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Alexander von Humboldt und die Medizin

Anderes, 2008, 156 Seiten
Autor: Markus Breuning
Fach: Biographien

Details

Kategorie: Anderes
Jahr: 2008
Seiten: 156
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V124660
ISBN (E-Book): 978-3-640-31212-2
ISBN (Buch): 978-3-640-31615-1
Anmerkungen :
Referenzen, umfassend Schrifttum über und von Alexander von Humboldt und die Medizin, Briefnachweise von Korrespondenten bzw. Erwähnung von Medizinern in der Korrespondenz, im Reisetagebuch sowie Titelauszug aus Humboldts "Bibliothek" zur Medizin und deren Teilgebiete. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Hanno Beck. Der Autor: Geboren 1956, seit 1969 - vor 40 Jahren - A. v. Humboldt-Sammler und Forscher in Privatstudien ohne akademischen Hintergrund. Seit 1975 Korrespondenz mit dem führenden Bonner Humboldtforscher Prof. Dr. Hanno Beck.


Zusammenfassung / Abstract

Es wurde versucht, jede Arbeit von und über Alexander von Humboldt (1769-1859) in Autopsie zu haben und bibliographisch zu erfassen. Teilstudie zu meinem Hauptwerk, einer Gesamtbibliographie über Alexander von Humboldt


Textauszug (computergeneriert)

- 1 -

Alexander von Humboldt und die Medizin

Referenzen, umfassend Schrifttum über und von AvH und die Medizin,

Briefnachweise von Korrespondenten bzw. Erwähnung von Medizinern in der

Korrespondenz, im Reisetagebuch sowie Titelauszug aus Humboldts ,,Bibliothek" zur

Medizin und deren Teilgebiete.

Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Hanno Beck

Von Markus Breuning, Bern 2009


- 2 -

Vorwort

Im September 1975 hat Herr Markus Breuning (Bern) erstmals dem

Amt für Forschung der Humboldt-Gesellschaft geschrieben. Inzwischen füllt dieser

Briefwechsel drei prall gefüllte Mappen -, und auch die vierte litt noch nicht an

Magersucht. Er stiess als junger Verehrer, der sich schon längst für A. v. Humboldt

interessiert hatte zur Humboldt-Gesellschaft. Fast unersättlich fragte er nach Büchern

und scheute bei ihrem Kauf kein Opfer. In nur wenigen Jahren übertraf seine

Bibliothek die der meisten Sammler, die es immer gegeben hat.

Die Verbindung zu ihm habe ich in Übereinstimmung mit unserem verehrten

Vorstandsvorsitzenden und Präsidenten, Prof. Dr. Herbert Kessler, über dessen Tod

hinaus gepflegt. Er hat jahrelang zunächst meine Briefe mitgelesen.

Herr Breuning blieb keinesfalls beim Sammeln stehen und gehörte bald zur Reihe

junger Humboldt-Forscher, als er z. B. im Werk Reinhold Schneiders auf mehrere

Humboldt-Bezüge verwies. Er schrieb über Einführung und Anbau der Banane, einer

von Humboldt besonders geschätzten Frucht, in Neu-Spanien (Mexiko) und stellte

die Werke zusammen, die Humboldt über die Kunst besass. Ihm verdanken wir die

Entdeckung von Werken A. v. Humboldts im ,,Index librorum Prohibitorum" des

Vatikans.

Dazu hatte er im Lauf des Jahres eine grosse Zahl von Ländern besucht und reifte

zu einer Persönlichkeit eigenster Art.

Ihm verdanken wir nun auch diese vorliegende, erstaunlich vollständige

Bibliographie zu A. v. Humboldt und die Medizin, die in vielen Jahren gewachsen ist

und in vielen Ländern infolge seiner brieflichen Recherchen zu neuen menschlichen

Verbindungen führte.

Das Werk, das eine schmerzliche Lücke schliesst, nachdem unser Mitglied Prof. Dr.

Heinrich Schipperges 1959 erstmals erhellend über Humboldt und die Medizin

geforscht und publiziert hatte, ist lange vergeblich erwartet worden.

