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Die Bedrohung des Westfrankenreiches unter Karl dem Kahlen durch äußere Mächte

Termpaper, 2001, 18 Pages
Author: Thomas Löwer
Subject: History - Middle Ages, Early Modern

Details

Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 18
Grade: 2,7
Language: German
Archive No.: V12854
ISBN (E-book): 978-3-638-18647-6

File size: 173 KB


Excerpt (computer-generated)

Philipps Universität Marburg
WS 2000/2001
Institut für Mittelalterliche Geschichte
PS: Karl der Kahle und seine Zeit

Thema:

Die Bedrohung des Westfrankenreiches
unter Karl dem Kahlen durch äußere Mächte

Thomas Löwer

 

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 3-4

II. Die Auseinandersetzungen 5-8

1. Mit den Bretonen 5-6
A.. Die I. Phase 5
B.. Die II. Phase 6

2. Mit den Wikingern 6-8
A. Die Überfälle der Wikinger in den 40ern 6-7
B. Die Überfälle der Wikinger in den 50ern 7
C. Die Überfälle der Wikinger in den 60ern 7-8

III. Die Maßnahmen 9-14

1. Gegen die Aufstände der Bretonen 9-11
A. Die Verhandlungen Karls mit seinen Brüdern Ludwig dem Deutschen und Lothar, die Bretonen nicht gegen ihn aufzuwiegeln 9
B. Militärische Versuche, die Revolten der Bretonen zu unterbinden 10
C. Die Zugeständnisse Karls an die Bretonen 10
D. Umbesetzungen der Magnaten an der bretonischen Grenze 10-11

2. Gegen die Wikingerüberfälle 11-14
A. Karl der Kahle kauft sich mit dem Dänengeld von den Wikingern frei  11-12
B. Karls Versuche, dem Wikingerproblem militärisch entgegenzutreten13
C. Karls Verbündete außerhalb des Reiches 13-14

IV. Schlussbetrachtung 15-16

V. Literaturverzeichnis 17-18

 

I. Einleitung

Verdun. Im Juli 843 wird ein 3jähriger Krieg um das Erbe Ludwig des Frommen, der zwischen Lothar auf der einen und Ludwig dem Deutschen sowie Karl dem Kahlen auf der anderen Seite tobte und am 24 Juni 841 bei der Schlacht von Fontenoy seinen Höhepunkt hatte, mit einem Vertrag beendet. Das Frankenreich wird dreigeteilt. Ludwig erhält den östlichen Teil, Lothar den mittleren und Karl den westlichen. Doch das Frankenreich hat schwer unter dem Erbfolgekrieg gelitten. Äußere Mächte sahen ihre Chance, sich an der Schwäche des Reiches zu bereichern. Von allen Seiten fallen sie ins Reich ein. Von Osten Slawen, von Norden Wikinger, von Süden Sarazenen, aus dem Westen Muslime1 und aus dem Nordwesten Bretonen.2 Karl der Kahle und sein Westfrankenreich hatten vor allem unter den Angriffen von Wikingern und Bretonen zu leiden. Die Gründe, warum das Reich so unter den Angriffen leiden musste sind unterschiedlich. Zum einen lag es an der geographischen Gegebenheit, da es durch seine langen Küsten für die Wikinger eine leichte Beute darstellte. Zum anderen hatte das Reich viele innenpolitischen Probleme und verfügte über einen nur gering vorhandenen inneren Zusammenhalt.

Diese Arbeit soll untersuchen, mit welchen Mitteln Karl versuchte, Herr dieser Probleme zu werden, und Auskunft über die Effektivität der Versuche geben. Aufgebaut ist sie in drei Teile. Der erste Teil soll die Konflikte zwischen Karl und den Wikingern bzw. Bretonen darlegen. Der Zweite die Maßnahmen zur Abwehr dieser und im dritten Teil eine Bewertung vorgenommen werden.

Der Arbeit zur Grunde liegen die Werke von Nelson Charles the Bald, Charles the Bald; Court and Kingdom von Gibson und Nelson sowie von Smith Province and Empire zu Grunde.

II. Die Auseinandersetzungen

II.1. Mit den Bretonen

II.1.A. Die I. Phase

Die Auseinandersetzungen Karls mit den Bretonen teilen sich in zwei Epochen auf. Die erste Epoche dauerte von 843 bis 851.3 Die Bretonen wurden während dieser Zeit von Nominoe geführt. Nominoe war unter Karls Vater Ludwig dem Frommen in der Bretagne missi, sah sich nach dessen Tod 840 aber nicht mehr an die karolingische Herrschaft gebunden. Während des Krieges um das Erbe Ludwigs schwörte Nominoe Karl 841 die Treue.4 Im Sommer 843 fiel Nominoe wieder von Karl ab. Karl schaffte es bis zum Tod Nominoes 851 nicht, ihn wieder für sich zu gewinnen. Unterstützung fand Nominoe in Lambert, Pippin II. und Karls Halbbruder Lothar. Lambert fiel schon im März 843 mit bretonischer Unterstützung in Nantes ein. Im folgenden Jahr griffen sowohl Lambert als auch Nominoe Städte in Neustrien ein.5 845 wurde Redon zum Schauplatz einer Schlacht zischen Karl und Nominoe. Nach einer fast vierjährigen Waffenpause zwischen Karl und Nominoe, wurden die Feindseeligkeiten 489 wieder aufgenommen. Während der mehrjährigen Auseinandersetzungen starb Nominoe zu Beginn den Jahres 851. An seine Stelle trat sein Sohn Erispoe. Gegen Ende des gleichen Jahres wurden die Feindseligkeiten mit den Bretonen für die nächsten 6 Jahre beendet. Die Aufstände im Westen Neustriens dauerten allerdings noch bis 852 an, und wurden erst durch den Tod Lamberts beendet.

II.1.B. Die II. Phase

Von 857 bis 863 dauerte die zweite Phase der Auseinandersetzungen.6 In dieser Zeit wurden die Bretonen von Salomon geführt. Diese Phase zeichnete sich allerdings durch einen anderen Charakter aus als die von 843-851. Es handelte sich hierbei um einen allgemeinen Aufstand des Adels in Neustrien gegen Karl. Dieser Aufstand fand aber unter großer Beteiligung der Bretonen unter Salomon statt. Die Allianzen, ob gegen oder für Karl wechselten fast jährlich. Beteiligt an allen gegen Karl gerichtet Aktionen war Salomon. Zuerst vertrieb Salomon mit Unterstützung des Adels Neustriens Karls Sohn Ludwig den Stammler aus seinem Unterkönigtum, dann schloss er sich 859 der Rebellion Roberts des Starken von Anjou im Loiretal an, und schließlich unterstütze er auch den Aufstand Ludwig des
Stammlers gegen seinen Vater.

II.2. Mit den Wikingern

 

[....]


 

1 Die Muslime aus Cordoba fielen nur einmal 841/842 unter Musa ins Frankenreich ein. Später unterstützten sie Karl im Kampf gegen Pippin II. in Aquitanien. Vgl. Nelson, Janet L.; The reign of Charles the Bald: a survey; in Gibson, Magret T.; Nelson, Janet L.; Charles the Bald; Court and Kingdom; Oxford 31990; S. 5. und Nelson, Janet L.; Charles the Bald; New York 1992. S. 136,150,162.

2 Die Bretonen gehörten zwar offiziell zum Frankenreich und der damalige Bretonenführer Nominoe fungierte in der Bretagne auch als missi unter Ludwig dem Frommen. Aber gerade in den  Jahren unter Karl dem Kahlen bildete sich ein unabhängiges Königtum Bretagne heraus. Auch in der damaligen Zeit wurde die Bretagne als unabhängiges Königtum angesehen. Vgl. Davies; On the distribution of political power in Brittany in the mid-ninth century; S. 99-104.

3 Vgl. Smith, Julia M.; Province and Empire; Brittany and the Carolingians; Cambridge 1992; S. 89.

4 Vgl. Ebd. S. 93.

5 Vgl. Ebd. S. 95.

6 Vgl. Ebd. S. 89.


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