Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Die Heuneburg: Architektur und Siedlungsentwicklung close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Die Heuneburg: Architektur und Siedlungsentwicklung

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 31 Pages
Author: Christina Michel
Subject: Archaeology

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2008
Pages: 31
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 28  Entries
Language: German
Archive No.: V124445
ISBN (E-book): 978-3-640-29707-8
ISBN (Book): 978-3-640-30253-6

Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Hauptseminars „Die Späthallstattzeit nördlich der Alpen“ mit der Siedlungsentwicklung und Architektur der Heuneburg. Dem Titel der Veranstaltung entsprechend stehen dabei die hallstattzeitlichen Bauphasen der Heuneburg im Mittelpunkt. Angesichts der jüngsten Grabungen im Zuge des Schwerpunktprogramms "Frühe Zentralisierungs- und Urbanisierungsprozesse – Zur Genese und Entwicklung „frühkeltischer Fürstensitze“ und ihres territorialen Umlandes (SPP 1171)" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) soll allerdings nicht nur die Siedlung direkt auf der Burg, sondern vor allem die diachrone Entwicklung der Außensiedlung betrachtet werden, die scheinbar sehr viel größer und komplexer war, als bislang angenommen. Liegt in der vorgelagerten Außensiedlung der Ausgangspunkt für den Reichtum der Heuneburg? Legte die bäuerliche Wirtschaftsweise, die für die umliegenden Siedlungen angenommen wird, die Grundlage für die starke soziale Gliederung einer feudal strukturierten Gesellschaft, die schließlich die Schaffung eines „Fürstensitzes“ ermöglichte?


Excerpt (computer-generated)

Freie Universität Berlin

Institut für Prähistorische Archäologie

Hauptseminar: Die Späthal stattzeit nördlich der Alpen

Wintersemester 2007/2008

Die Heuneburg: Architektur und Siedlungsentwicklung

Eingereicht von Christina Michel

8. Mai 2008


2

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsübersicht 2

Verzeichnis der Abbildungen 3

I Einleitung

1.1.

Problemstel ung und Themenabgrenzung 4

1.2.

Forschungsgeschichte und Quel enlage 4

II Hauptteil

2.1.

Topographische Lage 8

2.2.

Entwicklungsgeschichte der Burg 9

2.3.

Die Umgebung der Heuneburg 14

2.3.1. Die Vorburg 14

2.3.1.1.

Die Befestigungswerke der Vorburg 14

2.3.1.2.

Besiedlungsspuren im Bereich der Vorburg 15

2.3.1.3.

Die Toranlage 16

2.3.2. Die Außensiedlung 18

2.3.2.1.

Die ursprüngliche Außensiedlung 19

2.3.2.2.

Die nördliche Außensiedlung 20

2.3.2.3.

Die Südsiedlung 22

2.4.

Zum Wirtschafts- und Sozialstruktur 24

III

Resumé

26

IV

Literaturverzeichnis

28


3

Verzeichnis der Abbildungen

Abb. 1:

Plan des Raumes Hundersingen- Binzwangen mit

Geländedenkmälern 5

Abb. 2:

Schema des Schichtenaufbaus der Heuneburg 6

Abb. 3:

Bebauungsplan und ergänzter Grundrissplan der Heuneburg

in Periode IV c 7

Abb. 4:

Bebauungsplan der Heuneburg in den Perioden IV b/ 3 bis IV a/ 1 8

Abb. 5:

Bebauungsplan der Heuneburg in den Perioden III b bis II 9

Abb. 6:

Bebauungsplan der Heuneburg in den Perioden I b/4 bis I a 10

Abb. 7:

Schnitte der Grabungen 2000 und 2006 im Vorburgareal der Heuneburg 11

Abb. 8:

Befunde von Sondage 4 im Vorburgareal der Heuneburg 12

Abb. 9:

Kammertoranlage der Heuneburg 14

Abb.10:

Abfolge der Baustadien unter Hügel 4 im

Talhau/ Heuneburg- Außensiedlung 16

Abb.11:

Westliches Vorfeld und Hinterland der Heuneburg 18

Abb.12:

Vergleich der Baustrukturen der Außensiedlung, der nördlichen

Außensiedlung und in der Südsiedlung 20


4

I Einleitung

1.1.

