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Subtitle: Überprüfungsmöglichkeiten von Sprechkompetenz
Termpaper, 2009, 17 Pages
Author: Daniel Wehnhardt
Subject: Romance Languages - Spanish Didactics
Details
Institution/College: University of Kassel (Romanistik)
Year: 2009
Pages: 17
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-32491-0
Die vorliegende Arbeit über 16 Seiten gibt Aufschlüsse über verschiedene Ansätze zur Evaluation der mündlichen Kommunikationsfähigkeit im Spanischunterricht
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Abstract
Wenngleich insbesondere im schulischen Sektor das Erlernen einer oder mehrerer Fremdsprachen heutzutage obligatorisch ist, so kann jedoch davon ausgegangen werden, dass viele Fremdsprachenlerner ein grundlegendes Interesse teilen: die Freude an der Kommunikation mittels einer Sprache, die sie nicht in dem Maße beherrschen, wie ihre Muttersprache. Dabei hat gerade der Fremdsprachenunterricht vielfältige Wandel erfahren, die in ihrer Quintessenz Veränderungen von Zielsetzungen und Methoden zur Aneignung größerer kommunikativer Fähigkeiten beinhalten. Fallbeispiele, in denen Fremdsprachenlerner zwar auf schriftlicher Ebene grammatikalisch und sprachlich völlig korrekte Strukturen re- und auch produzieren, aber in einer realen Kommunikationssituation schnell „versagen“, sind absolut nicht unbekannt und haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ihren Teil zu einer „Erneuerung“ des fremdsprachlichen Unterrichts beigetragen. Wer dabei nicht ständig in Übung ist, wird „[…] gerade beim aktiven Sprechen vermehrt Probleme haben […]“ (Vielau, 1997, S. 245). Da im Schulsektor beinahe jede Unterrichtsform zugleich mit einem Evaluierungsgebot einhergeht, um zum Ende eines Jahres oder Halbjahres Zensuren zu vergeben, erwächst aus dieser Entwicklung der Bedarf an speziellen Überprüfungsmöglichkeiten mündlicher Kompetenzen in der Fremdsprache, mit denen sich die vorliegende Arbeit beschäftigt. Dabei möchte ich insbesondere diverse Ansätze zur Leistungskontrolle darstellen und hinsichtlich ihrer vermeintlichen Vor- und Nachteile abwägen.
Excerpt (computer-generated)
Daniel Wehnhardt
Studiengang L3
Fächer: Spanisch, Politikwissenschaft
Seminar ,,Evaluation"
Wintersemester 2008 / 2009
Evaluation der Sprechkompetenz
Möglichkeiten zur Sprechkompetenzüberprüfung im Spanischunterricht
Inhaltsverzeichnis / Gliederung
1.
Einleitung
3
2.
Sprechkompetenz Was ist das?
4
2.1
Die Bedeutung der Sprechkompetenz für den
Fremdsprachenunterricht
4
2.2
Die Notwendigkeit von Leistungsüberprüfungen
der kommunikativen Kompetenz im Fremdspra-
chenunterricht
6
2.3
Theoretische Modelle zur Sprechkompetenzüber-
prüfung im Fremdsprachenunterricht
7
3.
Fazit
14
4.
Literaturverzeichnis / Quellenangaben
16
2
1.
Einleitung
Wenngleich insbesondere im schulischen Sektor das Erlernen einer oder mehrerer
Fremdsprachen heutzutage obligatorisch ist, so kann jedoch davon ausgegangen wer-
den, dass viele Fremdsprachenlerner ein grundlegendes Interesse teilen: die Freude an
der Kommunikation mittels einer Sprache, die sie nicht in dem Maße beherrschen, wie
ihre Muttersprache. Dabei hat gerade der Fremdsprachenunterricht vielfältige Wandel
erfahren, die in ihrer Quintessenz Veränderungen von Zielsetzungen und Methoden zur
Aneignung größerer kommunikativer Fähigkeiten beinhalten. Fallbeispiele, in denen
Fremdsprachenlerner zwar auf schriftlicher Ebene grammatikalisch und sprachlich völ-
lig korrekte Strukturen re- und auch produzieren, aber in einer realen Kommunikations-
situation schnell ,,versagen", sind absolut nicht unbekannt und haben mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit auch ihren Teil zu einer ,,Erneuerung" des fremdsprach-
lichen Unterrichts beigetragen. Wer dabei nicht ständig in Übung ist, wird ,,[...] gerade
beim aktiven Sprechen vermehrt Probleme haben [...]" (Vielau, 1997, S. 245).
