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Subtitle: Durations-Matching als Zinsimmunisierungstechnik
Scholary Paper (Seminar), 2007, 38 Pages
Author: Helene Krämer
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Institution/College: University of Hannover (Versicherungsbetriebslehre)
Year: 2007
Pages: 38
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-31351-8
ISBN (Book): 978-3-640-31728-8
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Abstract
In den vergangenen Jahren hat die deutsche Versicherungswirtschaft eine Vielzahl von Veränderungen durchleben müssen. Zum einen war ein Wandel der Wettbewerbs- und Kapitalmarktbedingungen zu beobachten, zum anderen haben gesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorschriften dafür gesorgt, dass auch Versicherungsunternehmen ihr Risikomanagementsystem überdenken mussten. Infolgedessen war es nicht mehr ausreichend bei der Risikoanalyse lediglich die Passivseite einer Bilanz zu betrachten. Risiken auf der Aktivseite des Versicherungsunternehmens sind für das Risikomanagement ebenso relevant. Die moderne Technik zur Bewältigung dieser Risiken ist Asset-Liability-Management (ALM). Werden diese Risiken nicht rechtzeitig gemanagt, so kann dies dazu führen, dass ein Unternehmen Konkurs anmelden muss. Ein Beispiel dafür ist der große japanische Lebensversicherer Nissan Mutual Life. Aufgrund der Niedrigzinsphase lag der Kapitalmarktzins unter dem Rechnungszins der versicherungstechnischen Verpflichtungen. Nach einem erheblichen Verlust konnte das Unternehmen 1997 am Markt nicht mehr bestehen bleiben. Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der Darstellung des Asset-Liability-Management in der Versicherungswirtschaft. Der Fokus soll jedoch auf einer ausgewählten Methode, und zwar dem Duration-Matching liegen. Um die Problematik des ALM darzustellen, erfolgt die Ausarbeitung in drei Schritten. Zur Einführung werden Rahmenbedingungen des Asset-Liability-Management vorgestellt. Folgend wird anhand von Funktionen, Ausgestaltung und einigen Methoden der Einsatz des ALM als Instrument zur Risikosteuerung erläutert. Das darauf folgende Kapitel befasst sich mit dem Duration-Matching. Dazu erfolgt eine Konkretisierung in einzelne Formen, wie Macaulay Duration, Modified Duration und Konvexität. Im Anschluss daran wird die Anwendung des Konzeptes auf die Portefeuilles übertragen. Abgeschlossen wird der Themenkomplex mit der Darstellung der Vor- und Nachteile des Duration-Matching. Im letzten Abschnitt wird der Duration Ansatz auf variabelverzinsliche Anleihen insbesondere Reverse Floater übertragen.
Excerpt (computer-generated)
Hausarbeit
im Rahmen des
Versicherungswissenschaftlichen Seminars
,,Versicherungssparten und Versicherungsplanspiel"
ALM in der Versicherungswirtschaft -
Duration-Matching als Zinsimmunisierungstechnik
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Symbolverzeichnis VI
1
Einleitung 1
2
Grundlagen des Asset-Liability-Management 2
2.1
Hintergründe und Rahmenbedingungen des ALM 2
2.2
Definition und Aufgabe des Asset-Liability-Management 3
2.3
Dimensionen des Asset-Liability-Management 4
2.4
Asset-Liability-Management-Prozess 6
2.5
Überblick über die Methoden des ALM 7
3
Duration-Matching als Zinsimmunisierungsstrategie 9
3.1
Grundlagen der Duration 9
3.2
Formen der Duration 11
3.2.1
Duration als Maß nach Macaulay 11
3.2.2
Modified Duration nach Hicks 12
3.2.3
Konvexität 13
3.2.4
Portefeuilleduration 15
3.3
Duration-Matching 17
3.4
Vor- und Nachteile des Duration Ansatzes 17
4
Einführung in variabel verzinsliche Anleihen 18
4.1
Floating Rate Notes 18
4.2
Reverse Floater 19
5
Fazit 22
Anhangsverzeichnis 23
Literaturverzeichnis 28
II
Abkürzungsverzeichnis
ALM
Asset-Liability-Management
bspw.
beispielsweise
ca.
circa
FRN
Floating Rate Note
GE.
