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'Die Bibliothek von Babel' und 'Pierre Menard, Autor des Quijote' von Jorge Luis... close

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'Die Bibliothek von Babel' und 'Pierre Menard, Autor des Quijote' von Jorge Luis Borges - eine Analyse

Termpaper, 2007, 16 Pages
Author: Medina Zec
Subject: Romance Languages - Latin American Studies

Details

Institution/College: University of Kassel
Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 16
Grade: 12 Punkte
Language: German
Archive No.: V128053
ISBN (E-book): 978-3-640-35152-7
ISBN (Book): 978-3-640-35116-9

Abstract

Diese Ausarbeitung stellt einen Versuch dar, die Stilmittel der Literatur mit der der Kunst zu Vergleichen. Genauer soll hier die Stilrichtung des Surrealismus, der sich in Lateinamerika in den 20er und 30er Jahren etabliert hatte, bezüglich der Literatur genauer beleuchtet werden. Dabei soll ebenfalls auf die Realisierung in der Kunst eingegangen werden, die in Europa ihren Ursprung hatte. In der Ausarbeitung wird der Surrealismus in kurzen Zügen skizziert und an einigen Beispielen aufgezeigt, wie er sich in der Kunst verwirklicht hat. Dabei soll im besonderen auf zwei Künstler eingegangen werden. Ein Werk von Salvador Dalí soll analysiert und zwei Bilder von René Magritte beschrieben werden. Die Gemälde werden dann im Vergleich zu zwei Geschichten von Jorge Luis Borges gesetzt, „ Pierre Menard, Autor des Quijote“ und „Die Bibliothek von Babel“. Dabei soll die zentrale Frage sein, welche Beziehungen sich zwischen Kunst und Literatur ziehen können, wie die Realität dargestellt wird und inwieweit der Leser oder der Betrachter darin miteinbezogen werden können oder sollen. Als letzte Bemerkung soll hinzufügt werden, dass dieser Vergleich zwischen Kunst und Literatur keine Wertung und keine endgültige Interpretation der Werke darstellen sollen. Vielmehr geht es, um die Realitätswahrnehmungen, die in beiden Darstellungsweisen zum Ausdruck kommen.


Excerpt (computer-generated)

Universität Kassel

Sommersemester 2007

FB 02 Sprach- und Literaturwissenschaften

,,Die Bibliothek von Babel"

und

,,Pierre Menard, Autor des Quijote"

von Jorge Luis Borges

Medina Zec

Note: 12 Punkte


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

3

2.

Der

Surrealismus

in

der

Malerei

4

2.1.

Die

surrealistische

Kunst

4

2.2. Der Begriff des ,,Wunderbaren" im Surrealismus

4

3.

Bedeutende

Künstler

und

ihre

Werke

5

3.1.

René

Magritte

5

3.2.

Salvador

Dalí

8

4.

Der

Surrealismus

in

der

Literatur

9

5. Jorge Luis Borges

10

6. Erläuterung und Vergleich der Bilder mit den Texten von J.L. Borges

11

6.1.

,,Die

Bibliothek

von

Babel"

11

6.2.

,,Pierre

Menard,

Autor

des

Quijote"

12

7. Schlusswort

14

Literaturverzeichnis

15

2


1. Einleitung

Diese Ausarbeitung stellt einen Versuch dar, die Stilmittel der Literatur mit der der Kunst zu

Vergleichen. Genauer soll hier die Stilrichtung des Surrealismus, der sich in Lateinamerika in

den 20er und 30er Jahren etabliert hatte, bezüglich der Literatur genauer beleuchtet werden.

Dabei soll ebenfalls auf die Realisierung in der Kunst eingegangen werden, die in Europa

ihren Ursprung hatte.

In der Ausarbeitung wird der Surrealismus in kurzen Zügen skizziert und an einigen

Beispielen aufgezeigt, wie er sich in der Kunst verwirklicht hat. Dabei soll im besonderen auf

zwei Künstler eingegangen werden. Ein Werk von Salvador Dalí soll analysiert und zwei

Bilder von René Magritte beschrieben werden. Die Gemälde werden dann im Vergleich zu

zwei Geschichten von Jorge Luis Borges gesetzt, ,, Pierre Menard, Autor des Quijote" und

,,Die Bibliothek von Babel".

Dabei soll die zentrale Frage sein, welche Beziehungen sich zwischen Kunst und Literatur

ziehen können, wie die Realität dargestellt wird und inwieweit der Leser oder der Betrachter

darin miteinbezogen werden können oder sollen.

Als letzte Bemerkung soll hinzufügt werden, dass dieser Vergleich zwischen Kunst und

Literatur keine Wertung und keine endgültige Interpretation der Werke darstellen sollen.

Vielmehr geht es, um die Realitätswahrnehmungen, die in beiden Darstellungsweisen zum

Ausdruck kommen.

3


2. Der Surrealismus in der Malerei

2.1. Die surrealistische Kunst

In den 20iger Jahren des 19. Jahrhunderts bildete sich in Frankreich ein Künstlerkreis, der

versuchte das Unlogische, das Irrationale und Zufällige in den Bildern wiederzugeben, um

dadurch in das ,,Unbewusste" vorzudringen. Die Künstler waren auf der Suche nach einer

allumfassenden Wirklichkeit, einer so genannten ,,Überwirklichkeit", von woher sich auch der

Name dieses Stils ableiten lässt, ,,sur" bedeutet im französischen ,,über" .1

Die Surrealisten wurden stark von Sigmund Freuds Psychoanalyse beeinflusst. Freud hatte

durch seine Untersuchungen zur Traumdeutung gezeigt, dass das Seelenleben des Menschen

,,in den Tiefen des Unterbewussten liegt" 2 und dass das Denken, Fühlen und Handeln des

Menschen von nicht bewussten Kräften stark geprägt ist.

Das Unbewusste macht sich, den Surrealisten nach, vor allem in Träumen und

Trancezuständen bemerkbar. Von daher gewann die Traumwelt an großer Bedeutung für die

Künstler.

Es galt die Überzeugung, dass neben der sichtbaren Welt auch Bereiche existieren, die

verdrängt werden und die es gilt in den Bildern wiederzugeben.3 Die Künstler realisierten

diese ,,Überwirklichkeit" in unterschiedlicher Weise. An die Stelle der realen Außenwelt

sollte die ,,seelische Realität" treten.4 Durch die Verfremdung der Welt versuchte man in die

tieferen Bewusstseinschichten zu gelangen.5

2.2. Der Begriff des ,,Wunderbaren" im Surrealismus

Das Wunderbare war für die Surrealisten eine Art Antriebskraft im Kampf gegen die

vernünftige Logik, die falsche Moral, die verödete Kunst und verkommene Gesellschaft.

Dieses Verborgene lag im Widerspruch des Wirklichen. Für die Surrealisten wiederum stellte

1Krauße, Anna-Carola:

Geschichte der Malerei. Von der Renaissance bis heute.

Köln: Könemann

Verlagsgesellschaft mbH, 1995, S. 101.

2 Ebd. S.101.

3 Ebd. S.102.

4 Ebd. S.102.

5 Ebd. S.104.

4



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