Problemstellung und Themenabgrenzung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Hauptseminars ,,Die Späthal stattzeit

nördlich der Alpen" mit der Siedlungsentwicklung und Architektur der Heuneburg. Dem Titel

der Veranstaltung entsprechend stehen dabei die hal stattzeitlichen Bauphasen der

Heuneburg im Mittelpunkt. Angesichts der jüngsten Grabungen im Zuge des

Schwerpunktprogramms "Frühe Zentralisierungs- und Urbanisierungsprozesse ­ Zur Genese

und Entwicklung ,,frühkeltischer Fürstensitze" und ihres territorialen Umlandes (SPP 1171)"

der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sol al erdings nicht nur die Siedlung direkt

auf der Burg, sondern vor al em die diachrone Entwicklung der Außensiedlung betrachtet

werden, die scheinbar sehr viel größer und komplexer war, als bislang angenommen. Liegt in

der vorgelagerten Außensiedlung der Ausgangspunkt für den Reichtum der Heuneburg?

Legte die bäuerliche Wirtschaftsweise, die für die umliegenden Siedlungen angenommen

wird, die Grundlage für die starke soziale Gliederung einer feudal strukturierten Gesel schaft,

die schließlich die Schaffung eines ,,Fürstensitzes"1 ermöglichte?

1.2.

Forschungsgeschichte und Quellenlage

Erstmals dürfte die Heuneburg in den Beschreibungen des Oberamtes Riedlingen 1827

erwähnt worden sein, bevor in den 1850er Jahren an den Grabhügeln der Hohmichele-

Gruppe erste Grabungen durch den örtlichen Altertumsverein durchgeführt wurden.

Grabungen an den Hügeln des Gießhübel/Talhau führten zur Belegung mit dem Begriff

Fürstengrab.

Es ist bereits mehrfach spekuliert worden, dass dies wohl unter dem Eindruck

Schliemanns im gleichen Jahr gefundener Prachtgräber in Mykene stand2. Nachdem sich der

Begriff im Verlauf der 1930er Jahre als

terminus technicus

durchgesetzt hatte, griffen ihn

auch die Ausgräber der Heuneburg auf, in dem sie der Veröffentlichung ihrer

Grabungsergebnisse den Untertitel ,,frühkeltischer Fürstensitz" als Analogbildung

gegenüberstel ten.

Die Untersuchungen an der Heuneburg wurden ab 1948 zunächst durch K. BITTEL und A.

RIETH, in deren Folge 1951 die bekannte Monographie mit dem Titel: "Die Heuneburg an

der oberen Donau, ein frühkeltischer Fürstensitz" erschien. Von 1950-58 wurde

ausschließlich im Befestigungsbereich der Burg gegraben. Ab 1951 lag die Grabungsleitung

1 Von Kimmig hauptsächlich gekennzeichnet ,,durch die Siedlungsform einer Hal stattburg mit offener

Siedlung im Vorland (

akropolis und suburbium)

, den herausragenden Fundstoff mit mediterranen

Importgütern und die umgebenden Großgrabhügel mit prunkvoll ausgestatteten Burgherrengräbern"

Kimmig, zitiert nach KURZ 2007: 13

2 VEIT 2000:Anm.2; SCHIER1998:493


5

bei Wolfgang Dehn, Wolfgang Kimmig und Adolf Rieth. 1955 wurde die Grabung in das

Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen.

Zusätzliche Untersuchungen führte Siegwalt Schiek am Hohmichele und an Hügel 4 der

Talhau-Gruppe zwischen 1954 und 1956 durch. Mit einigen Unterbrechungen wurden die

Grabungen schließlich unter der Leitung von Egon Gersbach weitergeführt, welcher bis 1979

den Bereich der sog.

Akropolis

untersuchte, in deren Verlauf eine angenommene 14-

phasige Siedlung mit insgesamt zehn nacheinander errichteten Befestigungsmauern

freigelegt wurde. Insgesamt wurden dabei insgesamt ca. ein Drittel des etwa 3 Hektar

großen Burgareals untersucht, mit einem klaren Schwerpunkt im Südteil der Anlage3. Paral el

dazu begannen 1977 Sondagen des Landesdenkmalamtes im nordwestlichen und

westlichen Vorfeld der Heuneburg unter der Leitung von S. SCHIEK. Dieser untersuchte dort

zwischen 1978 und 1980 den Bereich des Hügels 2 der Gießübel-Talhau Gruppe.

