Termpaper, 2005, 15 Pages
Author: Sören Meyer
Subject: Nutritional Science
Details
Year: 2005
Pages: 15
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-32826-0
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Abstract
Die folgende Arbeit befasst sich mit zwei unterschiedlichen Fleischbeschaffenheitsmängeln, die sowohl bei Schweine-, als auch bei Rindfleisch auftreten können und für die spätere Verarbeitung von Bedeutung sind. Diese sind zum einen, das bei Schweinfleisch wesentlich häufiger auftretende (und wegen seines vermehrten Auftretens vor einigen Jahren, besser erforschte) Problem des PSE-Fleisches und zum anderen das sowohl, bei Schweinen, als auch bei Rindern (hier allerdings wesentlich häufiger) auftretende Problem des DFD-Fleisches.
Excerpt (computer-generated)
Universität Hamburg Fachbereich Chemie
Institut für Gewerblich-Technische Wissenschaften
Fachrichtung Ernährung und Haushaltwissenschaft
WS 2004/2005
PSE- und DFD-Fleisch
Sören Meyer
Fachsemester: 5
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1
2. PSE-Fleisch Definition, Eigenschaften, Auftreten
1
3. Physiologische Vorgänge bei der Entstehung von PSE-Fleisch
2
4. Bestimmung von PSE-Fleisch am lebenden Tier
3
5. Bestimmung von PSE-Fleisch am geschlachteten Tier
4
6. Ursachen für das Vorkommen von PSE-Fleisch
5
7. Problematische Eigenschaften des PSE-Fleisches bei der Verarbeitung
7
8. DFD-Fleisch Definition, Eigenschaften, Auftreten
7
9. Physiologische Vorgänge bei der Entstehung von DFD-Fleisch
8
10. Bestimmung von DFD-Fleisch
8
11. Ursachen für das Vorkommen von DFD-Fleisch
9
12. Problematische Eigenschaften des DFD-Fleisches bei der Verarbeitung
10
13. Literatur
11
14. Anhang
12
1. Einleitung
Die folgende Arbeit befasst sich mit zwei unterschiedlichen Fleischbeschaffenheitsmängeln,
die sowohl bei Schweine-, als auch bei Rindfleisch auftreten können und für die spätere
Verarbeitung von Bedeutung sind. Diese sind zum einen, das bei Schweinfleisch wesentlich
häufiger auftretende (und wegen seines vermehrten Auftretens vor einigen Jahren, besser
erforschte) Problem des PSE-Fleisches und zum anderen das sowohl, bei Schweinen, als auch
bei Rindern (hier allerdings wesentlich häufiger) auftretende Problem des DFD-Fleisches.
2. PSE-Fleisch Definition, Eigenschaften, Auftreten
Definition
Unter PSE-Fleisch wird Fleisch verstanden, dass folgende Merkmale aufweist:
blass
(=
p
ale)
weich
(=
s
oft)
wässrig
(=
e
xudative)
Es handelt sich hierbei um einen, bei bestimmten Schweinerassen gehäuft auftretenden
Fleischbeschaffenheitsmangel, der genetisch bedingt ist. Betroffen sind vor allem
Schweinerassen, die vorwiegend auf hohe Futterverwertung und eine geringe Ausbildung des
Unterhautfettgewebes (Speck) extrem selektiert worden sind (vgl. Prändl 1988).
,,Wird bei Schweinefleisch eine Stunde nach der Schlachtung ein pH1-Wert zwischen 5,8 und
6,0 gemessen, so besteht der Verdacht auf PSE-Fleisch. Bei einem pH1-Wert von 5,6 und
tiefer spricht man von PSE-Fleisch." (Brinkmann 1986).
Eigenschaften
PSE-Fleisch unterscheidet sich in seinen Nährwert-Faktoren nicht von Fleisch mit normaler
Beschaffenheit. Auch hygienische und toxikologische Eigenschaften entsprechen denen von
Fleisch mit normaler Beschaffenheit (vgl. Brinkmann 1986).
