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Termpaper, 2007, 33 Pages
Author: Janusch Sieber
Subject: Psychology - Media Psychology
Details
Institution/College: University of Tubingen (Psychologisches Institut)
Tags: CSCL, Awareness, Förderung, Lernen
Year: 2007
Pages: 33
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-33953-2
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Abstract
In der heutigen Informationsgesellschaft wird Computer-unterstütztes kollaboratives Lernen immer wichtiger. Es gibt dabei jedoch einige Probleme, die insbesondere die Interaktion der Gruppenmitglieder betreffen. Den Problemen wird unter anderem durch implizite Methoden begegnet, die verschiedene Aspekte der Awareness fördern sollen. Eine neu entwickelte Möglichkeit stellt hierbei ein Tool dar, das „Knowledge and Information Awareness“ unterstützt. Darunter wird die Awareness über das Wissen der Kooperationspartner und über dem Wissen zu Grunde liegender Informationen verstanden. Erste Studien zeigen die Effektiviät dieser Awareness für Computer-unterstütztes kollaboratives Problemlösen im Kontext von Ressourcen-basiertem Lernen. Ziel des angestrebten Projekts ist es, mögliche Wirkmechanismen des „Knowledge and Information Awareness“-Tools zu erforschen und Aussagen über geeignete Einsatzgebiete zu treffen. In vier experimentellen Studien sollen folgende Einflussfaktoren systematisch untersucht werden: Abrufbarkeit von Hintergrund-informationen, ungeteiltes Wissen, Aufgabentyp sowie Tool-Eigenschaften und common ground Bildung
Excerpt (computer-generated)
,,Knowledge and Information Awareness" (KIA) zur
Förderung Computer-unterstützter Kollaboration
Universität Tübingen
Psychologisches Institut
Projektarbeit Wissenskommunikation
Sommersemester 2007
von
Janusch Sieber
Inhaltsverzeichnis
1 ALLGEMEINE ANGABEN - 4 -
1.1 ANTRAGSTELLER - 4 -
1.2 THEMA - 4 -
1.3 FACHGEBIET UND ARBEITSRICHTUNG - 4 -
1.5 VORAUSSICHTLICHE GESAMTDAUER - 4 -
1.6 ANTRAGSZEITRAUM - 4 -
1.7 GEWÜNSCHTER BEGINN - 4 -
1.8 ZUSAMMENFASSUNG - 4 -
2 STAND DER FORSCHUNG, EIGENE VORHABEN - 5 -
2.1 STAND DER FORSCHUNG UND HERLEITUNG ZU PRÜFENDER HYPOTHESEN - 5 -
2.1.1 Probleme des Computer-unterstützten kollaborativen Lernens - 6 -
2.1.2 ,,Knowledge and Information Awareness" als Möglichkeit das Computer-mediierte
kollaborative Lernen zu unterstützen - 8 -
2.1.3 Stand der Forschung zu CSCL-unterstützenden Technologien - 10 -
2.1.4 Concept-Maps als KIA-Tool - 11 -
2.1.5 Empirische Befunde zur KIA-Umgebung und mögliche Wirkmechanismen - 12 -
2.1.6 Einfluss der Kollaboration auf Problemlösen und KIA-Effekt - 13 -
2.1.7 Einfluss ungeteilter Information auf den KIA-Effekt - 15 -
2.2 EIGENE VORARBEITEN - 16 -
2.2.1 Teilnehmer - 16 -
2.2.2 Material und Versuchsdurchführung - 16 -
2.2.3 Abhängige Variablen - 19 -
2.2.4 Hypothesen - 20 -
2.2.5 Ergebnisse und Diskussion - 20 -
3 ZIELE UND ARBEITSPROGRAMM - 23 -
3.1 EINORDNUNG IN DAS SCHWERPUNKTPROGRAMM - 24 -
3.2 ARBEITSPROGRAMM - 25 -
3.2.1 Entwicklung des experimentellen Szenarios - 25 -
3.2.2 Entwicklung des Tools zum ungeteilten Wissen - 25 -
- 2 -
3.2.3 Vorstudien - 26 -
3.2.4 Erste Studie: Einfluss der Informiertheit und Abrufbarkeit - 26 -
3.2.5 Zweite Studie: Wechselwirkung der Kollaboration mit dem Aufgabentyp - 27 -
3.2.6 Dritte Studie: Einfluss ungeteilten Wissens - 28 -
3.2.7 Vierte Studie: Einfluss des verwendeten Tools und common ground Bildung - 28 -
3.2.8 Zeitplan - 29 -
LITERATUR - 30 -
- 3 -
Anmerkung: Die folgende Hausarbeit stellt eine
Übung
für einen DFG-Antrag dar.
