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Incentives als Anreizmittel in kritischer Sicht

Hausarbeit, 2002, 47 Seiten
Autor: Dana Stepanek
Fach: Wirtschaft - Personal und Organisation

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 47
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 60  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V12904
ISBN (E-Book): 978-3-638-18691-9

Dateigröße: 858 KB


Textauszug (computergeneriert)

Incentives als Anreizmittel in kritischer Sicht

Dana Stepanek

Gliederung

1. Einleitung I

2. Theoretische Betrachtungen 1

2.1. Begriffliche Bestimmung des Anreizes 1

2.2. Abgrenzung von Anreizsystemen und Incentives 2

2.3. Motivation 3

2.4. Grundlagen und Notwendigkeiten der in Anspruchnahme von Incentives 3
2.4.1. Traditioneller Ansatz 4
2.4.2. Human-Relations-Ansatz 5

2.5. Arten von Anreizen bzw. Anreizsystemen (Incentives) 5
2.5.1. Materielle und immaterielle Anreize 5
2.5.2. A Theory of Human Motivation, 1943 Maslow 6
2.5.3. The Human Side of Enterprise, 1957 McGregor 7
2.5.4. Personality and Organisation, 1957 Argyris 7
2.5.5. Intrinsische und extrinsische Arbeitsmotivation (Herzberg) 8
2.5.6. The Achieving Society, 1961 McClelland 9
2.5.7. Valence-Instrumentality-Expectancy, 1964 Vroom 9
2.5.8. Toward a Theory of Task Motivation and Incentives von Locke, Latham 9
2.5.9. A Theory of Cognitive Dissonance, 1957 Festinger 10
2.5.10. Who am I? The Sixteen Basic Desires that Motive our Behavior and Define our Personality, 2000 Reiss 10
2.5.11. Individual- und Gruppenanreize 10
2.5.12. Weitere Einteilungskriterien 10

2.6. Annahmen aus diesen Motivationstheorien 11

3. Incentives 11

3.1. Wertewandel in den Arbeitsformen 11

3.2. Funktionen der Incentives 12

3.3. Ziele der Incentives 12
3.3.1. Mitarbeitergewinnung 13
3.3.2. Mitarbeiterbindung 13
3.3.3. Reduzierung von Fehlzeiten 13

3.4. Anforderungen an Incentives 14
3.4.1. Immaterielle Anreizsysteme 15
3.4.2. Individualisierte Anreizsysteme 16
3.4.3. Materielles Anreizsystem 17

3.5. Wirkung der Anreizsysteme 18

4. Ausgewählte Incentive Modelle 19

4.1. Aufbau einer Incentives-Aktion am Beispiel eines Sales Competition 19

4.2. Vorbereitungen der Incentive Aktion 19

4.3. Outdoor-Trainings 19

4.4. Mögliche Variabilisierungen der Entgeltsysteme 20
4.4.1. Beispiel eines kurzfristigen/langfristigen Incentive Bonussystems 20
4.4.2. Gewinn Beteiligungen/Aktienoptionen/Mischformen 21
4.4.3. Neue Trends im Vergütungssystem 21
4.4.4. Einfluss einer gerechten Be- und Entlohnung 21

5. Erwartungs- und Verhaltensbetrachtungen 22

5.1. Kritische Betrachtungen zur Motivation 22
5.1.1. Motivation als Leistungsförderer 23
5.1.2. Motivation als Leistungshemmer 24
5.1.3. Incentives als moderner Aberglaube 24

5.2. Abschließende Betrachtungen 25

Gliederung II
Abkürzungsverzeichnis/Glossar IV
Anhang V
Abbildungsverzeichnis VI
Literaturverzeichnis VIII

 

1. Einleitung

Durch die immer größer werdenden Anforderungen an das Unternehmen einerseits und seiner Mitarbeiter andererseits, wird es immer wichtiger, dass das Unternehmen das Potential seiner Mitarbeiter voll ausschöpft 1.

[Abbildung nur in Downloadversion enthalten]

Dies ist nicht zuletzt dem hohen Personalkostenaufwand für das Unternehmen geschuldet2. Der Faktor Personal ist zur entscheidenden Einflussgröße für den Unternehmenserfolg geworden3. Es soll in den folgenden Kapiteln beleuchtet werden, inwieweit mit Incentives dieses Potential ausgeschöpft werden kann.

2. Theoretische Betrachtungen

Um die Bedeutung der Anreizsysteme zu verdeutlichen, werden im Vorfeld einige Theorien zu Anreizen, Anreizsystemen und Motivation umrissen.

2.1. Begriffliche Bestimmung des Anreizes

Anreize Definition nach Petersen:
,,Anreize sind von der Organisation gewährte materielle oder immaterielle Vergütungen für die Bereitschaft einer Person, in eine Organisation als Mitglied einzutreten und nach Annahme der Mitgliedschaft individuelle Beiträge in Form von Zeit, Energie oder anderen Ressourcen zur Realisation des Organisationszieles zu leisten"4. Wobei hier eine Unterscheidung der Anreize und der Motivation erfolgen muss. Nach Kressler sind Anreize spezifisch und haben kurzfristigen Charakter. Somit steht nach Kressler eine genau festgelegte Leistung in engem Zusammenhang mit einer versprochenen Belohnung oder Bezahlung.5

2.2. Abgrenzung von Anreizsystemen und Incentives

Incentives auch Anreizsysteme stellen eine Vielzahl von Anreizkombinationen dar.

