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Marktkonforme Angebotsstrategien für Unternehmen im Betreuten Wohnen

Termpaper, 2002, 48 Pages
Authors: Ricco Freyberg, Werner Futterlieb
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services

Details

Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 48
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V12577
ISBN (E-book): 978-3-638-18430-4
ISBN (Book): 978-3-638-85190-9
File size: 649 KB
Notes :
Diese Arbeit gibt die Möglichkeit verschiedene Kreditunternehmen miteinander zu vergleichen unter Massgabe verschiedener Förderprogramme und Zinssätze. Dabei geht es um die Finanzierung verschiedenster Wohnformen im Alter. Mit freundlicher Genehmigung meines Kommilitonen Werner Futterlieb. Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand. 620 KB


Abstract

In dieser Hausarbeit beschäftigen sich die Autoren mit Unternehmen, die als Marktteilnehmer in die Versorgung von Wohnraum für alte Menschen involviert sind. Es wird untersucht, mit welchen Institutionen Unternehmer/Anbieter für Betreutes Wohnen zusammenarbeiten können. Neben vollstationären Einrichtungen werden zukünftig verstärkt Strategien zu entwickeln sein, die es alten Menschen ermöglichen außerhalb von Seniorenheimen, in ihrer vertrauten Umgebung verbleiben zu können. „Wohnen nimmt eine zentrale Bedeutung für das körperliche und psychische Wohlergehen sowie für die soziale Integration des Menschen ein“ . Diese Problematik wird Dienstleistungsanbieter, Kostenträger und Politiker aktuell und zukünftig gleichermaßen beschäftigen. „Der Anteil der 65 Jahre alten Bürgerinnen und Bürger im Land Brandenburg wird laut Prognose von derzeit rund 15% auf 19% im Jahr 2015 ansteigen, d.h. die Zahl der über 65jährigen Personen wird in diesem Zeitraum von 350.000 auf über 470.000 erhöhen. Diese Zahlen machen deutlich, dass Fragen des Wohnens im Alter sich mit wachsender Dringlichkeit stellen. So ist die bedarfsgerechte Versorgung mit altersgerechtem Wohnraum ein wesentliches Anliegen einer zukunftsorientierten Alten- und Wohnungspolitik.Die Autoren nähern sich diesem Thema in Form einer Modellanalyse. Dabei betrachten sie den für ihre Untersuchung als wesentlich erachteten Teil eines komplexen Zusammenhanges. Partialanalytisch wollen sie sich ausschließlich mit möglichen Investoren beschäftigen. Sie gehen davon aus, dass es unstrittig politischer Wille ist, alte Menschen mit adäquatem Wohnraum zu versorgen. Die Autoren verzichten auf eine Bedarfsanalyse. Sie soll Inhalt einer späteren Arbeit sein. Investoren sind Kapitalanleger, die Sachinvestitionen, Finanzinvestitionen und immaterielle Investitionen tätigen. Es wird in dieser Arbeit das Sachinvestitionsverhalten von ausgewählten Banken, Versicherungen, Wohnungsbauunternehmen, Wohlfahrtsverbänden und Privatpersonen (Anlage 1) betrachtet werden. Neben den Überlegungen über geeignete Unternehmen interessieren deren Organisationsform, Unternehmensleitbild und –ziele. Des weiteren soll ermittelt werden, wie die Kreditvergabe und die Kreditwürdigkeitsprüfung erfolgen, und wie die Rückzahlungsmodalitäten geregelt sind. Förderprogramme werden mit einfließen. Ich danke Werner Futterlieb, der die eistige Vorarbeit und treibende Keil für diese Arbeit war. Es war eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit.


Excerpt (computer-generated)

Marktkonforme Angebotsstrategien
für Unternehmen
im Betreuten Wohnen

Hausarbeit im Fach Betriebswirtschaftslehre
Studiengang Pflege/Pflegemanagement IV. Semester
an der Evangelischen Fachhochschule Berlin

Verfasser:

Ricco Freyberg und Werner Futterlieb

Berlin, 25. April 2002

Inhaltsübersicht

 

Seite

 

 