Bonn, 14. 11. 2007 Prof. Dr. Hanno Beck


- 3 -

Inhaltsübersicht

Vorwort. Von Prof. Dr. Hanno Beck, Bonn

2

Inhaltsübersicht 3

Einleitung

4

Biographische Einleitung

5

Medizingeschichtliche Einführung: ,,AvH und die Medizin", nach W. F. Kümmel, 1985

6

1.0 Bibliographie über Humboldt und die Medizin

8

1.1. Stichwortverzeichnis

20

1.2. Statistik

(Sprachen/Publikationsjahre- und Orte)

23

1.3. Personenverzeichnis

25

1.4.

Abkürzungsverzeichnis (für alle Teile)

29

2.

Diplome Humboldts, Medizin betreffend / Statistik

30

3.0 Bibliographie der Arbeiten von Humboldt zur Medizin

32

3.1. Periodikaliste

34

3.2. Personenverzeichnis

35

3.3. Literaturzusammenstellung

benutzter

Werke in Humboldts ,,Versuche..." 36

Personenverzeichnis 39

4.0 Mediziner, Chirurgen, Anatomen, Physiologen und Pharmakologen in den

Briefen, Tagebüchern und weiteren Editionen

42

a) Hinweise

42

b) Quellen

42

c) Belege

43

d)

Aus dem Briefwechsel Humboldt - C. D. Rauch

57

4.1. Mediziner in Hanno Beck (Hg.): Gespräche AvHs.

(Berlin: Akademie-Verlag 1959)

58

4.2. Mediziner in Hanno Beck: AvH. (2 Bde.). Wiesbaden (Steiner) 1959,

1961 59

4.3. AvHs. ,,Kosmos", Bd. 2 (1847)

62

Personenverzeichnis

63

4.4. Steven Jan van Geuns: Tagebücher einer Reise mit AvH 1789

64

5.

In den Editionen zu 4. eruierte Literatur, die Humboldt benutzte bzw. zitierte, mit

Schlüssel 69

6.0 Werke über Medizin in Humboldts Bibliothek

73

6.1.

Fachdisziplinen und Stichwortregister

96

6.2.

Kommentar von Henry Stevens zur ,,Benützung" durch Humboldt

111

6.2.1. Numerischer Schlüssel mit Code

112

6.2.2. Statistik

112

a) Werke/Jahr

112

b) Publikationsorte/Anzahl

113

c) Sprachen

113

6.3. Personenverzeichnis

114

Quellen 132

6.4.

Zoologische, botanische, pharmakologische Werke in Humboldts

Bibliothek von Medizinern, Pharmakologen u.ä. mit noch anderen

Fachgebieten bzw. Interessen: Personenverzeichnis

132

7.

Gesamtpersonenverzeichnis 136


- 4 -

Einleitung

Julius Pagel schreibt in seinem Artikel in August Hirsch, Biographisches Lexikon der

hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker (Wien & Leipzig 1886,III.: 313-314, hier

314) über A. v. Humboldt:

,,Weniger allgemein bekannt ... sind Humboldts Arbeiten auf dem Gebiet der mit der

Medizin in innigerem Zusammenhang stehenden Disziplinen, nämlich der

Nervenphysiologie, deren Begründer Humboldt genannt werden muss, und der

Arzneimittellehre, in der Humboldt zuerst einen wissenschaftlichen Weg betrat. Sein

erstes grösseres Werk war die berühmte Schrift: ,,Über die gereizte Muskel- und

Nervenfaser, nebst Vermuthungen über den chemischen Process des Lebens in der

Thier- und Pflanzenwelt" (Berlin und Posen 1797-1799, 2 Bde.), zu der er schon seit

1792 das Material gesammelt hatte. Die Bedeutung dieser Schrift beruht

hauptsächlich auf den entscheidenden Versuchen, welche Humboldt zu Gunsten der

tierischen Elektrizität anstellte und durch die er den schwankenden Streit zwischen

