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Internship Report (Pre-University), 2008, 24 Pages
Author: Dana Knochenwefel
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Year: 2008
Pages: 24
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-32817-8
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Abstract
Nachdem ich mich im Wintersemester 2005/ 2006 beim Pädagogischen Austauschdienst (PAD) für das Fremdsprachenassistentenprogramm in England beworben hatte, erhielt ich im Frühjahr des darauffolgenden Jahres eine Zusage und wurde durch das British Council bereits zwei Secondary Schools im Raum Middlesbrough, Nordostengland, zugewiesen. Daraufhin bin ich im Zeitraum vom 01. Oktober 2006 bis zum 31. Mai 2007 sowohl an der Egglescliffe School als auch an der Conyers School an jeweils 18 Stunden pro Woche als Fremdsprachenassistentin eingesetzt worden. In diesem Bericht werden sich die dargestellten Beobachtungen ausschließlich auf Fälle und Erlebnisse der Egglescliffe School beziehen, so dass von einer näheren Betrachtung und Beschreibung der Conyers School abgesehen werden wird. In den acht Monaten meines Aufenthaltes als Assistenzlehrerin habe ich neben den 18 Stunden eigenen Unterrichts in kleinen Gruppen auch die Chance gehabt, vornehmlich den Deutschunterricht in unterschiedlichen Klassenstufen zu beobachten.
Excerpt (computer-generated)
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zum außerschulischen Praktikum 3
2. Schulerkundung
Egglescliffe School
3
2.1 Das englische Schulsystem 3
2.2 Schulerkundung Egglescliffe School 4
2.2.1 Das Schulgebäude 4
2.2.2 Das Fächerangebot 5
2.2.3 Der Fachbereich Fremdsprachen 5
3. Unterrichtshospitation 6
3.1 Eindrücke 6
3.2 Beobachtungsschwerpunkt: Einsatz von Medien 8
3.3 Observation einer Deutschstunde 9
4. Eigener Unterricht 12
4.1 Assoziationen mit Unterricht 12
4.2 Mein Aufgabengebiet 12
4.3 Vorbereitung 14
4.4 Unterrichtsreihe zum Thema Politik 15
4.4.1 Stunde 1: Einführung in die Politik Deutschlands 15
4.4.2 Stunde 2: Vertiefung 17
4.4.2.1 Umsetzung des Geplanten mit einer ganzen Klasse 22
4.4.3 Stunde 3: Ergebnissicherung 19
4.5 Reflexion 20
5. Außerunterrichtliche Aktivitäten 21
6. Abschließende Reflexion 22
7. Literaturverzeichnis 24
1. Angaben zum außerschulischen Praktikum
Nachdem ich mich im Wintersemester 2005/ 2006 beim Pädagogischen
Austauschdienst (PAD) für das Fremdsprachenassistentenprogramm in England beworben
hatte, erhielt ich im Frühjahr des darauffolgenden Jahres eine Zusage und wurde durch das
British Council
bereits zwei
Secondary Schools
im Raum Middlesbrough, Nordostengland,
zugewiesen. Daraufhin bin ich im Zeitraum vom 01. Oktober 2006 bis zum 31. Mai 2007
sowohl an der
Egglescliffe School
als auch an der
Conyers School
an jeweils 18 Stunden pro
Woche als Fremdsprachenassistentin eingesetzt worden. In diesem Bericht werden sich die
dargestellten Beobachtungen ausschließlich auf Fälle und Erlebnisse der
Egglescliffe School
beziehen, so dass von einer näheren Betrachtung und Beschreibung der
Conyers School
abgesehen werden wird.
In den acht Monaten meines Aufenthaltes als Assistenzlehrerin habe ich neben den 18
Stunden eigenen Unterrichts in kleinen Gruppen auch die Chance gehabt, vornehmlich den
Deutschunterricht in unterschiedlichen Klassenstufen zu beobachten.
2. Schulerkundung Egglescliffe School
2.1 Das englische Schulsystem
Das englische Schulsystem unterscheidet sich in einigen Punkten vom deutschen
Schulsystem. Im Folgenden werde ich die grundlegende Strukturierung der Ausbildung, die
im Alter von fünf Jahren beginnt und nach elf Jahren Schulpflicht endet, darlegen.
Die Primarausbildung ist mit sechs Jahren umfangreicher als in Deutschland. Der
Unterricht in diesem Bereich ist wenig in spezielle Einzelfächer unterteilt, stattdessen wird
großer Wert auf eine gute Ausbildung in Rechnen, Lesen und Schreiben gelegt. Nach
Abschluss der Primarausbildung wird der Wissensstand der Kinder durch eine Prüfung,
genannt
Eleven Plus
, ermittelt. Auf Grund der Ergebnisse dieses Tests wird entschieden
welche weiterführende Schule in Frage kommt.