1. Einleitung (Futterlieb/Freyberg)  ... 3

2. Wohnformen (Futterlieb) ... 4

2.1. Privatwohnung ... 4
2.2. Wohnen im Heim ... 5
2.3. Betreutes Wohnen ... 6

3. Förderprogramme (Freyberg) ... 8

3.1. Wirtschaftsförderung ... 8

3.2. Programme der Europäischen Union ... 10
3.2.1. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ... 11
3.2.2. Der Europäische Sozialfonds (ESF) ... 11
3.2.3. Der Europäische Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft - Abteilung Ausrichtung (EAGFL - A) ... 12
3.2.3.1. Dorferneuerung und Dorfentwicklung sowie Schutz und Erhaltung des ländlichen Kulturerbes - Förderung der Dorferneuerung ... 12
3.2.4. Maßnahmen der Europäischen Strukturfonds ... 13

3.3. Bundesprogramme ... 15
3.3.1. Vom Marshall - Plan zum ERP - Sondervermögen ... 15
3.3.2. ERP - Kreditprogramme ... 15
3.3.2.1. ERP - Eigenkapitalhilfeprogramm (EKH) ... 16
3.3.2.2. ERP - Aufbauprogramm ... 16
3.3.2.3. ERP - Innovationsprogramm ... 17
3.3.2.4. ERP - Umwelt- und Energiesparprogramm ... 17

3.4. Landesförderprogramme des Landes Brandenburg ... 18
3.4.1. Investitionsprogramm Pflege (IVP) ... 18
3.4.2. Markterschließung ... 19
3.4.3. Zulassung als Betreuungsunternehmen ... 21
3.4.4. Steuerliche Hilfen ... 22
3.4.4.1. Investitionszulage ... 22
3.4.4.2. Sonderabschreibungen und Ansparabschreibungen für kleinere und mittlere Unternehmen ... 23
3.4.4.3. Vermögenssteuer ... 24

3.5. Zusammenfassung Förderprogramme ... 24

4. Ausgewählte Gesellschaften ... 25

4.1. Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) (Freyberg) ... 25
4.2. Deutsche Ausgleichsbank (DtA) (Freyberg) ... 26
4.3. InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) (Freyberg) ... 27
4.4. LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG (Futterlieb) ... 28
4.5. Ökobank (Futterlieb) ... 29
4.6. Bank für Sozialwirtschaft (BfS) (Futterlieb) ... 30
4.7. Marseille - Kliniken AG (Futterlieb) ... 31
4.8. Dussmann AG & Co. KGaA (Futterlieb) ... 32

5. Bewertung der Investorenalternativen (Futterlieb/Freyberg) ... 33

5.1. Matrizen ... 34
5.1.1. Wirtschaftsförderinstitute ... 35
5.1.2. Hausbanken ... 36

6. Abschlussbemerkungen (Futterlieb/Freyberg) ... 37

7. Literaturverzeichnis ... 38

8. Internetrecherche ... 40

9. Anlagen ... 41

 

