Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Presentation (Elaboration), 2006, 25 Pages
Author: Theresa Hiepe
Subject: Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
Details
Institution/College: University of Marburg (Geographie)
Year: 2006
Pages: 25
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-36642-2
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
In dieser Hausarbeit wird zunächst die Thematik 'Alterspyramide' behandelt, indem über eine Begriffsklärung verschiedene idealtypische, aber auch reelle Alterspyramiden (v.a. auch der BRD) vorgestellt werden. In einem weiteren Schritt werden Zukunftsperspektiven für Deutschland thematisiert und Folgen der Bevölkerungsentwicklung, besonders im Hinblick auf die sozialen Systeme, aufgezeigt. Schlussendlich erfolgt eine politische Betrachtung der Lösungsvarianten.
Excerpt (computer-generated)
ALTERSPYRAMIDE
& SOZIALES SYSTEM
_____________________________________________________________________________
Philipps-Universität Marburg
Fachbereich 19 - Geographie
PS Bevölkerungsgeographie
WS 2005/06
Referentin: Theresa Hiepe
Marburg, 07.01.2006
1
Gliederung
1.
Einleitung
2. Alterspyramide
2.1 Begriffsdefinition
2.2
Altersgliederung
2.3
Idealtypische
Alterspyramiden
2.3.1
Pyramidenform
2.3.3
Bienenkorbform
2.3.4
Glockenform
2.3.5
Urnenform
2.3.6
Birnenform
2.3.7
Tropfenform
2.4
Reelle Formen von Alterspyramiden
2.4.1 Pyramidenform am Beispiel Ägypten
2.4.2 Bienenkorbform am Beispiel Bulgarien
2.4.3 Urnenform am Beispiel der BRD
3.
Zukunftsperspektiven für Deutschland
4.
Folgen der Bevölkerungsentwicklung
4.1 Veränderungen
Arbeitsmarkt
4.2
Auswirkungen
Wirtschaft
4.3
Auswirkungen soziale Sicherungssysteme
5. Lösungsvarianten
5.1 Familienpolitik
5.2
Einfluss
Wanderungsbewegung
5.3 Aufgabe
Gesundheitssystem
5.4 Arbeitsmarktpolitik
6. Schlussbetrachtung
7. Glossar
8. Anhang
9.
Literatur- und Abbildungsverzeichnis
2
1. Einleitung
Im weltweiten Durchschnitt wächst die Bevölkerung immer stetiger, sodass sich berechtigt die Frage
nach der Tragfähigkeit der Erde stellt. Während die Bevölkerung in beispielsweise Indien fast zu
explodieren droht, entsteht am anderen Ende der Welt, genauer gesagt in vielen Industrieländern, ein
ganz anderes Bild. Seit Jahren weisen die Demographen in Deutschland darauf hin, dass sich die
Bevölkerungsentwicklung tief greifend ändern wird, wobei diese Änderungen Konsequenzen auf alle
Bereiche des gesellschaftlichen Lebens haben werden. Natürlich sind diese Prozesse nicht nur auf die
BRD allein beschränkt, sondern finden weltweit statt, jedoch immer mit regional sehr unterschiedlichen
Ausprägungen (ROLOFF, J. 2003: 8). Da eine Analyse der Altersstrukturen und entwicklungen für
alle diese Länder an dieser Stelle jedoch zu weit führen würde, möchte ich meine folgenden
Ausführungen speziell auf das Land in dem wir leben die Bundesrepublik Deutschland beziehen.
Worin die Ursachen für den Bevölkerungsrückgang begründet sind, welche Folgen dieser hat und
welche Lösungsansätze zur Behebung oder wenigstens Eindämmung dieses gravierenden Problems
notwendig sein werden, möchte ich im nachfolgenden Referat erläutern.
2.
Alterspyramide
2.1 Begriffsklärung
Die Altersstruktur gibt Auskunft über die aktuellen, zukünftigen, vergangenen und demographischen
Prozesse (z.B. Geburten, Sterbefälle und Wanderungen). Dafür ist es wichtig den Altersaufbau einer
Bevölkerung zu erfassen, wozu nicht nur Maßzahlen, sondern auch anschauliche Diagramme dienen
sollen. Die Alterspyramide, auch Bevölkerungspyramide genannt, ist also ein modifiziertes
Häufigkeitsdiagramm (BÄHR, J. 2004: 91).
