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Das Motiv des künstlichen Menschen am Beispiel des Golem in Achim von Arnims Isabella von Ägypten

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 17 Pages
Author: Anja Weber
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Event: Aktuelle Inszenierungen am Mannheimer Nationaltheater
Institution/College: University of Mannheim (Seminar für Deutsche Philologie)
Tags: künstlicher Mensch, Golem, Romantik, von Arnim
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 17
Grade: 2,7
Language: German
Archive No.: V12655
ISBN (E-book): 978-3-638-18483-0

File size: 81 KB


Excerpt (computer-generated)

Hauptseminar:
Aktuelle Inszenierungen am Nationaltheater Mannheim
WS 2002/ 2003

Das Motiv des künstlichen Menschen am Beispiel des
Golem in Achim von Arnims “Isabella von Ägypten“

Anja Kühn
Germanistik

 

Inhalt

1. Einleitung 3

2. Biographische Daten 4

3. Der künstliche Mensch 7
3.1 Was ist ein Golem? 7
3.2 Andere Formen künstlicher Menschen 9

4. Isabella von Ägypten 10
4.1 Inhalt 11
4.2 Die Rolle des Golem 12

5.Der Golem in der Literatur und in anderen Medien 14

6. Schlusswort 15

7. Literaturverzeichnis 16

8. Bildquellen 17

 

1. Einleitung

Schon immer war es ein Traum der Menschheit, durch eigenes Wissen und Können, einen selbsterschaffenen Menschen zu entwickeln. Sie versucht zu beweisen, dass dies allein mit wissenschaftlichen und künstlerischen Methoden möglich ist. Sei es, wie in Erzählungen früherer Zeiten, durch eine Orientierung am göttlichen Schöpfungsritus, indem künstliche Menschen durch Buchstabenmystik zum Leben erweckt wurden oder, real und in Erzählungen, durch die Erschaffung von Robotern, die den Menschen nachgebildet wurden. Dazu kommt in der heutigen Zeit die Gentechnik, die, an Tieren schon erfolgreich und nun am Menschen, wenn auch illegal, versuchend, klont. Nur zu oft vergisst der Mensch aufgrund der, für ihn, großen Herausforderung, seine seelischen und moralischen Grundsätze und seine Verantwortung gegenüber Lebewesen.

Trotz diesem Forscherdrang besteht jedoch weiterhin die Urangst, dass das erschaffte Geschöpf des Menschen übermächtig werden könnte. In der Literatur enden daher viele Erzählungen mit dem Tode des Kunstobjekts. Roboter und Maschinen können einfach abgeschaltet werden; nicht auszudenken was in der Gentechnik passieren könnte. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Figur des Golem, speziell in Achim von Arnims “Isabella von Ägypten“. Das Stück fällt unter die Kategorie romantische Erzählung, die sich am mündlichen Erzählen orientiert. Sie wird als “Tragikkomödie menschlicher Leidenschaften“ (Schulz) bezeichnet.

Die Menschen in der Zeit der Romantik glaubten an eine vom Schicksal vorbestimmte Rolle. Sie sahen dies als Zwang an. Durch diese Überlegungen begannen sie sich Gedanken über die Freiheit des künstlichen Menschen zu machen. Sozusagen als Pendant zur eigenen Situation

2. Biographische Daten

o 26.01.1781 als Carl Joachim Friedrich Ludwig von Arnim (“Louis“) in Berlin; mit älterem Bruder von Großmutter Caroline von Labes erzogen

o 1793 Eintritt ins Gymnasium Joachimsthal

o 1798 Immatrikulation an der Universität Halle im Bereich Rechtswissenschaft; desweiteren Studium der Physik, Mathematik und Chemie

o 1799 Erste Bekanntschaft mit Ludwig Tieck

o 1800 Einschreibung an Universität Göttingen im Fach Mathematik

o 1801 Begegnung mit Goethe; Beginn der Freundschaft mit Clemens Brentano; Literatur wird zur Hauptbeschäftigung; Entstehung des Erstlingromans “Hollins Liebeleben“; Aufbruch zur Bildungsreise mit seinem älteren Bruder Karl Otto Ludwig (“Pitt“) und Annahme des Dichternamens “Achim“

o 1802 Wien und Frankfurt; Erste Begegnung mit Bettina; Beginn von “Ariel’ s Offenbarungen“; Fortsetzung der Reise nach Oberitalien und in die Schweiz; in Genf Bekanntschaft mit Frau von Krüdener und Mme. de Stael; danach Lyon

o 1803 Paris, Veröffentlichung von “Erzählungen von Schauspielen“ in der “Europa“ durch Schlegel; Weiterreise nach London und Exkursionen nach Wales und Schottland

o 1804 Tod des Vaters in Berlin; nach lebensgefährlicher Erkrankung während der Arbeit an Erstfassung von “Friedrichs Jugend“ Antritt der Heimreise; Pläne für das “Wunderhorn“ mit Brentano während eines Berlinbesuches

o 1805 Druck des ersten “Wunderhorn“- Bandes; Besuch bei Goethe in Weimar

 

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