Geldeinheiten
GuV
Gewinn- und Verlustrechnung
i. d. R.
in der Regel
KonTraG
Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unterneh-
mensbereich
Mio.
Million
u. a.
unter anderem
z.B.
zum Beispiel
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Wertverlauf einer Anleihe bei Zinsänderungen. 10
Abbildung 2: Zusammenhang zwischen Marktzins und Anleihekurs. 14
IV
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Bestimmung der Duration nach Macaulay. 11
Tabelle 2: Bestimmung der Konvexität. 14
Tabelle 3: Duration eines Portefeuilles. 16
Tabelle 4: Duplikation eines Reverse Floaters mit den Swaps. 20
Tabelle 5: Duplikation eines Reverse Floaters mit den Anleihen. 21
V
Symbolverzeichnis
C
Konvexität
CF
Zahlungen im Zeitpunkt
t
t
D
Duration der Aktivseite
A
D
Duration der Anleihe
i
i
D
Duration des Floaters
FRN
D
Macaulay Duration
Mac
D
Duration der Passivseite
P
D
Portefeuilleduration
PF
D
Duration des Reverse Floaters
RF
i
Marktzins
K
Kurswert der Anleihe
K
Änderung des Kurswertes
MD
Modified Duration
n
letzte Fälligkeit
r
Marktrendite
r
Änderung der Marktrendite
t
Zeitindex
t
Zeitpunkt der Duration
D
x
Anteil der Anleihe
i
am Portefeuille
i
VI
1 Einleitung
In den vergangenen Jahren hat die deutsche Versicherungswirtschaft eine Viel-
zahl von Veränderungen durchleben müssen. Zum einen war ein Wandel der
Wettbewerbs- und Kapitalmarktbedingungen zu beobachten, zum anderen ha-
ben gesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorschriften dafür gesorgt, dass auch
Versicherungsunternehmen ihr Risikomanagementsystem überdenken muss-
ten.1 Infolgedessen war es nicht mehr ausreichend bei der Risikoanalyse ledig-
lich die Passivseite einer Bilanz zu betrachten. Risiken auf der Aktivseite des
Versicherungsunternehmens sind für das Risikomanagement ebenso relevant.
Die moderne Technik zur Bewältigung dieser Risiken ist Asset-Liability-
Management (ALM). Werden diese Risiken nicht rechtzeitig gemanagt, so kann
dies dazu führen, dass ein Unternehmen Konkurs anmelden muss. Ein Beispiel
dafür ist der große japanische Lebensversicherer Nissan Mutual Life. Aufgrund
der Niedrigzinsphase lag der Kapitalmarktzins unter dem Rechnungszins der
versicherungstechnischen Verpflichtungen. Nach einem erheblichen Verlust
konnte das Unternehmen 1997 am Markt nicht mehr bestehen bleiben.2
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der Darstellung des Asset-Liability-
Management in der Versicherungswirtschaft. Der Fokus soll jedoch auf einer
ausgewählten Methode, und zwar dem Duration-Matching liegen. Um die Prob-
lematik des ALM darzustellen, erfolgt die Ausarbeitung in drei Schritten. Zur
Einführung werden Rahmenbedingungen des Asset-Liability-Management vor-
gestellt. Folgend wird anhand von Funktionen, Ausgestaltung und einigen Me-
thoden der Einsatz des ALM als Instrument zur Risikosteuerung erläutert. Das
darauf folgende Kapitel befasst sich mit dem Duration-Matching. Dazu erfolgt
eine Konkretisierung in einzelne Formen, wie Macaulay Duration, Modified Du-
ration und Konvexität. Im Anschluss daran wird die Anwendung des Konzeptes
auf die Portefeuilles übertragen. Abgeschlossen wird der Themenkomplex mit
der Darstellung der Vor- und Nachteile des Duration-Matching. Im letzten Ab-
schnitt wird der Duration Ansatz auf variabelverzinsliche Anleihen insbesondere
Reverse Floater übertragen.
1 Vgl. Eling, M. / Parnitzke, T. (2005), S. 1-2.
2 Vgl. Friese, S. / Mittendorf, T. (2003), S. 1, Melsheimer, F. H. (1998), S. 107.
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