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Termpaper, 2008, 46 Pages
Author: Dominik Ballreich
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Year: 2008
Pages: 46
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-35418-4
ISBN (Book): 978-3-640-35380-4
Die Arbeit ist teiweise sehr mathematiklastig. Neben allseits bekannten Kennzahlen zur Kurszielbestimmung werden auch ökonometrische Methoden zur Volatilitässchätzung beleuchtet.
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Abstract
Der Begriff Portfolio bezeichnet, bezogen auf die Finanzwelt, eine Bündelung von verschiedenen Finanzinvestitionen, im englischen Sprachraum Assets genannt. Der große und allgemeine Bereich der Assets kann wiederum in verschiedenste Asset – Klassen unterteilt werden. Zu diesen zählen, neben vielen anderen, Aktien als Einzeltitel, festverzinsliche Wertpapiere, strukturierte Produkte, in welchen wiederum verschiedene Finanzinstrumente zu einer neuen Einheit verschmolzen werden, oder auch alternative Investments wie z.B. Filmfund -, Immobilienfund – Rohstofffund - oder Schiffsanteile. Die Bündelung verschiedener Assets aus verschiedenen Asset - Klassen führt durch die mit ihr einhergehende Diversifizierung zu einer Minimierung des Verlustrisikos bzw. Stabilisierung der zu erwartenden Gesamtrendite. Dies wurde erstmals 1952 von dem amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler und späteren Nobelpreisträger Harry M. Markowitz in seinem Werk „Portfolio Selection“ nachgewiesen. Der Auswahl von einzelnen Aktientiteln kommt im Bereich der Portfoliozusammenstellung eine zentrale Bedeutung zu. Die Aktie als Anlageobjekt bietet, bedingt durch mögliche Kurssteigerungen ggf. in Kombination mit regelmäßigen Dividendenzahlungen, die Chance zur Erzielung einer überdurchschnittlichen Rendite. Des Weiteren kann der Investor z.B. durch Tätigen von Leerverkäufen auch Nutzen aus fallenden Kursen ziehen. Diesen Vorteilen steht jedoch die Gefahr überdurchschnittlicher Verluste gegenüber. Unzählige Faktoren, wie beispielsweise sozioökonomische, ökologische und psychologische Einflüsse, wirken stetig auf den Kursverlauf ein und können, besonders auf lange Sicht, nicht prognostiziert werden. Hinzu kommt, dass auch der Betrag der zu erwartenden Dividenden nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden kann, da dieser von der Gewinnentwicklung, Investitionstätigkeit der zu betrachtenden Periode und Geschäftspolitik der Unternehmung abhängig ist. Die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Aktientitel in Industrie- und Schwellenländern bietet aus Sicht des potentiellen Investors ein breites Spektrum an Auswahlmöglichkeiten. Mit dieser geht jedoch auch eine steigende Komplexität, den Auswahlprozess betreffend, einher Den hieraus resultierenden Schwierigkeiten begegnet die Wissenschaft seit den 50er Jahren mit einer zunehmenden Mathematisierung des Wertpapierauswahlprozesses.
Excerpt (computer-generated)
