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Aspekte einer matthäischen Christologie dargestellt anhand des Messiasbekenntnis des Petrus (Mt 16, 13-20) und ausgewählter Perikopen

Scholary Paper (Seminar), 1999, 15 Pages
Author: Marius Stelzer
Subject: Theology - Biblical Theology

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1999
Pages: 15
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V12684
ISBN (E-book): 978-3-638-18500-4

File size: 79 KB


Excerpt (computer-generated)

Hausarbeit für die 1. Teilfachprüfung im Fach Biblische Theologie
(Zweites Testament)
an der Katholischen Fachhochschule NW; Abteilung Paderborn

ASPEKTE EINER MATTHÄISCHEN CHRISTOLOGIE

dargestellt anhand des Messiasbekenntnis des Petrus
(Mt 16, 13-20) und ausgewählter Perikopen

Marius Stelzer
12. Januar 2000

 

Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung  3

2. Aspekte einer matthäischen Christologie  4
2.1 Formale Kriterien des Matthäusevangeliums  4
2.2 Text: Matthäus Kapitel 16, Verse 13-20 Münchener NT  4
2.3 Textverständnis  5
2.3.1 Syntaktische Analyse  5
2.3.2 Semantische Analyse  6
2.4 Zusammenfassung  11

3. Konsequenzen für die Praxis pastoralen Handelns  13

4. Literaturübersicht  15

5. Abkürzungsverzeichnis  15

 

1. Hinführung

„Jesus von Nazaret – Für wen sollen wir ihn halten?“1 Dieser Titel eines Buches unter einer Fülle weiterer Bücher, die sich mit der Person „Jesus von Nazaret“ auseinandersetzen, beschreibt meines Erachtens treffend die momentane Situation des christologischen Fragens und könnte ebenso die seit zweitausend Jahren andauernde Auseinandersetzung um die Bedeutung der Person Jesu Christi betiteln.

Die Meinungen der Exegeten und Fundamentaltheologen zeigen sich umfassend wie differenziert. Dieser Sachverhalt scheint mir im „Untersuchungsobjekt“ selbst begründet: KARL-JOSEF KUSCHEL bringt es in einem Aufsatz in dem o.g. Buch deutlich zum Ausdruck: „Jesus, ein göttlicher Mensch, ein menschlicher Gott?“2 Schon in den Schriften des NT zeigt sich eine Vielheit christologischer und theologischer Denkrichtungen, doch nähern sich sowohl die paulinischen Ansätze als auch die Entwürfe in den Evangelien dem urchristlichen Kerygma in 1 Kor 15,3-5.

Will man nun „Christologie“ betreiben und einen Quellentext (sei es nun der Galaterbrief, ein Evangelientext oder ein modernes Gedicht von DOROTHEE SÖLLE) auf seinen christologischen Ansatz hin untersuchen, scheint mir als Richtschnur die Frage nach dem „Wer“ von gundlegender Bedeutung zu sein. Die erste Frage könnte also lauten: Wer ist Jesus von Nazaret?

Ziel dieser Arbeit soll es sein, eine mögliche Antwort aus matthäischer Sicht zu formulieren. Dabei dient das Messiasbekenntnis des Petrus (Mt 16,13-20) als „Aufhänger“, welches in seiner Struktur und Aussage bearbeitet werden soll. Anhand weiterer Perikopen sowohl alt- als auch neutestamentlich soll diese Textstelle auf ihren Gehalt und ihren Stellenwert innerhalb des MtEv. näher untersucht werden. Unterstützend werden Kommentare zum MtEv. hinzugezogen.

Die Arbeit soll ihren Abschluß in der Darstellung möglicher Konsequenzen für die heutige pastorale Praxis finden.

2. Aspekte einer matthäischen Christologie

2.1 Formale Kriterien des Matthäusevangeliums

Das MtEv. ist das erste Buch im Kanon des neuen Testamentes. Darüber hinausgehend läßt sich über Verfasser, Adressat und Entstehungszeit nur Ungenaues feststellen , so daß die Exegeten verschiedene Ansichten haben. Es läßt sich sagen, daß das Evangelium ca. 70-80 n. Chr. verfaßt wurde. ULRICH LUZ läßt die Frage nach einem Autor völlig offen3; diese Frage wird hier in dieser Arbeit nicht weiter erörtert.

Mt4 greift in seiner Schrift ebenso auf die markinischen Überlieferungen zurück wie Lk. Folglich weisen die synoptischen Evangelien grob gesehen einen gleichen Aufbau auf: Jesu Wirken in Galiläa – der Weg nach Jerusalem – Jesu Wirken in Jerusalem, Passion und Auferweckung . Es stehen sich also „Galiläa“ und „Jerusalem“ als Orte des Wirkens Jesu gegenüber. JOACHIM GNILKA setzt im Wechsel von „Galiläa“ nach „Jerusalem“, den Umschwung im Erzählfluß des MtEv. nach 16,20 fest5.Im folgenden wird nun die betreffende Perikope, also Mt 16,13-20 näher betrachtet und untersucht:

2.2 Text: Matthäus, Kapitel 16, Verse 13-20, Münchener NT6

[....]


1 HOHN-KEMLER, L. (Hrsg), Jesus von Nazaret – Für wen sollen wir ihn halten?, Herder Sonderband, Freiburg 1997

2  Ebd. S. 14

3  Vgl. LUZ, U.: Das Evangelium nach Matthäus,Bd.2, EKK, Zürich 1990, S. 73ff.

4  Im Folgenden wird „Mt“ stellvertretend als Autorenbezeichnung verwendet. Selbiges gilt für Bezeichnungen wie „Lk“ oder „Mk“.

5  GNILKA, J.:Das Matthäusevangelium II.Teil, HThKNT, Freiburg 1988, S. 47 vgl dazu auch FRANKEMÖLLE, H.: Matthäuskommentar 2, D’dorf 1997, S. 215f.

6  aus: HAINZ, J. (Hrsg.): Synopse zum Münchener NT. D’dorf 1991, S. 133f


Comments

yopacheco
16.03.2005 15:46:37
Verheißung
Verhei´ßung? -------------------------------------------------------------------------------- 1 HOHN-KEMLER, L. (Hrsg), Jesus von Nazaret – Für wen sollen wir ihn halten?, Herder Sonderband, Freiburg 1997 2 Ebd. S. 14 3 Vgl. LUZ, U.: Das Evangelium nach Matthäus,Bd.2, EKK, Zürich 1990, S. 73ff. 4 Im Folgenden wird „Mt“ stellvertretend als Autorenbezeichnung verwendet. Selbiges gilt für Bezeichnungen wie „Lk“ oder „Mk“. 5 GNILKA, J.:Das Matthäusevangelium II.Teil, HThKNT, Freiburg 1988, S. 47 vgl dazu auch FRANKEMÖLLE, H.: Matthäuskommentar 2, D’dorf 1997, S. 215f. 6 aus: HAINZ, J. (Hrsg.): Synopse zum Münchener NT. D’dorf 1991, S. 133f
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