GALVANI und dessen weit überlegenem Gegner VOLTA zu Gunsten des Ersteren

entschied. Unter Durchführung einer streng naturwissenschaftlichen Methodik und

durch die exaktesten Versuche erforschte Humboldt den Einfluss von Licht, Wärme,

Magnetismus und Elektrizität auf das Nervensystem und suchte nachzuweisen, dass

die Nerventätigkeit auf dem Galvanismus oder einer ihm analogen Kraft, die aber mit

der sogenannten Lebenskraft nicht identisch sei, beruhe. ... Indem Humboldt ferner

bei seinen Versuchen genötigt war, die Luft, das Wasser, die verschiedenen Gase,

die mannigfaltigsten Arzneimittel der Analyse zu unterwerfen, war er zugleich der

Erste, der die exakten Untersuchungsmethoden auch bei Forschungen über

Arzneimittel anzuwenden lehrte. In dieser Beziehung hat sich Humboldt auch um die

praktische Medizin ein dauerndes Verdienst erworben. ..."

Der Verfasser, 1956 in Bern geboren, sammelt seit 1969 Literatur über Humboldt.

,,Medizin" ist nur ein Aspekt, doch sind ihm über 144 Arbeiten und Rezensionen dazu

bekannt geworden. Aufgrund des breiten Schrifttums über/von AvH wäre es ein

wünschenswertes Desideratum, der Forschung den medizinischen Aspekt in Form

einer Monographie darzustellen.

Allerdings müsste man noch die Korrespondenz Humboldts mit Medizinern edieren.

Die A.-v.-H.-Forschungsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der

Wissenschaften transkribierte die bekannten, zugänglich gemachten Humboldt-

Briefe.

Neben dem erwähnten Werk hat Humboldt auch einige Aufsätze geschrieben. Dank

des Bibliothekskataloges wissen wir, was Humboldt über Medizin hatte, was er las

bzw. benutzte, usw.

In den Briefen und Tagebüchern findet sich eine Vielzahl von Erwähnungen bzw.

Korrespondenz mit Medizinern. Dies darzulegen als Baustein einer noch zu

schreibenden Monographie, war die Absicht des Verfassers.

Ich danke Frau Dipl.-Bibliothekarin Pia Burkhalter, Institut für Medizingeschichte der

Universität Bern, für Formatierung der Arbeit und Hilfe bei Computerproblemen.

Ebenso für Ratschläge und Hilfe Frau Désirée Looser, Köniz und Herrn Markus

Kernen, Bern

Markus Breuning


- 5 -

Biographische Einleitung

An Lebensbeschreibungen A. v. Humboldts mangelt es nicht. Ich erinnere an Beck,

Hanno, 1959, 1961 (1); Biermann, Kurt-Reinhard, 1980 (2); Krätz, Otto, 1997 (3) und

Meyer-Abich, Adolf, 1967 (4). - Ich gebe hier deshalb nur einen kurzen Abriss

seines Lebens.

Alexander von Humboldt wurde am 14. 9. 1769 in Berlin geboren. Zum Vergleich:

Johann Wolfgang von Goethe lebte von 1749-1832.

Mit seinem Bruder Wilhelm (1767-1835) immatrikulierte er sich 1787 an der Oder-

Universität in Frankfurt. Er sollte Kameralistik studieren. 1789 war er an der

Universität Göttingen, 1790 an der Handelsakademie in Hamburg. 1791 bittet er um

Anstellung im preussischen Bergdienst und nimmt sein Studium an der

Bergakademie in Freiberg/Sachsen auf. Rasche Karriere im Bergdienst, 1792

Oberbergmeister, 1795 Oberbergrat. Daneben wissenschaftliche Reisen und private

Studien. Auf das Zusammenwirken der Kräfte kam es ihm an, nicht auf einzeln

isolierte Tatsachen! Die ,,Kosmos"-Idee (1845-62) kam ihm früh! Am 24. 1. 1796

schreibt er an Marc Auguste Pictet: ,,Je conçus l′idée d′une physique du monde", als

26jähriger! Er betrieb botanische, galvanische Studien, doch sein Lebensziel war, ein

aussereuropäisches Land zu erforschen. Durch Glück und Beziehung kam die

Südamerikareise (1799-1804) zustande. Als Protestant und Oberbergrat gelang es

ihm, die Erlaubnis zu erhalten, die spanischen Kolonien in Süd- und Mittelamerika zu

besuchen.

