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Subtitle: Vergleich und Überblick
Scholary Paper (Seminar), 2005, 37 Pages
Authors: Mag. B. Rausch, B. Fahrnberger, M. Hinner
Subject: Communications: Media and Politics, Politic Communications
Details
Institution/College: University of Vienna (Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften)
Tags: Frauenorganisationen, Gender
Year: 2005
Pages: 37
Grade: Sehr Gut
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-29953-9
ISBN (Book): 978-3-640-30444-8
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Abstract
Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen des Seminars „Gender und PR“, das wir als Teil unseres „Praxisfeldes PR“ absolvieren, verfasst. Politik spielt für uns alle drei im täglichen Erleben, teils beruflich und auch während des Studiums – in der Fächerkombination legen wir auch Prüfungen an der Fakultät für Politikwissenschaften ab – eine wichtige Rolle. Daher haben wir uns entschlossen als Teilaspekt des großen Themenbereichs „Gender und PR“ die Öffentlichkeitsarbeit politischer Frauenorganisationen zu untersuchen. Ziel der Arbeit ist es, die Public Relations politischer Frauenorganisationen zu beschreiben, daraus Gesetzmäßigkeiten abzulesen, Spezifika herauszufinden und etwaige Unterschiede zur PR anderer (politischer) Organisationen zu benennen. Es sollen gültige Erkenntnisse für die politische Landschaft gefunden werden. Für die Untersuchung greifen wir auf persönliche Erfahrungen und daraus gezogene Schlüsse zurück, die wir entsprechend argumentieren, aber auch auf Grundlagen-Literatur zu Öffentlichkeitsarbeit und politischer Kommunikation. Die Arbeit besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: Im ersten Teil überwiegen politische Inhalte und inhaltliche Grundlagen zur (Kommunikations-)Tätigkeit der untersuchten Organisationen; im zweiten Teil gehen wir näher auf PR-spezifische Aspekte, also PR-Modelle und die PR-Praxis der Organisationen ein. In einer abschließenden Schlussfolgerung ziehen wir dann Resümee über die Ergebnisse der Arbeit.
Excerpt (computer-generated)
Universität Wien
Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften
UE 406953 "Gender und PR" SoSe2005
Gruppenarbeit
PR politischer Frauenorganisationen
Vergleich und Überblick
von
Boris Fahrnberger
Matthias Hinner
Bettina Rausch
18. Mai 2005
Inhaltsverzeichnis
1.
Einleitung 3
2.
Grundsätzliches 4
2.1. Was ist eine politische Frauenorganisation? 4
2.2. Daten und Fakten 5
2.2.1. Österreichische Volkspartei (ÖVP) 5
2.2.2. Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ). 5
2.2.3. Die
Grünen 6
2.2.4. Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) 6
2.3. Frauenpolitische Grundsätze in Parteiprogrammen 7
2.3.1. Grundsatzprogramm der ÖVP 7
2.3.2. Parteiprogramm der SPÖ 10
2.3.3. Das Grüne Programm 14
2.3.4. Das
FPÖ-Programm 21
2.3.5. Fazit
der
Programmuntersuchung 22
2.4. Werte in der Praxis 23
2.4.1. Kommunikationsschwerpunkte
ÖVP-Frauen 23
2.4.2. Kommunikationsschwerpunkte
SPÖ-Frauen 24
2.4.3. Kommunikationsschwerpunkte Grüne Frauen 24
2.4.4. Kommunikationsschwerpunkte Initiative Freiheitlicher
Frauen 25
3.
Theoretische Grundlagen und Entsprechungen in der
Praxis 26
3.1. Welche Aspekte der PR kommen bei politischen
Frauenorganisationen zum Tragen? 26
3.2. Wer macht die PR politischer Frauenorganisationen? 30
3.3. Für wen machen die Frauenorganisationen PR? 31
3.4. Welche Methoden der PR stehen den Frauenorganisationen
zur Verfügung? 32
4.
Schlussfolgerung 33
5.
Literaturverzeichnis 36
2
1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen des Seminars ,,Gender
und PR", das wir als Teil unseres ,,Praxisfeldes PR" absolvieren,
verfasst.
Politik spielt für uns alle drei im täglichen Erleben, teils beruflich
und auch während des Studiums in der Fächerkombination legen
wir auch Prüfungen an der Fakultät für Politikwissenschaften ab
eine wichtige Rolle.
Daher haben wir uns entschlossen als Teilaspekt des großen
Themenbereichs ,,Gender und PR" die Öffentlichkeitsarbeit
politischer Frauenorganisationen zu untersuchen.
