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Termpaper, 2007, 16 Pages
Author: Claudia Waindok
Subject: German - Literature, Works
Details
Institution/College: University of Duisburg-Essen
Year: 2007
Pages: 16
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-34492-5
ISBN (Book): 978-3-640-34464-2
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Abstract
In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich damit, inwiefern Janoschs Bilderbuch „Oh, wie schön ist Panama“ auch als Erstleseliteratur geeignet ist. Können sich Kinder mit den dargestellten Figuren identifizieren? Sind Erstleser in der Lage dem Handlungsverlauf zu folgen, wenn sie selber noch nicht viele Erfahrungen im Lesen gemacht haben? Werden ihre Interessen angesprochen? Ist der Aufbau des Buches kindsgemäß und werden ihre sprachlichen Fähigkeiten nicht überschätzt? Diesen und anderen Fragen wird in einer Bilderbuchanalyse in Anlehnung an die Analysepunkte Elisabeth Holmeisters thematischer Analyse von Grégoire Solotareffs „Du groß und ich klein“ auf den Grund gegangen.
Excerpt (computer-generated)
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Biographie 3
3. Analyse 4
3.1 Bibliographie 4
3.2 Inhalt 4
3.3 Thema 5
3.4 Aufbau 6
3.5 Figuren 6
3.6 Handlung 8
3.7 Sprache 9
3.8 Erzählperspektive 9
3.9 Zeitgestaltung 10
4. Bildliche Analyse 10
4.1 Darstellung der Figuren und deren Lebensraum 10
4.2 Die Korrelation von Bild und Text 12
5. Schlussbemerkung 13
6. Literaturverzeichnis 15
1
1. Einleitung
,,Uns geht es gut", sagte der kleine Tiger, ,,denn wir haben alles, was das Herz begehrt, und wir
brauchen uns vor nichts zu fürchten. Weil wir nämlich auch noch stark sind. Ist das wahr, Bär?"1
Tiefste Freundschaft, Glückseligkeit, Geborgenheit und die Erfüllung von Träumen
und Wünschen sind die zentralen Themen, die dem Leser von Janoschs ,,Oh, wie
schön ist Panama" begegnen.
Ich erinnerte mich wieder vage an diese Aspekte, als mir beim Durchsehen meiner
eigenen Bilderbücher Janoschs Geschichte vom kleinen Bären und vom kleinen
Tiger in die Hände fiel. Zwei kleine Helden, die sich gemeinsam auf die Reise nach
dem Land ihrer Träume machen, um letzten Endes zu erkennen, dass es zu Hause
am schönsten ist.
Als ich das Buch durchblätterte, fiel mir wieder ein, wie es war, als ich selber noch
nicht lesen konnte, meine Mutter mir dieses Büchlein vorlas und ich parallel dazu die
Bilder beobachtete. Einige Zeit später machte ich meine eigenen Leseversuche und
nahm ebenfalls dieses Buch zur Hand. Auch heute im Erwachsenenalter greife ich
gerne zu dieser Lektüre und verfolge die abenteuerliche Reise des kleinen Bären
und des kleinen Tigers.
Da dieses Buch mich also schon seit Anbeginn meiner literarischen Erfahrungen
begleitet hat, fiel die Wahl des zu analysierenden Bilderbuchs recht schnell und
eindeutig auf Janoschs Klassiker aus den späten 70er Jahren.
Damals beschränkte sich meine Einschätzung der Intention lediglich auf den
Freundschaftsaspekt und das Zusammen-stark-sein. Heute erkenne ich viel
deutlicher wie facettenreich diese Geschichte eigentlich ist:
Janosch stellt in seiner Geschichte einerseits auf kindlich naive Weise die kleinen
Besonderheiten im Alltag dar, die das Leben lebens- und liebenswert machen.
Andererseits zeigt er Jung und Alt, dass Freunde gemeinsam stark sind und sich all
ihre Wünsche und Träume erfüllen können, wenn sie sich gegenseitig helfen.
Auf den folgenden Seiten meiner Hausarbeit möchte ich mich damit beschäftigen,
inwiefern Janoschs Bilderbuch ,,Oh, wie schön ist Panama" auch als Erstleseliteratur
geeignet ist.
1Janosch: Oh, wie schön ist Panama. Weinheim und Basel 1978, S. 4
2
Können sich Kinder mit den dargestellten Figuren identifizieren? Sind Erstleser in
der Lage dem Handlungsverlauf zu folgen, wenn sie selber noch nicht viele
Erfahrungen im Lesen gemacht haben? Werden ihre Interessen angesprochen? Ist
der Aufbau des Buches kindsgemäß und werden ihre sprachlichen Fähigkeiten nicht
überschätzt?