2.2 Altersgliederung
Die Einteilung der Altersgruppen für die Analyse in einer Bevölkerungspyramide ist international
gebräuchlich. Es wird nach drei Gruppen unterschieden:
1. Kinder und Jugendliche (0 bis14 bzw.19 Jahre) im nicht erwerbsfähigem Alter;
2. Erwachsene (15 bzw. 20 bis 59 oder 64 Jahre) im erwerbsfähigen Alter;
3. Senioren/ Personen im Rentenalter (60 bzw. 65 Jahre und älter) (BÄHR, J. 2004: 91)
3
2.3 Idealtypische
Alterspyramiden
Idealtypische Alterspyramiden dienen zur Veranschaulichung der Dynamik innerhalb einer
Bevölkerung.
Einteilung:
Im Aufbau der Pyramide trennt man die männlichen von den weiblichen Bevölkerungsanteilen. Diese
sind mitsamt der Häufigkeiten auf der Abzisse abgetragen, während die Jahrgänge (man fasst meist
zu 5-Jahrgangs-Gruppen zusammen) auf der Ordinate dargestellt werden (BÄHR, J. 2004: 92 f.).
2.3.1 Pyramidenform
Die Pyramidenform zeichnet sich durch eine konstant hohe Fertilitätsrate aus.
Dieser Aspekt führt zu einer wachsenden Bevölkerung. Eine jährliche
Geburtenzunahme, wonach jeder Neugeborenenjahrgang größer ist als der
vorherige, ist Voraussetzungen für die Pyramidenform. Eine breite Basis
veranschaulicht diese positiven Geburtenverhältnisse. Es herrscht eine
zunehmende Sterberate im hohen Alter, was sich im Diagramm durch die
allmähliche Zuspitzung bzw. Ausdünnung nach oben zeigt. Diese Form der
Alterspyramiden ist typisch für Entwicklungsländer (BÄHR et. al. 1992: 177;
DE LANGE 1991: 18; KULS & KEMPER 2002: 74; LEIB & MERTINS
1983:87).
2.3.3
Bienenkorbform
oder stationäre Phase
Die Bienenkorbform zeichnet sich durch eine langjährige konstante
Geburtenrate aus. Jeder Neugeborenenjahrgang ist ähnlich groß wie der
vorhergehende. Die Zuspitzung dieser Bevölkerungspyramide geschieht
relativ spät aufgrund einer gestiegenen Lebenserwartung und infolgedessen
spät einsetzenden Mortalitätsraten.
Eine Zuordnung dieser Form würde wohl am ehesten den Entwicklungen in
Industrieländern nahe kommen (BÄHR et. al. 1992: 177; DE LANGE 1991: 18;
KULS & KEMPER 2002: 74; LEIB & MERTINS 1983:87).
2.3.4 Glockenform
Diese Form entsteht, wenn die stationäre Bevölkerung wieder anfängt zu
wachsen, das bedeutet ein Anstieg der Fertilität, häufig verursacht aufgrund
4
von raschem Wirtschaftswachstum, bei gleich bleibenden Sterblichkeitsraten. Das führt in folge
dessen zu einem leichten Bevölkerungswachstum. Zuzuordnen wäre diese Form den Industrieländern
(BÄHR et. al. 1992: 177; DE LANGE 1991: 18; KULS & KEMPER 2002: 74; LEIB & MERTINS
1983:87).
2.3.5 Urnenform
Bei gleich bleibender Mortalität bzw. leicht rückläufiger Sterberate und
abnehmenden Geburtenzahlen entsteht diese Alterspyramidenform.
Die Bevölkerung (besonders die junge Generation) schrumpft, denn jeder folgende
Geburtenjahrgang ist kleiner als der vorangegangene. Während die jungen
Bevölkerungsanteile abnehmen, sind die mittleren Altersjahrgänge besonders
stark ausgeprägt. Diese Form ist typisch für Industrieländer (BÄHR et. al. 1992:
177; DE LANGE 1991: 18; KULS & KEMPER 2002: 74; LEIB & MERTINS
1983:87).