Anreizsystem Definition nach Becker:
,,Unter Anreizsystemen versteht man die Summe aller im Wirkungsverbund bewusst gestalteten und aufeinander abgestimmten Stimuli (Arbeitsbedingungen im weiteren Sinne), die bestimmte Verhaltensweisen (durch positive Anreize, Belohnungen) auslösen beziehungsweise verstärken, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens unerwünschter Verhaltensweisen dagegen mindern (durch negative Anreize, Sanktionen) sowie die damit verbundene Administration" .6

[Abbildung nur in Downloadversion enthalten]

2.3. Motivation

Motivation setzt nach Rosenstiel das ,,persönliche Wollen" und ,,Können" (Skills) voraus7.
Nach Lehmann sollen Anreize (Incentives) Mitarbeiter zu Handlungen veranlassen, die ,,im Sinne der Zielerreichung...echte Leistungshandlungen darstellen"8. Nach Petersen stehen ,,Motive und Anreize in einer engen Beziehung zueinander: ein Anreiz ist jener Bestandteil der wahrgenommenen Situation, der Motive aktiviert." ,,Anreizsysteme haben daher die Aufgabe, den Mitarbeiter zu Maßnahmen zu motivieren, die dazu beitragen, die Unternehmensziele zu verwirklichen". Dabei führt Petersen aus, dass der Vorgesetzte Motivationshemmnisse beseitigt und Motivationsanreize schafft 9.

2.4. Grundlagen und Notwendigkeiten der in Anspruchnahme von Incentives

[Abbildung nur in Downloadversion enthalten]

Anreizsysteme sind demnach auch Bestandteil von Managementkonzeptionen, die instrumentell zur Erreichung der betrieblichen Ziele eingesetzt werden10.

Viele Unternehmungen versuchen die Incentives als Motivator und damit verbunden, die Corporate Identity zu fördern. Fluktuationen zu verringern, Arbeitsleistungen zu erhöhen oder Fehlzeiten zu reduzieren. Es wird versucht, direkt oder indirekt den Mitarbeiter zu motivieren oder zielgerichtetes Verhalten zu erzeugen11.Sie stellen demnach auch einen zentralen Teil der Unternehmens- und Personalpolitik dar. Nach Becker stellen Anreizsysteme ,,die Rahmenbedingungen zur Motivation der Mitarbeiter dar". Diese Anreizsysteme stellen das Instrumentarium der Mitarbeiterführung dar, ,,die durch direkte Führung modifiziert werden kann". Becker sieht einen Zusammenhang zwischen Motivation und Incentives als gegeben12 . Dagegen haben nach Kressler Incentives nicht zwangsläufig einen Motivationscharakter, sondern stellen vielmehr einen ,,Short-Cut" , in Abhängigkeit zu einer bestimmten Leistung dar. Kressler stellt daher auch jeglichen Zusammenhang zwischen Incentives und einer daraus resultierenden Motivation in Frage. Dabei stützt er sich begründet darauf, dass Anreize Motivation nicht ersetzen können. "Wo Herausforderung fehlt, wo die Möglichkeit, Initiative zu zeigen, zu gering ist,..., wo Routine überhand nimmt, dort wird die Arbeit zum Zwecke des Broterwerbs notwendiges Übel." 13.

2.4.1. Traditioneller Ansatz

[...]


1 Vgl. Schwalbach, Joachim: Motivation, Kompensation und Performance, in Bühler, Wolfgang/ Siegert, Theo (Hrsg.): Unternehmenssteuerung und Anreizsysteme, Stuttgart 1999, S. 170

2 Vgl. Bouabba, Raschid: Personalkosten systematisch managen und wirksam sparen, in Personalführung 10/20001, S. 42 ff.

3 Vgl. Kienbaum, Jochen: Einführende Gedanken zum visionären Personalmanagements, in Kienbaum, Jochen (Hrsg.) Visionäres Personalmanagement, 2. Auflage, Stuttgart 1994, S. 1

4 Petersen, Thomas: Optimale Anreizsysteme, in Albach, Horst / Hax, Herbert / Riebel, Paul / VonWysocki, Klaus: Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung, Band 63, Wiesbaden 1989, S. 4

5 Vgl. Kressler, Herwig W. : Leistungsbeurteilung und Anreizsysteme, Frankfurt/Wien 2001, S.65

6 Becker, Fred G.: Das flexible Unternehmen - Anreizsysteme als Instrument der strukturellen Mitarbeiterführung, 2001, S. 3; Internet-Recherche vom 16.10.2001, http://www.flexible-unternehmen.de/kv0605.htm

7 Vgl. VonRosenstiel, Lutz: Motivationale Grundlagen von Anreizsystemen, in Bühler, W./Siegert, T. (Hrsg.): Unternehmenssteuerung und Anreizsysteme, Stuttgart 1999, S. 47 ff.

8 Vgl. Lehmann, Wolff-Dietrich: Anreizsystem (Incentives), Erlangen 1996 (Version vom 12.04./15.04.1997), S. 6; Internet-Recherche vom 10.10.2001, http://www.wodile.de/museum/incentiv.htm

9 Petersen, Thomas: a.a.O., S. 6. ff.

10 Vgl. Schwalbach, Joachim: Motivation, Kompensation und Performance, in Bühler, Wolfgang / Siegert, Theo: Unternehmenssteuerung und Anreizsysteme, Stuttgart 1999, S. 171 f.

11 Vgl. Petersen, Thomas: a.a.O., S. 6; Jaenicke, Bernd: Mitarbeitermotivation; in Das Personalbüro - Personalmanagement, Gruppe 18, DP Heft 5/01, Seite 71 f.

12 Becker, Fred G.: Das flexible Unternehmen - Anreizsysteme als Instrument der strukturellen Mitarbeiterführung, a.a.O., S. 1

13 Kressler, Herwig W. : a.a.O., S.66


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