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Other, 2003, 56 Pages
Author: Uwe Braunschweig
Subject: Law - Criminal process, Criminology, Law Enforcement
Details
Tags: Drogen Wirkung Straßenverkehr
Year: 2003
Pages: 56
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-18493-9
File size: 522 KB
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Excerpt (computer-generated)
Auffällige Merkmale bei Fahrzeugführern im Straßenverkehr -
Die Drogen-Fibel
© by Uwe Braunschweig
Gliederung
Einleitung ...2
Kapitel I – Die Inventur ... 5
Inventur 1 ... ..6
Inventur 2 ... 7
Inventur 3 ... 8
Inventur 4 ... 12
Kapitel II – Die Drogenarten ...13
Cannabis ... 18
Übung ... 24
Kokain ... 26
Übung ... 29
Heroin ... 31
Übung ... 35
XTC & Co ... 37
Übung ... 39
LSD ... 41
Kapitel III – Warum bestimmte Schultüten verboten sind ... 44
§ 29 Abs.1 Nr.1 BtMG ... 44
§ 316 StGB ... 47
§ 24a II StVG ... 51
Epilog – Lernerfolgskontrolle ... 54
Anhang ... 55
Worum es eigentlich geht…
Im beruflichen Alltag – speziell bei Verkehrsunfällen und Fahrzeugkontrollen – haben wir wohl alle schon mal Situationen erlebt, in denen uns der Fahrzeugführer „irgendwie komisch“ vorkam. Und das, obwohl er offenbar vorher keinen oder zumindest kaum Alkohol konsumiert hatte. Oft kamen wir wohlmöglich auf den Gedanken, dass der Fahrer vielleicht unter dem Einfluss von Drogen stehen könnte, aber... woran hätten wir das festmachen sollen? Einige werden vielleicht sogar typische Merkmale festgestellt haben, aber... hätten sie als Beweise ausgereicht? Befinden wir uns also in so einer Situation, wie ich sie oben beschrieben habe, dann sind es zunächst zwei Fragen, die wir uns stellen müssen:
1. Welche Merkmale sind drogentyp isch?
2. Reichen die Merkmale für einen Anfangsverdacht?
Jedoch nützen uns weder ein fundiertes Wissen über drogentypische Merkmale, noch eine gefestigte Rechtssicherheit, wenn wir nicht in der Lage sind, diese Merkmale überhaupt wahrzunehmen. Geweitete Pupillen sind nicht alles und reichen allein auch nicht aus. Und die Stimmung und die Motorik des Fahrers tragen dann bestenfalls dazu bei, dass wir unterschwellig den Eindruck gewinnen, der Typ sei „irgendwie komisch“. Je mehr wir zwar über die Merkmale wissen, desto eher wird unsere innere Alarmglocke bimmeln, jedoch werden wir nicht drum herumkommen zu lernen, wie wir unsere Wahrnehmung effektiv einsetzen können. Die beiden Fragen werden wir also durch eine Dritte ergänzen:
1. Welche Merkmale nehme ich wahr?
2. Welche Merkmale sind (davon) drogentypisch?
3. Reichen die Merkmale für einen Anfangsverdacht?
Das Ziel in meinen Vorträgen und Seminaren ist es, aus den Teilnehmern Kollegen zu machen, die mit einem sensibilisierten Spürsinn auf der einen Seite und einem großen verinnerlichten Repertoire an drogentypischen Merkmalen auf der anderen, in der Lage sind, im Einzelfall rechtlich beurteilen zu können, ob ein Fahrzeugführer im Verdacht steht, unter Drogeneinfluss zu stehen.
Was ich mir dabei gedacht habe…
Zugegeben, so ein Ziel liest sich schon ziemlich hochgesteckt. Schließlich gibt es da einen jungen und recht frischen Kollegen, der meint, er könne einem dienstälteren und erfahreneren Kollegen weismachen, dass er die ganzen Jahre über gewissermaßen irgendwo etwas falsch gemacht hat. So oder ähnlich könnten jedenfalls viele KollegInnen denken. Und ihre Zweifel sind ja auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Schließlich behaupte ich ja nicht, ein Spezialist zu sein und kann mein Wissen auch kaum auf eigene Erfa hrungen aus der Praxis stützen. Allerdings habe ich schon darauf geachtet, woher ich meine Informationen nahm und lies mir ihre Richtigkeit immer wieder durch Vergleiche mehrerer anerkannter Quellen bestätigen. Trotzdem kann ich niemanden abhalten, bei seinem Glauben zu bleiben, wenn er/ sie nicht will. Ich glaube nur, dass ich nach mittlerweile 2 Jahren Recherchen und (ja, auch) Erfahrungen die ein oder andere Sache zum Thema „Drogen und ihre Wirkung im Straßenverkehr“ sagen kann, die für uns sicherlich neu und auch interessant sein dürfte. Wie viel im Nachhinein hängen bleibt; wie sehr sich der Horizont im Anschluss erweitert hat, hängt natürlich von jedem selbst ab. Von der Menge an Wissen, die er/ sie schon vorher hatte; vor allem aber von dem eigenen Willen, die Meinung eines jungen und recht frischen Kollegen zu akzeptieren.
