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Der allgemeine Blick I: Verschiedene theoretische Ansätze zur Gesundheitskommunikation mit besonderer Berücksichtigung des narrativen Ansatzes

Scholary Paper (Seminar), 2008, 40 Pages
Author: Bernhard Schöps
Subject: Health Science

Details


Abstract

Die vorliegende Seminararbeit handelt von den verschiedenen theoretischen Ansätzen der Gesundheitskommunikation mit besonderer Berücksichtigung des narrativen Ansatzes. Da dieses Forschungsfeld sehr groß ist, werden zwar einige Ansätze des selbigen in weiterer Folge der Vollständigkeit halber beschrieben werden, der Hauptfokus dieser Arbeit wird jedoch auf dem narrativen Ansatz liegen. Dabei möchte ich versuchen, dessen Facetten anhand der mir vorliegenden Literatur näher zu erläutern. Dafür will ich folgenden, mir für diese Arbeit sinnvoll erscheinenden Aufbau verwenden: In den unmittelbar folgenden Abschnitten, welche ich ebenfalls zur Einleitung zähle, soll zunächst die Methodik dieser Arbeit beschrieben werden, um dann in den darauf folgenden Abschnitten die Relevanz des Themas und die Relevanz dieser Arbeit näher zu erläutern. Einen weiteren Abschnitt soll die thematische Abgrenzung des Themas bilden. Die Gegenstandsbenennung bzw. Begriffsdefinitionen stellen einen weiteren Teil dieser Arbeit dar. Anschließend erfolgt der Hauptteil dieser Seminararbeit, in welchem die Thematik dieser Arbeit, der „narrative Ansatz“, anhand der von mir gewählten Literatur ausgearbeitet wird, um mit den daraus gewonnen Erkenntnissen die Forschungsfragen beantworten zu können. Das Ende dieser Arbeit bildet das Fazit, in welchem die wichtigsten Punkte dieser Seminararbeit noch einmal kurz angeschnitten und überdacht werden sollen.


Excerpt (computer-generated)

Seminararbeit

Magisterseminar ,,Gesundheitskommunikation in Theorie und Praxis"

SS 2008

Eingereicht: Salzburg, 30.6.2008


Der allgemeine Blick I:

Verschiedene theoretische Ansätze zur

Gesundheitskommunikation mit

besonderer Berücksichtigung des

narrativen Ansatzes


Eingereicht von:

Bernhard Schöps


Inhaltsverzeichnis:

Seite

1. Einleitung und Aufbau der Arbeit

1

2. Methodik dieser Arbeit

1

3. Relevanz des Themas

2

4. Thematische Abgrenzung

4

5. Forschungsfrage

4

6. Gegenstandsbenennung/Begriffsdefinitionen

5

6.1. Definition des Begriffs Kommunikation

5

6.2. Das ,,Vier-Seiten-Model " von Friedemann Schulz von Thun

6

6.3. Watzlawicks fünf metakommunikative Axiome

8

6.4. Die direkte, personale Kommunikation

10

6.4.1 Das autoritative Muster der direkten Kommunikation

11

6.4.2 Das partizipative Muster der direkten Kommunikation

11

6.5. Definition Gesundheit

12

6.5.1 Der negative Gesundheitsbegriff

13

6.5.2 Der positive Gesundheitsbegriff

13

6.6. Die Definition der Gesundheitskommunikation

14

6.7. Die Forschungsfelder der Gesundheitskommunikation

14

7. unterschiedliche Ansätze beziehungsweise Sichtweisen

der Gesundheitskommunikation

17

7.1 Der Informationsansatz

17

7.2 Der Persuasionsansatz

18

7.3 Der narrative Ansatz (Patientenschilderungen)

18

8. Der narrative Ansatz der Gesundheitskommunikation nach Thompson

19

8.1 Kommunikation als Prozess

19

8.2 Der narrative Ansatz als ,,Sinn-Macher"

21

8.3 Der narrative Ansatz als ,,Kontrol erhalter"

23

8.4 Der narrative Ansatz als "Identitätswandler"

23

8.5 Der narrative Ansatz als ,,Garantie für Entscheidungen"

25

8.6 Der narrative Ansatz um ,,Gemeinschaften aufzubauen"

26

9. Beantwortung der Forschungsfragen

28

9.1 Welche Arten von Ansätzen können unterschieden werden und welcher

davon scheint der in der Medizin am meisten gebrauchte zu sein?