Bei diesen weiterführenden Schulen unterscheidet man mehrere unterschiedliche
Formen. Zum einen gibt es die
Comprehensive Schools
, die mit den deutschen Gesamtschulen
vergleichbar sind, und zum anderen die
Grammar Schools
, die den Charakter deutscher
Gymnasien tragen. Auch gibt es die sogenannten Public Schools, die den deutschen
Privatschulen ähneln und ihre Schüler speziell auf die Aufnahmeprüfungen der Universitäten
3
vorbereiten. Die Dauer der Sekundarausbildung beträgt mindestens fünf Jahre, kann aber
durch zwei Jahre
Sixth Form
, vergleichbar mit der deutschen Oberstufe, verlängert werden. In
den weiterführenden Schulen werden die Leistungen regelmäßig durch kleine Tests,
mündliche Prüfungen oder Höraufgaben überprüft. Zusätzlich dazu gibt es festgelegte
Prüfungen in Klasse acht (=SATs), elf (=GCSEs), zwölf (=AS-levels) und eine
Abschlussprüfung (=A-levels) in Klasse dreizehn. Nach den GCSEs, welche dem deutschen
Realschulabschluss entsprechen, ist die Schulpflicht beendet und es kann eine
Berufsausbildung begonnen werden.
Generell gilt, nicht bestandene Prüfungen müssen im darauf folgenden Jahr nochmals
absolviert werden ohne das die Schüler die Klasse wiederholen müssen. Zweimal im Jahr
bekommen die Eltern eine Mitteilung über den Leistungsstand ihres Kindes.
Aus Gründen der Diskriminierung tragen die Schüler und Schülerinnen, unabhängig
von Geschlecht, Schule und Schulform, immer eine Schuluniform. Von dieser Regelung sind
nur die
sixth-former
ausgeschlossen. Jede Schule hat ihre individuelle Schuluniform, die
immer aus einem Rock, einer Bluse und einem Pullover für die Mädchen und einer Hose,
einem Hemd und einer Jacke für die Jungen besteht und den Schulfarben entspricht.
2.2 Schulerkundung Egglescliffe School
2.2.1 Das Schulgebäude
Die Schule besteht aus mehreren voneinander unabhängigen Gebäuden. Es gibt ein
großes mehrstöckiges Haupthaus mit Aula, Rezeption und mehreren Büros der Verwaltung
und der Schulleitung. Da die Egglescliffe School eine auf den Bereich Kunst und Theater, ein
sogenanntes
arts college
, spezialisierte Schule ist, befinden sich in den restlichen Etagen
hauptsächlich Kunsträume. Auch ein Computerraum schließt sich an diesen Gebäudeteil an.
Daneben findet sich ein naturwissenschaftlicher Komplex, in dem auch die Lehrerzimmer
angesiedelt sind sowie ein zweistöckiges Gebäude für die Sprachenabteilung und ein eigenes
Haus für den Theaterunterricht. Außerdem gibt es eine geräumige Mensa, mehrere
Sporthallen und Sportplätze auf dem Schulgelände. Die Klassenräume sind insgesamt alle
sehr modern eingerichtet und ausgestattet.
4
2.2.2 Das Fächerangebot
Die einzelnen Fachbereiche befinden sich meistens nicht nur in unterschiedlichen
Gebäuden auf dem Schulgelände, sondern sind auch in so genannte
departments
unterteilt, die
sich in gesonderte kleine Lehrerzimmer aufteilen lassen. Jedes dieser
departments
steht unter
der Leitung eines Fachlehrers/in, der/die anderen Lehrer/innen dieses bestimmten Bereiches
anweist und unterstützt. Diese Lehrkraft wird als
head of the department
bezeichnet.
Neben den verschiedensten Sprachen und den üblichen Fächern, wie Englisch,
Mathematik, Kunst, Sport, und Religion werden auch Technik, Hauswirtschaft und
Theaterklassen unterrichtet. Das Fächerangebot ist wesentlich vielseitiger als in Deutschland
und die Fächerwahl nicht so streng vorgegeben. In den Klassenstufen sieben, acht und neun
haben alle Schüler dieselben Pflichtfächer und ab Klasse zehn werden zusätzlich Wahlfächer
angeboten.
