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Scholary Paper (Seminar), 2009, 23 Pages
Author: Matthias Sebastian Erich Kaspar Görg
Subject: Information Management
Details
Institution/College: University of Trier
Tags: Enterprise 2.0, Social Software, E-Learning, Social Engineering, Open Innovation, Mass customization, Web 2.0, SWOT, Selbstorganisation
Year: 2009
Pages: 23
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-30928-3
ISBN (Book): 978-3-640-30732-6
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Abstract
Seit einigen Jahren unterliegt das Internet einem Wandel zum Massenmedium. Im Zuge dieser Entwicklung wurden Web Applikationen geschaffen, die sowohl Kommunikation als auch Kollaboration der Menschen unterstützen. Diese Kategorie von Anwendungen werden gemeinhin als „Social Software" bezeichnet. Unter Enterprise 2.0 wird die Adaption von „Social Software" in ein geschäftliches Umfeld verstanden. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie erstrebenswert es für ein Unternehmen ist den Wandel hin zum „Enterprise 2.0“ zu vollziehen. Dabei wird ebenso auf die Schwierigkeiten, als auch auf die dauerhaften Vorteile eingegangen. Um den praktischen Nutzen dieser Arbeit zu validieren, werden einige Beispiele aus Unternehmen genannt, die aktuell „Social Software“ einsetzen und damit sich und ihre Produkte/Dienstleistungen verbessern. Es wurden bewusst Unternehmen gewählt, die in ganz unterschiedlichen Branchen tätig sind, um den universellen Charakter einer „Enterprise 2.0“ Kultur herauszustellen. Zur einfacheren Beurteilung der Problematik wurde eine gründliche SWOT-Analyse durchgeführt, die schnell einen Überblick über die Thematik ermöglicht. Da sich dieser Prozess häufig auch auf die Organisationsstrukturen von Unternehmen auswirkt, ist er schwer oder gar nicht reversibel. Aus diesem Grunde ist ein wesentlicher Teil dieser Arbeit eine kritische Reflexion über das Thema „Enterprise 2.0“ und der Versuch eine Prognose über zukünftige Entwicklungen abzugeben.
Excerpt (computer-generated)
Seminar Praxis Informationsmanagement
Rubriken/Sublines
Social Software &
Enterprise 2.0
Sebastian Görg
Universität Trier - Wirtschaftsinformatik
Wintersemester 2008/2009
Abstract
Seit einigen Jahren unterliegt das Internet einem Wandel zum Massenmedium. Im Zuge dieser
Entwicklung wurden Web Applikationen geschaffen, die sowohl Kommunikation als auch Kollabo-
ration der Menschen unterstützen. Diese Kategorie von Anwendungen werden gemeinhin als
,,Social Software" bezeichnet. Unter Enterprise 2.0 wird die Adaption von ,,Social Software" in ein
geschäftliches Umfeld verstanden.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie erstrebenswert es für ein Unternehmen ist den
Wandel hin zum ,,Enterprise 2.0" zu vollziehen. Dabei wird ebenso auf die Schwierigkeiten, als
auch auf die dauerhaften Vorteile eingegangen. Um den praktischen Nutzen dieser Arbeit zu vali-
dieren, werden einige Beispiele aus Unternehmen genannt, die aktuell ,,Social Software" einset-
zen und damit sich und ihre Produkte/Dienstleistungen verbessern. Es wurden bewusst Unter-
nehmen gewählt, die in ganz unterschiedlichen Branchen tätig sind, um den universellen Charak-
ter einer ,,Enterprise 2.0" Kultur herauszustellen. Zur einfacheren Beurteilung der Problematik
wurde eine gründliche SWOT-Analyse durchgeführt, die schnell einen Überblick über die Thema-
tik ermöglicht.
Da sich dieser Prozess häufig auch auf die Organisationsstrukturen von Unternehmen auswirkt,
ist er schwer oder gar nicht reversibel. Aus diesem Grunde ist ein wesentlicher Teil dieser Arbeit
eine kritische Reflexion über das Thema ,,Enterprise 2.0" und der Versuch eine Prognose über
zukünftige Entwicklungen abzugeben.
