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Scholary Paper (Seminar), 2007, 19 Pages
Author: Christina Rokoss
Subject: Orientalism / Sinology - Miscellaneous
Details
Institution/College: Ruhr-University of Bochum
Year: 2007
Pages: 19
Grade: 2,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-35456-6
ISBN (Book): 978-3-640-35484-9
Kommentar des Dozenten: Aufbau, Struktur und Grammatik gut, Länge und Formalia waren angemessen, eigener Argumentationsgang gut nachzuvollziehen
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Abstract
1. Der Film “Majiang” von Yang Dechang: Vier junge Männer in Taipei, die gegensätzlicher nicht sein könnten und doch in ein und derselben Gang sind und sich einander zugehörig fühlen. Das sind die vier Hauptcharaktere des Films „Majiang“ von Yang Dechang. Da ist zum einen Rotfisch (Hongyu), der Kopf der Bande. Sein Vater hat sich von der Mafia Geld geliehen und sitzt bis zum Hals in Schulden. Daraufhin verlässt er seine Frau (die er ohnehin andauernd betrügt) und seinen Sohn, um sich zu verstecken. Rotfisch bewundert seinen Vater, er will genauso werden, wie er: Skrupellos und trickreich, jemand, der in der Lage ist, andere Menschen zu manipulieren, und um dieses gut zu beherr-schen, nie Gefühle aufkommen zu lassen. Der Zweite ist Hong Kong (Xiang Gang), der Frauenheld. Er tut, was Rot-fisch ihm befiehlt, - meistens mit irgendwelchen Frauen zu schlafen, um sie so leichter manipulieren zu können. Dabei geht er genauso skrupellos wie Rotfisch vor, ohne auf die Gefühle der Frauen, die ihn zum Teil wirklich lie-ben, Rücksicht zu nehmen. Der Dritte im Bunde ist Zahnpasta, der genau wie Hong Kong alles tut, was ihm von Rotfisch befohlen wird. Rotfisch ist derjenige mit den Ideen, und Zahnpasta führt sie aus. Er ist der Handlanger, der jedoch um einiges bruta-ler als Rotfisch selber ist. Lun Lun ist der Vierte, der neu zu der Gruppe hinzugestoßen ist. Auch wenn er viele Befehle von Rotfisch ausführt, hat er ihn noch nicht wirklich als Boss akzeptiert und fühlt sich in der neuen Gruppe auch nicht besonders wohl. Vier junge Männer, die sich um das Wohlergehen anderer nicht kümmern, denen es nur um ihr eigenes Glück geht. Sie betrügen andere Menschen, nutzen und beuten sie aus, um sich selber zu mehr Geld und damit auch Glück zu verhelfen. Doch am Ende zeigt sich, dass auch andere in der Lage sind, sie auszunutzen, und dass sie nicht die Einzigen sind, die gemeine Tricks beherrschen. Doch was hat das alles mit Jugendsubkulturen und Globalisierung in Taiwan zu tun?
Excerpt (computer-generated)
Die Widerspiegelung von
Jugendsubkulturen und
Globalisierung in Taiwan
am Beispiel des Films
,,Majiang" von Yang Dechang
Christina Rokoss
Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Ostasienwissenschaften
Sommersemester 2007
Seminar: Identität und Kultur in Taiwan
1
Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis -1-
1. Der Film "Majiang" von Yang Dechang -2-
2. Subkulturen -3-
2.1 Jugendliche Subkulturen -4-
2.2 Jugendsubkulturen in China und Taiwan -5-
2.3 Widerspiegelung von taiwanesischen Jugendsubkulturen in dem
Film -8-
3. Globalisierung -10-
3.1 Globalisierung in China und Taiwan -11-
3.2 Widerspiegelung von Globalisierung in dem Film -13-
4. Inwiefern spiegelt der Film wirklich Jugendsubkulturen und
Globalisierung in Taiwan wider? -14-
Literaturangaben -16-
2
1. Der Film "Majiang" von Yang Dechang:
Vier junge Männer in Taipei, die gegensätzlicher nicht sein könnten und
doch in ein und derselben Gang sind und sich einander zugehörig fühlen.
Das sind die vier Hauptcharaktere des Films ,,Majiang" von Yang Dechang.
Da ist zum einen Rotfisch (Hongyu), der Kopf der Bande. Sein Vater hat
sich von der Mafia Geld geliehen und sitzt bis zum Hals in Schulden.
Daraufhin verlässt er seine Frau (die er ohnehin andauernd betrügt) und
seinen Sohn, um sich zu verstecken. Rotfisch bewundert seinen Vater, er
will genauso werden, wie er: Skrupellos und trickreich, jemand, der in der
Lage ist, andere Menschen zu manipulieren, und um dieses gut zu beherr-
schen, nie Gefühle aufkommen zu lassen.
