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Diplomarbeit, 2009, 90 Seiten
Autor: Harry Heinemann
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Details
Tags: Unternehmensgründung, Vermögensverwaltung
Jahr: 2009
Seiten: 90
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-30925-2
ISBN (Buch): 978-3-640-31024-1
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Zusammenfassung / Abstract
Das anhaltend steigende Angebot an Anlageinstrumenten, die zunehmende Globalisierung der Finanzmärkte sowie politische Veränderungen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass sowohl die Chancen als auch die Risiken der Geldanlage erheblich gestiegen sind. Starke Marktschwankungen sollten nicht dazu führen, vor Investitionen am Kapitalmarkt zurückzuschrecken. Vielmehr sollte man solche Phasen und die sich bietenden Chancen durch entsprechende Anlagestrategien nutzen. Durch die ständig steigenden Anforderungen an ein professionelles Vermögensmanagement sind viele Anleger nicht in der Lage, die vielfältigen Einflüsse auf die Kapitalanlage zu beurteilen. Daher wird meist die professionelle Entwicklung und Umsetzung von Anlagestrategien an darauf spezialisierte Anbieter entsprechender Leistungen delegiert, häufig an Vermögensverwalter. In Fragen der Geldanlage wenden sich die Anleger häufig an ihre Hausbank. Jedoch sind die Unzufriedenheit hinsichtlich der kundenorientierten Beratung und die Enttäuschung über die Verwaltungsleistung oft sehr groß. Aufgrund der erhöhten Ansprüche der Kunden haben sich auch deren Anforderungen an die Berater erheblich erhöht. Das gestiegene Servicebewusstsein stellt für Banken mit ihren starren Strukturen eine Herausforderung dar, was kundenorientierten unabhängigen Vermögensverwaltern große Chancen eröffnet. Um den etablierten Banken Paroli zu bieten, müssen unabhängige Vermögensverwalter die anspruchsvolle Finanzdienstleistung auf verschiedenen Ebenen bewerkstelligen. Neben der individuellen Beratung sind die Beachtung komplexer Theorien, der Einsatz modernster Technologien und die Nutzung verschiedenster Medien zur Umsetzung der Anlagestrategien unabdingbar. Ziel dieses Buches ist die Darstellung von Einflussfaktoren auf die Unternehmensgründung einer unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaft. Es werden die kundenspezifischen Faktoren und konkurrenzbedingten Einflüsse herausgestellt, die für eine erfolgreiche Unternehmensgründung zu berücksichtigen sind. Da das Vermögensverwaltungsgeschäft vor allem von Vertrauen geprägt ist und daher spezielle rechtliche Voraussetzungen für den Betrieb dieses Geschäftes zu beachten sind, werden diese im Wesentlichen erläutert. Insgesamt soll das Buch Antwort auf die Frage finden: Welche Faktoren muss ein Gründer einer unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaft beachten, um in diesem umkämpften Markt erfolgreich zu sein?
Textauszug (computergeneriert)
Hamburger Fern-Hochschule
Diplomarbeit
Studiengang Betriebswirtschaft
Unternehmensgründung einer unabhängigen
Vermögensverwaltung
Harry Heinemann
Inhaltsverzeichnis
Seite
Inhaltsverzeichnis
2
Abbildungsverzeichnis
4
Abkürzungsverzeichnis
5
Anlagenverzeichnis
6
1 Problemstellung
7
2
Dienstleistung Vermögensverwaltung
9
2.1 Abgrenzung Vermögensverwaltung / Anlageberatung 9
2.2 Standardisierte und individuelle Vermögensverwaltung 10
2.3 Kundenerwartungen
12
2.4 Ethische Grundsätze
17
2.5 Vermögensstrukturanalyse
19
3
Businessplan
20
3.1
Geschäftsidee
21
3.2 Zweck des Businessplans
23
3.3 Wesentliche Inhalte des Businessplans
24
4
Unternehmensgründung der Kapitalia GmbH
25
4.1 Rechtsform und Aufgabenstellung der
25
Vermögensverwaltung
4.2 Erlaubnis und Voraussetzungen für die Erlaubniserteilung 27
4.3 Anzeigepflichten
28
4.4 Organisationspflichten
29
4.5 Verhaltensregeln
30
5
Finanzierungsplanung
31
5.1
Eigenkapital
31
5.2
Fremdkapital
32
5.3
Liquidität
33
2
6
Unternehmensstrategien
33
6.1 Kundenorientierte Unternehmensführung
33
6.2 Wettbewerbsfaktoren
36
6.2.1
Kundenorientierung als Wettbewerbsfaktor
36
6.2.2
Strukturen
des
Wettbewerbs
37
6.2.3 Zusammenhang zwischen Produktqualität,
40
Kundenzufriedenheit und Unternehmenserfolg
6.3 Marketing und Vertrieb
41
6.3.1 Distributions- und Kommunikationspolitik
41
6.3.2 Preis- und Konditionspolitik
44
6.3.3
Kundenakquisition und Kundenbindung
45
7 Portfoliomanagement
49
7.1
Investmentprozess
50
7.1.1
Investmentphilosophie
und Investmentstile
50
7.1.2 Assetklassen-Allokation
53
7.1.3
Selektion
55
7.2 Controlling und Risikomanagement
56
7.3
Reporting
60
8
Ausblick
60
8.1 Marktpotenzial - Chancen des Unternehmenskonzeptes 60
8.2 Risiken des Unternehmenskonzeptes
66
8.3 Umsatz- und Gewinnerwartung
67
9 Zusammenfassung
69
Quellenverzeichnis
72
Anlagen
78
3
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Berater-Anforderungen
13
Abb. 2: Magisches Dreieck der Wertpapieranlage
14
Abb. 3: Kapitalbedarf
33
Abb. 4: Umfrageergebnisse der Marktstudie
49
Abb. 5: Risiko zahlt sich unterschiedlich aus
58
Abb. 6: Anzahl der Finanzportfolioverwalter
61
Abb. 7: Geldvermögen in Deutschland
63
Abb. 8: Honorarentwicklung
68
Abb.