Ziel der Arbeit ist es, die Public Relations politischer
Frauenorganisationen zu beschreiben, daraus Gesetzmäßigkeiten
abzulesen, Spezifika herauszufinden und etwaige Unterschiede zur
PR anderer (politischer) Organisationen zu benennen. Es sollen
gültige Erkenntnisse für die politische Landschaft gefunden werden.
Für die Untersuchung greifen wir auf persönliche Erfahrungen und
daraus gezogene Schlüsse zurück, die wir entsprechend
argumentieren, aber auch auf Grundlagen-Literatur zu
Öffentlichkeitsarbeit und politischer Kommunikation.
Die Arbeit besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: Im ersten Teil
überwiegen politische Inhalte und inhaltliche Grundlagen zur
(Kommunikations-)Tätigkeit der untersuchten Organisationen; im
zweiten Teil gehen wir näher auf PR-spezifische Aspekte, also PR-
Modelle und die PR-Praxis der Organisationen ein.
In einer abschließenden Schlussfolgerung ziehen wir dann Resümee
über die Ergebnisse der Arbeit.
3
2. Grundsätzliches
2.1. Was ist eine politische Frauenorganisation?
Im weitesten Sinne kann diese Definition jede Gruppe bzw. jeden
Verband mit einer bestimmten Struktur umfassen, deren bzw.
dessen politisches Ziel die Vertretung der Interessen von Frauen ist
Für die vorliegende Arbeit wollen wir jedoch eine engere Definition
wählen. Politische Frauenorganisationen sind daher als jene
Organisationen zu verstehen, die sich selbst als die
Interessensvertretung von Frauen innerhalb einer politischen Partei
verstehen. Gemeinsames Merkmal dieser Organisation ist eine
strukturelle Verflechtung mit der jeweiligen politischen Partei ihre
Kreationsfunktion (die Besetzung politischer Ämter innerhalb der
Partei bzw. in öffentlichen Institutionen durch Repräsentantinnen
dieser Organisationen) sowie die Tatsache, dass diesen
Organisationen großteils bzw. ausschließlich Frauen als Mitglieder
und Funktionsträgerinnen angehören.
Die Art der Verflechtung und wechselseitigen Kommunikation
zwischen Frauenorganisation und Partei ist abhängig von Struktur
und Organisationskultur einer jeden Partei. Diese Faktoren, ebenso
der Stil des Umganges miteinander sowie der Stellenwert von
Organisationseinheiten und einzelnen Personen innerhalb der Partei
finden ihren Ursprung und Begründung oft in den ,,Programmen"
der Parteien, wo politische Grundsätze, Wertorientierungen und
Forderungen festgehalten werden.
An dieser Stelle werden Daten und Fakten zu den
Frauenorganisationen der vier österreichischen Parlamentsparteien
als Basisinformation und Grundlage für spätere Bezugnahmen und
Vergleiche angeführt. Des Weiteren werden anschließend jene
Passagen der vier Grundsatzprogramme dargestellt, die sich
vorwiegend mit Frauen- bzw. Genderthemen befassen.
4
2.2. Daten und Fakten
In diesem Teil der Arbeit werden in Kürze und in tabellarischer
Form Kennzahlen und Vergleichsdaten der politischen
Frauenorganisationen der österreichischen Parteien dargestellt. Die
Angaben zur Anzahl weiblicher Abgeordneter im Vergleich zur
Anzahl der Mandatare der jeweiligen Partei wurden für
unterschiedliche gesetzgebende Körperschaften gegeben. Aus
gutem Grund haben wir gerade diese Wahl getroffen: einerseits die
Bundesgesetzgebungsbehörde, den Nationalrat, dann drei Landtage
von Ländern, die unterschiedlich regiert sind: Wien (absolute
Mehrheit der SPÖ, Stadtrat aus SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen),
Niederösterreich (absolute Mehrheit der ÖVP, schwarz-rote
Regierung) und Oberösterreich (Regierung aus ÖVP und Grünen).