Der Zweite ist Hong Kong (Xiang Gang), der Frauenheld. Er tut, was Rot-
fisch ihm befiehlt, - meistens mit irgendwelchen Frauen zu schlafen, um sie
so leichter manipulieren zu können. Dabei geht er genauso skrupellos wie
Rotfisch vor, ohne auf die Gefühle der Frauen, die ihn zum Teil wirklich lie-
ben, Rücksicht zu nehmen.
Der Dritte im Bunde ist Zahnpasta, der genau wie Hong Kong alles tut, was
ihm von Rotfisch befohlen wird. Rotfisch ist derjenige mit den Ideen, und
Zahnpasta führt sie aus. Er ist der Handlanger, der jedoch um einiges bruta-
ler als Rotfisch selber ist.
Lun Lun ist der Vierte, der neu zu der Gruppe hinzugestoßen ist. Auch wenn
er viele Befehle von Rotfisch ausführt, hat er ihn noch nicht wirklich als Boss
akzeptiert und fühlt sich in der neuen Gruppe auch nicht besonders wohl.
Vier junge Männer, die sich um das Wohlergehen anderer nicht kümmern,
denen es nur um ihr eigenes Glück geht. Sie betrügen andere Menschen,
nutzen und beuten sie aus, um sich selber zu mehr Geld und damit auch
Glück zu verhelfen. Doch am Ende zeigt sich, dass auch andere in der Lage
sind, sie auszunutzen, und dass sie nicht die Einzigen sind, die gemeine
Tricks beherrschen. Doch was hat das alles mit Jugendsubkulturen und
Globalisierung in Taiwan zu tun?
3
2. Subkulturen:
"Minderheiten werden zeitweilig zu Mehrheiten und artikulieren ihren Wider-
stand gegen eine angepasste, profitsüchtige, bürokratisch erstarrte Gesell-
schaft."1 So definiert Rolf Schwendter den Begriff der Subkultur. Seiner An-
sicht nach ist eine Subkultur oft eine Art ,,Gegenmilieu", etwas, das einfach
gegen das ist, wofür alle sind. Dabei würden Subkulturen oft als etwas un-
moralisches und schlechtes empfunden.
So sieht es auch Chris Barker2, der Subkulturen als ,,a whole way of life"
oder ,,a map of meaning" bezeichnet.
Subkulturen sind also Kulturen, die sich unterhalb des Mainstreams be-
wegen. Die Menschen, die sich einer gewissen Subkultur zugehörig fühlen,
zeigen dies durch ihr Aussehen, ihre Kleidung oder ihr Auftreten. Zum Bei-
spiel tragen so genannte Emos (die gerade insbesondere in der Jugend-
kultur eine neue Form der Auferstehung feiern), überwiegend schwarze
Kleidung, gemischt mit einigen wenigen Farbtupfern. Ihre Haare sind
schwarz und hängen ihnen ins Gesicht. Oftmals tragen sie Sprüche auf
ihrer Kleidung, die etwas mit dem Tod zu tun haben, damit wie viel
einfacher und schöner es für sie wäre, tot zu sein. Darum und um
gescheiterte Lieben geht es auch in der Musik die von ihnen gehört wird.
Die Emos wollen dadurch ihre Unzufriedenheit mit der Welt, wie sie ist, zum
Ausdruck bringen. Sie fühlen sich von anderen Menschen und besonders
von ihren Eltern ungeliebt und versuchen diesen das auf diese Weise
deutlich zu machen. Sie sind eine Gruppe von Gleichgesinnten, die
versucht sich gegen den Mainstream durchzusetzen, die versucht anderen
Menschen klar zu machen, wie schlecht die Welt doch ist. Sie bilden eine
,,entschiedene Opposition zum bestehenden System."3
Subkulturen haben für Mitglieder fünf Funktionen, die ebenfalls von Chris
Barker4 aufgeführt wurden: Die erste Funktion ist, dass sie eine Art ma-
gische Lösung für soziale und wirtschaftliche Probleme bilden. Um ein Bei-
spiel zu nennen: Viele Menschen kämpfen heutzutage mit der Arbeitslosig-
keit. Und für dieses Problem haben einige von ihnen eine ganz einfache Lö-
1 Schwendter, Rolf (1978): Theorie der Subkultur
2 Barker, Chris (2000): Cultural Studies
3 Schwendter, Rolf (1978): Theorie der Subkultur
4 Barker, Chris (2000): Cultural Studies
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