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Termpaper, 2008, 21 Pages
Author: Madeleine Hoppe
Subject: Sociology - Individual, Groups, Society
Details
Year: 2008
Pages: 21
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-33395-0
ISBN (Book): 978-3-640-33352-3
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Abstract
Psychisch- erkrankte Menschen stellen in unserer Gesellschaft immer noch eine Randgruppe dar. Oft werden sie stigmatisiert und diskriminiert, ohne das die Bevölkerung was über die Erkrankungen und ihren Verkauf weiß. Aber Vorurteile und Vorbehalten gegenüber bestimmten psychischen Erkrankungen sowie psychiatrischen Einrichtungen und dem fest verankerte Bild, psychisch Kranke seien „verrückt“ und „gefährlich“ und müssen daher abgetrennt von der Gesellschaft untergebracht werden, leisten noch heute ihren Beitrag zur sozialen Distanz oder der offenen Ablehnung gegenüber Menschen, die psychisch erkrankt sind oder es waren. Die Auswirkungen der sozialen Distanz gegenüber verschiedenen psychischen Erkrankungen variiert in der Gesellschaft. Nach den Erfahrungen von Gaebel ist die Distanzierung gegenüber Alkoholkranken und an Schizophrenie erkrankten Personen am Stärksten. Angsterkrankungen und Depressionen lösen dagegen ein geringeres Bedürfnis nach sozialer Distanz aus. Obwohl fast jeder 3. Mensch in seinem Leben an mindestens einer psychischen Erkrankung erkrankt und es jeden treffen kann, ist fast jeder psychisch Erkrankte von einer Stigmatisierung betroffen. Goffman (1999) spricht in diesem Zusammenhang vom dem Stigma der psychischen Erkrankung. Die Stigmatisierung wird auch als „zweite Krankheit“ bezeichnet, denn die Stigmatisierung der Betroffenen in bezug auf die Lebensqualität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hat eine ebenso negativ Auswirkung, wie die Beschränkung durch die psychische Erkrankung selbst. Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich daher mit der Akzeptanz psychisch- kranker Menschen in unserer Gesellschaft. Um die Akzeptanz psychisch kranker Menschen näher zu beleuchten, halte ich es für wichtig, Grundlegende Begriffe, wie Krankheit, psychisch Krank und psychische Störungen zu klären und einen kurzen groben Überblick über Häufigkeiten und Ursachen zu geben. Anschließend beleuchte ich die vorherrschenden Einstellungen in unserer Gesellschaft gegenüber psychisch kranken Menschen, um deutlich zu machen, wie und wo in unserer Gesellschaft psychisch kranke Menschen stigmatisiert werden. Dabei gehe ich näher auf die Ursachen der Stigmatisierung ein. Die Stigmatisierung wird meines Erachtens am Stärksten durch Vorurteile aus der Gesellschaft und durch die Verbreitung eines verzerrten Bildes über die Medien hervorgerufen.
Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Nordhausen
Studiengang: Gesundheits- und Sozialwesen
,,Akzeptanz psychisch-kranker
Menschen in
unserer Gesellschaft"
Hausarbeit zum Seminar:
,,Sozialpsychiatrie"
Vorgelegt von:
Madeleine Hoppe
Wintersemester
2007/2008
14.02.2008
Gliederung
Gliederung 2
Einleitung 3
1. Psychische Störungen 4
1.1 Definitionen 4
1.1.1 Definition: Krankheit 4
1.1.2 Definition: psychisch krank 4
1.1.3 Definition: psychische Störungen 5
1.2 Häufigkeiten psychischer Störungen 5
1.3 Ursache psychischer Störungen 6
2. Akzeptanz psychisch-kranker Menschen in unserer Gesellschaft 8
2.1 Definitionen von Stigma und Stigmatisierung 8
2.2 Ursachen der Stigmatisierung 8
2.2.1 Vorurteile gegenüber psychisch Kranken 9
2.2.2 Einfluss der Medien 10
2.3 Folgen der Stigmatisierung 11
3. Strategien und Maßnahmen zum Abbau von Stigma 13
Resümee 16
Literaturverzeichnis 18
Quellenverzeichnis 19
2
Einleitung
Psychisch- erkrankte Menschen stellen in unserer Gesellschaft immer noch eine Randgruppe
dar. Oft werden sie stigmatisiert und diskriminiert, ohne das die Bevölkerung was über die
Erkrankunkung und ihren Verkauf weiß. Aber Vorurteile und Vorbehalten gegenüber
bestimmten psychischen Erkrankungen sowie psychiatrischen Einrichtungen und dem fest
verankerte Bild, psychisch Kranke seien ,,verrückt" und ,,gefährlich" und müssen daher
abgetrennt von der Gesellschaft untergebracht werden, leisten noch heute ihren Beitrag zur
sozialen Distanz oder der offenen Ablehnung gegenüber Menschen, die psychisch erkrankt
sind oder es waren. Die Auswirkungen der sozialen Distanz gegenüber verschiedenen
psychischen Erkrankungen variiert in der Gesellschaft. Nach den Erfahrungen von Gaebel ist
die Distanzierung gegenüber Alkoholkranken und an Schizophrenie erkrankten Personen am
Stärksten. Angsterkrankungen und Depressionen lösen dagegen ein geringeres Bedürfnis nach
sozialer Distanz aus. Obwohl fast jeder 3. Mensch in seinem Leben an mindestens einer
psychischen Erkrankung erkrankt und es jeden treffen kann, ist fast jeder psychisch Erkrankte
von einer Stigmatisierung betroffen. Goffman (1999) spricht in diesem Zusammenhang vom
dem Stigma der psychischen Erkrankung. Die Stigmatisierung wird auch als ,,zweite
Krankheit" bezeichnet, denn die Stigmatisierung der Betroffenen in bezug auf die
Lebensqualität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hat eine ebenso negativ
Auswirkung, wie die Beschränkung durch die psychische Erkrankung selbst.
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich daher mit der Akzeptanz psychisch- kranker
Menschen in unserer Gesellschaft. Um die Akzeptanz psychisch kranker Menschen näher zu
beleuchten, halte ich es für wichtig, Grundlegende Begriffe, wie Krankheit, psychisch Krank
und psychische Störungen zu klären und einen kurzen groben Überblick über Häufigkeiten
und Ursachen zu geben. Anschließend beleuchte ich die vorherrschenden Einstellungen in
unserer Gesellschaft gegenüber psychisch kranken Menschen, um deutlich zu machen, wie
und wo in unserer Gesellschaft psychisch kranke Menschen stigmatisiert werden. Dabei gehe
ich näher auf die Ursachen der Stigmatisierung ein. Die Stigmatisierung wird meines
Erachtens am Stärksten durch Vorurteile aus der Gesellschaft und durch die Verbreitung eines
verzerrten Bildes über die Medien hervorgerufen. Aus diesen Vorurteilen und den
Medienberichten heraus, werden psychisch Kranke häufig diskriminiert und herabgesetzt. Die
3
Folgen sind meist genauso schwerwiegend, wie die eigentliche Krankheit selbst.
Abschließend gehe ich kurz auf Maßnahmen und Strategien zum Abbau von Stigmas ein.
1. Psychische Störungen
1.1 Definitionen
1.1.1 Definition: Krankheit
"Krankheit ist das Stadium des Ungleichgewichts von Risikofaktoren und Schutzfaktoren, das
eintritt, wenn einem Menschen eine Bewältigung von inneren (körperlichen und psychischen)
und äußeren (sozialen und materiellen) Anforderungen nicht gelingt.
