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Termpaper, 1999, 11 Pages
Author: Jens Klinkicht
Subject: Sociology - Methodology and Methods
Details
Institution/College: Dresden Technical University (Institut für Soziologie)
Tags: Inhaltsanalyse, Methoden
Year: 1999
Pages: 11
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-18668-1
File size: 144 KB
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Excerpt (computer-generated)
Technische Universität Dresden
Philosophische Fakultät
Institut für Soziologie
Hausarbeit:
Formen der Inhaltsanalyse
Jens Klinkicht
SS 1999
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Geschichte und Definitionen der Inhaltsanalyse 1
2.1. Geschichte der Inhaltsanalyse 1
2.2. Definitionen der Inhaltsanalyse 1
3. Formen und Ablauf einer Inhaltsanalyse 2
3.1. Abgrenzung von qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse 2
3.1.1. qualitative Inhaltsanalyse 2
3.1.2. quantitative Inhaltsanalyse 5
I) Die Frequenzanalyse 5
II) Die Dokumentenanalyse 5
3.2. Phasen einer Inhaltsanalyse 6
4. Probleme inhaltsanalytischer Verfahren 7
5. Schlussbemerkungen 8
Literaturverzeichnis III
I. Einleitung
In meiner Hausarbeit soll es um das Thema der Inhaltsanalyse, deren Formen, ihre Geschichte, die verschiedenen Methoden usw. gehen. Ich werde außerdem versuchen, die Möglichkeiten und Grenzen bei der Analyse aufzuzeigen.
In den letzten Jahren ist eine stetige Zunahme an inhaltsanalytischen Verfahren (sowohl quantitativer wie auch qualitativer Art) zu verzeichnen – nicht nur in der Sozialforschung, sondern auch in Ethnologie, Geschichte, Psychologie usw. Die Fachöffentlichkeit diskutiert in Zeitschriften, Büchern und Artikeln Fragen der methodologischen Begründung, wie auch die verschiedenen Anwendungs- und Auswertungsverfahren.
II. Geschichte und Definitionen der Inhaltsanalyse
2.1. Geschichte der Inhaltsanalyse
Die Inhaltsanalyse hat sich im Zeitverlauf von einem intuitiven zu einem systematischen Erhebungsinstrument für Fragen zur sozialen Wirklichkeit entwickelt. Es lassen sich dabei fünf verschiedene Entwicklungsphasen unterscheiden, die aber auch nicht völlig gegeneinander abzugrenzen sind. Gründe dafür sind mit Sicherheit unter anderem Ereignisse und Entwicklungen in den Massenmedien sowie der internationalen Politik.
Der Übersichtlichkeit geschuldet, werde ich die Phasen nur kurz nennen und keine näheren Ausführungen dazu machen. Das Ganze beginnt mit der Phase der Intuition (bis 1900), gefolgt von der quantitativ-deskriptiven Phase (7.Jhd.-1926). Im Anschluss daran kommt es zur Reifung zum eigenständigen Erhebungsinstrument. Den Abschluss bilden die interdisziplinäre Erweiterung (1941-1967) und schließlich die Phase der theoretisch-methodischen Fundierung ab 1967 (Merten 1995, S.35).
2.2. Definitionen der Inhaltsanalyse
Im Jahre 1952 wurde die erste zusammenfassende Definition der Inhaltsanalyse vorgelegt – und zwar von Berelson: „Die Bedeutungsanalyse ist eine Untersuchungstechnik, die der objektiven, systematischen und quantitativen Beschreibung des offenbaren Inhalts von Mitteilungen aller Art dient.“ (Berelson 1952, S.18). Er gibt dabei vier Elemente an, die für eine Inhaltsanalyse als soziologische Methode notwendig sind.
Sie muss quantitativ sein und sie beschreibt den offenbaren (manifesten) Inhalt von Mitteilungen (König 1962, S.571-572). Unter dem Inhalt versteht man dabei bildliche, sprachliche und sonstige Symbole. Aus diesen setzen sich dann die unterschiedlichen Mitteilungen zusammen (Bernsdorf 1969, S.459-460). Die Objektivität und Systematik sind als Hauptmerkmale der Methode in der Fachwelt kaum umstritten, was sich bei den Begriffen „manifester Inhalt“ und „quantitative Beschreibung“ allerdings ganz anders darstellt. Denn solch eine Form der Definition schließt Verfahren der qualitativen Analyse völlig aus. Eine bessere Form ist in dieser Sicht die von Früh (1991). Er sagt: „Die Inhaltsanalyse ist eine empirische Methode zur systematischen, intersubjektiv nachvollziehbaren Beschreibung inhaltliche und formaler Merkmale von Mitteilungen.“
Diese unterschiedlichen Beispiele zeigen, wie verschieden die Positionen sind, was Definitionen betrifft (Diekmann 1995, S.482). Im Buch von Klaus Merten wird eine andere Definition gegeben. Für ihn ist die Inhaltsanalyse „...eine Methode zur Erhebung sozialer Wirklichkeit, bei der von Merkmalen eines manifesten Textes auf Merkmale eines nichtmanifesten Kontextes geschlossen wird.“ (Merten 1995, S.15). Er sieht den Gegenstand der Inhaltsanalyse in den Kommunikationsinhalten, sofern sie manifest (als Text) abgebildet werden können. Für Merten ist das Ziel ein Schlussverfahren, nämlich von Merkmalen des Textes auf die des Kontextes und somit auf die interessierende soziale Wirklichkeit (Merten 1995, S.15-16).
III. Formen und Ablauf einer Inhaltsanalyse
3.1. Abgrenzung von qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse
3.1.1. Die qualitative Inhaltsanalyse
Sie bedient sich letztendlich der gleichen Methodik und Logik wie eine quantitative Analyse. Es gibt darüber hinaus innerhalb der qualitativen Richtung noch ein unterschiedliches Verständnis davon. Eine Richtung unterscheidet sich von der quantitativen Inhaltsanalyse nur durch den Grad der Quantifizierung, d.h. sie macht dies nur teilweise bzw. überhaupt nicht. Die andere Richtung zeigt die qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungskategorie, ohne vorher Analysekriterien formuliert zu haben. Man diese auch als Form im engeren Sinn sehen, sie besitzt sozusagen eine eigene Qualität und zeichnet sich durch eine gewisse Anzahl von
Merkmalen aus.
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