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
I
Abbildungsverzeichnis
II
Tabellenverzeichnis
III
1. Einleitung
1
2. Die Zielfunktion von Roy
2
2.1 Grundidee der Zielfunktion von Roy
2
2.2 Herleitung des Portfolio Varianz Terms
3
2.3 Beweis für die Risikountergrenze
4
3. Kennzahlen zur Kursziel und trendschätzung
5
3.1 Grundsätzliche Voraussetzungen
5
3.2 Das Kurs Gewinn Verhältnis
6
3.2.1 Beschreibung des Kurs Gewinn Verhältnisses
6
3.2.2 Kritik am Kurs Gewinn Verhältnis
9
3.3 Das Kurs Buchwert Verhältnis
10
3.3.1 Beschreibung des Kurs Buchwert Verhältnisses
10
3.3.2 Kritik am Kurs - Buchwert Verhältnis
11
3.4 Die Price Earnings - Growth Ratio
12
3.4.1 Beschreibung der Price Earnings Growth Ratio
12
3.4.2 Kritik an der Price Earnings Growth Ratio
12
3.5 Das Barwertmodell
13
3.5.1 Beschreibung des Barwertmodells
13
3.5.2 Kritik am Barwertmodell
15
4. Renditeschätzung mit Hilfe der Regressionsanalyse
16
4.1 Einführung in parametrische Regressionsmodelle
16
4.2 Multiple lineare Regression am Beispiel der Deutsche Bank Aktie
17
4.3 Nichtparametrische Regressionsmodelle
19
4.4 Der Nadaraya Watson Schätzer
20
4.5 Kritik an der Schätzung mit Hilfe der Regression
21
5. Volatilitätsschätzung mit Hilfe der Zeitreihenanalyse
21
5.1 Grundbegriffe der Zeitreihenanalyse
22
5.2 Beispiel zur Vorgehensweise bei der Analyse einer Zeitreihe
23
5.3 AR - , MA und ARMA Prozesse
25
5.3.1 Der AR Prozess (Autoregressive)
25
5.3.2 Der MA Prozess (Moving Average)
25
5.3.3 Der ARMA Prozess
26
5.4 Der ARCH Prozess (Autoregressive conditional heterosc.)
27
5.5 Der ARCH(1) Prozess
28
5.6 Kritik an ARCH Prozessen
30
6. Durchführung eines Aktienscreenings
30
6.1 Vorbemerkungen
30
6.2 Beschreibung der Durchführungsschritte
31
6.3 Ergebnis der Optimierung
34
7. Schlussbetrachtung
37
Literaturverzeichnis
IV
Abkürzungsverzeichnis
AR
Autoregressive
ARCH
Autoregressive Conditional Heteroscedasticity
ARMA
Autoregressive/Moving Average
BOVESPA
Bolsa de Valores de São Paulo
bspw.
beispielsweise
bzw.
beziehungsweise
CAPM
Capital Asset Pricing Model
DAX
Deutscher Aktienindex
EGARCH
Exponential General Autoregressive Conditional Het-
eroscedasticity
GARCH
Generalized Autoregressive Conditional Heterosce-
dasticity
Kap.
Kapitel
KBV
Kurs Buchwert - Verhältnis
KGV
Kurs Gewinn - Verhältnis
MA
Moving Average
NGARCH
Non Linear Generalized Autoregressive Conditional
Heteroskedasticity.
PEG Ratio
Price Earnings Growth - Ratio
REW
Renditerwartungswert
Tab.
Tabel e
TGARCH
Threshold Generalized Autoregressive Conditional
Heteroscedasticity
z.B.
zum Beispiel
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Gegenüberstel ung von Renditen und Schätzungen 19
Abbildung 2: Gasverbrauch im United Kingdom 23
Abbildung 3: Ergebnis der Box Cox Transformation und angepasste
Trendgerade 23
Abbildung 4: Trendbereinigte Reihe 24
Abbildung 5: Nachbildung der Saisonkomponente 24
Abbildung 6: Residuen nach Entfernung der Saison- und Trendkomponente...25
Abbildung 7: Aktienrenditen Chart und Volatilitätscluster 27
Abbildung 8: Model ierung der Volatilität einer Renditezeitreihe 29
II
Tabellenverzeichnis
Tabel e 1: Regressionsdaten 17
Tabel e 2: Regressionsauswertung 18
Tabel e 3: Daten der ausgefilterten Aktien 33
Tabel e 4: Schätzungen der Varianzen und Kovarianzen 34
Tabel e 5: Ergebnisse der Portfoliooptimierung 36
III
1. Einleitung
Der Begriff Portfolio bezeichnet, bezogen auf die Finanzwelt, eine Bündelung
von verschiedenen Finanzinvestitionen, im englischen Sprachraum Assets ge-
nannt. Der große und al gemeine Bereich der Assets kann wiederum in ver-
schiedenste Asset Klassen unterteilt werden. Zu diesen zählen, neben vielen
anderen, Aktien als Einzeltitel, festverzinsliche Wertpapiere, strukturierte Pro-
dukte, in welchen wiederum verschiedene Finanzinstrumente zu einer neuen
Einheit verschmolzen werden, oder auch alternative Investments wie z.B. Film-
fund -, Immobilienfund Rohstofffund - oder Schiffsanteile.