9:
Personalkosten
69
4
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
Abbildung
Abs.
Absatz
BaFin
Bundesanstalt
für
Finanzdienstleistungsaufsicht
BdB
Bundesverband
deutscher
Banken
BGB
Bürgerliches
Gesetzbuch
BMJ
Bundesministerium
der
Justiz
BVI
Bundesverband
Investment und Assetmanagement e.V.
bzw.
beziehungsweise
ca.
circa
EdW Entschädigungseinrichtung
der
Wertpapierhandelsunternehmen
EG
Europäische
Gemeinschaft
EU
Europäische
Union
FAZ
Frankfurter
Allgemeine
Zeitung
FPSB
Financial Planning Standards Board Deutschland e.V.
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
KWG
Kreditwesengesetz
MiFID
Markets
in
Financial
Instruments
Directive
Mio.
Million
MoMiG
Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur
Bekämpfung von Missbräuchen
MonAwV Monatsausweisverordnung
MwSt.
Mehrwertsteuer
o.V.
ohne
Verfasser
usw.
und
so
weiter
vgl.
vergleiche
VuV
Verband unabhängiger Vermögensverwalter
Deutschland e. V.
VVH
Vermögensverwaltungshonorar
WpHG Wertpapierhandelsgesetz
z.B.
zum
Beispiel
zzgl.
zuzüglich
5
Anlagenverzeichnis
Seite
Anlage 1
Wesentliche Vertragsinhalte
78
Anlage 2
Vermögensstrukturanalyse
79
Anlage 3
Gliederung Businessplan
81
Anlage 4
Organigramm
83
Anlage
5
Investitionsplanung
84
Anlage 6
Betriebsmittelplanung
85
Anlage 7
Fragebogen Marktstudie
86
Anlage
8
Aktien-Allokation
88
Anlage 9
Rentabilitätsbetrachtung
89
6
1 Problemstellung
Mit Anlagekapital dauerhaft sichere Erträge zu erzielen ist schwerer, als
es im ersten Augenblick den Anschein hat. Das anhaltend steigende
Angebot an Anlageinstrumenten, die zunehmende Globalisierung der
Finanzmärkte sowie politische Veränderungen haben in den letzten
Jahren dazu geführt, dass sowohl die Chancen als auch die Risiken der
Geldanlage erheblich gestiegen sind. Die jüngsten Einbrüche an den
internationalen Aktienbörsen zeigen deutlich, dass die Kapitalmärkte
aufgrund der globalen Vernetzung sehr sensibel, schnell und vor allem
auch mit hohen Kursausschlägen auf Veränderungen von wirtschaftlichen,
politischen oder strukturellen Rahmenbedingungen reagieren. Starke
Marktschwankungen sollten jedoch nicht dazu führen, vor Investitionen am
Kapitalmarkt zurückzuschrecken. Vielmehr sollte man solche Phasen und
die sich bietenden Chancen durch entsprechende Anlagestrategien
nutzen (vgl. DOBLER 1999, 187).
Durch die ständig steigenden Anforderungen an ein professionelles
Vermögensmanagement sind viele Anleger nicht in der Lage, die
vielfältigen Einflüsse auf die Kapitalanlage zu beurteilen. Daher wird meist
die professionelle Entwicklung und Umsetzung von Anlagestrategien an
darauf spezialisierte Anbieter entsprechender Leistungen delegiert. Dies
kann durch Inanspruchnahme von Beratungsleistungen oder durch
Übertragung der Anlageentscheidungsbefugnis auf Vermögensverwalter
erfolgen. In Fragen der Geldanlage wenden sich die Anleger häufig an
ihre Hausbank. Jedoch sind die Unzufriedenheit hinsichtlich der
kundenorientierten Beratung und die Enttäuschung über die Verwaltungs-
leistung oft sehr groß. Aufgrund der erhöhten Ansprüche der Kunden
haben sich auch deren Anforderungen an die Berater erheblich erhöht.
