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Essay, 2008, 14 Pages
Author: Holger Laschka
Subject: Communications: Journalism, Journalism Professions
Details
Tags: Ausbildung Onlinejournalismus, ePublishing, Perspektiven Onlinejournalismus
Year: 2008
Pages: 14
Grade: N.N.
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-33479-7
ISBN (Book): 978-3-640-33443-8
Strategisches Essay von Holger Laschka Lic.rer.publ. zur Ausbildung von Onlinejournalisten. Herausgearbeitet wird die Bedeutung multimedialer Ausbildung für Onlinejournalisten und deren Auswirkung auf die Berichterstattung (Stichworte: Hypermedia, Ubiquität, Echtzeit-Aktualität).
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Abstract
„Journalismus ist Handwerk. Wenn ihr gute Handwerker seid, werdet ihr auch gute Journalisten.“ Mit dieser klaren Aussage plädiert der Hamburger Professor und Leiter der renommierten Henri-Nannen-Schule, Dr. Christoph Fasel, für eine solide Ausbildung der Nachwuchsjournalisten aller Genres. Diese Ausbildung findet an seinem Institut multimedial statt. Doch Basis ist auch für Fasel der klassische Kärrnerweg über den lokalen Printjournalismus: „Der Weg beginnt in der Grasnarbe, in den Lokalredaktionen. Dort lernt man das Handwerk von der Pike auf. Auch die Henri-Nannen-Schüler gehen in die Lokalredaktionen.“ Journalismus ist – wie kaum ein anderes Berufsfeld – ein Tummelplatz für Quer- und Seiteneinsteiger, Neben- und Hobbyberufler. Während die Redaktionen der Tageszeitungen früher wie heute traditionell mit gut ausgebildeten Journalisten – die in der Regel ein hauseigenes Volontariat absolviert haben – besetzt sind, hat die Ausbreitung der elektronischen Medien zu einem starken Anstieg des Bedarfs an journalistischen Mitarbeitern geführt, die oft multiple Talente mitbringen müssen: Recherche, journalistische und technische Beitragsaufbereitung, Moderation und ein gewisses Maß an Entertainment liegen beispielsweise beim Lokalradio oft in ein und derselben Hand. Dass diese Person häufig auch noch mit verhältnismäßig geringen Honoraren entlohnt wird, wirkt sich negativ auf die journalistische Qualität aus. Die Schleusen auf dem journalistischen Arbeitsmarkt so richtig geöffnet hat indes erst der Onlinejournalismus. Während Print- und elektronische Medien vergleichweise hohe Marktbarrieren mit sich bringen – von der Markteintrittsinvestition über die Erfüllung rechtlicher Auflagen bis hin zur betrieblichen Organisation – bietet das Internet praktisch Jedermann die Möglichkeit, ohne nennenswerte Kosten publizistisch (und damit auch journalistisch) tätig zu werden. Das Stichwort lautet hier „ePublishing“. ... Für den Onlinejournalisten bedeutet dies, dass er ebenso wie sein (ausgebildeter) Print- oder Rundfunkkollege das klassische journalistische Handwerkszeug beherrschen muss. Er ist darüber hinaus aber zusätzlich gefordert, multimediale und technische Kompetenz zu erwerben und seinen Leser im vielschichtigen Umfeld des Internets an die Hand zu nehmen, um ihn objektiv und mit konstanter Qualität journalistisch zu versorgen.
Excerpt (computer-generated)
Die Rolle der ,,Pike" im Onlinejournalismus
Strategisches Essay im Rahmen der Bewerbung zur
Professur Onlinejournalismus
an der
Fachhochschule Ansbach
University of Applied Science
von
Holger Laschka Lic.rer.publ.
1
Inhalt
1. Onlinejournalismus Printjournalismus im Netz?
Seite 3
2. Ausbildung von Onlinejournalisten Erarbeitung eines Profils
Seite 6
2.1. Ausbildungsschwerpunkte Multimedialität und Non-Linearität
Seite 8
2.2. Ausbildungsschwerpunkte Interaktivität und Kommunikativität
Seite 9
2.3.
Ausbildungsschwerpunkte Ubiquität und Echtzeit-Aktualität
Seite 10
3. Onlinejournalismus eine echte berufliche Perspektive?
Seite 12
2
1. Onlinejournalismus Printjournalismus im Netz?
,,Journalismus ist Handwerk. Wenn ihr gute Handwerker seid, werdet ihr auch gute
Journalisten."1 Mit dieser klaren Aussage plädiert der Hamburger Professor und Leiter der
renommierten Henri-Nannen-Schule, Dr. Christoph Fasel, für eine solide Ausbildung der
Nachwuchsjournalisten aller Genres. Diese Ausbildung findet an seinem Institut multimedial
statt. Doch Basis ist auch für Fasel der klassische Kärrnerweg über den lokalen
Printjournalismus: ,,Der Weg beginnt in der Grasnarbe, in den Lokalredaktionen. Dort lernt
man das Handwerk von der Pike auf. Auch die Henri-Nannen-Schüler gehen in die
Lokalredaktionen."2
Journalismus ist wie kaum ein anderes Berufsfeld ein Tummelplatz für Quer- und
Seiteneinsteiger, Neben- und Hobbyberufler. Während die Redaktionen der Tageszeitungen
früher wie heute traditionell mit gut ausgebildeten Journalisten die in der Regel ein
hauseigenes Volontariat absolviert haben besetzt sind, hat die Ausbreitung der
elektronischen Medien zu einem starken Anstieg des Bedarfs an journalistischen Mitarbeitern
geführt, die oft multiple Talente mitbringen müssen: Recherche, journalistische und
technische Beitragsaufbereitung, Moderation und ein gewisses Maß an Entertainment liegen
beispielsweise beim Lokalradio oft in ein und derselben Hand. Dass diese Person häufig auch
noch mit verhältnismäßig geringen Honoraren entlohnt wird, wirkt sich negativ auf die
journalistische Qualität aus.
Die Schleusen auf dem journalistischen Arbeitsmarkt so richtig geöffnet hat indes erst der
Onlinejournalismus. Während Print- und elektronische Medien vergleichweise hohe
Marktbarrieren mit sich bringen von der Markteintrittsinvestition über die Erfüllung
rechtlicher Auflagen bis hin zur betrieblichen Organisation bietet das Internet praktisch
Jedermann die Möglichkeit, ohne nennenswerte Kosten publizistisch (und damit auch
journalistisch) tätig zu werden. Das Stichwort lautet hier ,,ePublishing"3 und es umfasst
nicht nur die herkömmliche Veröffentlichung in Form einer Internetpräsenz, sondern darüber
1 Prof. Christoph Fasel, Henri Nannen Schule, in einem Interview für absolut-karriere.de; publiziert im Januar
2008 unter http://www.absolut-karriere.de/interviews/fasel.html
2 ebenda
3 Def.: ,,E-Publishing umfasst alle Formen von Informationen auf elektronischem Wege zu veröffentlichen und
zu verteilen. Das kann eine E-Mail sein, ein elektronisches Magazin (E-Zine), ein Datenblatt oder ein
elektronischer Informationsdienst. Dokumente für E-Publishing werden im Allgemeinen im PDF-Format erstellt
und sind von Webseiten abrufbar." Quelle: Online-Lexikon http://www.itwissen.info/ im Januar 2008
3
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