Die Bündelung verschiedener Assets aus verschiedenen Asset - Klassen führt
durch die mit ihr einhergehende Diversifizierung zu einer Minimierung des Ver-
lustrisikos bzw. Stabilisierung der zu erwartenden Gesamtrendite. Dies wurde
erstmals 1952 von dem amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler und späte-
ren Nobelpreisträger Harry M. Markowitz in seinem Werk ,,Portfolio Selection"
nachgewiesen.
Der Auswahl von einzelnen Aktientiteln kommt im Bereich der Portfoliozusam-
menstel ung eine zentrale Bedeutung zu. Die Aktie als Anlageobjekt bietet, be-
dingt durch mögliche Kurssteigerungen ggf. in Kombination mit regelmäßigen
Dividendenzahlungen, die Chance zur Erzielung einer überdurchschnittlichen
Rendite. Des Weiteren kann der Investor z.B. durch Tätigen von Leerverkäufen
auch Nutzen aus fal enden Kursen ziehen. Diesen Vorteilen steht jedoch die
Gefahr überdurchschnittlicher Verluste gegenüber. Unzählige Faktoren, wie
beispielsweise sozioökonomische, ökologische und psychologische Einflüsse,
wirken stetig auf den Kursverlauf ein und können, besonders auf lange Sicht,
nicht prognostiziert werden. Hinzu kommt, dass auch der Betrag der zu erwar-
tenden Dividenden nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden kann, da dieser
von der Gewinnentwicklung, Investitionstätigkeit der zu betrachtenden Periode
und Geschäftspolitik der Unternehmung abhängig ist.
Die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Aktientitel in Industrie- und Schwel en-
ländern bietet aus Sicht des potentiel en Investors ein breites Spektrum an
Auswahlmöglichkeiten. Mit dieser geht jedoch auch eine steigende Komplexität,
den Auswahlprozess betreffend, einher.1
1 Vgl. Schlienkamp, C. (1998), S. 253.
1
Den hieraus resultierenden Schwierigkeiten begegnet die Wissenschaft seit den
50er Jahren mit einer zunehmenden Mathematisierung des Wertpapieraus-
wahlprozesses. Die entstandenen mathematisch - statistischen Prognosemo-
del e sind sehr leistungsfähig in den Bereichen der Risikooptimierung und Pa-
rameterschätzung und deshalb tief im modernen Investmentprozess verankert.
Da jedoch ein Zufal sprozess wie beispielsweise der Kursverlauf einer Aktie na-
turgemäß nur begrenzt genau vorhergesagt werden kann und Prognosefehler
unvermeidbar sind, können auch intuitive Model e sehr leistungsfähig sein.2
Vor der Entwicklung eines Model s zur Portfoliooptimierung steht die Frage,
welche Ziele der potentiel e Investor verfolgt und welche Restriktionen mit die-
sen Zielen einhergehen. Gesucht ist also die Zielfunktion. Im Folgenden sol der
Ansatz von A.D. Roy beschrieben werden.
2. Die Zielfunktion von Roy
2.1 Grundidee der Zielfunktion von Roy
Folgende Zielfunktion stammt von A.D.Roy und wurde von diesem 1952 publi-
ziert. Kern ist die ,,Safety-First-Regel", welche voraussetzt, dass der Investor in
erster Linie daran interessiert ist, besonders schlechte Ergebnisse zu vermei-
den.3 Mathematisch formuliert bedeutet dies:
(2.1)
P
(
R
<
R
)
Mi
.
n
P
D
Es sol also die Wahrscheinlichkeit
P
, dass die ,,Desasterrendite"
R
größer als
D
die Portfoliorendite
R
ist, minimiert werden. Existieren von der Zufal svariable
P
R
der Erwartungswert
E
(
R
) und die Varianz 2
, so lässt das in (2.1) formu-
P
P
P
lierte stochastische Optimierungsproblem mit Hilfe der Tschebyscheff-
Ungleichung in ein deterministisches Programm überführen. Verteilungsunab-
hängig gilt für eine Zufal svariable mit Erwartungswert
µ
und Varianz 2
die
Ungleichung:
2
P
{|
X
-
µ
| }
k
.
2
k
Übertragen auf das Problem der Portfoliooptimierung ergibt sich:
2 Vgl. Schlienkamp, C. (1998), S. 253.
3 Vgl. A.D. Roy (1952), S.432 ff.
2
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