Die russisch-sibirische Reise 1829 bot ihm Gelegenheit, die Geologie, Pflanzenwelt

usw. der Neuen- mit der Alten Welt zu vergleichen. Humboldt war ein Meister des

Vergleichs, sein enormes Gedächtnis half ihm dabei! Sein amerikanisches Reisewerk

war das grösste, privat herausgegebene der Geschichte.

Als sein Vermögen aufgebracht war, musste er dem Rufe des preussischen Königs

folgen und sein Dienst als Kammerherr antreten. Immer die Ideen der französischen

Revolution von 1789 im Herzen. Doch er hatte ein wissenschaftliches Programm vor

Augen, als er Paris, wo er sein Reisewerk herausbrachte, zu Gunsten von Berlin

verliess. Berlin wurde bald führend in den Wissenschaften. Im Alter schrieb er seinen

,,Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung", wo er das Wissen seiner Zeit

verarbeitete, soweit es ihm noch möglich war. Er starb in dem Jahre, als Darwin

seine ,,Entstehung der Arten" herausbrachte, am 7. 5. 1859.

(1) Beck, H: AvH. (2 Bde.). Wiesbaden (Steiner); (2) Biermann, K.-R.: AvH.

(=Biographien hervorragender Naturwissenschaftler, Techniker und Mediziner).

Leipzig (Teubner); (3) Krätz, O.: AvH. München (Callwey); (4) Meyer-Abich, Adolf:

AvH. (Rowohlt Bildmonographien). 1. Aufl. Reinbek b. Hamburg (Rowohlt)


- 6 -

Medizingeschichtliche Einführung:
,,A. v. Humboldt und die Medizin."

(Folgende Ausführungen basieren auf gleichlautendem Aufsatz, z. T. zitiert, gekürzt

bzw. bearbeitet von mir, von Werner Friedrich Kümmel in Wolfgang-Hagen Hein

(Hg.): AvH. Leben und Werk. S. 195-210. Frankfurt/M. (Weisbecker) 1985)

1828 erhielt Humboldt die Ehrendoktorwürde für hervorragende Arbeiten auf den

Gebieten der Physiologie und der Krankheitslehre. Humboldt war ein genialer

Autodidakt und hat nie einen medizinischen oder anderen Abschluss gemacht. Im

Sommer 1789 hörte er Vorlesungen über Naturgeschichte in Göttingen bei Johann

Friedrich Blumenbach, dem er wesentliche Anregungen zur vergleichenden

Anatomie, zur Physiologie und zur allgemeinen Naturkunde verdankte. Bei dem

Anatomen Justus Christian Loder in Jena besuchte er im Winter 1794/95 eine

Vorlesung über die Bänderlehre ­ in Gesellschaft seines Bruders und J. W. v.

Goethes!

Humboldt ging es weniger um anatomisch- morphologische Fragen, vielmehr

suchte er anatomische Kenntnisse für elektrophysiologische Untersuchungen, mit

denen er sich danach eingehend beschäftigte. Ein anatomischer Präparierkurs bei

Loder im Jahre 1797 diente vor allem der Vorbereitung einer schon damals

geplanten Reise in die Tropen. Gründliches medizinisches Wissen eignete sich

Humboldt aber hauptsächlich an durch ausgedehnte Lektüre der Fachliteratur, durch

zahllose Experimente sowie durch intensiven Meinungsaustausch mit führenden

Wissenschaftlern der Zeit, z. B. mit S. T. Soemmerring, L. Galvani, A. Volta u. a.

Diese Forscher erkannten Humboldt als gleichberechtigten Partner und Forscher in

ihrem Fach uneingeschränkt an.

