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Bilderbuchanalyse von "Hier ist alles anders" von Georg Bydlinski

Rezension / Literaturbericht, 2007, 5 Seiten
Autor: Eleonora Reis
Fach: Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)

Details

Veranstaltung: Sachunterricht in der Grundschule
Institution/Hochschule: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Kategorie: Rezension / Literaturbericht
Jahr: 2007
Seiten: 5
Note: 1
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V125881
ISBN (E-Book): 978-3-640-31384-6


Zusammenfassung / Abstract

Obwohl das Bilderbuch „Hier ist alles irgendwie anders“ nicht zu den Kaufhausbilderbüchern gezählt werden kann, sind die Illustrationen überwiegend stereotypisiert. Denn Stefan und Stefanie, sowie seine Freunde David, Patrick und Julia und auch seine Kuscheltiere und die Katze weisen Merkmale des Kindchenschemas auf: Sie haben große runde Köpfe, kleine zierliche Körper, Stupsnasen, große Augen und einen kleinen Mund. Weiterhin sind die Illustrationen sehr grob gezeichnet und verzichten auf Details. Dadurch, dass Birgit Antoni die Figuren mit dicken schwarzen Umrissen versieht, bekommen sie eine plakative Wirkung. Dieser Eindruck wird durch die kräftigen flächigen Farben noch zusätzlich verstärkt.


Textauszug (computergeneriert)

Bilderbuchanalyse von ,,Hier ist alles irgendwie

anders" von Georg Bydlinski

Beurteilung des Inhaltes:

Das Bilderbuch ,,Hier ist al es irgendwie anders. Stefan zieht um" von Georg

Bydlinski handelt von Stefan, der mit seinen Eltern von der Mühlgasse in eine

Reihenhaussiedlung umzieht.

Diese Erfahrung und die damit verbundenen Probleme haben schon die

meisten Kinder im Grundschulalter erlebt: er vermißt sein Zimmer in der alten

Wohnung und seine Freunde aus der Nachbarschaft.

Stefan kommt sich nun auch hilflos vor ohne seine Freunde al eine im Kampf

gegen den Quock, ein grünes Monster, das mit ihnen zusammen von der

alten Wohnung umgezogen ist und nun, so ist Stefan sich sicher, im Keller

hinter dem Gaskessel wohnt.

Die Hauptfigur der Bilderbuches, Stefan, bietet viele Ansatzpunkte zur

Identifikation: genauso wie die meisten Grundschulkinder hat Stefan Angst

vor einem Ungeheuer, das er Quock nennt und das seiner eigenen Phantasie

entsprungen ist. Dieser taucht immer dann auf, wenn Stefan unsicher ist,

Angst hat oder sich einsam fühlt.

Schon bald freundet sich Stefan mit einer schwarz-weißen Katze an, deren

Besitzerin Stefanie seine erste Freundin in der neuen Wohnumgebung wird.

Mit ihr kann er reden, lachen, im Sand spielen, Sackhüpfen und im Garten

herumtollen. Der Leser erfährt nun, dass sich Sefan schon viel wohler in der

neuen Umgebung fühlt. Dennoch bleibt noch viel Platz für die Wünsche und

Träume des Lesers, denn er kann sich in seiner Phantasie ausmalen, wie es

Stefan weiterhin in der Reihenhaussiedlung ergehen wird.

Positiv ist herauszustellen, dass es bei Stefan und Stefanie weder

geschlechtsspezifische Rollenklischees, noch betont sexuelle Inhalte gibt.


Beurteilung der bildlichen Qualität:

Obwohl das Bilderbuch ,,Hier ist alles irgendwie anders" nicht zu den

Kaufhausbilderbüchern gezählt werden kann, sind die Illustrationen

überwiegend stereotypisiert. Denn Stefan und Stefanie, sowie seine Freunde

David, Patrick und Julia und auch seine Kuscheltiere und die Katze weisen

Merkmale des Kindchenschemas auf: Sie haben große runde Köpfe, kleine

zierliche Körper, Stupsnasen, große Augen und einen kleinen Mund.

Weiterhin sind die Il ustrationen sehr grob gezeichnet und verzichten auf

Details. Dadurch, dass Birgit Antoni die Figuren mit dicken schwarzen

Umrissen versieht, bekommen sie eine plakative Wirkung. Dieser Eindruck

wird durch die kräftigen flächigen Farben noch zusätzlich verstärkt.

Die Bilder im Bilderbuch wecken die Neugier des Lesers nur in einem

mittleren Grad, beispielsweise wenn Stefan einen betrübten, ängstlichen oder

fröhlichen Gesichtsausdruck hat und der Leser sich fragt, was ihn in diese

Stimmung gebracht haben könnte. Ansonsten fordern die Bilder nicht

übermäßig zum genauen Hinsehen auf, da die Illustratorin auf Einzelheiten

verzichtet hat und sehr großflächig gemalt hat.

Fremdartige Il ustrationen sind im Bilderbuch kaum zu finden mit der

Ausnahme des Quock, wobei dieser vertraute Elemente aufweist wie Augen,

Nasenlöcher, Augenbrauen, einen Mund, Arme und Hände. Wobei dieses

Ungeheuer einen wenig furchteinflößenden Eindruck macht aufgrund seiner

großen Augen und seiner dicken Nase.

Die Bilder treffen insgesamt den Charakter der Erzählung recht gut, da sie

sehr cartoon-haft und großflächig gehalten sind und insofern mit den

einfachen und unkomplizierten Figuren harmonieren.

Alles in allem laden die Illustrationen den Leser durch ihre knalligen Farben

zu einem anregenden Seherlebnis ein. Dies wird dadurch verstärkt, dass die

Illustratorin stellenweise die Collagetechnik angewandt hat, wie zum Beispiel

beim Jeansstoff von Stefans Hose oder dem Leinenstoff beim Sackhüpfen.



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