2.3.6 Birnenform
Wenn die Geburtenrate sehr schnell sinkt, entsteht diese Form infolge auf die
verbreiterte Pyramidenform. Zunehmende Sterblichkeit im hohen Alter, sowie die
Verminderung der Bevölkerung aufgrund des nachhaltigen
Bevölkerungsrückgangs kennzeichnen die Birnenform, welche typisch für
Entwicklungsländer ist (BÄHR et. al. 1992: 177; DE LANGE 1991: 18; KULS &
KEMPER 2002: 74; LEIB & MERTINS 1983:87).
2.3.7 Tropfenform
Bei der Tropfenform fällt die Geburtenrate sehr plötzlich, schnell und extrem.
Dieser abrupte Geburtenrückgang geht meist mit politischen und/oder wirtschaftlichen
Krisen einher. Auch hier finden wir eine gleich bleibende, relativ spät einsetzende
Mortalitätsrate vor, da die älteren Bevölkerungsteile nicht negativ von den
Entwicklungen beeinflusst werden. Durch den konsequenten Ausfall der Geburtenrate
kommt es zum Aussterben der Bevölkerung. Diese seltene Form ist den
Industrieländern (kleinräumige Regionen) zuzuordnen, wo Migration eine größere
Rolle spielt (z.B. Sun City/ Arizona 1990). Die Tropfenform kann aber auch bei
kleinen Teilvölkern auftreten, wenn über Jahre hinweg der Nachwuchs ausbleibt
(BÄHR et. al. 1992: 177; DE LANGE 1991: 18; KULS & KEMPER 2002: 74;
LEIB & MERTINS 1983:87).
5
2.4 Reelle Formen von Alterspyramiden
2.4.1
Pyramidenform
am Beispiel Ägypten
Die Pyramidenform von Ägypten ist durch folgende Faktoren in ihrem Aufbau
gekennzeichnet:
Von 1966 bis 1992 wuchs die Bevölkerung in Ägypten um 82%. Bei einer jährlichen
Wachstumsrate von einer Million, stellt diese rasche Zunahme der Bevölkerung das
soziale und wirtschaftliche Problem dar. Etwa 40% der Einwohner waren 1990
jünger als 15 Jahre, während nur 4% älter als 65 waren. Gezielte
Familienplanungsprogramme waren bisher nur wenig erfolgreich. Die Geburtenrate
ist zwar rückläufig, jedoch trifft das ebenfalls auf die Sterberate zu
(STATISTISCHES BUNDESAMT 1993).
2.4.2 Bienenkorbform
bzw. stationäre Phase am Beispiel Bulgarien
Trotz bevölkerungspolitischer Maßnahmen stagniert das
Bevölkerungswachstum
in Bulgarien durch die sinkenden Geburtenraten. Bei der Sterberate ist ein
leichtes Ansteigen aufgrund des zunehmenden Anteils der über 65-jährigen
erkennbar (LEIB & MERTINS 1986). Langfristig ist hingegen zu sagen, dass
die Bevölkerungszahlen abnehmen. Pro-natalistische Maßnahmen in den
`60er und `70er Jahren führten kurzfristig zu einer Steigerung der
Geburtenziffern, verfehlten jedoch langfristig ihre Wirkung. Eine Versorgung
mit größerem Wohnraum für Familien hatte nur Einfluss auf
Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen und finanzielle Anreize
erwiesen sich als wenig interessant. Traditionelle Familienvorstellungen sind nur noch bei
Bevölkerungsschichten mit niedrigem Bildungsstand erhalten geblieben.
Der Trend geht eher in die Richtung einer Kleinfamilie (STATISTISCHES BUNDESAMT 1991).
2.4.3 Urnenform am Beispiel der BRD
Entwicklung:
1910 konnte die Bevölkerungspyramide der BRD noch mit einer klassischen Pyramidenform
verglichen werden. Ein breiter Sockel kennzeichnete einen hohen Jugendquotient und mit steigenden
Altersjahren sanken die Bestände an älteren, und besonders sehr alten Menschen erheblich
(ROLOFF, J. 2003: 9 f.).
Fast hundert Jahre später zeigt sich, dass der Altersaufbau Deutschlands eine rasante Entwicklung
durchgemacht hat. Der Altersaufbau kann nun nicht mehr mit der Form einer Pyramide verglichen
werden, sondern ähnelt wohl eher einem ,,ausgefransten Tannenbaum" oder wie es in der
Fachsprache heißt, einer Urnenform (ROLOFF, J. 2003: 10). Diese Form wird gekennzeichnet durch
6
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: