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Scholarly Research Paper, 2001, 25 Pages
Author: Mario Lohfing
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Institution/College: University of Applied Sciences in Schmalkalden (FB Betriebswirtschaft)
Tags: Optionsanleihe, Optionsgeschäft, Optionsscheine
Year: 2001
Pages: 25
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-18352-9
ISBN (Book): 978-3-638-64242-2
File size: 291 KB
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Abstract
Im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung und zunehmender Globalisierung steigt die Nachfrage nach alternativen Finanzierungs- und Anlagemöglichkeiten. Traditionelle Finanzierungsformen, wie z.B. Bankkredite, behalten zwar ihren Stellenwert, werden aber mehr und mehr abgelöst. Die Optionsanleihe, ausgestattet mit Sonderrechten, ist eine der Finanzierungsformen, welche das Verlangen nach alternativen Anlageformen der Kunden berücksichtigt. Anlegern kennzeichnet heute ein ausgeprägtes Renditebedürfnis – Risikoneigung nicht selten inklusive. Ertragssensitiven Kunden reicht die geringe Verzinsung wie etwa auf einem Sparbuch nicht mehr aus. Banken wurden somit gezwungen, sich den wandelnden Finanzierungsbedürfnissen der Kunden anzupassen, um stets ein adäquates Angebot gegenüberstellen zu können, um die Diversifikation von Vermögen zu ermöglichen. Die Chance-Risiko-Kombination muss auf jeden Kunden separat zugeschnitten werden. Die Optionsanleihe bietet eine solche Kombination, in der Verlust und Gewinn eng beieinander liegen. In der Folge sollen die Fragen der Anlageinnovation und der Finanzierungsmöglichkeit durch die Optionsanleihe erörtert werden. Den tiefergehenden Betrachtungen geht ein kurzer Exkurs über die Grundlagen von Optionen und Anleihen voraus.
Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Schmalkalden
Sommersemester 2001
Finanzmanagement
Optionsanleihe
Mario Lohfing
Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis II
1. Themendefinition 1
2. Grundlagen 2
2.1 Anleihe 2
2.1.1 Begriff 2
2.1.2 Einteilungsmöglichkeiten und Ausstattungsmerkmale 2
2.1.3 Besondere Formen 5
2.2 Optionsgeschäft (Option) 5
2.2.1 Begriff 5
2.2.2 Preisbildung, Handel und Ausübung 6
2.2.3 Optionsscheinvielfalt 9
3. Optionsanleihe 11
3.1 Definition 11
3.2 Ausübung und Handel 12
3.3 Rechtliche Voraussetzung und steuerliche Behandlung 14
3.3.1 Rechtliche Voraussetzungen 14
3.3.2 Steuerliche Behandlung 15
3.4 Sonderformen 16
3.5 Going-Public-Optionsanleihe, eine neue Chance 16
4. Optionsanleihe als Anlageinnovation 17
4.1 Optionsanleihe als Geldanlage 17
4.2 Risiken und Chancen 17
4.3 Zielgruppe 18
5. Optionsanleihe Pongs & Zahn 18
6. Resümee 19
Quellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis
[in Downloaddatei enthalten]
1. Themendefinition
Im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung und zunehmender Globalisierung steigt die Nachfrage nach alternativen Finanzierungs- und Anlagemöglichkeiten. Traditionelle Finanzierungsformen, wie z.B. Bankkredite, behalten zwar ihren Stellenwert, werden aber mehr und mehr abgelöst. Die Optionsanleihe, ausgestattet mit Sonderrechten, ist eine der Finanzierungsformen, welche das Verlangen nach alternativen Anlageformen der Kunden berücksichtigt. Anleger kennzeichnet heute ein ausgeprägtes Renditebedürfnis – Risikoneigung nicht selten inklusive. Ertragssensitiven Kunden reicht die geringe Verzinsung wie etwa auf einem Sparbuch nicht mehr aus. Banken wurden somit gezwungen, sich den wandelnden Finanzierungsbedürfnissen der Kunden anzupassen, um stets ein adäquates Angebot gegenüberstellen zu können, um die Diversifikation von Vermögen zu ermöglichen. Die Chance-Risiko-Kombination muss auf jeden Kunden separat zugeschnitten werden. Die Optionsanleihe bietet eine solche Kombination, in der Verlust und Gewinn eng beieinander liegen. In der Folge sollen die Fragen der Anlageinnovation und der Finanzierungsmöglichkeit durch die Optionsanleihe erörtert werden. Den tiefergehenden Betrachtungen geht ein kurzer Exkurs über die Grundlagen von Optionen und Anleihen voraus.