Anschließend wurden die Arbeiten an Hügel 1 aufgenommen und von Siegfried Kurz bis

1982 fortgeführt4. In den Jahren 1988 und 1989 erfolgten abschließende

Nachuntersuchungen an den Hügeln 2 und 4 im Gießübel-Talhau5. Zwischen 1995 und 2001

fanden Grabungen im Gewann ,,Greutäcker" statt, die seit 1999 durch umfangreiche

Prospektionen im Umfeld der Heuneburg ergänzt wurden.

Aktuel werden seit 2004 im Rahmen des DFG- Schwerpunktprogramm "Frühe

Zentralisierungs- und Urbanisierungsprozesse ­ Zur Genese und Entwicklung ,,frühkeltischer

Fürstensitze" und ihres territorialen Umlandes (SPP 1171)" Grabungen unter der Leitung

von H. Reim, S. Schiek, G. Riek, S. Kurz und J. Bofinger durchgeführt.

Forschungsschwerpunkte sind dabei die sogenannte ,,Außensiedlung", die bei der Nekropole

,,Gießübel/Talhau" im Norden der Heuneburg liegt, sowie die sogenannte ,,Südsiedlung", die

sich südlich der Heuneburg beim Grabhügel im Gewann ,,Greutäcker" befindet.

Den langjährigen Forschungen entsprechend, gestaltet sich die Quel enlage zur Heuneburg,

dem ,,besterforschten Fürstensitz der späten Hal stattzeit"6 mehr als umfangreich. Bereits seit

1962 werden die Grabungs- und Untersuchungsergebnisse in der Reihe ,,Heuneburgstudien"

von der Römisch- Germanischen- Kommission publiziert. Bislang wurden in dieser Reihe 11

Bände veröffentlicht. Unter der Herausgeberschaft von Wolfgang Kimmig erschien 2000 die

bis dato letzte Publikation, die sich mit den Importen und den mediterranen Einflüssen auf

der Heuneburg beschäftigt. Für die Darstel ung der Architektur und Siedlungsentwicklung auf

3 Angaben nach GERSBACH zum Eintrag ,,Heuneburg" im Real exikon der Germanischen

Altertumskunde 1999: 528.

4 KURZ/SCHIEK 2002:17

5 KURZ 2000:18

6 BOFINGER/ KRAUSSE 2005:1


6

der Heuneburg bieten die Bände 9 und 10 der Heuneburgstudien (,,Baubefunde der Perioden

IVc- IVa der Heuneburg" und ,, Baubefunde der Perioden IIIb- Ia der Heuneburg", beide von

Egon Gersbach herausgegeben) einen sehr umfassenden Überblick, wenngleich die

Darstel ungsform als Grabungsbericht bisweilen sehr mühsam zu lesen ist. Al erdings sind

beide o.g. Werke nur bedingt auf die Besiedlung der ganzen Burg übertragbar, da bislang

nur im Südosten der Heuneburg umfangreich gegraben wurde. Über den zentralen und

nördlichen Innenraum lassen sich daher keine umfassenden Aussagen treffen.

Die jüngsten Forschungsergebnisse, die vor al em im Umland der Heuneburg gewonnen

wurden, werden im Rahmen des Schwerpunktprogrammes der DFG auf der Website

www.fürstensitze.de zusammenfassend einer großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ausgewählte Themen werden zudem als Monographien in der Reihe ,,Forschungen und

Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden- Württemberg" des Landesdenkmalamtes

Baden- Württemberg herausgegeben. Die im September 2007 erschienene Arbeit von

Siegfried Kurz ,,Untersuchungen zur Entstehung der Heuneburg in der späten Hal stattzeit"

bildet hier das aktuel ste Werk.

Speziel für die Darstel ung der Entwicklung der Außensiedlung war das o.g. Werk sowie die

bereits 2000 erschienene Publikation ,,Die Heuneburg- Außensiedlung. Befunde und Funde"

hilfreich, wenngleich hier noch von einer Außensiedlung mit einer Ausdehnung von

höchstens 25 Hektar ausgegangen wird. Des Weiteren wurden in dieser Arbeit überwiegend

die Vorberichte der Grabungen, die in der Zeitschrift ,,Archäologische Ausgrabungen in

Baden- Württemberg" erschienen, zur Recherche verwendet, da besonders die aktuel en

Befunde der Außensiedlung noch nicht anderweitig publiziert worden sind.



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/124445/die-heuneburg-architektur-und-siedlungsentwicklung
please wait Please wait