Krankheit ist ein Stadium, das einem Mensch eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens und
seiner Lebensfreude vermittelt."1
Wenn man Krankheit definieren will, muss man sowohl individuelle als auch soziale und
sozioökonomische Einflussfaktoren berücksichtigen. Die Definition ist offen für den
fließenden Übergang von Krankheit und Gesundheit und betont die persönliche
Verantwortung und zugleich die Notwendigkeit der Unterstützung durch Andere.
Die Offenheit für einen fließenden Übergang von Kranksein und Gesundsein bestimmt die
Definition einer psychischen Erkrankung:
1.1.2 Definition: psychisch krank
"Psychische Störungen bzw. Erkrankungen können in allgemeiner Weise als Abweichung von
einer bestimmten Norm bzw. als Abweichung von der normalen Entwicklung definiert
werden."
Psychische Krankheit gilt als ein Zustand
"gestörter Lebensfunktionen, der durch Beginn, Verlauf und ggf. auch Ende eine zeitliche
Dimension ausweist und einen Menschen entscheidend daran hindert, an den alterstypischen
Lebensvollzügen aktiv teilzunehmen und diese zu bewältigen."2
1 Zitat: Klaus Hurrelmann: Gesundheitssoziologie, München 2000, S. 94, 95
2 Zitat: Knölker, Ulrich u.a. (2000). Kinder und Jugendpsychiatrie 2. Aufl., Bremen, S. 20
4
Es gibt jedoch keine einheitliche Definition für psychisch-krank sein. Psychisch Kranke
leiden an psychischen Störungen. Aber auch diese lassen sich nicht einheitlich definieren, da
sich psychische Auffälligkeiten durch eine Vielzahl von Merkmalen auszeichnen und es
schwer ist, für jede psychische Störung charakteristische Merkmale festzulegen.
1.1.3 Definition: psychische Störungen
Im Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen DSM der American
Psychiatric Association (APA) wird folgende Definition verwendet:
,,In DSM-IV wird jede psychische Störung als ein klinisch bedeutsames Verhaltens- oder
psychisches Syndrom oder Muster aufgefasst, das bei einer Person auftritt und das mit
momentanem Leiden (z.B. einem schmerzhaften Symptom) oder einer Beeinträchtigung (z.B.
Einschränkung in einem oder in mehreren wichtigen Funktionsbereichen) oder mit einem
stark erhöhten Risiko einhergeht, zu sterben, Schmerz, Beeinträchtigung oder einen
tiefgreifenden Verlust an Freiheit zu erleiden. Zusätzlich darf dieses Syndrom oder Muster
nicht nur eine verständliche und kulturell sanktionierte Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis
sein, wie z.B. den Tod eines geliebten Menschen. Unabhängig von dem ursprünglichen
Auslöser muss gegenwärtig eine verhaltensmäßige, psychische oder biologische
Funktionsstörung bei der Person zu beobachten sein. Weder normabweichendes Verhalten
(z.B. politischer, religiöser oder sexueller Art) noch Konflikte des Einzelnen mit der
Gesellschaft sind psychische Störungen, solange die Abweichung oder der Konflikt kein
Symptom einer oben beschriebenen Funktionsstörung bei der betroffenen Person darstellt."3
1.2 Häufigkeiten psychischer Störungen
Psychische Erkrankungen stellen eine immer größer werdende Herausforderung an unserer
Gesellschaft dar, denn sie gehören weltweit zu den häufigsten Leiden.
,,Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass nur depressive Störungen bis
zum Jahr 2020 zu den häufigsten Erkrankungen zählen werden, die zu Behinderungen
führen."4
Vier der Zehn weltweit wichtigsten Ursachen für durch Behinderung beeinträchtigte
3 Zitat:
DSM-IV
("Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders") 4. Revision, deutsch 1996. S.965
Das DSM- IV wurde von der American Psychiatric Association herausgebracht und enthält Beschreibungen,
statistische Angaben und Kriterien für 395 Störungen.
4 Zitat: Gerhard Ebner
http://www.nzz.ch/2005/10/10/il/articleD6HJH.html
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