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Hausarbeit, 2001, 17 Seiten
Autor: Michaela Putz
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Institution/Hochschule: Universität Augsburg (Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Tags: Deutschdidaktik, Grundschullehrplan, Rechtschreiben, Lehrplan, Grundschule, ie-Laut, ie-Schreibung
Jahr: 2001
Seiten: 17
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-18633-9
Dateigröße: 168 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Der neue Lehrplan für die Grundschule:
„Richtig schreiben“
Verfasserin: Michaela Putz
1 Einführung in das Thema „Richtig schreiben“ im neuen Lehrplan 4
2 „Richtig schreiben“ im Lehrplan 5
2.1 Lernpsychologische Grundlagen 5
2.2 Das Fachprofil Deutsch 6
2.2.1 Der Beitrag des Faches Deutsch zum Bildungsauftrag der Grundschule 6
2.2.2 Der Teilbereich „Richtig schreiben“ 6
2.3 Fachlehrplan Deutsch 8
2.3.1 Aufbau und Erläuterung des Teilbereichs „Richtig schreiben“ 8
2.3.2 Der Teilbereich „Richtig schreiben“ in der Jahrgangsstufe 1/2 9
2.3.3 Der Teilbereich „Richtig schreiben“ in der Jahrgangsstufe 3 11
2.3.4 Der Teilbereich „Richtig schreiben“ in der Jahrgangsstufe 4 13
3 Praxisteil: Der lange i-Laut in der Schreibung ie (3. Jahrgangsstufe) 14
Literaturverzeichnis 17
1 Einführung in das Thema „Richtig schreiben“ im neuen Lehrplan
Der neue Grundschullehrplan – eine verpflichtende Arbeits- und Lehrgrundlage, die sich noch stärker und näher am Schüler1 orientiert als zuvor. Dies wirkt sich auf alle Bereiche in den Unterrichtsfächern aus, die in kindgemäßer Weise und an der Sache orientiert dem Schüler nahegebracht werden sollen. Dieser wird angeleitet sein Wissen, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterzuentwickeln, Verstehen anzubahnen, Interessen zu entwickeln, sowie soziale Verhaltensweisen zu fördern. Diese Aspekte sind auch ganz konkret im neuen Lehrplan Deutsch enthalten, auf den ich näher eingehen werde. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt dabei auf dem Teilbereich „Richtig schreiben“. „Richtig schreiben“ geht nicht mehr von der alten Theorie aus, nach der Kinder sich jedes neue Wort einprägen und dieses dann als Lernwort in der Nachschrift sichern. Vielmehr wird nun davon ausgegangen, dass die Schriftsprache in ähnlicher Weise wie die mündliche Sprache erlernt wird. Je länger sich Kinder damit auseinandersetzen, desto differenzierter wird ihr Verständnis dafür. Zu orthographischen Prinzipien sollen Kinder eigene Strategien entwickeln. Erstmals spielt auch der Umgang mit dem Wörterbuch schon ab der ersten Klasse eine große Rolle. In meiner Arbeit werde ich zunächst auf die lernpsychologischen Grundlagen sowie auf das Fachprofil Deutsch eingehen. Des Weiteren führe ich den Teilbereich „Richtig schreiben“ mit seinen Unterpunkten näher aus und gehe schließlich auf die einzelnen Jahrgangsstufen ein. Im Praxisteil werde ich ein Rechtschreibphänomen herausgreifen und versuchen, methodische Überlegungen dazu anzustellen.
2 „Richtig schreiben“ im Lehrplan
2.1 Lernpsychologische Grundlagen
Die alte Vorstellung des Rechtschreiberlernens beruht auf der Wortbildtheorie, nach der alle Lernwörter über den akustischen, visuellen und motorischen „Eingangskanal“ immer wieder eingeübt werden mussten. Der Grundwortschatz wurde Wort für Wort eingeprägt. Als Mittel dazu diente die Nachschrift, durch die die Lernwörter in einen Sinnzusammenhang gebracht werden sollten. Bei dieser Vorstellung wurden die Wörter nicht nach Rechtschreibprinzipien geordnet eingeführt, somit konnten die Schüler nur sehr schwer von Anfang an Rechtschreibstrategien entwickeln.
Die neue Vorstellung des Rechtschreiberlernens lehnt die Wortbildtheorie aufgrund einer Erkenntnis ab, die durch die Beobachtung von „Frühschreibern“ gewonnen wurde. Diese „Frühschreiber“ wurden nicht unterrichtet, sondern erwarben die Schriftsprache ähnlich wie die mündliche Sprache. Daraus schließt man: je länger sich Kinder mit Schrift auseinandersetzen, umso differenzierter wird ihr Schriftverständnis und umso mehr orthographische Strategien erwerben sie. Die neue Vorstellung unterstützt das „Lernen als Prozess“. Der Lernprozess wird unterstützt durch eine gedanklich-begriffliche, sprachliche und wertende Auseinandersetzung mit den Rechtschreibprinzipien. Zu diesen Prinzipien entwickeln Schüler Strategien, die bei der Schreibung angewandt werden. Bei Rechtschreibfehlern geht man nach der neuen Theorie nicht mehr davon aus, dass Schüler sich das neue Wort nicht genügend eingeprägt hätten, sondern dass sie eine für das Wort falsche Strategie verfolgt haben.
2.2 Das Fachprofil Deutsch
2.2.1 Der Beitrag des Faches zum Bildungsauftrag der Grundschule
[...]
1 Wird im Text nur von Lehrern oder Schülern gesprochen, so sind Lehrerinnen und Schülerinnen mitgemeint.
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