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Hausarbeit, 2002, 21 Seiten
Autor: Thomas Kuthe
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Details
Tags: Instrumentarium, Europäischen, Zentralbank
Jahr: 2002
Seiten: 21
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-18681-0
Dateigröße: 210 KB
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Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Das geldpolitische Instrumentarium der EZB
Thomas Kuthe
erstellt im Rahmen der Veranstaltung
Volkswirtschaftslehre
Wintersemester 2002
Gliederung
1. Einleitung 3
2. Die Notwendigkeit einer EZB 4
3. Die Struktur der EZB 5
4. Der institutionelle Rahmen der EZB 7
4.1 Die Unabhängigkeit der ESZB 7
4.2 Die Rechenschaftspflicht der ESZB 8
5. Die geldpolitischen Instrumente des ESZB 9
5.1 Die Rolle der Geldmenge und der Referenzwert 10
5.2 Die Offenmarktpolitik 11
5.3 Die ständigen Fazilitäten 12
5.4 Die Mindestreserve 13
5.5 Weitere geldpolitische Instrumente 14
6. Die Herrschaft des ESZB über die Zentralbankgeldschöpfung 15
7. Schlussbemerkungen 16
8. Literaturverzeichnis 18
1. Einleitung
Vorraussetzung für die Schaffung und Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) war der Maastricher Vertrag, der am 1. November 1993 in Kraft trat, nachdem er von allen elf Mitgliedstaaten ratifiziert wurden war. Kerngedanke dieses Vertrages ist die Schaffung der Europäischen Währungsunion und die damit verbundene Einführung einer gemeinsamen Währung, des Euro, und die Gründung einer EZB.
Mit dem Übergang in die dritte Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion am 1. Januar 1999 hat die EZB (am 1. Juni 1998 gegründet) alle im EG-Vertrag festgelegten Kompetenzen übernommen.
Dieser Abschnitt markiert einen weiteren entscheidenden Punkt der europäischen Integration - die Einführung des Euro. Die bisher elf Teilnehmer der europäischen Währungs- und Wirtschaftsunion (WWU) haben damit ihre Souveränität im Bereich der Währungspolitik an die EZB abgetreten. Folglich spielt die EZB nun eine entscheidende Rolle in der Geld- und Währungspolitik. Das vorrangige Ziel der EZB bzw. des Europäischen Zentralbanken Systems(ESZB) ist es die Preisstabilität zu gewährleisten, gemäß Artikel 2 der Satzung des ESZB und der EZB. Das ESZB setzt sich aus den nationalen Zentralbanken der EU – Mitgliedstaaten zusammen, wobei die EZB an der Spitze dieses Systems steht. Weiterhin unterstützt das ESZB die allgemeine Wirtschaftspolitik, soweit dieses ohne die Preisstabilität zu gefährden, möglich ist. Bei der Verwirklichung ihrer Ziele handelt das ESZB nach dem Grundssatz der freien Marktwirtschaft, um einen effizienten Rohstoffeinsatz zu fördern. „Die grundlegenden Aufgaben des ESZB sind in Artikel 3 der ESZB - Satzung festgelegt diese Aufgaben bestehen darin:
- die Geldpolitik der Gemeinschaft festzulegen und auszuführen,
- Devisengeschäfte durchzuführen,
- die offiziellen Währungsreserven der teilnehmenden Mitgliedstaaten zu halten und zu verwalten,
- das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern,
- und zur Reibungslosen Durchführung der von den Zuständigen Behörden auf dem Gebiet der Aufsicht über die Kreditinstitute und der Stabilität des Finanzsystems ergriffenen Maßnahmen beizutragen.“1
Die Garantierung der Geldwertstabilität des Euro durch das ESZB wurden vom Europäischen Rat und den Staats – und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) in dem EG – Vertrag und im EU – Vertrag durch Festlegung bestimmter Bedingungen abgesichert. Dies ist die Vorraussetzung für eine erfolgreiche Geld- und Kreditpolitik in Europa.
In meiner Arbeit stelle ich die geldpolitische Strategie der EZB dar, gehe dabei auf nötige Vorraussetzungen für eine langfristig stabilitätsorientierte Geldpolitik durch diese ein. Ausgangspunkt soll die Notwendigkeit einer gesamteuropäischen Institution für eine funktionierende Geldpolitik in der EU sein sowie ein kurzer Abriss über die Struktur des Europäischen Systems der Zentralbanken.
2. Die Notwendigkeit einer EZB
Im Rahmen der zunehmenden Globalisierung entwickeln sich nationale Märkte zu internationalen Märkten, die Wirtschaft der Länder rückt zusammen. Wirtschaftliche Probleme sind häufig auf nationaler Ebene nicht mehr lösbar und verlangen nach „europäischen Antworten. Der Vollendung des Binnenmarktes, der Wahrung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Volkswirtschaften und der Wiederherstellung geld- und kreditpolitischer Handlungsfähigkeit“2.
Um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Volkswirtschaften gegenüber Amerika und Asien sicherzustellen, müssen nationale Währungen durch eine europäische Währung abgelöst werden, um damit die Wettbewerbsgleichheit herzustellen, denn so werden Arbeitsplätze in Europa gesichert, die ohne einheitliche Währung gefährdet gewesen wären.
[...]
1. Vgl, EZB, Ziele und Aufgaben der ESZB
2. Köhler, C.: Vertragliche Grundlagen der Europäischen Währungsunion. Dunker & Humblot GmbH, Berlin 1999, S. 17
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