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Über Sinn und Unsinn wissenschaftlichen Sprachgebrauchs

Subtitle: Eine Kritik an Lehr- und Fachbüchern aus Sozialwissenschaft und Philosophie

Termpaper, 2008, 16 Pages
Author: André Kramer
Subject: Psychology - Miscellaneous

Details

Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 16
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V124384
ISBN (E-book): 978-3-640-29468-8
ISBN (Book): 978-3-640-29488-6

Abstract

Immer wieder wird Laien, Schülern und Studenten das Lesen von sozialwissenschaftlicher- und philosophischer Literatur durch komplizierte Formulierungen und den Einsatz schwieriger Fachbegriffe erschwert. Die Frage die sich dabei auftut ist die, ob dies tatsächlich immer an der Komplexität der zu vermitteln versuchten Inhalte liegt oder eher an einem wissenschaftlichen Imponiergehabe, das völlig unnötig das Jargon bestimmt? Dieser und weiterer Fragen soll in dieser Arbeit nachgegangen werden.


Excerpt (computer-generated)

André Kramer

Über Sinn und Unsinn ,,wissenschaftlichen"

Sprachgebrauchs

Eine Kritik an Lehr- und Fachbüchern aus Sozialwissenschaft und Philosophie

2008

1


Inhalt

1. Einleitung S. 3

2. Über unnötige komplizierte Formulierungen S. 5

2.1 Was einem in der Literatur so begegnen kann S. 5

2.2 lerntheoretische Konsequenzen S. 6

2.3 Fachbegriffe als sinnvolles Übel S. 7

3. Abgrenzung- und Traditionsverhalten S. 10

3.1 Wie können wir die unnötig komplizierten Formulierungen und
den unnötigen Gebrauch von Fremdwörtern deuten? S. 10

3.2 Lassen sich persönliche Einflüsse aus wissenschaftlichen
Arbeiten heraus halten? S.11


4. Zusammenfassung und Fazit S. 13

5. Literaturverzeichnis S. 15

2


1. Einleitung:

Ob nun Schüler, Studenten oder interessierte Laien, das lesen und durcharbeiten von so

genannter wissenschaftlicher Fachlektüre dürfte für die wenigsten Menschen ein Vergnügen

sein. Trockene Texte und komplizierte Formulierungen können den Umgang mit diesen

Texten zu einem wahren Grauen machen.

Mit den populär gehaltenen wissenschaftlichen Sachbüchern verhält es sich dagegen etwas

anders. Diese sind häufig leicht verständlich und zudem noch unterhaltsam geschrieben.

Allerdings mit dem Manko, dass sie in der Regel nicht die Tiefe erreichen, wie sie Fach- und

Lehrbücher bieten.

Doch was ist der wahre Grund dafür, dass Fachliteratur häufig ,,Leserunfreundlich"

geschrieben ist? Auf dem ersten Blick erscheint es ganz klar, schließlich beinhalten diese

Werke hochkomplexe Sachverhalte und Wissen, für dessen Aneignung die gelehrten Autoren

häufig viele Jahre des Studiums und der Forschung benötigten und die dementsprechend auch

dem Laien oder Studenten verhältnismäßig schwierig zu vermitteln sind.

Vor dem Erfolg hat Gott schließlich den Schweiß gesetzt, um ein Sprichwort zu verwenden.

Und wer sich ernsthaft in die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen einarbeiten

möchte, kommt nun einmal nicht darum herum, sich der schwierigen Texte anzunehmen und

entsprechende Mühen aufzuwenden.

Provokativ behaupte ich jetzt, und werde versuchen, das im Laufe dieser Arbeit auch zu

untermauern, dass es ganz andere Motive gibt, die dahinter stecken, dass wissenschaftliche

Texte häufig nur allzu trocken geschrieben sind. Außerdem behaupte ich, dass viele Texte

häufig nicht deshalb schwer verständlich sind, weil der diskutierte Sachverhalt so komplex ist,

sondern, weil die Texte unnötig kompliziert formuliert sind und somit nur den Eindruck, den

Schein einer hochgradigen Komplexität erwecken.

Sinn und Unsinn wissenschaftlichen Sprachgebrauchs möchte ich in dieser Arbeit diskutieren

und bin mir bewusst darüber, dass sie schon allein aufgrund meines Sprachgebrauchs der

Definition nach keine wissenschaftliche Arbeit sein kann. Persönliche Elemente und Werte

haben in der Wissenschaft schließlich nichts zu suchen, da diese sich um eine möglichst

objektive Darstellung bemühen muss.

Dass es sich hierbei um eine unhaltbare Forderung handelt, sondern hinter dieser Forderung

ganz andere, psychologische Mechanismen stecken, möchte ich hier ebenfalls versuchen

anzureißen.

Bei all der von mir geäußerter Kritik möchte ich aber auch aufzeigen, wann vermeintlich

komplexe Elemente in wissenschaftlichen Texten durchaus sinnvoll erscheinen. Vor allem

spreche ich hier von der Verwendung von disziplinspezifischen Fachbegriffen.

Im Kapitel 2. geht es quasi um die Probe aufs Exempel, es werden Textbeispiele aus

wissenschaftlichen Werken auf ihre Formulierungen hin untersucht, vor allem bezüglich der

Zweckmäßigkeit und der mit diesen Formulierungen verbundenen lerntheoretischen

Konsequenzen.

Im Kapitel 3. wiederum wird der Versuch unternommen, Erklärungen für die im

vorhergehenden Abschnitt ermittelten Ergebnisse zu finden. Ich möchte an dieser Stelle auch

klar zum Ausdruck bringen, dass die hier vertretenen Schlussfolgerungen nicht als

3


Hypothesen im klassischen Sinne zu verstehen sind, da sie einigen der geforderten Kriterien

für eine solche nicht genügen können. Ein Aspekt, auf den ich im laufenden Text allerdings

auch ausdrücklich hinweise.

Aufgrund des geringen, mir zur Verfügung stehenden Umfangs muss ich mich mit meiner

Kritik auf die Bereiche der Sozialwissenschaften und der Philosophie beschränken. Andere

Disziplinen mögen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, doch müsste hier eine

gesonderte Analyse erfolgen, was an dieser Stelle nicht geleistet werden kann.

4



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