2.2.1. Österreichische Volkspartei (ÖVP)
Vorsitzende: Maria Rauch-Kallat
Funktionen der Vorsitzenden: Bundesministerin für Gesundheit und
Frauen / Mitglied des Bundesparteivorstandes
Einbindung der Organisation in die Partei: eine der sechs
Teilorganisationen (Sitz im Bundesparteivorstand)
Medien: Website (im Design der ÖVP), Mitgliederzeitschrift
Anzahl weiblicher VP-Abgeordneter (im Vergleich zur Gesamtzahl
der Partei) und in Prozent:
Weibliche VP-Abgeordnete im Nationalrat:
20 (79) 25 %
Weibliche VP-Abgeordnete im Wiener Landtag: 4 (18) 23 %
Weibliche VP-Abgeordnete im nö. Landtag:
5 (31) 16 %
Weibliche VP-Abgeordnete im oö. Landtag:
7 (25) 28 %
Untergliederungen: neun Landesorganisationen
2.2.2. Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ)
Frauenorganisation: SPÖ Bundesfrauen
Vorsitzende: Mag. Barbara Prammer, Zweite Präsidentin des
Nationalrates
5
Einbindung der Organisation in die Partei: aus dem Organigramm
auf www.spoe.at (vgl. Internet 2005) nicht ersichtlich; über
Barbara Prammer als Mitglied kraft Funktion im
Bundesparteivorstand eingebunden
Medien: Website (Design hebt sich von dem der Partei ab)
Anzahl weiblicher SP-Abgeordneter (im Vergleich zur Gesamtzahl
der Partei) und in Prozent:
Weibliche SP-Abgeordnete im Nationalrat:
24 (69) 35 %
Weibliche SP-Abgeordnete im Wiener Landtag: 22 (52) 42%
Weibliche SP-Abgeordnete im nö. Landtag:
3 (19) 16%
Weibliche SP-Abgeordnete im oö. Landtag:
10 (23) 44%
Untergliederungen: neun Länderorganisationen
2.2.3. Die Grünen
Frauenorganisation: Grüne Frauen
Vorsitzende: Frauensprecherin Mag. Brigid Weinzinger,
Abgeordnete zum Nationalrat
Einbindung der Organisation in die Partei: bei den Grünen keine
Teilorganisationen im herkömmlichen Sinn; Weinziger ist nicht im
Bundesvorstand vertreten
Medien: Website der Grünen (eigener Bereich ,,Frauen")
Anzahl weiblicher Grün-Abgeordneter (im Vergleich zur Gesamtzahl
der Partei) und in Prozent:
Weibliche Grün-Abgeordnete im Nationalrat:
9 (17) 53 %
Weibliche Grün-Abgeordnete im Wiener Landtag: 7 (11) 64 %
Weibliche Grün-Abgeordnete im nö. Landtag:
3 (5) 60 %
Weibliche Grün-Abgeordnete im oö. Landtag:
3 (5) 60 %
Untergliederungen: Grüne Frauenorganisation Wien, Grüne Frauen
Salzburg
2.2.4. Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)
Frauenorganisation: Initiative Freiheitlicher Frauen
Vorsitzende: DI Elke Achleitner, Abgeordnete zum Nationalrat
Medien: Website
6
Anzahl weiblicher F-Abgeordneter (im Vergleich zur Gesamtzahl der
Partei) und in Prozent:
Weibliche F-Abgeordnete im Nationalrat:
5 (18) 27%
Weibliche F-Abgeordnete im Wiener Landtag: k. A.
Weibliche F-Abgeordnete im nö. Landtag:
k. A.
Weibliche F-Abgeordnete im oö. Landtag:
k. A.
Untergliederungen: neun Länderorganisationen (Zukunft unklar
wegen BZÖ- Gründung)
2.3. Frauenpolitische Grundsätze in
Parteiprogrammen
In der repräsentativen Demokratie wird das Volk durch Parteien in
der Legislative sowie in der Exekutive vertreten. Parteien stehen so
im Wettbewerb um die Wählergunst. Parteien sind Sinn- und Ziel
Kollektive, ihrer Grundsätze lassen sich in ihrer Geschichte erklären
und in ihren Grundsatzprogrammen nachlesen.
In den Grundsatzprogrammen beschreiben die Parteien nach ihren
Idealen die Welt in der, durch sie gestaltete, Zukunft, oder
zumindest zeigen sie Missstände in der Gegenwart oder
Vergangenheit auf.
Für den geübten Beobachter der politischen Gegenwart sind
Rückschlüsse von tagespolitischen Entscheidungen auf das
Grundsatzprogramm und umgekehrt möglich, wenn auch nicht
immer leicht.
Im ersten Schritt unserer Untersuchung wollen wir das Bild der
Frau in den Grundsatzprogrammen beleuchten um in weiterer Folge
dieses Ideal mit den Handlungen der Parteien zu vergleichen. Ziel
ist den Zugang der Parteien zu beschreiben, nicht diesen zu
beurteilen.
2.3.1. Grundsatzprogramm der ÖVP
Im Folgenden seinen einige Auszüge aus den politischen
Grundsätzen der Österreichischen Volkspartei dargestellt. Diese
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