2. Grundlagen
2.1 Anleihe
2.1.1 Begriff
Anleihe ist die allgemeine Bezeichnung für verzinsliche Wertpapiere im weitesten Sinne. Im Sprachgebrauch wird auch der Begriff Renten, Obligationen, Bonds oder Schuldverschreibungen verwendet. Durch den Erwerb (Zeichnung) einer Anleihe erhält der Wertpapierkäufer gegen Bezahlung die Rechte eines Gläubigers gegenüber dem die Anleihe ausgebenden Emittenten (Person, Firma oder Institution). Soweit keine besonderen Vereinbarungen zwischen Schuldner und Gläubiger getroffen worden ist, gelten die Paragraphen 793-808a des BGB. Die Industrieanleihe ist ein in verbriefter Form langfristiges Darlehen. Eine Unternehmung kann den Kredit am in- oder ausländischen Kapitalmarkt aufnehmen.1 Die Anleihe dient dem Ausgeber zur langfristigen Kapitalbeschaffung. Die Teilschuldverschreibungen (standardisierte Urkunden) verbriefen die aus dem Gesamtbetrag der benötigten Anleihe gestückelten Teilbeträge. Die fungiblen Teilbeträge ermöglichen es, einkommensschwache Anleger zu mobilisieren und somit die Chance des Emittenten zu steigern, seinen benötigten Kreditbedarf am Kapitalmarkt zu decken.2
2.1.2 Einteilungsmöglichkeiten und Ausstattungsmerkmale
Einteilungsmöglichkeiten:3
[Tabelle in Downloaddatei enthalten]
Wie aus der Tabelle ersichtlich wird, gibt es verschiedene Arten von Anleihen und Einteilungsmöglichkeiten. Neben den tabellarisch genannten, lassen sich weitere Unterteilungen speziell im Bereich der Emittenten vornehmen. Sie sind in die Bereiche Öffentliche Hand, Kreditinstitute, Industrie-, Handels- und Verkehrsunternehmen aufschlüsselbar. Eine weitere Untergliederungsmöglichkeit ist die nach der Häufigkeit. Hier sind speziell die Dauer- und Einmalemittenten zu nennen. Daueremittenten, z.B. Kreditinstitute, beschaffen sich laufend am Kapitalmarkt ihre Mittel. Einmalemittenten gehen nur gelegentlich an den Kapitalmarkt.
Pflichten:
Die Emittenten bzw. Aussteller verpflichten sich, entsprechend den Anleihebedingungen den verbrieften Kreditbetrag zu verzinsen und zurückzuzahlen. Somit sind die Emittenten Anleiheschuldner.4
Ausstattungsmerkmale:
Zu den Ausstattungsmerkmalen der Industrieobligationen gehören:5
1. Zinshöhe
2. Laufzeit und Tilgungsmodalitäten
3. Kündigungsrechte
4. Sicherungsformen
Der Emittent hat unabhängig von seiner Erfolgssituation eine feste Preisforderung zu erfüllen. Diese Forderung wird vom Zins repräsentiert.
Die Nominalverzinsung ist von der Effektivverzinsung zu unterscheiden. Der Nominalzins charakterisiert die Festzinsanleihen, die in der Regel eine gleichbleibende feste Verzinsung haben.6
Der Zinssatz kann sich aber während der Laufzeit nach oben oder unten ändern. Einen variablen Zinsertrag gewähren Anleihen mit veränderlichen Zinssätzen. Die Referenzzinssätze, EURIBOR und LIBOR, sind die Grundlage für die Festsetzung des Zinssatzes in der jeweiligen Zinsperiode.7 Industrieobligationen unterliegen langen Laufzeiten, die zwischen zehn und 25 Jahren betragen können Die Industrieobligation ist eine Form der Tilgungsanleihe. Mögliche Konstruktionsformen der Tilgung sind:8
[...]
1 Vgl. Süchting, Joachim, Finanzmanagement. Theorie und Politik der Unternehmensfinanzierung, 6. Aufl., Wiesbaden 1995, S.150 (kurz: Süchting, Finanzmanagement)
2 Vgl. ebd.
3 Vgl. Grill, Wolfgang; Perczynski, Hans, Wirtschaftslehre des Kreditwesens, 33. Aufl., Bad Homburg v.d.H. 1999, S.211 (kurz: Grill; Perczynski, Wirtschaftslehre des Kreditwesens)
4 Vgl. Grill; Perczynski, Wirtschaftslehre des Kreditwesens, S.211
5 Vgl. Süchting, Finanzmanagement, S.151
6 Vgl. Süchting, Finanzmanagement, S.151
7 Vgl. ebd. S.155f.
8 Vgl. ebd. S.152
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