Die Lehrer/innen sind nicht nur für ihr/e Unterrichtsfach/fächer verantwortlich,
sondern haben auch die Aufgabe eine Klasse
(form)
als
form tutor
zu betreuen. Diese Klasse
kommt jeden Morgen und jeden Mittag mit der Lehrkraft zusammen. Es werden die
Anwesenheit der Schüler/innen überprüft, schulische und organisatorische Fragen geklärt und
auch bei Problemen geholfen. Lehrer an der
Egglescliffe School
müssen auch
Vertretungsstunden geben und Pausenaufsicht führen.
Außerhalb des normalen Unterrichts bietet die Schule ein vielseitiges Sportangebot
vor und nach dem Unterricht sowie in der Mittagspause an. Es werden unter anderem Hockey,
Tennis, Schwimmen, Fußball, Rugby und Basketball angeboten. Tanz und Theater werden an
der
Egglescliffe School
ebenfalls groß geschrieben. Außerdem besteht die Möglichkeit
Musikstunden zu nehmen, im Chor zu singen oder Mitglied im Orchester oder einer Band zu
werden. Des Weiteren werden häufig Schulausflüge zu Museen, Konzerten, Galerien und
ähnlichen Zielen unternommen. Die Schule selbst veranstaltet zusätzlich regelmäßig
Theateraufführungen und Konzerte.
2.2.3 Der Fachbereich Fremdsprachen
Das
language department
an der
Egglescliffe School
ist im Vergleich zu den anderen
Fachbereichen eher klein, da die Schule kein ausgewiesenes
language college
ist und deshalb
den Fremdsprachen keine übermäßige Bedeutung beigemessen wird. Neben Deutsch wird
zurzeit nur noch Französisch angeboten. Für jede Sprache findet sich ein Ansprechpartner im
language department
. Es gibt insgesamt sieben Fremdsprachenlehrer, von denen vier Deutsch
5
unterrichten und drei Französisch. Einige Sprachlehrer an der Schule können auch beide
Sprachen unterrichten, obwohl dies nicht Voraussetzung ist.
Der
head
der jeweiligen Sprache ist verantwortlich für das Fach, das heißt, diese
Person bestimmt die Gestaltung des Unterrichts, organisiert Thementage, plant Ausflüge und
Austausche und ist für die Organisation der Prüfungen verantwortlich. Sie ist auch zuständig
für alle Lehrkräfte, die die jeweilige Sprache unterrichten. Die eben beschriebene Aufgabe
nimmt, zusätzlich zum Unterrichten und Vorbereiten, sehr viel Zeit in Anspruch.
Die Schüler beginnen in der siebten Klasse mit dem Erlernen einer Fremdsprache,
wobei sie an der
Egglescliffe School
die Wahl zwischen Französisch und Deutsch haben. Alle
Schüler/innen müssen bis zu ihrem Abschluss eine Sprache beibehalten, brauchen sich jedoch
nicht in dieser prüfen lassen.
Der Sprachunterricht wird im Klassenverband gehalten, wobei entweder die ganze
Klasse mit dem Lehrer ein Thema erarbeitet oder aber die Schülerinnen individuell Aufgaben
am Computer lösen und später mit der Klasse die Ergebnisse diskutieren. Häufig werden
spielerisch Themen bearbeitet indem die Schüler/innen Rollenspiele machen, Lückentexte
vervollständigen oder aber Hör- und Schreibaufgaben lösen. Der Sprachunterricht behandelt
größtenteils alltagsnahe Themen. Besonderen Wert wird darauf gelegt, dass die Sprachen
nicht nur stur gelernt werden, sondern auch praktisch angewandt werden können. Im Fach
Deutsch organisiert der
head
jedes Jahr im November eine Art Kursfahrt für die neunte
Klasse. Die gleiche Möglichkeit besteht auch für das Fach Französisch.
3. Unterrichtshospitation
3.1 Eindrücke
Bei der Unterrichtshospitation richtete ich mich zum Einen nach den Hilfestellungen
von Scrivener (2005: 382ff.) und zum Anderen verglich ich meine Erfahrungen mit den neuen
Eindrücken. Die Observation gestaltete sich sehr interessant für mich, da sich viele Dinge von
dem mir gewohnten Unterricht unterschieden. Ein großer Unterschied war beispielsweise,
dass, wie bereits erwähnt, alle Schüler in der Unterstufe eine Schuluniform tragen mussten
und sie sich somit nur durch Frisuren, Make-up und natürlich ihre Persönlichkeit voneinander
absetzen konnten.
Die meisten Klassenräume an der
Egglescliffe School
waren ähnlich gestaltet wie in
Deutschland. Die Tische waren in einer U-Form aufgestellt, so dass auf diese Weise die
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