28


Seite

9.2 Welche besondere Stel ung nimmt der narrative Ansatz dabei ein?

29

9.3 Welchen besonderen Nutzen hat dieser in der Gesundheitskommunikation? 30

9.4 Ist dieser Ansatz praktikabel bzw. wo sind mögliche Probleme in diesem

Ansatz zu finden?

30

10. Fazit und Erkenntnisse

31

11. Recherchebericht

32

12. Literaturverzeichnis

33

12.1 Literaturliste

33

12.2 Online-Quel en

35

12.3 Abbildungsverzeichnis

36


Der allgemeine Blick I: Verschiedene theoretische

Ansätze zur Gesundheitskommunikation

1.

Einleitung und Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit handelt von den verschiedenen theoretischen Ansätzen

der Gesundheitskommunikation mit besonderer Berücksichtigung des narrativen

Ansatzes. Da dieses Forschungsfeld sehr groß ist, werden zwar einige Ansätze des

selbigen in weiterer Folge der Vol ständigkeit halber beschrieben werden, der Hauptfokus

dieser Arbeit wird jedoch auf dem narrativen Ansatz liegen. Dabei möchte ich versuchen,

dessen Facetten anhand der mir vorliegenden Literatur näher zu erläutern.

Dafür wil ich folgenden, mir für diese Arbeit sinnvol erscheinenden Aufbau verwenden:

In den unmittelbar folgenden Abschnitten, welche ich ebenfal s zur Einleitung zähle, sol

zunächst die Methodik dieser Arbeit beschrieben werden, um dann in den darauf

folgenden Abschnitten die Relevanz des Themas und die Relevanz dieser Arbeit näher zu

erläutern. Einen weiteren Abschnitt sol die thematische Abgrenzung des Themas bilden.

Die Gegenstandsbenennung bzw. Begriffsdefinitionen stel en einen weiteren Teil dieser

Arbeit dar. Anschließend erfolgt der Hauptteil dieser Seminararbeit, in welchem die

Thematik dieser Arbeit, der ,,narrative Ansatz", anhand der von mir gewählten Literatur

ausgearbeitet wird, um mit den daraus gewonnen Erkenntnissen die Forschungsfragen

beantworten zu können. Das Ende dieser Arbeit bildet das Fazit, in welchem die

wichtigsten Punkte dieser Seminararbeit noch einmal kurz angeschnitten und überdacht

werden sol en.

2.

Methodik

Bei vorliegender Seminararbeit für das Magisterstudium der Kommunikationswissenschaft

handelt es sich um eine Literaturarbeit. Die Beantwortung der von mir gewählten

Forschungsfragen erfolgt anhand der von mir gewählten, relevanten wissenschaftlichen

Literatur. Der methodische Ansatz dieser Arbeit ist eine Literaturanalyse bzw. -recherche.

Dabei wird von mir, wie am Fachbereich der Kommunikationswissenschaft in Salzburg

üblich, die so genannte ,,Amerikanische Zitierweise" bzw. ,,Harvard Citation" verwendet.

Da es sich bei vorliegender Arbeit vom Umfang her lediglich um eine Seminararbeit im

Zuge der Absolvierung des Magisterstudiums der Kommunikationswissenschaft handelt,

kann nicht der Anspruch erhoben werden, die in Frage kommende Literatur lückenlos

1


Der allgemeine Blick I: Verschiedene theoretische

Ansätze zur Gesundheitskommunikation

durchforscht zu haben. Die von mir erarbeiteten Forschungsergebnisse beziehen sich

ausschließlich auf die in der Bibliografie angegebene Fachliteratur.

