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Seminararbeit, 1997, 24 Seiten
Autor: Mag. Karin Stepanek
Fach: Politik - Int. Politik - Region: Westeuropa
Details
Institution/Hochschule: Universität Wien (Politikwissenschaft)
Tags: Abrüstung, Deutschlang, Schweiz
Jahr: 1997
Seiten: 24
Note: Gut
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-18305-5
ISBN (Buch): 978-3-638-64240-8
Dateigröße: 188 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Sehr viele militärabhängige Arbeitsplätze wurden und werden noch bedingt durch die Abrüstung in Deutschland und der Schweiz gekürzt. Es müssen auch in beiden Ländern betriebliche Strategien zur Abrüstung verfolgt werden. Die Branchen, die besonders betroffen sind, sind in der Schweiz und in Deutschland dieselben, nämlich die Metall-, Maschinen-, Apparate-, Fahrzeug und Elektronikindustrie. Durch die Abrüstung wird aber viel Kapital zur Schaffung anderer Arbeitsplätze frei. Durch die Weiterentwicklung der Technik, sind auch immer weniger Soldaten nötig. Die High-Tech-Rüstung erfordert wenig Arbeitseinsatz, was auch zu Kürzungen militärischer Arbeitsplätze führt.
Textauszug (computergeneriert)
Sozioökonomische Folgen der Abrüstung in
Deutschland und der Schweiz
Karin Stepanek
Inhaltsverzeichnis:
I. Vorwort
II. Einleitung
III. Hypothesen zum Thema soziökonomische Folgen der Abrüstung in Deutschland und in der Schweiz
IV. Gründe der Gefährdung militärabhängiger Arbeitsplätze
1.Umstrukturierung der Armeen
2.Stabilisierung der entsprechenden Staatsausgaben
3.Stagnierende Militärausgaben und hohe Staatsverschuldung
V. Deutschland
1.Die Arbeitnehmer der Rüstungsindustrie auf dem Arbeitsmarkt
2.Angaben gekürzter Arbeitsplätze
3.Unternehmensstrategien
VI. Die Schweiz
1.Überblick
2.Die Zukunft der militärabhängigen Beschäftigung
3.Wirtschaftliche und soziale Folgen des Rückgangs militärischer Arbeitsplätze
3.1. Volkswirtschaftliche Folgen
3.2. Regionalwirtschaftliche Folgen
3.3. Auswirkungen auf die verschiedenen Branchen
VII. Überprüfung der Hypothesen
VIII. Zusammenfassung
IX. Quellenverzeichnis
I. Vorwort:
In meiner Arbeit werde ich versuchen die Folgen der Abrüstung für die Arbeitnehmer der Rüstungsbranche in Deutschland und der Schweiz darzustellen. Denn, wie ich herausarbeiten konnte, hat Abrüstung auch negative Aspekte. Diese betreffen die Personen, die bedingt dadurch ihre Arbeit verlieren und sich neu orientieren müssen. In der folgenden Arbeit werde ich beschreiben, wieso und wo Personal eingespart wird.
II. Einleitung:
Seit geraumer Zeit bekommt das Thema Abrüstung immer mehr Bedeutung. Die Anreize zur Abrüstung sind groß. Nun muß aber der Frage nachgegangen werden, wie die Beschlüsse zur Abrüstung arbeitsmarktpolitisch umgesetzt und volkswirtschaftlich genutzt werden können. In der Rüstung sind Soldaten, Zivilbeschäftigte der Streitkräfte, Arbeiter und Techniker tätig. Eigentlich steht man der Abrüstung aufgeschlossen gegenüber, doch wenn dies den eigenen Arbeitsplatz kosten soll, sieht man die Abrüstung sicher eher skeptisch.
Von den Politikern und Akteuren wird beklagt, daß es zu wenige Forschungsarbeiten zu diesem Thema gibt. Somit könnte man die Folgen der Konversion nicht angeben können. Untersuchungen gibt es vor allem in Schweden. Diese zeigen die Folgen eines schrittweisen Abbaus der Rüstungskapazitäten für den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum auf. Weiters gibt es amerikanische Studien und Untersuchungen der internationalen Arbeiterorganisation in Genf.
Diese Arbeiten haben Vorergebnisse erbracht. Nach den Berechnungen des US-Arbeitsministerium, sind neben denen im Raumfahrtsektor die Rüstungsarbeitsplätze die teuersten. Mit dem gleichen Einsatz öffentlicher Mittel ließen sich in anderen Sektoren ungleich mehr Beschäftigungsverhältnisse erzeugen. Wenn Rüstungsarbeitsplätze aufgegeben werden, ist ein günstiger Effekt auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten. Dabei ist auch zu beachten, daß in der Rüstung Beschäftigte allgemein überdurchschnittliche Qualifikationen besitzen.
Ein zweites wichtiges Ergebnis der Untersuchungen bezog sich auf die Wahl der Träger einer Umorientierung. In England stand die betriebsbezogene Konversion im Vordergrund. Dies bedeutet, daß zum Beispiel eine Militäranlage auf zivile Zwecke möglichst beschäftigungneutral umgestellt werden sollte. In der Sowjetunion und Osteuropa dominierten zentralplanerische Konzepte. In der Wissenschaft dominieren regional konzipierte Konversionsstrategien. Dabei werden ökologische und andere Gemeinbelange miteinbezogen.
Die Gewerkschaften haben nun die Aufgabe, die Mitglieder vorzubereiten und geeignete Vorgedrungen an den Umstellungsprozeß zu formulieren. Von der Bundesfraktion der Sozialdemokratischen Partei wurde gemeinsam mit Gewerkschaften und Forschern ein „Arbeitskreis Konversion“ eingerichtet. Die Umstellung ist auch im innerwirtschaftlichen Bildungswesen Thema Nummer zwei hinter der Information über die eigene Organisation1.
III. Hypothesen zum Thema soziökonomische Folgen der Abrüstung in Deutschland und in der Schweiz:
1. Die Armeen in Deutschland werden umstrukturiert. Sie werden verkleinert.
2. Es werden immer höher technologisierte Waffen erzeugt.
3. Viele militärische Arbeitsplätze sind gefährdet.
4. Die Militärausgaben werden verringert.
5. Die Kürzungen militärischer Arbeitsplätze hat wirtschaftliche und soziale Folgen
[....]
1 siehe Albrecht Ulrich, Rüstung in der Konversion, S. 8-11; Brzoska Michael, „Westeuropäisierung“; Brzoska Michael, Rüstungsexport; Dembinski Matthias, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, S: 1-4: Die nukleare Rüstungs- und Rüstungskontrollpolitik; Hug Peter, Meier Ruedi, Rüstungskonversion, S. 7-11; Nielebock Thomas, Abrüsten durch Waffenhandel; Pierre De Vestel, Defence markets and industries, S. 1-4
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