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Boom-Markt Musikreisen: Profil, Angebote, Nachfrage und Marketing

Scholary Paper (Seminar), 2002, 49 Pages
Author: Simone Ungerath
Subject: Tourism

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 49
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V12672
ISBN (E-book): 978-3-638-18489-2

File size: 142 KB
Notes :
Der über 150 Seiten umfassende Anhang fehlt, aber die Internet-Seiten sind alle im umfangreichen Literaturverzeichnis angegeben!



Excerpt (computer-generated)

Seminararbeit zum Thema:

Boom-Markt Musikreisen
Profil, Angebote, Nachfrage und Marketing

Julia Gade / Simone Ungerath
Seminar: Destinationsmanagement
Semester: WS 2002/2003

Hochschule: Fachhochschule Kempten
Studiengang: Tourismus

 

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung 1
1.1 Themeneingrenzung (Julia Gade) 1
1.2 Allgemeine Grundlagen (Simone Ungerath) 1

2 Volksmusik-Shows (Julia Gade) 5
2.1 Zielgruppe 8
2.2 Kommunikation 10
2.3 Touristische Angebote 13
2.4 Möglichkeiten und Gefahren 14

3 Open Air Festivals (Simone Ungerath) 16
3.1 Zielgruppe 19
3.2 Kommunikation 22
3.3 Touristische Angebote 27
3.4 Möglichkeiten und Gefahren 29

Literaturverzeichnis

Anhang

 

1 Einleitung

1.1 Themenabgrenzung

Der Markt der Musikreisen ist ein sehr vielfältiger Bereich, der auch in kleinere Teilmärkte gegliedert werden kann, wie z.B. in Musical-, Opern-, Volksmusikreisen und Reisen zu Open Air Festivals, bei denen Rock-, Popmusik oder Ähnliches gespielt wird.

Bei näherer Betrachtung dieser Teilmärkte wird deutlich, dass das touristische Angebot sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, sowohl in der Vielfalt als auch in der Anzahl der Angebote. Der wohl am weitesten erschlossene Teilmarkt ist hierbei der Bereich der Musicals, wie die Katalogrecherche der Verfasserinnen ergab. Sowohl alle großen Reiseveranstalter wie TUI, Thomas Cook und DERTOUR haben mehrere Musicals in ihr Städtereisenprogramm aufgenommen, als auch der größte Teil der Busreiseveranstalter mindestens ein Musical in seinen Katalogen aufführt. Auch einzelne Hotels bieten Musicalarrangements an und sowohl über Reisebüros als auch über Konzertkassen oder Tickethändler im Internet können Karten gekauft werden.

Auch der Opernreisemarkt ist gut erschlossen. Hierbei ergab die Recherche, dass es einige Spezialisten wie Orpheus-Opernreisen und das Institut für Bildungsreisen (IFB) gibt. Doch auch einzelne Busreiseveranstalter haben dieses Nischenprodukt in ihr Portfolio mit aufgenommen (z.B. ). Es sind jedoch weniger als im Musical Bereich und das Angebot ist auch nicht so breit gefächert.

Im Gegensatz hierzu stehen die Bereiche Volksmusik und Open Air Festivals, die auf den ersten Blick nicht so gut ausgebaut zu sein scheinen. Dies ist der Grund, warum die Verfasserinnen in dieser Seminararbeit diese gegensätzlichen Märkte nicht nur von der touristischen Seite her näher untersuchen, sondern auch andere Bereiche näher betrachten, wie z. B. das Radio, über das diese Musikbereiche u. a. konsumiert werden können. Auf diese Weise soll versucht werden, Schlüsse über die Zielgruppen, die Nachfrage und evtl. touristische Potentiale zu ziehen.

1.2 Allgemeine Grundlagen

Bevor in den folgenden Kapiteln auf die Veranstaltungen im einzelnen eingegangen wird, müssen noch verschiedene grundlegende Daten betrachtet werden. Die folgende Übersicht zeigt die Altersstruktur in Deutschland:


[Abbildung 1 in Downloaddatei enthalten]

Auf dieses Schaubild wird in den Kapiteln 2.1 und 3.1 noch in Bezug auf die Zielgruppen genauer eingegangen werden.

Das folgende Schaubild zeigt die Nutzung der Medien unterteilt nach Altersgruppen:


[Abbildung 2 in Downloaddatei enthalten]

Die Nutzung dieser Medien ist besonders für die Kommunikation der hier untersuchten musikalischen Events von großer Bedeutung. Um diese Bedeutung deutlich zu machen, ist es notwendig zu wissen, wieviel Zeit für diese Medien jeweils verwendet wird:


[Abbildung 3 in Downloaddatei enthalten]

Die Informationen, die diese beiden Abbildungen enthalten, werden in den Kapiteln 2.2 und 3.2 noch genauer untersucht.

2 Volksmusik – Shows

Die Veranstaltungen der Volksmusik, die in dieser Seminararbeit diskutiert werden sollen, sind keine „reinen“ Volksmusikveranstaltungen, bei denen z.B. nur die Musik eines bestimmten Kulturkreises oder Landes vorgestellt wird. Sie zeichnen sich vielmehr dadurch aus, dass sie eine Mischung aus deutscher Volksmusik, volkstümlichen Schlagern und auch einigen Beiträgen aus den Bereichen Swing, Operette, Klassik oder Musical darstellen1, um so eine leichte und abwechslungsreiche Unterhaltung zu gewährleisten. Durch diese Mischung von vorwiegend deutsch, z. T. auch in Dialekten gesungenen Liedern wird dem Zuschauer/- hörer eine heile Welt vorgegaukelt, die die Menschen in der heutigen Zeit oft sehr vermissen. Dies ist das Erfolgsrezept dieser Sendungen2.

Aus diesem Grund wird der Begriff „Volksmusik“ auch nicht im ursprünglichen Sinn genutzt, sondern ist weiter gefasst und behandelt die o. g. Musikmischung.

Ein weiterer Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass viele Stars der Volksmusik, wie z.B. Patrick Lindner oder auch Marianne & Michael, keine reine Volksmusik machen, sondern ihr Repertoire auch eine Mischung o. g. Musikrichtungen darstellt3 4.

Das Konzept dieser Shows beinhaltet also zum einen eine gut gelungene Mischung der Musik. Weiterhin ist charakteristisch, dass sie im Fernsehen übertragen werden, meist in der ARD und im ZDF. Diese wurden aufgrund der immensen Nachfrage nach der Volksmusik fast gezwungen, sie in ihr Programm aufzunehmen5. Dieser sog. „Pull-Effekt“ hat weiterhin bewirkt, dass diese Sendungen fast immer die besten Sendeplätze erhalten. Dies war z. B. der Fall beim „Musikantenstadl“, der ab 1984 donnerstags um 20.15h gesendet wurde und aufgrund der hohen Beliebtheit ab 1986 samstags um 20.15h ausgestrahlt wurde.6 Gleichzeitig haben Anhänger dieser Musikrichtung auch die Möglichkeit, bei diesen Veranstaltungen live als Publikum dabei zu sein.

 

[....]


1  Vgl. HSL System Design GmbH, Renner, S.A9 im Anhang
2  Vgl. o.V., Beierlein, S. A48 im Anhang
3  Vgl. o. V., Biographie, S. A19 im Anhang
4  Vgl. Bayrischer Rundfunk, Feiern, 2002, S.A15 im Anhang
5  Vgl. o. V., Beierlein, S.A48 im Anhang
6  Vgl. HSL System Design GmbH, Renner, S.A9 im Anhang


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