Seminar
Praxis Informationsmanagement
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Inhaltsverzeichnis
1 Social Software
4
1.1 Die Entstehung von Social Software - Das Web 2.0
4
1.2 Gängige Ausprägungen des Web 2.0
5
1.2.1 Blogs
5
1.2.2 Social Bookmarking
5
1.2.3 Internetforen
5
1.2.4 Wikis
5
1.2.5 Social Networks
5
1.2.6 Podcasts
6
1.3 Evolution oder Revolution
6
1.4 Was ist Social Software?
6
1.5 Gefahren von Social Software
7
2 Der Weg zum Enterprise 2.0
8
2.1 Entstehung und Bedeutung
8
2.2 Vorraussetzungen
8
2.3 Kosten
9
2.4 Prozessualer Nutzen
9
2.4.1 Offene Schnittstellen in vor- und nachgelagerten Prozessen
9
2.4.2 Fallbeispiel 7-Principles
10
2.4.3 Open Innovation
11
2.4.3.1 Fallbeispiel Nubert
11
2.4.3.2 Fallbeispiel Kite Surfing Community
11
2.4.3.3 Fallbeispiel Lego
12
2.4.4 Höhere Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber
12
2.4.5 Beispiele für Social Software im Business-Alltag
12
2.5 Auswirkungen auf die Organisationsstruktur
13
2.5.1 Selbstorganisation
13
2.5.2 Flache Hierachien
14
2.6 Eine SWOT Analyse für Social Software im Unternehmenseinsatz
15
3 Beurteilung
17
3.1 Fazit
17
3.2 Ausblick
19
Seminar
Praxis Informationsmanagement
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Social Software
1 Social Software
1.1 Die Entstehung von Social Software - Das Web 2.0
,,
Web 1.0 was all about connecting people. It was an interactive space, and I think Web 2.0
is of course a piece of jargon, nobody even knows what it means. If Web 2.0 for you is blogs and
wikis, then that is people to people. But that was what the Web was supposed to be all along
"
[3]. So lautete die Antwort von Sir Timothy Berners-Lee, dem Vater des Internets, auf die Frage,
was für ihn das Web 2.0 bedeutet. Der Begriff entstammt Dale Dougherty von ,,O′Reilly Media"
und Craig Line von ,,MediaLive", die 2004 auf der Suche nach einem passenden Namen für eine
Konferenz waren, in der es um den Umgang der Menschen mit dem Medium Internet gehen soll-
te. Populär wurde der Begriff ,,Web 2.0" durch Tim O′Reilly, der mit seinem Buch ,,What is Web
2.0" versuchte den Begriff fassbar zu machen. Im Wesentlichen versteht O`Reilly unter Web 2.0
den Wandel des Internets hin zu einer Plattform und der Notwendigkeit sich diese Plattform
nutzbar zu machen.1 Zur Konkretisierung nennt O′Reilly sieben Merkmale, die für ihn das ,,Web
2.0" ausmachen. Zu den wichtigsten zählen2:
,,The Web as Platform": ,,
Das Web stellt die zentrale Informations- und Kommunikations-
plattform dar, die das Erstellen von Anwendungen und Inhalten erlaubt, welche mittels of-
fener Standards [...] beliebig untereinander integrier- und miteinander vernetzbar sind.
"3
,,Harnessing Collective Intelligence": Eine kollektive Intelligenz steht im Fokus der Anwen-
dungen. Dies wird auch als ,,Wisdom of Crowds" bezeichnet.
,,Software Above the Level of Single Device": Als Endgeräte werden nicht nur PCs angese-
hen, sondern auch eine neue mobile Generation von Geräten, wie z.B. Handys.
,,Rich User Experience": Die Benutzeroberflächen weisen den gleichen Komfort wie gängi-
ge Desktop Applikationen auf.