Zu guter Letzt möchte ich an dieser Stel e festhalten, dass ich mich dazu entschieden

habe, auf das üblicherweise in schriftlichen Arbeiten angewandte ,,Gendern" zu verzichten

und anstatt dessen das generische Maskulinum zu verwenden. Hiermit weise ich deutlich

darauf hin, dass diese Vorgehensweise keinerlei Diskriminierung beinhalten sol . Es sol

lediglich der Flüssigkeit und Lesbarkeit dieser Arbeit dienlich sein. Diese von mir gewählte

Vorgehensweise ist laut der internen Richtlinien des kommunikationswissenschaftlichen

Fachbereichs machbar.

3.

Relevanz des Themas/Forschungsinteresse

Die vorliegende Seminararbeit handelt von den ,,Verschiedenen theoretischen Ansätzen

der Gesundheitskommunikation mit besonderer Berücksichtigung des narrativen

Ansatzes". Was kann man sich nun unter diesem Titel vorstel en? Worin findet diese

Arbeit ihre Berechtigung? Um dies zu beantworten muss ich ein wenig ausholen:

Wahrscheinlich jeder, der diese Zeilen liest, wird sich bei und vor al em nach einem

krankheitsbedingten Aufenthalt in einem Krankenhaus oder einer ähnlichen Einrichtung

schon einmal gedacht haben, dass sich dieser oder jener Arzt/Krankenpfleger/Therapeut

außerordentlich um einen bemüht hat, besonders auf die persönlichen Probleme und

Umstände der eigenen Erkrankung eingegangen ist. Man hatte das Gefühl, dass diese

Person sich um einen selbst und um die Erkrankung über das ,,Normalmass" hinaus

gekümmert hat und sich für einen Zeit genommen hat, dass einem zugehört wurde und

dass in dieser Gesundheitseinrichtung, obwohl oder viel eicht sogar besonders weil das

Wartezimmer zum bersten vol war, der Erkrankte DIE Person im Mittelpunkt des

Interesses al er Beteiligten darstel t. Oder eben nicht. Denn wie oft war es schon

umgekehrt? Wie oft wurde man eben nicht individuel behandelt? Wie oft hatte es den

Anschein, dass das Ende der Dienstzeit des Arztes und das obligatorische ­ wohlgemerkt

klischeebedingte ­ Golfspiel offensichtlich das Wichtigste dieses Tages darstel t? Wie oft

wurde ,,Dienst nach Plan" vol zogen und von keinem wurde man gefragt, wie man selbst

das eigene Befinden sieht? Wie oft wurde man auch einfach nur unfreundlich behandelt?

Nun gut. An dieser Stel e möchte ich eingrenzen. Das mit der Unfreundlichkeit ist ein sehr

individuelles Problem, welches zu viele, auslösende Faktoren, sowohl Seitens des

Erkrankten als auch Seitens des Heilenden, beherbergt. Und dies sol auch nicht das

2


Der allgemeine Blick I: Verschiedene theoretische

Ansätze zur Gesundheitskommunikation

Thema dieser Arbeit werden. Doch die Sache mit der ,,individuel en Betreuung" ist nicht

abhängig von den jeweiligen Personen, sondern scheint vielmehr mit ,,Zuhören" und mit

,,auf den anderen eingehen" beziehungsweise ,,sich einfühlen können" zusammen zu

hängen.

Doch ist es wirklich so, dass, wenn der Arzt/Krankenpfleger/Therapeut seinem Patienten

zuhört, eine Diagnose schnel er, richtiger und ,,Kunden-/Verbraucherorientierter" erfolgen

kann? Ist im täglichen Ablauf der Gesundheitsmaschinerie ,,Krankenhaus" überhaupt Zeit

für diesen Individualismus, für diese individuelle Gesundheitskommunikation? Und, was

natürlich auch nicht vergessen werden darf: ist der Patient Wil ens, seine Gebrechen zu

beschreiben? Ist er überhaupt fähig darüber zu reden?

