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Mentales Lernen in der Primarstufe

Seminararbeit, 2002, 13 Seiten
Autor: Ines Konietzka
Fach: Sport - Sportpädagogik, Didaktik

Details

Veranstaltung: Mentales Lernen – Mentales Training im Bewegungslernen und Sport
Institution/Hochschule: Universität Duisburg-Essen (FB Sportdidaktik)
Tags: Mentales, Lernen, Primarstufe, Mentales, Lernen, Mentales, Training, Bewegungslernen, Sport
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 13
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V12890
ISBN (E-Book): 978-3-638-18679-7

Dateigröße: 166 KB


Textauszug (computergeneriert)

Universität Gesamthochschule Essen
Fachbereich Sport
Lehramt Primarstufe

Hausarbeit im Seminar
Mentales Lernen – Mentales Training im Bewegungslernen und Sport

Zum Thema:
Mentales Lernen in der Primarstufe

Vorgelegt von: Ines Konietzka
Fachsemester: 7
Wintersemester 2001/2002

Inhalt

1. Einleitung 2
2. Definition des Mentalen Lernens 4
3. Mentales Lernen im Unterricht 5
3.1 Stilleübungen 5
3.2 Phantasiereisen 7
3.3 Marburger Konzentrationstraining 9
4. Schlusswort 11
5. Literaturverzeichnis 12

 

1. Einleitung

In unserer heutigen schnelllebigen Welt sind Kinder einer enormen Reizüberflutung ausgesetzt.
Bedingt durch Zeitdruck und Stress, haben bereits Kinder schon Probleme, sich zu konzentrieren. Durch festgelegte Termine ist ihre Freizeit völlig verplant, wobei die direkte Erfahrung mit sich selbst und der Umwelt verloren gehen kann. Die Folgen dieser Oberflächlichkeit sind neben Konzentrationsschwierigkeiten wie oben schon erwähnt Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Koordinationsschwierigkeiten. Viele Kinder haben Probleme mit dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Das Loslassen von alt Bewährtem, wie in dem Fall der Kindergarten, gerät in Konflikt mit dem unbekannten Neuen! Für einige Kinder bedeutet es Stress, sich dem Neuen – der Schule hinzugeben. Sie haben Angst vor der Situation, die auf sie zukommt, geraten unter Druck und sind dadurch enorm angespannt. Die Gedanken der Kinder sind vollkommen blockiert und richten sich allein an diese Situation, die ihnen noch sehr fremd und ungeheuer ist. Es fällt dem Kind schwer, sich auch auf andere Dinge zu konzentrieren.

In diesem Fall ließe sich vorteilhaft Mentales Lernen praktizieren, welches ich in meiner Arbeit vorstellen möchte.

Weitere Gründe, Mentales Lernen bei Kindern durchzuführen sind:

  • Streit der Eltern oder mit Freunden
  • Berufstätigkeit der Eltern
  • Alleinsein
  • Sorgen, Probleme
  • Schlaf-, Lern- und Verhaltensstörungen

Als Lehrer hat man mittlerweile vielfältige Möglichkeiten, den Kindern zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit zu verhelfen. Einige dieser Möglichkeiten stelle ich in meiner Arbeit vor.
Dabei beginne ich mit einer kurzen Erläuterung zum Mentalen Lernen im und stelle den Gegensatz zum Mentalen Training dar. Anschließend werde ich auf verschiedene Übungen eingehen, die mit Kindern in der Grundschule praktiziert werden können.

2. Definition des mentalen Lernens

Mentales Lernen ist eine Vorform des Mentalen Trainings und hat eine vorbereitende Funktion. Mental, eine Ableitung des Lateinischen ′mens′, fokussiert das Lernen auf den Verstand, den „Geist“. Ulich definiert das mentale Training folgendermaßen: „MT ist ein planmäßig wiederholtes, bewußtes Sich-Vorstellen der zu lernenden sensomotorischen Fertigkeit.“1

Erst ab dem zehnten bzw. zwölften Lebensjahr, je nach dem Entwicklungsstand der Kinder, ist es möglich Mentales Training zu betreiben. Kinder lernen zu diesem Zeitpunkt die Fähigkeit zur Innensicht und der Sensibilisierung. Sie können ihre Sinne bewusster wahrnehmen und in ihre Seele hineinschauen. Diese grundlegenden Fähigkeiten sind wichtig, um richtig mental zu trainieren. Außerdem sind die sensomotorischen Fähigkeiten und die „funktionellen Voraussetzungen, die zur Verarbeitung und Beantwortung der Informationen notwendig sind“2 der Kinder in jüngeren Jahren noch nicht so weit entwickelt, um effektiv Mentales Training zu betreiben. Und weiterhin haben Kinder Probleme sich zu konzentrieren, lassen sich schnell ablenken, sind unruhig und durch ihren reichen Bewegungsdrang fällt es ihnen schwer, ruhig sitzen zu bleiben bzw. für eine gewisse Zeitspanne eine Position einzuhalten.

In der Grundschule ist Mentales Training wegen des Trainingsaspekts eher schwer durchführbar. Hinzu kommt, dass die dazu nötigen kognitiven Fähigkeiten bei Kindern dieses Alters oftmals nicht vorhanden sind. In der Primarstufe hat der Lehrer die Möglichkeit durch einführende Übungen die Kinder langsam auf das spätere Mentale Training vorzubereiten und heranzuführen.

[...]


1 Ulich, E.: Untersuchungen über das sensomotorische Lernen. Bericht über den 24. Kongreß der Dt. Gesellschaft f. Psychologie, Göttingen 1965. Zit. n. Schoder, G.: Mentales Training im Vorschulalter. In: Die Leibeserziehung 21 (1972) 12, S.423.
2 Medler / Schmidt-Walther: Empirische Untersuchungen zum Zusammenhang von mentaler Trainingsfähigkeit und dem Alter. In: Die Leibeserziehung 21 (1972) 12. S.422.


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