen“
an der Universität Erfurt
WS 2002/ 2003
Imre Kertész
Roman eines Schicksallosen
vorgelegt von
Andrea Staub
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung Seite 3
2. Imre Kertész Seite 3 – 4
3. „Mensch ohne Schicksal“ oder „Roman eines Schicksallosen“ Seite 4 – 5
3.1. Der Inhalt Seite 5 – 6
3.2. György Köves Seite 7 – 8
3.3. Besonderheiten des Romans Seite 8 .
4. Schicksallos Seite 9
5. Glück Seite 9 – 10
6. Zusammenfassung Seite 10 – 11
7. Bibliographie Seite 12
Einleitung:
Ich möchte mich in dieser Hausarbeit mit dem „Roman eines Schicksallosen“ von Imre Kertész beschäftigen. Ich habe diesen Roman gewählt, da er in mir essentielle Fragen über Glück, Schicksal und Schicksallosigkeit entstehen ließ. Mittels dieser Hausarbeit will ich versuchen mich der Thematik des Werkes und dem Autor zu nähern und einen Überblick über beides zu geben.
Imre Kertész:
Der Schriftsteller Imre Kertész wurde am 9. November 1929 in Budapest geboren. Er erblickte das Licht der Welt als Sohn einer jüdischen Familie. Kertész war fünfzehn Jahre alt, als er in das Konzentrationslager Auschwitz- Birkenau deportiert wurde. Kurze Zeit später erfolgte die Deportation nach Buchenwald. Hier wurde er 1945 befreit.1
Nach seiner Rückkehr in die ungarische Heimat, verdiente Imre Kertész seinen Lebensunterhalt zunächst als Journalist. Er arbeitete für die Zeitung „Világosság“2. Als sich diese Zeitung zur Parteitreue bekannte, wurde der Autor 1951 entlassen. Nach einer zweijährigen Wehrpflicht, war Kertész als freier Schriftsteller tätig. Seit 1953 verfasste der Literat Musicals, Unterhaltungsstücke, Theaterstücke, Romane sowie Erzählungen. Nachdem der „Roman eines Schicksallosen“ veröffentlicht wurde, fungierte Kertész ebenfalls als Übersetzer deutschsprachiger Autoren wie zum Beispiel Friedrich Nietzsche, Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Joseph Roth, Ludwig Wittgenstein und Elias Canetti.
Der ersten Publizierung von „Sorstalanság“ („Roman eines Schicksallosen“) im Jahre 1975, sollte 1988 der Roman „A kudarc“ („Fiasko“) folgen. Zwei Jahre später entsprang „Kaddis a meg nem született gyermekért“ („Kaddisch für ein nichtgeborenes Kind“) Kertész’ Feder. Alle drei Romane gelten als Trilogie, da György Köves – die Hauptfigur aus „Roman eines Schicksallosen- auch in „Kaddisch für ein nichtgeborenes Kind“ auftritt.1992 wurde Gályanapló („Galeerentagebuch“) veröffentlicht. Diesem Roman folgten nur ein Jahr später „Jegyzökönyv“ („Eine Geschichte: zwei Geschichten“) sowie „A holocaust mint kultúra: három elöadás“.
Weitere zwei Jahre später verfasste Imre Kertész „Meine Rede über das Jahrhundert“ und „Eine Zurückweisung“. 1998 erschien der Roman „Ich- ein anderer“ und ein Jahr darauf wurden Erzählungen mit dem Namen „Die englische Flagge“ veröffentlicht. Imre Kertész fand einen Weg sein Schicksal und das vieler anderer Juden an die Öffentlichkeit zu tragen. Er benutzt die Schrift um seine Erinnerungen aufzuarbeiten und zu erklären, was wirklich geschehen ist.
1995 erhielt er dafür den Brandenburger Literaturpreis. Zwei Jahre später folgte der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Im Jahre 2000 wurde Kertész der Herder- Preis sowie der WELT- Literaturpreis verliehen. Im Jahr darauf erhielt er den Ehrenpreis der Robert- Bosch- Stiftung. Der Hans Sahl- Preis sowie der Nobelpreis komplettierte die Sammlung der Auszeichnungen im Jahre 2002.3
„Mensch ohne Schicksal“ oder „Roman eines Schicksallosen“
Imre Kertész begann die Arbeit am „Roman eines Schicksallosen“ bereits im Jahre 1960. Als er sein Werk 1973 in Ungarn publizieren wollte, wurde die Veröffentlichung jedoch vorerst abgelehnt. Erst zwei Jahre später fand dieser Roman seinen Weg in die Öffentlichkeit, wurde zunächst jedoch kaum beachtet.
Im Jahre 1990 erschien das Werk unter dem Titel „Mensch ohne Schicksal“ im Ostberliner Verlag „Rütten und Loening“ das erste Mal in Deutschland. Doch auch hier fehlte die Beachtung und das öffentliche Interesse.
1996 wurde der besagte Roman vom Rowohlt- Verlag publiziert und von Christine Viragh neuübersetzt. Er trägt seither den Namen „Roman eines Schicksallosen“ und sein Autor stieß plötzlich auf internationale Anerkennung und mehr als nur Interesse. Im Jahre 2002 erhielt Imre Kertész die größte Ehrung seiner Arbeit, indem ihm der Nobelpreis Verliehen wurde.4
Der „Roman eines Schicksallosen“ gilt heute als eines der wichtigsten Werke des zwanzigsten Jahrhunderts. Er ist außergewöhnlich, schockierend und wird dem jeweiligen Rezipienten immer im Gedächtnis bleiben.
[....]
1 Eberhard Rathgeb: Porträt. In: www.goethe.de URL: http://www.goethe.de/in/d/frames/pub/kc/kc0001-portrait.html. (21.02.2003).
2 In: www.nobel.se URL: http://www.nobel.se/literature/laureates/2002/kertesz-bibl-d.html. (21.02.2003)
3 In: www.nobel.se URL: http://www.nobel.se/literature/laureates/2002/kertesz-bibl-d.html. (21.02.2003)
4 In: www.mdr.de URL: http://www.mdr.de/kultur/literatur/347825.html. (23.01.2003)
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