Humboldts umfangreichster und geschlossenster Beitrag zur Medizin ist die

Auseinandersetzung mit dem Galvanismus und dem Problem des Lebendigen.

Albrecht v. Haller (1752) kam zum Ergebnis, dass Muskeln auf mechanischen,

chemischen oder elektrischen Reiz mit Bewegung, Nerven hingegen mit Empfindung

reagierten, was er ,,Irritabilität" bzw. ,,Sensibilität" nannte. Die Frage nach der

Erklärung des Lebendigen fesselt auch Humboldt. Sein Forschungsobjekt ist

zunächst die Pflanze, seine Blickrichtung die des Chemikers. Belebte und unbelebte

Materie seien grundsätzlich verschieden, weil in der belebten eine ,,Lebenskraft"

wirke. Schon Mitte des 18. Jahrhunderts hatte man mit Elektrizität an lebenden

Organismen experimentiert, und durch Stromstösse aus der ,,Leidener Flasche" oder

aus der Elektrisiermaschine Muskelzuckungen und Schmerzwahrnehmungen

hervorgerufen. Zwei Meinungen standen im Raume, Galvanis ,,tierische Elektrizität"

und Voltas ,,Kontaktelektrizität". Als Humboldt im Herbst 1792 von Galvanis

Entdeckung erfuhr, beginnt er sogleich mit zahllosen Versuchen. Rund 4000

Experimente an etwa 3000 Tieren, dazu Versuche an Pflanzen und ettliche

Selbstversuche. Für die Erklärung der galvanischen Reaktion schreibt er der Chemie

eine Schlüsselfunktion zu. Lebensprozesse = chemischer Wechsel von Zersetzung

und Bindung. Humboldt fordert eine ,,vitale Chemie". Von der ,,Lebenskraft" rückte er

allmählich ab.

In Südamerika kann er zum ersten Mal galvanische Experimente an elektrischen

Fischen anstellen.

Eingehend widmet er sich der Höhenkrankheit, als er 1802 den ecuadorianischen

Chimborazo bestieg. Vergleichende Messungen und Überlegungen führen ihn zu

einer ,,medizinischen Geographie", die er leider nie systematisch ausführte. Wie wirkt

die Natur, Zusammensetzung der Luft, ihr Druck, ihre Temperatur und Feuchtigkeit,


- 7 -

das Klima, Höhe über Meer auf Gesundheit und Krankheit, Konstitution und Kultur

des Menschen ein? Von der Reise in die Tropen verspricht er sich Aufschluss über

manche schon in Europa aufgeworfene Fragen.

Bei der Überfahrt nach Südamerika bricht an Bord Gelbfieber aus. In Südamerika

wird er mit Malaria und dessen Folgen konfrontiert. Beides beschäftigt ihn intensiv.

Humboldt war ein unermüdlicher, ja besessener Experimentator. Aber er verstand

das Experiment nicht im Sinne voraussetzungsloser Induktion. Induktion muss

planvollen Fragen unterworfen werden.


- 8 -

1.

Bibliographie über Humboldt und die Medizin

(* = Arbeit nicht vorhanden in der Sammlung des Verf.)

1.

Ackerknecht, Erwin H.: A. de H., Parisien. In: La Presse médicale (Paris) 31

1959,47: 1764

2.

Amaranath, L.; Gravenstein, J. S.: A.v.H. and his discoveries, drugs and

devices of interest to anesthesiologists. In: Anesthesiology (Lancaster) 43

1975,5: 556-562

2./1 Arnold, Eberhard: Galvanische Versuche. S. 46. In: id., AvH ­ einer der letzten

Universalgelehrten. In: Naturwissenschaftliche Gesellschaft Bayreuth (B.).

Berichte. 24 2000: 25-90

2./2 Augustin, Friedrich Ludwig: Versuch einer vollständigen systematischen

Geschichte der galvanischen Elektrizität und ihrer medizinischen Anwendung.

