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"Vollkasko" im Gesundheitssystem: Zwischen staatlich gewährleisteten Gesundheitsstandards und Eigenvorsorge

Subtitle: Verlauf des Issue in Österreich und Überblick über die internationale Diskussion

Scholary Paper (Seminar), 2003, 14 Pages
Author: Mag. Bettina Rausch
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 14
Grade: Sehr Gut
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V124936
ISBN (E-book): 978-3-640-29957-7
ISBN (Book): 978-3-640-30447-9

Abstract

[...] In den großen Umfragen, die sich mit Ängsten und Wertewandel befassen, klettert die Gesundheit als Thema seit etwa Mitte der 90er Jahre rapide nach oben. Sie löst derzeit Themen wie Arbeit, Umwelt und Krieg ab. [...] Auch Jugendliche geben in ihrem Angstspektrum, aber auch in ihren Wunschlisten, immer häufiger den Begriff Gesundheit an.“ (aus Matthias Horx, 1999: Die acht Sphären der Zukunft) Weitere entscheidende Faktoren: demographische Entwicklung (Überalterung der Gesellschaft), medizinischer Fortschritt, Budgetknappheit und dadurch Reformbedarf Auf die Frage: „Was bedeutet für Sie Gesundheit“ antwortet in der Umfrage „Prävention und Gesundheitsförderung“ des Fonds Gesundes Österreich ein Drittel (34%) der Österreicher: „Gesundheit ist das höchste Gut bzw. das Wichtigste im Leben“. Gleichzeitig veränderte sich aber die öffentliche Meinung gegenüber politischer Prioritäten. „Die Erwartung, [der Staat] habe für alles zu sorgen, was außerhalb des – anfangs äußerst bescheidenen – privaten Konsums lag, war [noch ist in die 70er Jahre] vorherrschend.“ Mittlerweile ging das Vertrauen in die Allzuständigkeit des Staates zurück, einerseits will man diese in Frage stellte, andererseits weil man die Überforderung auch einsah. Fragte man im Jahr 1976 die Österreicher, worum sich „politische Parteien in Österreich besonders kümmern sollten“, so lag Gesundheitswesen bei den Antworten auf Rang vier, im Jahr 2000 steht auf diesem Platz die Budgetsanierung, Gesundheit ist nicht mehr unter den ersten sechs. [...]


Excerpt (computer-generated)

Universität Wien

Proseminar Issue Management, SS 2003

,,Vollkasko" im Gesundheitssystem:

Zwischen staatlich gewährleisteten

Gesundheitsstandards und Eigenvorsorge

Verlauf des Issue in Österreich und

Überblick über die internationale Diskussion.

Bettina Rausch


Bettina Rausch

,,Vollkasko" im Gesundheitssystem

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Themenfeld Gesundheit Seite 3

Kurzdarstellung Issue Seite 4

Verlauf des Issue Seite 5

Issue Setzung Seite 6

Einschätzung des Issue Seite 7

Anknüpfungspunkte mit anderen Themenfeldern Seite 8

Internationale Diskussion ­ Beispiele Seite 10

Literaturverzeichnis Seite 13

2


Bettina Rausch

,,Vollkasko" im Gesundheitssystem

1. EINLEITUNG:

THEMENGEBIET GESUNDHEIT(SPOLITIK)

,,In den großen Umfragen, die sich mit Ängsten und Wertewandel befassen, klettert die

Gesundheit als Thema seit etwa Mitte der 90er Jahre rapide nach oben. Sie löst derzeit

Themen wie Arbeit, Umwelt und Krieg ab. [...] Auch Jugendliche geben in ihrem

Angstspektrum, aber auch in ihren Wunschlisten, immer häufiger den Begriff

Gesundheit an." (aus Matthias Horx, 1999: Die acht Sphären der Zukunft)

Weitere entscheidende Faktoren: demographische Entwicklung (Überalterung der

Gesellschaft), medizinischer Fortschritt, Budgetknappheit und dadurch Reformbedarf

Auf die Frage: ,,Was bedeutet für Sie Gesundheit" antwortet in der Umfrage

,,Prävention und Gesundheitsförderung" des Fonds Gesundes Österreich ein Drittel

(34%) der Österreicher: ,,Gesundheit ist das höchste Gut bzw. das Wichtigste im

Leben".

Gleichzeitig veränderte sich aber die öffentliche Meinung gegenüber politischer

Prioritäten. ,,Die Erwartung, [der Staat] habe für alles zu sorgen, was außerhalb des ­

anfangs äußerst bescheidenen ­ privaten Konsums lag, war [noch ist in die 70er Jahre]

vorherrschend." Mittlerweile ging das Vertrauen in die Allzuständigkeit des Staates

zurück, einerseits will man diese in Frage stellte, andererseits weil man die

Überforderung auch einsah. Fragte man im Jahr 1976 die Österreicher, worum sich

,,politische

Parteien

in

Österreich

besonders

kümmern

sollten",

so

lag

Gesundheitswesen bei den Antworten auf Rang vier, im Jahr 2000 steht auf diesem

Platz die Budgetsanierung, Gesundheit ist nicht mehr unter den ersten sechs. (aus

Rudolf Bretschneider: Soziale Vernunft in: Wiener Journal, Juni 2002, Nr. 261, S.10)

Bei der oben zitierten Umfrage des Fonds Gesundes Österreich im Jahr 1999 gaben

24% der Befragten an, dass Gesundheit ,,Prävention, Selbstdisziplin und

Eigenverantwortung" bedeutet, für 15% ,,Fitness und Wohlbefinden".

Dies alles deutet darauf hin, dass zwar die Bedeutung des Themas Gesundheit stark im

Steigen begriffen ist, nicht aber korreliert mit einer steigenden Erwartung an den Staat,

sich (alleine) darum zu kümmern.

3



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