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Scholary Paper (Seminar), 1995, 45 Pages
Author: Mag. Karin Stepanek
Subject: Politics - Methods, Research
Details
Institution/College: University of Vienna (Politikwissenschaft)
Tags: Diskussionsverhalten, Männer, Frauen
Year: 1995
Pages: 45
Grade: Gut
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-18301-7
File size: 98 KB
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Abstract
Das Ziel meiner Arbeit ist es, gewisse Strukturen und Kommunikationsmuster aufzuzeigen, die ich aus eigenen Erfahrungen und Literatur erkennen konnte, und diese an Hand eines konkreten Beispiels zu überprüfen. Ich habe mir dazu aus der gewählten Diskussion einen sehr eindruckvollen und signifikanten Abschnitt zur Untermauerung ausgesucht.
Excerpt (computer-generated)
Untersuchung des Gruppendiskussionsverhaltens von
Frauen und Männern an Hand einer aufgezeichneten
Fernsehdiskussion.
Karin Stepanek
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung S.5
2. Themeneinführung und Vorstellung der Runde des Club 2s S.6
3. Grundlegende Überlegung zum Forschungsthema S.7
4. Transkription des gewählten Diskussionsabschnittes S.7
5. Sprachunterschiede der Geschlechter S.18
5.1 Literaturzusammenfassung der Texte S.18
„Gewalt durch Sprache“ und
„Sprachunterschiede von Männern und Frauen“
5.2 Hypothesen aufgrund der Zusammenfassung S.20
5.3 Hypothesenprüfung S.22
6. Gesprächsverhalten in Fernsehdiskussionen S.30
6.1. Gesprächsverhalten S.30
6.1.1 Unterbrechungen S.31
6.1.2 Dominantes Verhalten S.31
6.1.3 Diskussionsleiterverhalten S.32
6.1.4 Argumentation S.32
6.1.4.1 formale Argumentation S.33
6.1.4.2 Inhaltliche Argumentation S.33
6.1.5 Selbstdarstellung S.33
6.2. Anreden in Fernsehdiskussionen S.34
6.2.1 Entschuldigungen S.34
6.2.2 Vorwürfe S.35
6.2.3 Bitten S.35
6.2.4 Direkte Anreden S.35
6.3. Arbeitshypothesen S.36
6.4. Prüfung der Hypothesen S.38
7. Schlußbemerkungen S.42
8. Anhang S.44
8.1 Quellenverzeichnis S.44
8.2 Literaturverzeichnis S.44
1. Einleitung
Die Entscheidung welches Thema meinee Arbeit in diesem Proseminar tragen soll und welches Ziel sie verfolgen soll war für uns nicht schwer. Aus dem Bedürfnis für die damals bevorstehende Nationalratswahl 1994 ausreichend über das Parteien- und Poitikerspektrum informiert zu sein, entgingen auch uns die TV-Konfrontationen am „Runden Tisch“ nicht. Danach bekam ich durch das Proseminar die Chance, die in Diskussionen festgestellten Merkmale zu bearbeiten. Ich entschlosscmich für meine Untersuchung eine Diskussion mit Personen zu suchen, die nicht täglich im öffentlichen Interesse stehen.
Aus den zur Auswahl gestellten Aufzeichnungen von Fernsehdiskussionen habe ich mich dann für das Video des Club 2 zum „Jahrestag“ der 68´er-Bewegung entschieden. Das Ziel meiner Arbeit ist es, gewisse Strukturen und Kommunikationsmuster aufzuzeigen, die ich aus eigenen Erfahrungen und Literatur erkennen konnte, und diese an Hand eines konkreten Beispiels zu überprüfen. Ich habe mir dazu aus der gewählten Diskussion einen sehr eindruckvollen und signifikanten Abschnitt zur Untermauerung ausgesucht. Der Abschnitt, der im Anhang unter 9.1 genauer angegebenen Videoaufzeichnung des Club 2s vom 19.05.1988 beginnt mit der 54. Minute und endet bei einer Stunde und sechs Minuten. Er ist somit 12 Minuten lang.
2. Themeneinführung und Vorstellen der Runde des Club 2s
Ich möchte zuerst einmal die Diskussionsrunde vorstellen und dann auf das Thema des Club 2s eingehen, um den Hintergrund dieser Diskussion ans Licht zu bringen.
Adolf Holl: Moderator
Michael Jeannee: Journalist der Kronen Zeitung
Brigitte Herrmann: Buchhändlerin
Daniel Cohn-Bendit: Publizist
Felix Butschek: Wirtschaftsforscher und Wirtschaftshistoriker;
Stellvertretender Leiter des Wirtschaftsforschungsinstitutes
Eva Demski: Schriftstellerin
Jens Litten: Chefredakteur des „Winner“
Helmut Strobl: Kulturstadtrat der ÖVP in Graz
Die Reihenfolge der oben genannten Person entspricht der Sitzordnung der Diskussionsteilnehmer, die ,von links nach rechts im Kreis sitzend, in der berühmten Ledergarnitur Platz genommen hatten.
Der Club 2 befaßte sich mit dem 20-jährigen „Jubiläums“ der Studentenbewegung von 1968. Die einzeln Personen erzählten ihre Erlebnisse und Perspektiven der damaligen Zeit. Die Studentenbewegung von 1968 ist ein europaweites Aufflammen und Aufbegehren für mehr Mitspracherecht an der Uni und gegen jegliche Form von Autorität gewesen.
3. Grundlegende Überlegungen zum Forschungsthema
Meine Überlegungen, die ich einer Forschungsleitfrage gleichsetzen will, beruhen auf der Annahme, daß es geschlechtsspezifische Unterschiede im Gesprächsverhalten gibt. Dies betrifft die Bedeutung von Frau und Mann in Fernsehdiskussionen, sowie die Rolle des Diskussionsleiters.
Es interessierte mich genaue Merkmale herauszuarbeiten und diese wie eine Schablone über den Diskussionsabschnitt zu legen um Unterschiede und deckungsgleiche Strukturen zu bestätigen.
4. Transkription des Club 2-Abschnittes
Adolf Holl: Mod.
Eva Demski: E.
Brigitte Hermann: B.
Daniel Cohn-Bendit: D.
Helmut Strobl: H
Michael Jeannee: M.
Jens Litten: J.
Felix Butschek: Butschek
1. Mod.: Ich muß hier ja auch als Volksbildner tätig sein, und ich....
2 .B.: Er gibt aber nie einen zum Besten.
3. Mod. Moment, wir haben ja noch Zeit. Ich möcht´ nur eine Sache volksbildnerisch festhalten, daß sich diese Runde zunächst mal trotz aller sonstigen Kontroversen einig darüber war, daß seit dem Jahr 68 ein gesellschaftsverändernder Prozeß in Gang gekommen ist, der die Einstellung der Bevölkerung insgesamt, ich möchte das möglichst deutlich sagen, sowohl in der BRD, wie in Frankreich, wie auch in Österreich und in der Schweiz, in Italien die Einstellung zu den sogenannten Autoritäten, Behörden, Lehrern, Kirchen....
[....]
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