(248 S.). Berlin 1803 - Humboldt S. 30-37, seine ,,Versuche ..." S. 34f

2a. Bachelard,

Gaston:

[Über Humboldts Muskelfaserwerk]. S. 245-248. In: id.,

Die Bildung des wissenschaftlichen Geistes. Beitrag zu einer Psychoanalyse

der objektiven Erkenntnis. Übersetzt von Michael Bischoff. Frankfurt/M. 1978.

­ Orig.-T.: La formation de l′esprit scientifique. (...). Paris 1938

3.

Bergen, Heinrich v.: Versuch einer Monographie der China. Hamburg 1826 -

Chinarinde. AvH, s. S. 31, sein Bericht S. 84-88,106f, 345-348

3a

Biermann, Kurt-Reinhard: (Rezension) Hein, W.-H. AvH und die Pharmazie.

In: Dt. Literatur-Ztg. (Berlin) 109 1988,10/11: Sp. 759-761

4.

Blume, Wilhelm: Vergleichende Untersuchungen über die

erregbarkeitssteigernde und lähmende Wirkung einiger Narkotika am

peripheren Nervenstamm, am Skelettmuskel und am motorischen Nervenende

des Frosches. ­ AvH, s. S. 46/47, 59. In: Archiv für experimentelle Pathologie

und Pharmakologie (Leipzig) 110 1925: 46-65

5.

Blümel, Karl Heinz: Was uns Brehmer gab! Zum 100. Geburtstag Hermann B.,

des Altmeisters der Tuberkulosebehandlung, am 14. 8.1926. In: Münchener

Medizinische Wochenschrift 73 1926,33 v. 13. 8.: 1364-1365 -

Dankesbrief Hs. für Übersendung ,,Die chronische Lungenschwindsucht"

Berlin 1857

6.

Blumenbach, Johann Friedrich: (Ankündigung von AvHs ,,Versuche über die

gereizte Muskel- und Nervenfaser"). In: Allg. Literatur Ztg. (Jena),

Intelligentsblatt 1795,97 v. 2. 9.: Sp. 776

7.

Bonjour, Edgar: Briefe AvHs an Johannes von Müller. In: Schweiz. Zeitschrift

für Geschichte (Basel) 10 1960: 422-429

8.

id.: J. v. M. und AvH. In: Neue Zürcher Ztg. 1960, Sonntagsausgabe 2440

v.17. 7., Bl. 6 (Literatur & Kunst)

9.

Botsch, Walter: Die Bedeutung des Begriffs Lebenskraft für die Chemie

zwischen 1750 und 1850. Diss. phil. Fak. für Gesch., Sozial- und

Wirtschaftswiss. Universität Stuttgart, Historisches Institut 1997

10.

Böttger, Herbert: AvH und Johannes Müller. In: Nachrichtenblatt Dt. Ges. für

Gesch. der Medizin, Naturwiss. und Technik (Frankfurt/M.) 1959,14

(Dezember) : 13-14

11.

id.: AvH und Aimé Bonpland. In: Therapeutische Berichte (Bayer Leverkusen)

31 1959,4: 114-119

12.

Brandes, Rudolph: Auszug aus v. Humboldts Mittheilungen über das Curare.

In: Archiv des Apotheker-Vereins im nördlichen Teutschland für die Pharmacie

und ihre Hilfswissensch. Hg. v. ... (Lemgo) 28 1829: 297-301


- 9 -

12a Braun, Adolf: Krankheit und Tod im Schicksal bedeutender Menschen. (104

S.). (2. Auflage). Stuttgart 1940 - AvH (knapp ½ S.) Hinweis kränkelnde

Jugend und Leistungen im Alter. [Im Kp.: Der Tod durch allgemeine

Abnützung ­ Apoplexie]

13.

Brednow, W.: Ein Brief AvHs. In: Clio Medica (Oxford &c.) 3 1968: 371-372 -

An den evangel. Superintendenten und Probst Carl Schöne, Schlieben (Mark

Brandenburg), 17. 6.1858.

14.

Breuning, Markus: Albrecht von Haller im Urteil AvHs. In: Gesnerus (Aarau) 35

1978,1/2 : 132-139

15.