Antrag auf Gewährung einer Sachhilfe im DFG Schwerpunktprogramm
,,Netzbasierte Wissenskommunikation in Gruppen"
(Neuantrag)
1 Allgemeine Angaben
1.1 Antragsteller
xxx
1.2 Thema
,,Knowledge and Information Awareness" (KIA) zur Förderung Computer-unterstützter
Kollaboration
1.3 Fachgebiet und Arbeitsrichtung
Psychologie, Arbeitsrichtung ,,Knowledge and Information Awareness"- Forschung
1.5 Voraussichtliche Gesamtdauer
Die Dauer des Projektes ist voraussichtlich von November 2007 bis November 2009.
1.6 Antragszeitraum
Der Antragszeitraum beträgt 24 Monate.
1.7 Gewünschter Beginn
Das Projekt soll im November 2007 begonnen werden
1.8 Zusammenfassung
In der heutigen Informationsgesellschaft wird Computer-unterstütztes kollaboratives Lernen
immer wichtiger. Es gibt dabei jedoch einige Probleme, die insbesondere die Interaktion der
Gruppenmitglieder betreffen. Den Problemen wird unter anderem durch implizite Methoden
begegnet, die verschiedene Aspekte der Awareness fördern sollen. Eine neu entwickelte
- 4 -
Möglichkeit stellt hierbei ein Tool dar, das ,,Knowledge and Information Awareness"
unterstützt. Darunter wird die Awareness über das Wissen der Kooperationspartner und über
dem Wissen zu Grunde liegender Informationen verstanden. Erste Studien zeigen die
Effektiviät dieser Awareness für Computer-unterstütztes kollaboratives Problemlösen im
Kontext von Ressourcen-basiertem Lernen. Ziel des angestrebten Projekts ist es, mögliche
Wirkmechanismen des ,,Knowledge and Information Awareness"-Tools zu erforschen und
Aussagen über geeignete Einsatzgebiete zu treffen. In vier experimentellen Studien sollen
folgende Einflussfaktoren systematisch untersucht werden: Abrufbarkeit von Hintergrund-
informationen, ungeteiltes Wissen, Aufgabentyp sowie Tool-Eigenschaften und common
ground Bildung
2 Stand der Forschung, eigene Vorhaben
2.1 Stand der Forschung und Herleitung zu prüfender Hypothesen
In den letzten Jahrzehnten verzeichnete die Entwicklung von neuen Informations- und
Kommunikationstechnologien wie Email, Chat, Videokonferenzen etc. einen rapiden
Fortschritt. Gleichzeitig tauchten neue Lernkonzepte auf: Lernen wurde von Forschern und
Theoretikern zunehmend nicht nur als kognitiver, sondern auch als sozialer, kultureller,
interpersoneller und konstruktivistischer Prozess angesehen (vgl. Salomon & Perkins, 1998).
Durch die Kombination von Informations- und Kommunikationstechnologien mit
kollaborativem Lernen entstand das Forschungsfeld des Computer-unterstützten
kollaborativen Lernens (CSCL
Computer Supported Collaborative Learning
), das sich mit
den Problembereichen Kollaboration, Lernprozesse und Gebrauch von Computer-mediierter
Kommunikation (CMC
Computer-mediated Communication
) beschäftigt.