Diese Merkmale sind eher eine notwendige als eine hinreichende Bedingung, um das ,,Web 2.0"
zu beschreiben. Ohne den Wandel des Menschen als Informationskonsument hin zum Informati-
onsproduzenten4, handelt es sich dabei nur um ,,stumpfe" Werkzeuge. Dieser Prozess soll haupt-
sächlich durch Interaktion und Kooperation der Menschen, also kollaborativ, geschehen.
1 Vgl. [4] Web 2.0 Compact Definition: Try Again
2 Vgl. [5] Ökonomische Perspektiven des Web 2.0 S. 129
3 [5] Ökonomische Perspektiven des Web 2.0 S. 129
4 Vgl. [6] Web 2.0: Is it just hype?
Seminar
Praxis Informationsmanagement
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Social Software
1.2 Gängige Ausprägungen des Web 2.0
1.2.1 Blogs
Bei Weblogs, kurz Blogs, handelt es sich um einfache Content Management Systeme. Sie werden
in der Regel von nur einer Person inhaltlich aktualisiert, dem sogenannten ,,Blogger". Blogs erhe-
ben meist den Anspruch eines Tagebuchs oder eines Journals, das sich mit einem spezifischen
Thema auseinandersetzt. Durch die Möglichkeit Beiträge des Bloggers zu kommentieren, entste-
hen öffentlich geführte Diskussionen. Die inhaltliche Qualität dieser Blogs ist stark schwankend,
da sie in aller Regel keiner Kontrolle unterliegt. Das Telemediengesetz5 beinhaltet unter anderem,
dass Betreiber von Blogs für ihre Inhalte haften und Blogger denselben Status wie Journalisten
erhalten. Dennoch ist es fraglich, ob dadurch Blogs eine vergleichbare Qualität wie z.B. ein Zei-
tungsartikel erhalten. Die Gesamtheit aller Blogs wird als Blogosphäre bezeichnet.
1.2.2 Social Bookmarking
Social-Bookmarking-Systeme dienen der Kategorisierung und Erfassung von Bookmarks (Lesezei-
chen), die in einem Browser abgespeichert wurden. Die Bookmarks werden bewusst veröffent-
licht und das System versucht andere registrierte Benutzer zu finden, die die gleichen oder ähnli-
chen Interessen teilen. Dadurch können dem einzelnen Benutzer potentiell interessante neue
Links vorgeschlagen werden, die sich noch nicht in seinen Bookmarks befinden.
1.2.3 Internetforen
Bei (Internet-)Foren handelt es sich um virtuelle Treffpunkte, in denen sich häufig eine große An-
zahl von Benutzern trifft, um Erfahrungen, Meinungen und Gedanken auszutauschen. Am häu-
figsten werden Foren zu Supportzwecken eingesetzt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind Fo-
ren meist in mehrere Unterforen gegliedert. Ein registrierter Benutzer kann in einem Teilbereich
des Forums einen neuen Beitrag (Thread) schreiben, der dann von anderen Benutzern gelesen
und gegebenenfalls beantwortet wird.
1.2.4 Wikis
Wikis dienen zum Aufbau einer Wissensbasis. Der Inhalt eines Wikis kann nicht nur gelesen wer-
den, sondern auch beliebig von seinen Nutzern verändert werden. Das wohl bekannteste Wiki ist
Wikipedia, die schon häufig in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert wurde, da ihre Inhalte oft
fragwürdig waren oder absichtlich gefälscht wurden. In kleinerem Rahmen werden Wikis häufig
von einer Gruppe projektbezogen gepflegt, was zum einem der Protokollierung als auch der
schriftlichen Fixierung von Wissen dient. In solchen Fällen wird nicht anonym auf dem Wiki gear-
beitet, sodass die Inhalte selten einer inhaltlichen Kontrolle unterliegen müssen.
1.2.5 Social Networks
Social Networks sind Plattformen, die es erlauben virtuell Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.
Sie heben sich gegenüber der herkömmlichen E-Mail Kommunikation ab, da sie zum einem ge-
5 Trat am 26.02.2007 ist in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft.
Seminar
Praxis Informationsmanagement
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