Da im Schulsektor beinahe jede Unterrichtsform zugleich mit einem Evaluierungsgebot
einhergeht, um zum Ende eines Jahres oder Halbjahres Zensuren zu vergeben, erwächst
aus dieser Entwicklung der Bedarf an speziellen Überprüfungsmöglichkeiten mündli-
cher Kompetenzen in der Fremdsprache, mit denen sich die vorliegende Arbeit beschäf-
tigt. Dabei möchte ich insbesondere diverse Ansätze zur Leistungskontrolle darstellen
und hinsichtlich ihrer vermeintlichen Vor- und Nachteile abwägen.
3
2.
Sprechkompetenz Was ist das?
Mitte der 1970er Jahre kam es im Zuge der so genannten ,,kommunikativen Wende" zu
einer Neuorientierung in der Didaktik des fremdsprachlichen Unterrichts. Während der
Lernprozess zuvor eher als Nachahmung und Wiederholung von Mustersätzen und
grammatikalischen Strukturen verstanden wurde, sollten sich die Lehrinhalte nun an
einer Vorstellung der ,,Authentizität der Kommunikation" ausrichten (vgl. Gómez-
Pablos & Ollivier, 2007, S. 175). Als neuer Schwerpunkt galt nun die gesprochene
Sprache (vgl. Tanzmeister, 2008, S. 429). Es erwuchsen aus dieser Umstellung zum
einen der Begriff der ,,kommunikativen Kompetenz", was im alltäglichen Sprach-
gebrauch der ,,Sprechkompetenz" gleichzusetzen ist und zum anderen auch die dazuge-
hörige ,,kommunikative Methode", welcher die Grundannahme einer Gleichartigkeit der
Erwerbsprozesse von Erst- und Zweitsprache zugrunde liegt (vgl. Gómez-Pablos & Ol-
livier, 2007, S. 177). Im folgenden Teil sollen die gewachsene Bedeutung der Sprech-
kompetenz für den Fremdsprachenunterricht, die Notwendigkeit ihrer Überprüfung in
Form von Leistungsstandfeststellungen und konkrete praktische Testmöglichkeiten dar-
gestellt und diskutiert werden.
2.1
Die Bedeutung der Sprechkompetenz für den Fremdsprachenunterricht
Im Sinne der ,,kommunikativen Wende" ist unter mündlicher Kompetenz nicht
schlichtweg eine Redefähigkeit zu verstehen, sondern das Imstande sein, ,,[...] Wissen
bzw. Informationen höreradäquat zu vermitteln und in einem Gespräch seinen Stand-
punkt begründet vertreten zu können" (Gómez-Pablos & Ollivier, 2007, S. 175). Folg-
lich steht hinter der mündlichen Kompetenz vor allem das handlungsorientierte Streben
nach einem möglichst authentischen Gebrauch der Fremdsprache. Der Fremdsprachen-
unterricht hat den Erwerb dieser Kompetenz zum Ziel; er soll also die Schülerinnen und
Schüler befähigen, grundlegende kommunikative Anforderungen des gesellschaftlichen
Lebens zu erfüllen (vgl. Tanzmeister, 2008, S. 429). Das Sprechen der Fremdsprache
wird sogar bei Lernerbefragungen allgemein als wichtigste Zielfertigkeit angegeben
(vgl. Vielau, 1997, S. 243).
4
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