Brücke, Franz Theodor: Einige Bemerkungen zur Frühgeschichte und

Nomenklatur der Chinarinde. In: Clio Medica (Oxford &c.) 3 1968: 119-130 ­

Humboldt s. S. 119

16.

Brugsch, Theodor: Arzt seit fünf Jahrzehnten. (Lebenserinnerungen). In: NBI.

Neue Berliner Illustrierte (DDR) 12 1956,32: 6-7, 10

17.

id.: Arzt ... . Berlin (1957) ­ Darin: AvH ebnet meinem Vater den Weg. S. 15-

23

18.

Brunton, Thomas Lauder: Handbuch der allgemeine Pharmakologie und

Therapie. Leipzig 1893. - Einfluss der Temperatur: S. 48-49 AvH

19. (None)

20.

Camerini, Jane R.: Heinrich Berghaus′ Map of human diseases. ­ AvH S.

186-208. In: Rupke, Nicolaas A. (Hg.) Medical geography in historical

perspective. London 2000. (=Medical Hist. Supl.,20)

21.

Carus, Julius Victor: (AvH′s Wirksamkeit...): - Zoologie und vergl. Anatomie. S.

269-300. In: Bruhns, Karl (Hg.) AvH. Leipzig 1872. (Reprint: Osnabrück 1969).

22.

Daiber, Jürgen: Der elektrisierte Physiker. (Johann Wilhelm Ritter). In: Die Zeit

(Hamburg) 1998,37: (5 S.), im Netz:

www.zeit.de/archiv/1998/37/199837.t_ritter_.xml - Humboldts Reizphysiologie

Ritter zum Rezens. gegeben, S. (2), 9 Zeilen

23.

Dumont, Franz: Bericht über das Soemmerring-Symposium 1983. ­ Darin:

Soemmerrings Verhältnis zu Humboldt, S. 60. In: Berichte zur

Wissenschaftsgeschichte (Weinheim) 7 1984: 58-64

24.

Ebstein, Erich: Aus AvH′s Frühzeit. In: Mitteilungen zur Geschichte der

Medizin und Naturwissenschaften (Leipzig) 122 1927, Bd. 26: 169-172

25.

id.: AvH über Wiener Ärzte und Naturforscher. In: Wiener Medizinische

Wochenschrift 50 1928: 1-4

26. Engelmann,

Gerhard:

Krankheit und Alter im Leben AvHs. Selbstzeugnisse

aus seinen Briefen. In: Ärztliche Praxis (München-Gräfelfing) 21 1969,71 v. 6.

9.: 3616-3626

27.

Geiger, Ludwig: Briefe AvH′s an Dr. Robert Remak 1839 bis 1855. In:

Jahrbuch für die jüdische Gesch. und Literatur (Berlin) 19 1916: 112-134

28.

Gräser, Franz : (Rezens.) Hein, W.-H. AvH und die Pharmazie,1988. In:

Genealogie (Neustadt/Aisch) 37 1988, Bd.19,6: 191-192

28a. Grumpelt, Karl: AvH zum Gedenken. In: Pirnaer Kulturspiegel 1959, Mai: 6-7 ­

Brief Humboldts an Franz Ambros Reuss (Badearzt und Geologe) über

Geologie!

29.

Haberling, Wilhelm: Johannes Müller. (=Grosse Männer, 9). Leipzig 1924

30.

id.: AvH and Johannes Müller. With hitherto unpublished letters of Humboldt.

In: Medical Life (New York) 35 1928: 529-536

31.

Hagen, Benno v.: Die Bergkrankheit in der Schilderung AvH′s. Eine

Erinnerung an seine Besteigung des Chimborazo (1802). In: Das medizinische

Bild (Jena) 2 1959: 102-104


- 10 -

32.

Hansen, A.: Die Lebenskraft oder der Rhodische Genius. Von AvH.

Besprochen v. ... In: Naturwiss. Wochenschr. (Berlin) 1919, N.F. 18: 526-37

32./1 Hartmann, Hans: An der Schwelle vor den exakten Naturwissenschaften.

