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Demographische Prozesse in Deutschland und ihre Auswirkungen auf die Medizin

Termpaper, 2003, 11 Pages
Author: Christian Girbardt
Subject: Medicine

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 11
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V12712
ISBN (E-book): 978-3-638-18527-1
ISBN (Book): 978-3-638-75780-5
File size: 91 KB

Abstract

Bevölkerungsdynamik und Bevölkerungsstruktur sind eine grundlegende Rahmenbedingung in der medizinischen Betreuung, da das Arzt-Patient-Verhältnis nicht nur durch den physischen und psychischen Zustand des Erkrankten, sondern auch durch soziale und ökonomische Faktoren geprägt wird. Demographische Betrachtungen erlauben es dabei, Aussagen über den gegenwärtigen Stand der Bevölkerungsstruktur zu treffen und daraus Vorhersagen für künftige Entwicklungen und mögliche Konsequenzen für die Medizin abzuleiten. In dieser Arbeit werden der derzeitige Stand der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und die sich ergebenden Konsequenzen für Patienten, Ärzte und das Gesundheitssystem aufgezeigt.


Excerpt (computer-generated)

Universität Leipzig
Medizinische Fakultät
Kurs Medizinische Psychologie und Soziologie

Hausarbeit

Demographische Prozesse in Deutschland und
 ihre Auswirkungen auf die Medizin

Christian Girbardt
Februar 2003

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 2

2 Hauptteil 2
2. 1 Grundlagen 2
2. 1. 1 Definition 2
2. 1. 2 Demographische Größen 2
2. 2  Die demographische Situation in Deutschland 4
2. 2. 1 Größe und Zusammensetzung der Bevölkerung 4
2. 2. 2 Geburtenhäufigkeit 4
2. 2. 3 Sterblichkeit 5
2. 2. 4 Wanderung und Migration 5
2. 3 Konsequenzen für die Medizin 6
2. 3. 1 Verändertes Krankheitsspektrum 6
2. 3. 2 Konsequenzen für das Arzt-Patient-Verhältnis 7
2. 3. 3 Auswirkungen auf das Gesundheitssystem 8

3 Resümee 9

4 Literaturverzeichnis 10

 

1 Einleitung

Bevölkerungsdynamik und Bevölkerungsstruktur sind eine grundlegende Rahmenbedingung in der medizinischen Betreuung, da das Arzt-Patient-Verhältnis nicht nur durch den physischen und psychischen Zustand des Erkrankten, sondern auch durch soziale und ökonomische Faktoren geprägt wird. Demographische Betrachtungen erlauben es dabei, Aussagen über den gegenwärtigen Stand der Bevölkerungsstruktur zu treffen und daraus Vorhersagen für künftige Entwicklungen und mögliche Konsequenzen für die Medizin abzuleiten (Wilker et al., 1994). In dieser Arbeit sollen der derzeitige Stand der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und die sich ergebenden Konsequenzen für Patienten, Ärzte und das Gesundheitssystem beschrieben werden.

2 Hauptteil

2. 1 Grundlagen

2. 1. 1 Definition
Das Wort „Demographie“ kommt von dem griechischen Wort für „Volk“, demos. Man versteht darunter die Lehre von der Beschreibung und Erklärung von Bevölkerungserscheinungen unter Zuhilfenahme von statistischen Methoden und mathematischen Modellen. Ein wesentliches Ziel der Demographie ist es, basierend auf Prozessen in der Vergangenheit und den gegenwärtigen Verhältnissen Vorhersagen über zukünftige Bevölkerungsentwicklungen zu treffen (Siegrist, 1995).

2. 1. 2 Demographische Größen
Prinzipiell gibt es drei Faktoren, die die Größe einer Bevölkerung beeinflussen können (Siegrist, 1995):


· Geburtenhäufigkeit

· Sterblichkeit

· Wanderungen und Migration

Eine allgemein bekannte und anschauliche graphische Darstellung der prozentualen oder absoluten Verteilung von Alter und Geschlecht innerhalb der Bevölkerung ist die sogenannte Alters- oder Bevölkerungspyramide. Jede Altersstufe wird als Balken aufgetragen, links die männlichen, rechts die weiblichen Einwohner. Man kann nun in Abhängigkeit von der Bevölkerungsstruktur verschiedene Grundtypen von Bevölkerungspyramiden unterscheiden: Eine stabile Bevölkerung, bei der sich Geburten und Sterbefälle die Waage halten, ist gekennzeichnet durch die sogenannte Glockenform. Überwiegen die Geburten, so zeigt sich eine nach oben hin kontinuierliche Verjüngung. Diese Form wird als „Dreieck“ (Lang / Faller, 1998, S. 337) oder „Pyramide“ (Siegrist, 1995, S. 30) bezeichnet. Sie tritt besonders häufig in Entwicklungsländern auf. Für Industrieländer ist dagegen eine „pilzförmige“ (Rau / Pauli, 1995, S. 176) Bevölkerungspyramide charakteristisch. Sie wird auch als „Urne“ (Siegrist, 1995, S. 31) bezeichnet, was nicht nur auf die Form hinweist, sondern gleichzeitig auf sehr anschauliche Weise ihr wesentliches Merkmal zum Ausdruck bringt: Abnehmende Geburtenzahlen bei einem hohen Anteil an älteren Bevölkerungsschichten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Begriff des demographischen Alterns. Darunter versteht man die in praktisch allen Industrieländern zu beobachtende Zunahme des Durchschnittsalters einer Bevölkerung (Rau / Pauli, 1995).

Eine weitere Größe zur Beschreibung der Entwicklung einer Bevölkerung ist die zusammengefasste Geburtenziffer. Sie basiert auf einer Gruppe von 1000 Frauen als Bezugsgröße und besagt, wie viele Kinder diese im Laufe ihres Lebens zur Welt bringen. Um eine konstante Bevölkerungszahl aufrechtzuerhalten, müsste die zusammengefasste Geburtenziffer etwa 2100 betragen. (Statistisches Bundesamt, 2000). Dieser Sachverhalt wird auch sehr anschaulich durch die Nettoreproduktionsziffer dargestellt. Mit ihr wird ausgedrückt, wie viele Mädchen eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommt. Da jedoch nicht jede Frau ins gebärfähige Alter kommt bzw. die Geburt überlebt, wird die Müttersterblichkeit mit einbezogen. Anders ausgedrückt gibt die Nettoreproduktionsziffer an, in welchem Umfang eine bestimmte Anzahl Frauen durch ihre Töchter zahlenmäßig ersetzt wird. Eine Nettoreproduktionsziffer von eins bedeutet dabei, dass die Bevölkerung gleich groß bleibt: Jede Frau bekommt durchschnittlich ein Mädchen, welches später wieder ein Mädchen zur Welt bringt, usw. (Müller, 1993; Siegrist, 1995).

Die Wanderungsintensität einer Bevölkerung kann mit der Mobilitätsziffer erfasst werden, bei der die wandernde Bevölkerung in Relation zur Gesamtbevölkerung gesetzt wird. Häufig wird auch der Wanderungssaldo für ein bestimmtes Jahr angegeben. Positive Wanderungssalden bedeuten, dass mehr Menschen ein- als ausgewandert sind, negative Wanderungssalden besagen das Gegenteil (Wilker et al., 1994; Statistisches Bundesamt, 2000).

 

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