Diesen und anderen Fragen möchte ich in meiner Bilderbuchanalyse in Anlehnung
an die Analysepunkte Elisabeth Holmeisters thematischer Analyse von Grégoire
Solotareffs ,,Du groß und ich klein" auf den Grund gehen.2
2. Biographie
Janosch, der nach seiner Geburt im Jahre 1931 von seinen Eltern Horst Eckert
getauft wurde, verbrachte seine ersten Lebensjahre in Zabrze, Oberschlesien. 1944
machte er eine Lehre zum Schmied und begann in einer Schlosserei zu arbeiten.
Nach Beendigung des Krieges siedelte die Familie im Jahr 1946 in den Westen über,
wo Eckert in einer Textilfabrik arbeitete und einen Lehrgang zum Musterzeichner
besuchte. An der Münchener Akademie der Künste absolvierte er einige
Probesemester und war anschließend ,,freier Künstler".
Sein Freund Georg Lentz, in dessen Verlag 1960 auch Eckerts erstes Kinderbuch
erschien, legte ihm den Künstlernamen ,,Janosch" ans Herz. Im Jahre 1979 erhielt er
für ,,Oh, wie schön ist Panama" den Deutschen Jugendbuchpreis. Ein Jahr später
wanderte Janosch auf eine atlantische Insel aus.
Janosch hat weit über 300 Kinderbücher, Romane etc. geschrieben. Sie sind in 47
Sprachen übersetzt worden und erfreuen Kinder und Erwachsene auf der ganzen
Welt. 3
Weitere bekannte Werke sind: ,,Post für den Tiger" (1980), ,,Der alte Mann und der
Bär" (1985) und ,,Die Tigerente und der Frosch" (1988).
2vgl. Thiele, Jens: Das Bilderbuch. Oldenburg 2000, S.130ff.
3vgl. Janosch Kurzbiographie. Online im Internet unter: http://www.little-tiger.de/index.htm (gefunden
am 8.3.07)
sowie: Janosch eine Kurzbiographie. Online im Internet unter: http://www.galerie-am-
dom.de/shop/portrait (gefunden am 8.3.07)
3
3. Analyse
3.1 Bibliographie
Das zu analysierende Buch ,,Oh, wie schön ist Panama" ist von Janosch in
deutscher Sprache verfasst worden. Erstmalig erschien es im Jahre 1978 im Beltz
Verlag in Weinheim und Basel. Das Taschenbuch hat das Maß 18,7 x 12,7 cm. Auf
der Vorderseite nimmt der Buchtitel etwa ¾ und die Illustration der beiden
Hauptfiguren etwa ¼ des Platzes ein. Auf der Rückseite findet der Leser sowohl eine
kurze Inhaltsbeschreibung als auch eine Empfehlung der Süddeutschen Zeitung.
Die Geschichte der beiden Freunde erstreckt sich in Schriftgröße 16 auf 48
paginierte Seiten. Der Text ist im linksbündigen, allerdings nicht sinnbezogenen
Flattersatz gegliedert.
Das mir vorliegende Exemplar war vor der Euroeinführung zum Preis von 9,80 DM
im Buchhandel erhältlich. Heute kosten gleichwertige Exemplare 5,50 EUR.
Vergleicht man nun die typografischen Angaben mit denen, die für Erstleseliteratur
nach Peter Conrady4 und Kirsten Boie5 als optimal erachtet werden, erkennt man,
dass sich Janoschs Geschichte lediglich hinsichtlich der Schriftgröße und der
Textgliederung dafür eignet. Die Anzahl der Seiten, die durchschnittliche
Zeilenanzahl von etwa 15 Zeilen pro Seite, sowie die durchschnittliche Wortzahl von
vier bis sieben Wörtern pro Zeile überfordert das Fassungsvermögen eines jungen
Lesers. Hier könnte man meinen, dass die Anzahl von Zeilen und Wörtern noch im
geeigneten Rahmen liegt. Allerdings handelt es sich bei meinen Angaben nur um
Durchschnittswerte, da die Anzahl an Wörtern und Zeilen von Seite zu Seite stark
variiert. Diese Variation ist jedoch bei Erstlesebüchern nicht empfohlen. Es
herrschen exakte Vorgaben, an die sich der Autor halten muss.
3.2 Inhalt
Der kleine Bär und der kleine Tiger sind glücklich und fühlen sich wohl in ihrem
bescheidenen Häuschen im Wald. Es mangelt ihnen an nichts. Eines Tages findet
der kleine Bär eine Kiste mit der Aufschrift ,,Panama" im Fluss: Sie riecht nach
4 vgl. Conrady, Peter: Einfach ist nicht trivial. Anmerkungen zur Qualität von Texten für Leseanfänger.
In: Dahrendorf, Malte (Hrsg): Literatur für Einsteiger: Leseförderung durch Erstleseliteratur. Weinheim
1998, S.910.
5vgl. Boie, Kirsten: Darum schreibe ich Erstlesebücher. In: Crämer, Füssenich, Schumann (Hrsg.):
Lesekompetenz erwerben und fordern. Braunschweig 2000, S.140141.
4
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