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Die „vraye et parfaicte amour“ Rolandines (21. Novelle) close

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Die „vraye et parfaicte amour“ Rolandines (21. Novelle)

Subtitle: Referatsausarbeitung

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 14 Pages
Author: Susanne Hasenstab
Subject: Romance Languages - French Literature

Details

Event: (Französische Literatur): Novellen als moralische Exempla in Marguerite de Navarres L´Heptaméron
Institution/College: University of Frankfurt (Main) (Neuere Philologien – Institut für Romanische Sprachen und Literaturen)
Tags: Rolandine, Liebe, Navarre, Heptameron
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2008
Pages: 14
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V125389
ISBN (E-book): 978-3-640-31083-8
ISBN (Book): 978-3-640-30986-3
Notes :
Interpretation der 21. Novelle des "L´Heptaméron" von Marguerite de Navarre


Abstract

Im Mittelpunkt der Novellensammlung „L´ Heptaméron“ [1558/1559], des Spätwerks der französischen Renaissance-Schriftstellerin Marguerite de Navarre, steht die Liebe in all ihren Facetten. „Um das Thema Liebe herum zeichnet die Verfasserin ein realistisches Bild der Gesellschaft des 16. Jahrhunderts.“ Die 21. Novelle (Untertitel: „L´honnête et merveilleuse amitié d´une fille de grande maison et d´un bâtard, et l´empêchement qu´une Reine donna à leur mariage, avec la sage réponse de la fille à la Reine."), die im Referat und in der hier vorliegenden Referatsausarbeitung näher untersucht wurde, nimmt unter den 72 Novellen des „L´ Heptaméron“ eine wichtige Stellung ein, die fast schon als Sonderstellung angesehen werden kann. Um dies näher zu erläutern, sollen im Folgenden zunächst die Rahmenhandlung und die Struktur der Novelle beleuchtet werden, woraufhin sich eine Interpretation der Novelle anschließt.


Excerpt (computer-generated)

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Fachbereich 10: Neuere Philologien ­ Institut für Romanische Sprachen und Literaturen

Hauptseminar (Französische Literatur): Novellen als moralische Exempla in Marguerite

de Navarres

L´Heptaméron

Sommersemester 2008

Referatsausarbeitung zum Referat in der

8. Sitzung:

Die ,,vraye et parfaicte amour" Rolandines

(21. Novelle)

Referentin/ Verfasserin: Susanne Hasenstab

7. Fachsemester

Studienfächer:

Hauptfach: Romanistik (Französische Sprache, Literatur und Kultur/ Romanische

Sprachwissenschaften), 1. Nebenfach: Romanistik (Spanische Sprache, Literatur und

Kultur), 2. Nebenfach: Skandinavistik (Neuere Skandinavistik)


2

Gliederung:

1. Einleitung

3

2. Die ,,vraye et parfaicte amour" Rolandines (21. Novelle)

3

2.1 Die Rahmenhandlung

3

2.2 Die Struktur der Novelle

4

2.2.1 Handlung

4

2.2.2 Epilog

5

2.2.3 Diskussion in der Erzählrunde

6

2.3 Interpretation: Die 21. Novelle als Positivbeispiel für die ,,vraye charité"

6

2.3.1 Rolandine als selbstbestimmt handelnde Figur

6

2.3.2 Der Gegensatz zwischen ,,cupiditas" und ,,caritas"

8

2.3.3 Rolandine als Positivbeispiel für die ,,vraye charité"

9

2.3.4 Das explizite Eingreifen Gottes

10

3. Zusammenfassung

12

4. Literaturangaben

13


3

1. Einleitung

Im Mittelpunkt der Novellensammlung ,,L´ Heptaméron" [1558/1559], des Spätwerks

der französischen Renaissance-Schriftstellerin Marguerite de Navarre, steht die Liebe in

all ihren Facetten. ,,Um das Thema Liebe herum zeichnet die Verfasserin ein

realistisches Bild der Gesellschaft des 16. Jahrhunderts."1

Die 21. Novelle (Untertitel: ,,L´honnête et merveilleuse amitié d´une fille de grande

maison et d´un bâtard, et l´empêchement qu´une Reine donna à leur mariage, avec la

sage réponse de la fille à la Reine."2), die im Referat und in der hier vorliegenden

Referatsausarbeitung näher untersucht wurde, nimmt unter den 72 Novellen des ,,L´

Heptaméron" eine wichtige Stellung ein, die fast schon als Sonderstellung angesehen

werden kann. Um dies näher zu erläutern, sollen im Folgenden zunächst die

Rahmenhandlung und die Struktur der Novelle beleuchtet werden, woraufhin sich eine

Interpretation der Novelle anschließt.

2. Die ,,vraye et parfaicte amour" Rolandines (21. Novelle)

2.1 Die Rahmenhandlung

Die 21. Novelle, die mit je nach Ausgabe etwa 19 Seiten eine der längsten des ,,L´

Heptaméron" darstellt, wird am Beginn des dritten Tages von Parlamente erzählt.

Nachdem Saffredent am Ende des Vortages mit dem Erzählen der 20. Novelle die

Tugendhaftigkeit des weiblichen Geschlechts in Frage stellte, will Parlamente nun ein

Beispiel für die Ehrenhaftigkeit und Tugend der Frauen geben3.

Sie wendet sich ausdrücklich an die Frauen in der Erzählrunde (Oisille, Nomerfide,

Ennasuite und Longarine) und erklärt, sie beabsichtige zu zeigen, ,,qu´il y a des dames

qui en leurs amitiés n´ont cherché nulle fin que l´honnêteté."4

1 Grimm, Jürgen (Hrsg.): Französische Literaturgeschichte, Stuttgart 1999, S. 127.

2 de Navarre, Marguerite: L´Heptaméron, Paris 1982, S. 206.

3 Das Alternieren zwischen männlichem und weiblichem Erzähler ist eine der wenigen starren

Vorgaben, der sich die Erzählrunde verpflichtet hat.

4 de Navarre, S. 205.



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