1. Einleitung

In dieser Hausarbeit beschäftigen sich die Autoren mit Unternehmen, die als Marktteilnehmer in die Versorgung von Wohnraum für alte Menschen involviert sind. Es wird untersucht, mit welchen Institutionen Unternehmer/Anbieter für Betreutes Wohnen zusammenarbeiten können.
Neben vollstationären Einrichtungen werden zukünftig verstärkt Strategien zu entwickeln sein, die es alten Menschen ermöglichen außerhalb von Seniorenheimen, in ihrer vertrauten Umgebung verbleiben zu können. ,,Wohnen nimmt eine zentrale Bedeutung für das körperliche und psychische Wohlergehen sowie für die soziale Integration des Menschen ein"1. Diese Problematik wird Dienstleistungsanbieter, Kostenträger und Politiker aktuell und zukünftig gleichermaßen beschäftigen. ,,Der Anteil der 65 Jahre alten Bürgerinnen und Bürger im Land Brandenburg wird laut Prognose von derzeit rund 15% auf 19% im Jahr 2015 ansteigen, d.h. die Zahl der über 65jährigen Personen wird in diesem Zeitraum von 350.000 auf über 470.000 erhöhen. Diese Zahlen machen deutlich, dass Fragen des Wohnens im Alter sich mit wachsender Dringlichkeit stellen. So ist die bedarfsgerechte Versorgung mit altersgerechtem Wohnraum ein wesentliches Anliegen einer zukunftsorientierten Alten- und Wohnungspolitik."(Orig.! d. V.)2
Die Autoren nähern sich diesem Thema in Form einer Modellanalyse. Dabei betrachten sie den für ihre Untersuchung als wesentlich erachteten Teil eines komplexen Zusammenhanges. Partialanalytisch3 wollen sie sich ausschließlich mit möglichen Investoren beschäftigen. Sie gehen davon aus, dass es unstrittig politischer Wille ist, alte Menschen mit adäquatem Wohnraum zu versorgen. Die Autoren verzichten auf eine Bedarfsanalyse. Sie soll Inhalt einer späteren Arbeit sein.
Investoren sind Kapitalanleger, die Sachinvestitionen, Finanzinvestitionen und immaterielle Investitionen tätigen. Es wird in dieser Arbeit das Sachinvestitionsverhalten von ausgewählten Banken, Versicherungen, Wohnungsbauunternehmen, Wohlfahrtsverbänden und Privatpersonen (Anlage 1) betrachtet werden.
Neben den Überlegungen über geeignete Unternehmen interessieren deren Organisationsform, Unternehmensleitbild und -ziele. Des weiteren soll ermittelt werden, wie die Kreditvergabe und die Kreditwürdigkeitsprüfung erfolgen, und wie die Rückzahlungsmodalitäten geregelt sind. Förderprogramme werden mit einfließen. Die Unternehmen wurden von den Autoren angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Der Brief kann der Anlage 2 entnommen werden. Die Antworten der Unternehmen flossen in die Bearbeitung des Themas ein.
Die Autoren werden Matrizen entwickeln, die eine Vergleichbarkeit der Kapitalanleger ermöglichen soll. Damit lassen sich Strategien für Unternehmen im Bereich des Betreuten Wohnens ableiten.
Die Ergebnisse werden am Schluss der Arbeit gewürdigt.
Eine Beschränkung auf Betreutes Wohnen als eine Wohnform im Alter ist unerlässlich, um den Rahmen dieser Arbeit zu begrenzen, ebenso wie die regionale Beschränkung auf das Land Brandenburg.
Zur besseren Orientierung innerhalb der Wohnformen im Alter und deren Finanzierungsbedarfes wird es im Anschluss an diese Einleitung ein Kapitel geben.
Die Analyse von Förderprogrammen, aktuelle Fakten, Definitionen und Beschreibungen werden diese Arbeit abrunden.

2. Wohnformen

Es gibt viele unterschiedliche Arten des Wohnens im Alter, sowohl im Hinblick auf das Zusammenleben mit anderen Menschen wie auch hinsichtlich der Gebäudeform, der Rechtsform und der Kosten für das Wohnen. In den letzten Jahren hat sich auf der Anbieterseite viel getan. Der Markt ist nicht einfach zu durchschauen. Gesprochen wird von Seniorenresidenz, Wohngemeinschaften, Hausgemeinschaften, Integriertes Wohnen, Wohnen mit Therapie, Servicewohnen, Wohnen plus, Betreutes Seniorenwohnen, Wohnen mit Hilfe, Altenwohnheim, Betreute Wohngruppen, Wohnen mit der Familie, Mehrgenerationenwohnen. In diesem Beitrag werden die drei wichtigsten eine Würdigung erfahren. Dabei handelt es sich um die Privatwohnung, Wohnen im Heim und Betreutes Wohnen.
Für ältere Menschen ist die Wohnung nach Abschluss der Kindererziehung und der Beendigung der Berufstätigkeit von großer Bedeutung. ,,Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen des Lebens. Gerade im höheren Lebensalter verbringen die Menschen immer mehr Zeit in der eigenen Wohnung."4
Es sind vor allen Dingen vier Grundbedürfnisse des Wohnens, die zu unterschiedlichen Ansprüchen älterer Menschen an die gewünschte Wohnform führen. Dies sind Wünsche nach Selbständigkeit, Selbstbestimmtheit, Sicherheit und Gemeinschaft. Die Individualität jedes einzelnen Menschen beeinflusst den Grad der Priorität des Wunsches und damit die Wahl der Wohnform. Investoren müssen sich an diesen Bedürfnissen bei der Planung von Vorhaben orientieren. Diese Überlegungen werden ergänzt, durch Fragen nach der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Lage des einzelnen und möglicherweise seinem gewohnten oder gewünschten Lebensstil.

2.1. Privatwohnung

[...]


1 N.N., Newsletter, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 09. März 2001, S. 2

2 Fuchs, Herbert, Wohnen im Alter, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen, des Landes Brandenburg, Potsdam 1999, S. 6

3 Die Autoren lösen bestimmte Erscheinungen aus dem gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang heraus und vernachlässigen dabei bewusst Einwirkungen und Wechselwirkungen mit der Umwelt.

4 Bergmann, Christine, Wie wohnen, wenn man älter wird, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2. Auflage, Berlin Januar 2001, S. 2


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