In der heutigen Informationsgesellschaft wird CSCL immer wichtiger, da häufig viele
Informationen über ein Problem berücksichtigt werden müssen und es unterschiedlicher
Expertise bedarf, sodass mehrere, evtl. räumlich voneinander getrennte Personen, zur Lösung
notwendig sind. So können beispielsweise Schüler oder Studenten bei Klausurvorbereitungen
auftretende Probleme kooperativ lösen, Ärzte können ihr Wissen zu seltenen Krankheiten
über weite Entfernungen austauschen und erfolgversprechende Interventionen planen oder ein
viele Fachgebiete tangierendes Problem kann von Wissenschaftlern mit unterschiedlichen
Perspektiven gemeinsam bearbeitet werden.
- 5 -
Verschiedenste pädagogische, soziale und motivationale Vorteile von CSCL-Gruppen
gegenüber
face-to-face
(FTF)-Gruppen wurden in der Literatur vorgeschlagen und teilweise
in empirischen Studien belegt (Janssen, Erkens, Jaspers & Broeken, 2005). So konnten sie
z.B. vollständigere Berichte abgeben, Entscheidungen mit höherer Qualität treffen, mehr
Ideen generieren und Gruppenmitglieder beteiligten sich gleichmäßiger an der Gruppenarbeit
(vgl. Fjermestad, 2004). Neben diesen Vorteilen ist das CSCL jedoch auch mit mehrerlei
Schwierigkeiten konfrontiert, deren Überwindung ein wichtiges Forschungsziel darstellt. Auf
diese Problematik soll im Folgenden näher eingegangen werden.
2.1.1 Probleme des Computer-unterstützten kollaborativen Lernens
Computer-unterstützes kollaboratives Lernen (CSCL) ist nach Koschmann (2002) definiert
als ,practices of meaning-making in the context of joint activity, and the ways in which these
practices are mediated through designed artifacts′ (S. 18). Diese Definition beinhaltet zwei
Aspekte: Zum einen sind nicht Individuen, sondern Gruppen beteiligt, zum anderen wird die
Mediation durch Artefakte betont, was sich auf die Unterstützung der Gruppeninteraktion
durch den Computer bezieht.
Nach Bromme, Hesse und Spada (2005) beruht jedes technische Artefakt auf
Vermutungen über Probleme und deren Ursachen, die damit überwunden werden können.
Diese Vermutungen bezeichnen die Autoren als
Barriere-Annahmen
, welche einerseits einen
faktischen Inhalt aufweisen, andererseits auch auf theoretischen Attributionen basieren. Unter
Barrieren verstehen die Autoren Herausforderungen, die bewältigt werden müssen, um ein
Ziel zu erreichen. Im CMC-Kontext existieren nach Bromme et al. drei grundlegende
Barriere-Annahmen, die sich auf Probleme der Kommunikation und Kooperation beziehen:
Die erste beinhaltet die individuelle und gegenseitige
Konstruktion von
Bedeutung
und den
Austausch von Informationen
in Gruppen: Wenn verschiedene Informationen ausgetauscht
werden, ist das kooperative Herstellen von Bedeutung die wichtigste Herausforderung
(
Bedeutungs-Barriere).
Diese Barriere kann weiter differenziert werden in eine
common
ground Barriere
und eine
epistemische Barriere
. Erstere bezieht sich darauf, dass keine
Kommunikation ohne gegenseitiges Verständnis zustande kommen kann, letztere darauf, dass
sich der Lernende als Individuum der Aufgabe konfrontiert sieht, neues Wissen oder
Fertigkeiten aktiv zu erwerben. Die
Barriere des ungeteilten Wissens
beinhaltet, dass
ungeteilte Informationen in Gruppen oft nicht hinreichend eingebracht werden. Die zweite
Barriere-Annahme bezieht sich auf Etablierung und Aufrechterhaltung von
Struktur in
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