Das gestiegene Servicebewusstsein stellt für Banken mit ihren starren
Strukturen eine Herausforderung dar, was kundenorientierten unab-
hängigen Vermögensverwaltern große Chancen eröffnet. Um den
etablierten Banken Paroli zu bieten, müssen unabhängige Vermögens-
verwalter die anspruchsvolle Finanzdienstleistung auf verschiedenen
Ebenen bewerkstelligen. Neben der individuellen Beratung sind die
Beachtung komplexer Theorien, der Einsatz modernster Technologien und
7
die Nutzung verschiedenster Medien zur Umsetzung der Anlage-
strategien unabdingbar.
Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung von Einflussfaktoren auf die
Unternehmensgründung einer unabhängigen Vermögensverwaltungs-
gesellschaft. Als Fallbeispiel dient die Gründung der
Kapitalia GmbH
, die
sich durch eine betont kundenorientierte Beratung sowie individuelle
Erarbeitung und Umsetzung von Anlagestrategien von den meisten
Wettbewerbern auf dem Vermögensverwaltungsmarkt abgrenzen möchte.
Die Gründung erfolgt durch Klaus Hoffmann und Barbara Mühlenbeck.
Beide sind seit über zehn Jahren bei bedeutenden Geschäftsbanken als
Vermögensverwalter mit großem Erfolg tätig. Aufgrund der starken
Kundenbindung gehen sie davon aus, den Großteil ihrer bestehenden
Kunden bei der Kapitalia GmbH weiter zu betreuen. Zudem haben sie
zwei qualifizierte Kollegen, die ebenfalls über intensive Kunden-
verbindungen verfügen, von ihrer Geschäftsidee überzeugt und als
künftige Mitarbeiter gewonnen. Drei weitere Mitarbeiter konnten bereits
über den Personalmarkt akquiriert werden.
In dieser Arbeit werden die kundenspezifischen Faktoren und
konkurrenzbedingten Einflüsse herausgestellt, die für eine erfolgreiche
Unternehmensgründung zu berücksichtigen sind. Da das Vermögens-
verwaltungsgeschäft vor allem von Vertrauen geprägt ist und daher
spezielle rechtliche Voraussetzungen für den Betrieb dieses Geschäftes
zu beachten sind, werden diese im Wesentlichen erläutert. Insgesamt soll
die vorliegende Arbeit Antwort auf die Frage finden: Welche Faktoren
muss ein Gründer einer unabhängigen Vermögensverwaltungs-
gesellschaft beachten, um in diesem umkämpften Markt erfolgreich zu
sein?
8
2 Dienstleistung
Vermögensverwaltung
Der Begriff der Vermögensverwaltung hat sich in der Praxis entwickelt. Er
wird von der Realisierung verschiedener Anbietergruppen geprägt, so
dass kein einheitliches Begriffsverständnis herrscht. Im weiteren Sinn
wird die Vermögensverwaltung als Sammelbegriff für alle Aktivitäten
verstanden, die mit der Kapitalanlage für private oder institutionelle
Anleger verbunden sind. Aber auch Finanzdienstleistungsunternehmen,
die Investmentfondsanteile vertreiben oder Dienstleistungen auf
Beratungsbasis anbieten, bezeichnen sich manchmal als Vermögens-
verwalter. Häufig wird unter Vermögensverwaltung die alleinige Tätigkeit
im Bereich des Wertpapiermanagements für den Kunden verstanden. Es
herrscht aber auch ein Begriffsverständnis vor, welches diese Finanz-
dienstleistung als ganzheitliche Betreuung des Kunden in allen
vermögensrelevanten Fragen versteht (vgl. BALZER 1999, 11 f.). In dieser
Arbeit wird die Dienstleistung der Vermögensverwaltung als professionelle
Verwaltung von Anlegerkapital in Form von Wertpapieren, dem
Portfoliomanagement, verstanden. Dabei überträgt der Kunde dem
Vermögensverwalter auf vertraglicher Basis das Mandat, nach eigenem
Ermessen und ohne vorherige Rücksprache, Anlageentscheidungen im
Kundeninteresse zu treffen. Die Kundeninteressen spiegeln sich in den
Anlagerichtlinien wider, die im Rahmen einer ausführlichen Beratung
vorab vereinbart werden und Bestandteil des Vertrages sind.
2.1
Abgrenzung Vermögensverwaltung / Anlageberatung
Da es zwischen Vermögensverwaltungstätigkeiten und anderen Finanz-
dienstleistungen Zusammenhänge und Überschneidungen gibt, ist eine
Abgrenzung erforderlich, welche die Unterschiede zwischen den
verschiedenen Tätigkeitsbereichen aufzeigt. Die größte Abgrenzungs-
notwendigkeit besteht in Bezug auf die Anlageberatung. Sie zielt wie die
Vermögensverwaltung darauf ab, den Anleger beim Management seines
Vermögens zu unterstützen, wenn er selbst keine ausreichenden finanz-
wirtschaftlichen Kenntnisse und keinen genügenden Überblick über die in
Frage kommenden Anlagemöglichkeiten hat. Anlageberatung und
Vermögensverwaltung dienen zwar demselben Anlegerbedürfnis, jedoch
bestehen zwischen beiden Dienstleistungen gravierende Unterschiede,
9
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Autor: Claudia NickelHausarbeit, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
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