,,Stundenlang sitzt der Patient im Wartezimmer des Haus- oder Facharztes und hofft darauf, endlich an

die Reihe zu kommen. Ist es geschafft und die Möglichkeit vorhanden, die Krankheit zu schildern, um

für sein Leiden eine Linderung zu erhoffen, bekommt der Patient oft nicht al es heraus, was er sich

vorher noch zurecht [sic] gelegt hatte. Kurz darauf steht er wieder im Wartezimmer mit einem Zettel in

der Hand, der ihm helfen sol , die Krankheit zu heilen. Jetzt fallen ihm wieder die Fragen ein, die er

doch unbedingt hatte stel en wollen. Verzweifelt versucht er sich an die Worte des Arztes zu erinnern,

ob nicht doch eine Andeutung die Antwort beinhalte." (Quasebarth 1997: 11)

Was ist Gesundheitskommunikation überhaupt? ,,Der Begriff ,,Gesundheitskommunikation"

ist eine Übertragung aus der englischen Sprache. ,,Health Communication" hat als

eigenständiges Teilgebiet der Gesundheitswissenschaften (Public Health) in den letzten

30 Jahren vor al em in den USA Beachtung gefunden." (Hurrelmann/Leppin 2001: 9)

Dabei können in der Gesundheitskommunikation verschiedene Sichtweisen beobachtet

werden:

·

Der Informationsansatz

·

Der Persuasionsansatz

·

Der narrative Ansatz

Bei letzterem handelt es sich salopp ausgedrückt um ,,Patientenschilderungen",

Geschichten, Erzählungen, offene oder auch über ,,Umwege", über das Befinden, die

Gefühle, die Schmerzen des Patienten.

In dieser Seminararbeit sol genau dieser narrative Ansatz behandelt werden. Dabei sol

herausgearbeitet werden, worin dieser Ansatz sich von den anderen in der

Gesundheitskommunikation angewandten Ansätzen unterscheidet, ob dieser Ansatz für

den täglichen Bedarf auch praktikabel ist und worin der besondere Nutzen für die

Gesundheitskommunikation, den Gesundheitsapparat im al gemeinen, aber, noch viel

3


Der allgemeine Blick I: Verschiedene theoretische

Ansätze zur Gesundheitskommunikation

wichtiger, vor al em worin der Vorteil für den Patienten und dessen Behandlung

liegt/liegen könnte.

4.

Thematische Abgrenzung

Das

Thema

dieser

Arbeit

,,Verschiedene

theoretische

Ansätze

zur

Gesundheitskommunikation mit besonderer Berücksichtigung des narrativen Ansatzes"

sol insofern eingegrenzt werden, als dass sich die Untersuchungen bezüglich des

,,narrativen Ansatzes", wie Eingangs schon erwähnt, auf die von mir in Betracht gezogene

Literatur beschränkt. Auch was Definitionen, besonders die der menschlichen

Kommunikation, betrifft, muss an dieser Stel e schon klar sein, dass dies nie Themen

umfassend sein kann und dass, sowohl die Definitionen als auch den ,,narrativen Ansatz"

betreffend, noch wesentlich weiter ausgeholt werden könnte. Dies würde den Rahmen

dieser Seminararbeit jedoch beiweiten übersteigen. Trotzdem werde ich versuchen, in

dieser Arbeit einen so breit als möglich angelegten Überblick der Materie zu verschaffen

und im Bereich des ,,narrativen Ansatzes" so tief wie dies der Umfang einer Seminararbeit

ermöglicht in den Themenbereich eindringen.

5.

Forschungsfragen

Nachstehende Forschungsfragen sol en durch diese Seminararbeit beantwortet werden:

·

Welche Arten von Ansätzen können unterschieden werden und welcher davon

scheint der in der Medizin am meisten gebrauchte zu sein?

·

Welche besondere Stel ung nimmt der narrative Ansatz dabei ein?

·

Welchen besonderen Nutzen hat dieser in der Gesundheitskommunikation?

·

Ist dieser Ansatz praktikabel bzw. wo sind mögliche Probleme in diesem Ansatz zu

finden?

4



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