Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Krise und Reform des Kommunismus in Ostmitteleuropa: Die politischen Umbrüche in... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Krise und Reform des Kommunismus in Ostmitteleuropa: Die politischen Umbrüche in Polen und in Ungarn 1988/89 und deren Folgen für den Kurs der DDR

Scholary Paper (Seminar), 2003, 24 Pages
Authors: Mathias Dittrich, Robert Küster
Subject: History - Newer History, European Unification

Details

Event: Proseminar: Die Krise des Kommunismus und die deutsche Vereinigung 1989/90
Institution/College: Dresden Technical University (Institut für Geschichte)
Tags: Kommunismus, Krise, Ungarn, Polen, DDR, Umbruch, Revolution, Reform, Honecker, Gorbatschow, Kadar, Jaruzelski, Republik, Solidarnosc, Kohl
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 24
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V12526
ISBN (E-book): 978-3-638-18384-0

File size: 177 KB


Excerpt (computer-generated)

 

Hausarbeit

Seminar: Die Krise des Kommunismus und die deutsche Vereinigung 1989/90

Krise und Reform des Kommunismus in Ostmitteleuropa: 
Die politischen Umbrüche in Polen und in Ungarn 1988/89 
und deren Folgen für den Kurs der DDR.

Semester: WS02/03

Eingereicht von: 1. Mathias Dittrich
1. Semester
Neuere und Neueste Geschichte/ Politikwissenschaft

2. Robert Küster
1. Semester
Neuere und Neueste Geschichte/ Politikwissenschaft

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung S. 3

2. Polen: Von der Volksrepublik zur Republik S. 4

2.1. Vom Beginn der Unruhen bis zur Gründung der "Solidarnosc" S. 4
2.2. Die "Solidarnosc" als Vorbereiter der Demokratie S. 7

3. Ungarn: Der lange Weg zur Demokratie S. 12

3.1. Kadarismus S. 12
3.2. Von den Krisenerscheinungen zur Demokratie S. 14

4. Die Folgen für die DDR S. 17

5. Fazit S. 23

6. Literaturverzeichnis S. 24

 

1. Einleitung

"Der Boden unter dem Brandenburger Tor ist ein Stück ungarischer Boden". Mit diesen Worten würdigte Helmut Kohl am 3. Oktober 1990, dem Tag der deutschen Einheit, die Ereignisse in Ungarn der Jahre 1988/89. Er will damit ausdrücken, dass die Geschehnisse in Ungarn den Verfall des "Realsozialismus" auf deutschem Boden in einer Weise beschleunigten, die niemand zuvor für möglich gehalten hätte.
Wir wollen in unserer Hausarbeit zeigen, dass Helmut Kohl recht hatte, wenn er Ungarn als einen wichtigen Faktor für die Hinwendung zur Demokratie in der DDR bezeichnete.
Aber wir wollen auch deutlich machen, dass neben Ungarn vor allem Polen eine wichtige Rolle für den Umbruch in der DDR spielte.
Unsere zentrale Fragestellung bei der Bearbeitung des Themas war, herauszufinden inwieweit sich die gesellschaftlichen Veränderungen in Polen und Ungarn auf den Kurs der DDR auswirkten.
Dabei richten wir unser Hauptaugenmerk auf die Geschehnisse in Polen, da hier die Quellenlage besonders günstig ist. Wir gehen hierbei besonders auf die Rolle der freien Gewerkschaft Solidarnosc für den Wandlungsprozess ein.
Im darauffolgenden Teil werden wir die Geschichte der Demokratisierung Ungarns in zweigeteilter Form darlegen. Als erstes wird aufgezeigt, dass Ungarn nach dem Aufstand von 1956 ein Land war, das unter dem Regierungschef Janos Kadar zu einem reformwilligen Land innerhalb des Ostblocks wurde. Im zweiten Teil wird dargelegt, warum es trotzdem zu Problemen auf wirtschaftlicher und politischer Ebene kam, und wie sie gelöst wurden.
Am Schluss unserer Arbeit befassen wir uns mit den Folgen die sich daraus für die DDR ergaben. Wir wollen dabei die Geschichte bis zum 9. November 1989, dem Fall der Mauer, rekonstruieren.

2. Polen: Von der Volksrepublik zur Republik

2.1. Vom Beginn der Unruhen bis zur Gründung der "Solidarnosc"

In der Geschichte des polnischen Kommunismus kam es von Beginn an zu Unruhen, die in fast regelmäßigen Abständen auftraten. Die Phase des Überganges vom sowjetisch geprägten Kommunismus hin zur parlamentarischen Demokratie verlief in Polen, im Gegensatz zu anderen osteuropäischen Ländern, über einen langen Zeitraum.
Bereits kurz nach dem Ausrufen der "Volksrepublik Polen" durch kommunistische Kräfte im Jahre 1952, kam es zu ersten Unruhen. Durch Konfrontationen mit Lohnsenkungen, Arbeitsnormerhöhungen und Versorgungsmängeln, begannen am 22. Juni 1956 die Arbeiter des Zispo - Werkes in Posen zu streiken. Diesem Streik schlossen sich große Teile der Bevölkerung, darunter auch Teile der Intelligenz, an. Der Ruf nach politischer Freiheit wurde von der polnischen Armee mit dem Einsatz von Waffen niedergeschlagen. Dabei verloren 75 Menschen ihr Leben, 800 wurden zum Teil schwer verletzt.
Nach einer Phase innerer Ruhe, bedingt durch eine Umbesetzung der führenden Positionen innerhalb der Partei, fand am 8. März 1968 eine Studentendemonstration in Warschau statt.
Diese Demonstrationen war eine Reaktion auf den "Prager Frühling" und den aufkommenden Antisemitismus in Polen. Sie wurde von den Sicherheitsorganen aufgelöst.
Aufgrund von Preiserhöhungen im Lebensmittelbereich, die sich auf Missernten in den beiden vorangegangen Jahren zurückführen lassen, sank der ohnehin geringe Lebensstandard weiter ab. Daraufhin gingen am 14. Dezember 1970 in mehreren Industriestädten, allen voran in Danzig, die Arbeiter auf die Strasse. Infolge der Erschießung einer Frau während der Demonstration eskalierte die Lage, es begannen Übergriffe auf Parteihäuser und Geschäfte wurden geplündert. Die Unruhen mussten schnell niedergeschlagen werden, da sonst eine Intervention durch Sowjettruppen- wie 2 Jahre zuvor in Prag- sehr wahrscheinlich gewesen wäre.
Nach 6 Tagen wurden die Unruhen durch das Militär beendet. Folge dieser Ereignisse war die Abwahl des amtierende Parteichefs. Mit dem neuen Vorsitzenden der Regierungspartei PZPR (Polnische Vereinigte Arbeiterpartei) stieg auch der neue Verteidigungsminister Wojciech Jaruzelski auf.
Die neue Regierung versuchte durch Lohn- und Rentenerhöhungen sowie durch Senkung der Lebensmittelpreise das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen.

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/12526/krise-und-reform-des-kommunismus-in-ostmitteleuropa-die-politischen-umbrueche
please wait Please wait