Das große Problem des PSE-Fleisches liegt in seinen verarbeitungstechnologischen
Unterschieden zu dem mit normaler Beschaffenheit (Safthaltevermögen, niedriger pH-Wert
und offne Struktur) (ebd.), worauf weiter unten noch genauer eingegangen werden soll.
Weitere negative Eigenschaften des PSE-Fleisches liegen im sensorischen Bereich. Hier sind
zu nennen: die hellgraue bzw. abgeblasste Farbe, die mangelnde Zartheit (PSE-Fleisch ist
nach der Zubereitung häufig geschrumpft und zäh), sowie Beeinträchtigungen des
Geschmacks (ebd.).
1
Auftreten
Wie oben schon erwähnt, tritt PSE-Fleisch in der Regel nur bei Schweinen (in seltenen Fällen
auch bei Rindern) auf und hier hauptsächlich bei Schweinerassen, die auf einen hohen
Fleischertrag gezüchtet und sehr stressanfällig sind.
3. Physiologische Vorgänge bei der Entstehung von PSE-Fleisch
Die Ausbildung von PSE-Fleisch ist auf eine verstärkte Glykolyse, die während der
Schlachtung (intramortal) und in der Zeit danach (postmortal) abläuft, zurückzuführen (vgl.
Prändl 1988). Diese verstärkte, anaerob ablaufende, Glykolyse, hat zur Folge, dass im Muskel
vermehrt Lactat gebildet wird. Dieses so entstandene Lactat kann, wegen fehlender
Herztätigkeit, jedoch nicht mehr auf dem Blutwege abtransportiert werden und verbleibt
somit innerhalb der Muskelzellen (ebd.). Dies wiederum hat einen raschen Abfall des pH-
Wertes im Muskel zur Folge, welcher dann nach der Schlachtung gemessen werden kann und
anhand dessen, wie oben bereits erwähnt, festgestellt werden kann, ob PSE-Fleisch vorliegt
oder nicht.
Der schnelle anaerobe Abbau des Glykogens im Muskel, ist mit einer erblich bedingten
Schwäche im Energiehaushalt und daraus resultierenden Stoffwechselentgleisungen,
desselben, zu erklären (vgl. Brinkmann 1986). Durch das Absinken des pH-Wertes wird
Muskeleiweiß teilweise denaturiert, was wiederum dazu führt, dass Gewebswasser schlechter
an das Eiweiß gebunden ist und die Muskelzellen auch durchlässiger, für das Gewebswasser,
werden. Mit diesem Effekt lässt sich das schlechte Safthaltevermögen, sowie die Wässrigkeit,
von PSE-Fleisch erklären (vgl. Prändl 1988).
Auch stressresistente Schweine weisen, bei erhöhter Belastung eine verstärkte
Milchsäureproduktion auf, jedoch sind diese in der Lage ihren Muskelstoffwechsel wieder
umzustellen und sich zu erholen. Von stressempfindlichen Schweinen wird angenommen,
dass diese dazu nicht in der Lage sind und somit die oben beschriebenen
Stoffwechselstörungen auftreten, die zur Ausbildung von PSE-Fleisch führen (vgl. Institut für
Fleischverarbeitung 1982).
Ebenso von Bedeutung, bei der Entstehung von PSE-Fleisch, sind glykolytische Enzyme im
Muskel, die bei stressempfindlichen Tieren in erhöhten Mengen vorliegen. Besonders zu
erwähnen ist hierbei das Enzym Kreatinkinase, von dem im Serum stressempfindlicher Tiere
erhöhte Gehalte nachgewiesen werden konnten (vgl. Prändl 1988). Dieses Enzym ist deshalb
von Bedeutung, da es zur Bestimmung von PSE-Fleisch am lebenden Tier genutzt werden
kann, was im folgenden Kapitel näher erläutert wird.
2
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