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Auswirkungen elektronischer Medien auf Sprache und Kommunikation im Internet

Hauptseminararbeit, 2000, 32 Seiten
Autor: Shirley Bieg
Fach: Sprachwiss. / Sprachforschung (fachübergreifend)

Details

Veranstaltung: Sprache im Internet
Institution/Hochschule: Universität des Saarlandes (Dolmetscher Institut)
Tags: Auswirkungen, Medien, Sprache, Kommunikation, Internet, Sprache, Internet
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2000
Seiten: 32
Note: 2,1
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V12651
ISBN (E-Book): 978-3-638-18479-3
ISBN (Buch): 978-3-638-64253-8
Dateigröße: 268 KB

Zusammenfassung / Abstract

Elektronische Medien treten nicht an die Stelle, sondern an die Seite der alten Medien, doch gewinnen zunehmend an Einfluss auf sie. Neben neuem Wortschatz bilden sich auch neue Kommunikationsformen und Sprechweisen heraus. Sowohl Produzent als auch Rezipient treffen auf neue Stilformen jenseits der Standardschriftsprache. Flexible Schreibmonologe, schriftliche Dialoge und Hypertexte bringen neue Textsorten hervor. Die Bedeutung der Sprache verändert sich, und immer mehr verschwimmen die hergebrachten Grenzen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie zwischen sprachlichen und nonverbalen (insbesondere bild- und tongestützten) Kommunikationsweisen. Dies soll am Beispiel der E-mail und des Hypertextes verdeutlicht werden.


Textauszug (computergeneriert)

Hauptseminar WS 2000/ 01: Sprache im Internet


Einige Auswirkungen elektronischer Medien

auf Sprache und Kommunikation im Internet

 


Referentin: Shirley Bieg

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Alte und neue Medien

2. Bedeutungswandel von Schrift durch Multimedialisierung

3. Wortschatz

4. Medienbedingte Auswirkungen auf die Kommunikation im Netz
4.1. Unterschiedliche Kommunikationsformen in Computernetzwerken
4.2. Neue Kommunikationsverhältnisse und Textsorten
4.3. Veränderung des Stils und des Sprachgebrauchs
4.4. Neue Textdarstellungsformen

5. Textverständnis
5.1. Kohärenz und Kohäsion
5.2. Linearität
5.3. Emoticons

6. Die E-mail-Kommunikation (im Vergleich zum Brief)
6.1. Begriffsbestimmung
6.2. Motivation der Medienwahl
6.3. Merkmale

7. Hypertext
7.1. Begriffsbestimmung
7.2. Sprache verliert zunehmend an Bedeutung
7.3. Texte und Hypertexte - ein Vergleich

8. Schluss



0. Einleitung

Elektronische Medien treten nicht an die Stelle, sondern an die Seite der alten Medien, doch gewinnen zunehmend an Einfluss auf sie. Neben neuem Wortschatz bilden sich auch neue Kommunikationsformen und Sprechweisen heraus. Sowohl Produzent als auch Rezipient treffen auf neue Stilformen jenseits der Standardschriftsprache. Flexible Schreibmonologe, schriftliche Dialoge und Hypertexte bringen neue Textsorten hervor. Die Bedeutung der Sprache verändert sich, und immer mehr verschwimmen die hergebrachten Grenzen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie zwischen sprachlichen und nonverbalen (insbesondere bild- und tongestützten) Kommunikationsweisen. Dies soll am Beispiel der E-mail und des Hypertextes verdeutlicht werden.

1. Alte und neue Medien

Unterschiedliche Phasen in der Mediengeschichte

Oft werden drei Arten von Medien unterschieden, die technisch aufeinander aufbauen und deshalb in einer historischen Reihe stehen. Primäre Medien sind an den Körper gebundene Darstellungsmittel im direkten zwischenmenschlichen Kontakt, also insbesondere mündliche Rede, Gestik und Mimik. Bei sekundären Medien werden die wahrnehmbaren Zeichen durch einen technischen Vorgang hergestellt, vom Empfänger aber ohne ein technisches Gerät aufgenommen; dazu gehören vor allem Geschriebenes und Gedrucktes. Bei tertiären Medien bedürfen sowohl die Herstellung und Übertragung der Zeichen als auch ihr Empfang einer technischen Einrichtung; dazu gehören besonders Telefon, Fernschreiber, Fernkopierer, Film, Schallplatte, CD, Rundfunk, Fernsehen und alle jüngeren, also ′neuen′ Medien (vgl. Hunziker 1988:16).
Dementsprechend teilt Faulstich (1994:29) die Mediengeschichte in drei große Phasen ein. Bis etwa 1500 dominierten "Primär- oder Mensch-Medien" in Kleingruppen. Von 1500 bis 1900 dominierten "Sekundär- oder Druck-Medien", zunächst als Individual-, später als Massenmedien. Während des gesamten 20. Jahrhunderts verlagerte sich die Dominanz auf die "Tertiär- oder elektronischen Medien". Ob seine prognostizierte vierte Phase mit der Dominanz von "Quartär- oder ′Substitutionsmedien′", die manchen Druckmedien ihre traditionellen Funktionen von Informationsspeicherung und -vermittlung nehmen würden, eine sinnvolle gleichgewichtige Einteilung bietet, bleibt abzuwarten. Jedenfalls befinden wir uns derzeit in einer Zeit massenhafter Ausbreitung elektronischer Medien aller Art.

Verhältnis alter und neuer Medien zueinander

Wie verhalten sich nun die verschiedenen Medien zueinander? Entgegen mancher Vorurteile verdrängen die neuen die alten nicht einfach, sondern sie erweitern zunächst die kommunikative Vielfalt der Gesellschaft. Elektronische Post (E-mail) in einem Unternehmen zum Beispiel ersetzt weder die mündliche noch die telefonische noch die traditionelle schriftliche, sondern sie intensiviert die gesamte Kommunikation. Faulstich (1994:29) beobachtet an der Mediengeschichte...

"...dass bislang noch kein Medium von einem anderen überflüssig gemacht oder verdrängt worden wäre. Allerdings hat jedes der neu entstehenden Medien einen Funktionswandel bei bereits bestehenden Medien zur Folge gehabt."

In gleichem Sinne meint Schanze (1988:82), dass sich...

"...bei Hinzutritt eines ′Neuen Mediums′ das Kommunikationssystem als Ganzes..."

ändere.

2. Bedeutungswandel von Schrift durch Multimedialisierung

[...]


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