Medizinisches aus den Werken AvHs. [2 Teile]. In: Deutsches Ärzteblatt

(Köln) 1969,37 v. 13. 9.: 2566-2571 und 38 v. 20. 9.: 2637-2641 - [Mit Kp.-

Überschriften]: (1) [Einleitung]; Beobachtungen über das Gelbfieber; Lob und

Tadel für die medizinischen Leistungen seiner Zeit. ­ (2) Humboldts

physiologische Experimente; Bei den Otomaken [Venezuela], die Erde essen

und mit Curare töten; Zur Geschichte der Chinarinde [Cinchona];

Freundschaft mit [Ernst Ludwig] Heim und [Christoph Wilhelm] Hufeland;

Bedeutung der Arzneimittellehre für die Botanik; Humboldt formulierte ein

biologisches ,,Fliessgleichgewicht"

32a. Hartmann, Karl: Ein unbekannter Brief AvHs [an den Medizinalrat v.Schallern,

Gottlieb Adam Edler in Bayreuth, Dezember 1797]. In: Archiv für die

Geschichte von Oberfranken (Bayreuth) 35 1951, 3: 160-162

33.

Hein, Wolfgang-Hagen: Bücher pharmazeutischer Autoren in der Bibliothek

AvH′s. Ein Beitrag zum Thema ,,Humboldt und die Pharmazie". In:

Pharmazeutische Ztg. (Eschborn) 119 1974: 1461-1466

34.

id.: Apotheker in Humboldt′s ,,Kosmos". In: ebenda,129 1984: 1222-1224

35.

id.: The history of curare research. / Die Geschichte der Curare-Forschung. In:

botanical drugs of the Americas in the Old and New Worlds. ­ Amerikanische

pflanzliche Arzneien in der Alten und Neuen Welt. (= Veröff. Int. Ges. für

Gesch. der Pharmazie (Stuttgart) N. F., 53 1984) - Humboldt S. 45-46 bzw.

106-107

36.

id.: Der junge AvH und die wissenschaftliche Pharmazie. S.153-166, Zitate /

Literatur S. 317. In: (Siehe Nr. 37)

37.

id.: AvHs Curare-Bericht. S. 211-220 und 320-321. In: id. (Hg.) AvH. Leben

und Werk. Frankfurt/M. 1985

38.

id.: AvH und die Pharmazie. (130 S.). In: (wie Nr. 35) 56 1988

39.

id.: Ein Brief AvH′s an den Apotheker Carl Hentschel. In: Beiträge zur

Geschichte der Pharmazie 41 1989,1: 5-7

39a Herz, Marcus: [Richtig stellen eines Irrtums!] (Vermischte Anzeigen) An die

Herausgeber des neuen Journals der Erfindungen, Theorien und

Widersprüche in der Natur- und Arzneywissenschaft (Berlin), [1798,2. 2.]. -

[Betreffend Humboldts Brief an M. Herz ,,Ueber einige neuere galvanische

Erscheinungen, in Med.-chir. Ztg. 4 1797,100: 375-382]. In: Allgemeine

Litteratur-Ztg. (Jena), Intelligenzbl. 1798,26 v. 14. 2.: Sp. 224 - [Siehe 3, 11]

40.

Hesse, Peter Gustav: Gedanken eines Forschers um 1800 über Anatomie und

Physiologie der Haut. In: Dermatologische Wochenschrift (Leipzig) 114 1942:

393-397. - Ausführlich über Humboldts Arbeiten!

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AvH S. 110-121, Anm. 75-84, S. 161-162

40a. id. : AvH und wir. In: Beiträge zur modernen Therapie, 2: Vorträge und

Disskussionsbemerkungen der 4. und 5. Weimarer Therapie-Tagung 1958,

1959. S. 3-47. Jena 1960. - Eingehende Untersuchung im historischen

Kontext mit Tabellen!

41.

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Univ.) 50 2005/06, 3 v. 8.12. 05: 12



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