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Seminararbeit, 2001, 19 Seiten
Autor: Bettina Schaab
Fach: Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik
Details
Institution/Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Institut für Publizistik)
Tags: Experiment, Medienwirkungsforschung, Seminar, Einführung, Publizistikwissenschaft
Jahr: 2001
Seiten: 19
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 11 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-10786-0
Dateigröße: 82 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Das Experiment in der Medienwirkungsforschung
Bettina Schaab
Inhalt
1. Einleitung 1
2. Das Experiment
2.1. Definitionen 2-3
2.2. Voraussetzungen
2.2.1. Die Hypothese als Grundlage des Experiments 3
2.2.2. Das Merkmal-Trias 4
2.2.3. Beeinträchtigung der inneren und äußeren Gültigkeit
durch Störvariablen 4-6
2.3. Kausalität 7-8
2.4. Verschiedene Arten von Experimenten
2.4.1. Explorative Experimente/ Prüfexperimente 8-9
2.4.2. Labor-/ Feldexperimente 9
2.4.3. Modellgeleitet/ theoriegeleitete Hypothesen 9
2.4.4. Einfaktorielle/ mehrfaktorielle Experimente 9-10
2.5. Versuchsanordnungen 10
2.5.1. Das vorexperimentelle Design 10-11
2.5.2. Das experimentelle Design 11-13
2.5.3. Das quasi-experimentelle Design 13-14
2.5.4. Das Ex-post-facto-Design 14
2.6. Vor- und Nachteile des Experiments 14-15
3. Das Experiment in der Medienwirkungsforschung 16
4. Zusammenfassung 17
5. Literatur 18
1. Einleitung
Gegenstand dieser Arbeit ist das Experiment in den Sozialwissenschaften, speziell in der Medienwirkungsforschung.
Nach der Vorstellung einiger Definitionen wird auf die Voraussetzungen eingegangen, die zur Durchführung eines Experiments notwendig sind.
Weiterhin wird die wichtigste Eigenschaft des experimentellen Forschungsdesigns beschrieben: der Nachweis der Kausalität.
Nach der Vorstellung der verschiedenen Arten von Experimenten und einiger Versuchsanordnungen, die anhand von Beispielen aus der sozialwissenschaftlichen Praxis verdeutlicht werden, kommt es zu einer Beleuchtung der Vor- und Nachteile von Experimenten.
Da diese Arbeit im Rahmen des Seminars ,,Einführung in die Publizistikwissenschaft. Medienwirkungsforschung" geschrieben wird, soll zuletzt gezeigt werden, welche Möglichkeiten das Experiment speziell in der Medienwirkungsforschung bietet und bei welchen Untersuchungen es eingesetzt wird.
2. Das Experiment
2.1. Definitionen
Das Experiment ist in den Sozialwissenschaften ,,ein spezielles wissenschaftliches Verfahren, mit dem versucht wird, individuelles und/ oder soziales Denken, Handeln oder Verhalten in kontrastierenden Situationen aufgrund der gezielten Einwirkung eines besonderen Faktors zu überprüfen"1.
Es wird durch einen ,,Experimentator bewusst eine Versuchsanordnung herbeigeführt, die ihm die Untersuchung eines bestimmten vermuteten ursächlichen Zusammenhangs erlaubt. Er manipuliert die unabhängige Variable, beobachtet die abhängige und minimiert den Effekt von Störvariablen."2
Das Experiment ist der ,,Beweis für eine Hypothese, der zwei Faktoren in eine ursächliche Beziehung zueinander bringen will, indem er sie in unterschiedlichen Situationen untersucht. Diese Situationen werden in bezug auf alle Faktoren kontrolliert mit Ausnahme des einen, der uns besonders interessiert, da er entweder die hypothetische Ursache oder die hypothetische Wirkung darstellt."3
,,Im Experiment werden Bedingungen und Ereignisse künstlich geschaffen, so dass man auch Erscheinungen erforschen kann, die in der Natur nur äußerst selten oder unter solch ungünstigen Umständen vorkommen, dass eine systematische wissenschaftliche Untersuchung nicht möglich ist."4
Das Experiment stellt eine ,,klassische Untersuchungsanlage der Medienwirkungs- forschung (dar), bei der vom Forscher die Untersuchungsbedingungen aufgrund des Vergleichs von Experimental- und Kontrollgruppe bzw. Vorher- und Nachhermessung so kontrolliert werden, dass zwingende Schlüsse bezüglich der Wirkung bestimmter Medienaussagen als Stimuli möglich werden."5
Das Experiment ist also eine Methode der Sozialwissenschaften, die durch das Schaffen künstlicher Versuchsanordnungen ,, eine systematische wissenschaftliche Untersuchung"6ermöglicht. Die ,,experimentelle Methode"7 wird ,,schlechthin als das Verfahren angesehen (...), mit dem man zu wissenschaftlicher Erfahrung gelangt"8, weil sie die einzige Methode darstellt, mit der Kausalzusammenhänge sicher festgestellt werden können. Dies geschieht, indem die Versuchssituation, in der die aufgestellte Hypothese getestet wird, vollkommen kontrolliert wird, d.h. es werden alle Faktoren, die einen Einfluß auf die untersuchte Wirkung haben könnten, isoliert, bis auf den Faktor, der als Ursache für die Wirkung erachtet wird. Es ist also das ,,Ziel des Experiments, Bedingungen zu schaffen, durch die für das Auftreten einer Erscheinung, einer Wirkung, alle anderen Erklärungsversuche bis auf einen unmöglich gemacht werden"9.
[...]
1 Heinz Pürer: Einführung in die Publizistikwissenschaft, Band 1. München, 1990. S. 180
2 Wilfried Laatz: Empirische Methoden. Ein Lehrbuch für Sozialwissenschaftler. Frankfurt am Main, 1993. S. 458
3 Ernest Greenwood (zit. n. Ekkart Zimmermann: Das Experiment in den Sozialwissenschaften. Stuttgart, 1972. S. 32
4 John Stuart Mill (zit. n. Wilfried Schulz: Kausalität und Experiment in den Sozialwissenschaften. Mainz, 1970. S. 26
5 Heinz Bonfadelli: Medienwirkungsforschung, Band 1. Grundlagen und theoretische Perspektiven. Konstanz, 1990. S.269-270
6 Wilfried Schulz, S.26
7 Wilfried Schulz, S.69
8 Wilfried Schulz, S.69
9 Wilfried Schulz, S.90
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