Eine weitere Herausforderung stellt sicherlich der zeitliche Ansatz dar. In den Seminaren am PFI Neuss habe ich in der Regel 4 Unterrichtseinheiten (= 3 Zeitstunden) zur Verfügung, in denen ich so viele Informationen vermitteln muss, dass zumindest die interessierten Teilnehmer anschließend in der Lage sind, das Wissen im Dienst umzusetzen. Aber ich muss die Infos ja nicht nur „rüberbringen“, sondern ich muss auch dafür sorgen, dass sie beim Empfänger hängen bleiben. Das ist ja wiederum eine Frage der Qualität. Kurzum: ich muss also zusehen, dass ich aus den nötigsten Informationen ein „Braunschweiger Drogenallerlei“ köcheln kann, das von den Teilnehmern gedanklich möglichst gut verdaut werden kann. Mittlerweile glaube ich, ein ganz taugliches Rezept in der Hand zu haben.
Mein erster Vortrag bestand aus ein paar Folien, viel Quasselwasser und einer Portion Mut, die groß genug war, die nächsten 90 Minuten durchzustehen. Bedauerlich an der ganzen Sache war, dass ich nicht so recht zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen zu unterscheiden wusste. Interessant waren sie ja alle. So empfand ich es jedenfalls, als einer, der sich damit schließlich auch befasst hatte. Wie das me ine KollegInnen damals sahen, weiß ich bis heute nicht. Sind halt sehr höfliche Leute. Abgesehen davon brachte ich die Infos auf „auditivem“ Wege, also hauptsächlich akustisch, rüber. Das ist – wie ich mittlerweile weiß – allein keine effektive Art, wenn es darum geht, Menschen etwas begreifbar zu machen. Beim zweiten Versuch, verwöhnte ich die Teilnehmer mit einer 50 Seiten starken Powerpoint Präsentation und legte zudem noch den 60seitigen „Drogenguide“ bei, den ich Anfang 2002 extra dafür geschrieben hatte. Die Teilnehmer dankten es mir, indem sie sich entspannt zurücklehnten und sich durch die hauptsächlich visuellen Informationen berieseln ließen. Zwar war im Vergleich zu meinem ersten Anlauf schon eine Besserung zu spüren, jedoch hatte ich den Teilnehmern leider die Chance gegeben, passiv und damit weitgehend teilnahmslos zu bleiben.
Also: Liebe Leserin, lieber Leser,…
…der Sinn der „Drogenfibel“ ist es nun, Dich an Deinem Lernprozess direkt zu beteiligen und somit die Lücke zwischen den visuellen und akustischen Informationen (Bild & Wort) zu schließen. Es ist ein Arbeitsbuch. Du hast die Möglichkeit, Dein Wissen mit meiner Unterstützung (im Rahmen des Seminars) selbst zu erarbeiten und in der Fibel zu dokumentieren. Das macht die Fibel zu einem persönlichen Lernbuch für jeden Einzelnen. Gleichzeitig ist es aber auch möglich, mit der Fibel zu arbeiten, ohne dass Du mich als Labertasche dabei hast. Denn alle Informationen, die Du brauchst, wirst Du auch in der Fibel finden. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Du bist mit der „Drogenfibel“ zeitlich und örtlich unabhängig. Du kannst Dich damit beschäftigen wo und wann zu möchtest. Die Übungen kannst Du genauso gut allein machen. Und wenn Du mit mehreren zusammensitzt, dann ist das schon fast wieder wie ein Seminar.
Die „Drogenfibel“ ist daher nicht nur ein Seminar-Buch, sondern gleichzeitig auch ein „Buch- Seminar“.
Viel Spaß also beim „Konsumieren“!
Uwe Braunschweig
[...]
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