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PISA 2000, Erkenntnisse über das schlechte Abschneiden Deutschlands im Vergleich zu anderen Ländern

Scholary Paper (Seminar), 2002, 39 Pages
Author: Anonym
Subject: Economics / Business, Miscellaneous

Details

Event: Seminar: Bildung und Beschäftigung in Europa SS 2002
Institution/College: University of Kassel (FB Wirtschaftswissenschaften)
Tags: Pisa, Studie, Deutschland, Schüler
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 39
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V12938
ISBN (E-book): 978-3-638-18717-6

File size: 1118 KB


Excerpt (computer-generated)

Seminar: Bildung und Beschäftigung in Europa SS 2002

PISA 2000 -
Erkenntnisse über das schlechte Abschneiden 
Deutschlands im Vergleich zu anderen Ländern

Verfasser :
Anja Haselhuhn

Wirtschaftswissenschaften
2. Semester

1. EINLEITUNG 1

2. PISA - DIE SCHULSTUDIE IM ÜBERBLICK 5
2.1. PISA INTERNATIONAL 5
2.2. PISA DEUTSCHLAND 5
2.3. PISA Ziele 6
2.4. PISA Durchführung 6
2.5. PISA Methoden 7

3. AUFGABEN 7
3.1. LESEKOMPETENZ 7
3.2. MATHEMATISCHE GRUNDBILDUNG 8
3.3. Naturwissenschaftliche Grundbildung 8
3.4. Fächerübergreifende Kompetenzen 9

4. ERGEBNISSE DES 1. ZYKLUS 10
4.1. ERGEBNISSE NACH LÄNDERN 10
4.2. ALLGEMEINE ERKENNTNISSE DER STUDIE 10
4.3. PISA-Ergebnisse im Bezug auf Deutschland 12

5. EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE SCHULISCHE LEISTUNG 13
5.1. FAMILIÄRER HINTERGRUND UND SOZIALES UMFELDER 13
5.1.2. Familiärer Wohlstand 14
5.1.3. Kommunikation über soziale und kulturelle Fragen 15
5.1.4. Integration von Kindern anderer Herkunft 16
5.1.5. Schlussfolgerung 16

5.2. INDIVIDUELLE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN SCHÜLERN UND SCHÜLERINNEN 17
5.2.1. MOTIVATION IM BEZUG AUF DIE SCHULE 17
5.2.2. Fachbezogenes Interesse 18
5.2.3. Allgemeine Schulzufriedenheit 19
5.2.4. Schlussbetrachtung 20

5.3. DAS LERNUMFELD UND DIE SCHULORGANISATION 20
5.3.1. SCHUL- UND UNTERRICHTSKLIMA 21
5.3.2. Investitionen in das Bildungswesen 21
5.3.3. Methoden der Verwaltung und Finanzierung der Schulen 22
5.3.4. Schlussbetrachtung 22

5.4. VERGLEICH DER SCHULSYSTEME IM BEZUG AUF DAS DEUTSCHE SYSTEM 23
5.4.1. BILDUNGSBETEILIGUNG IM ALTER VON 3 BIS UNTER 6 JAHRE 23
5.4.2. Selektion durch Schulform 24
5.4.3. Abschlussquoten im Sekundarbereich 24
5.4.4. Ganztagsschule 25
5.4.5. Anzahl der Schulstunden 25
5.4.6. Öffentliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen 25

6. BEISPIELE ANHAND DER "GEWINNER" 26
6.1. FINNLAND 26
6.2. KANADA 26
6.3. Japan 27

7. KONSEQUENZEN UND REAKTIONEN AUS DER PISA-STUDIE 27
7.1. DEUTSCHE BEVÖLKERUNG 27
7.2. BUND UND LÄNDER 28

8. RESUME 29

ANHANG - ERGEBNISSE DER STUDIE 32
ANHANG 2 - BILDUNGSBETEILIGUNG 3- BIS 6-JÄHRIGER 35
ANHANG 3 - ALTER DER KINDER BEI SELEKTION 36
ANHANG 4 - ABSCHLUSSQUOTEN IM SEKUNDARBEREICH 37
ANHANG 5 - ÖFFENTLICHE BILDUNGSAUSGABEN 38

LITERATURVERZEICHNIS 39

 

 

1. Einleitung

Die Schulbildung eines jungen Menschen, wenn er die Schule verlässt, kann ausschlaggebend für sein weiteres Leben sein. Nicht nur die Tatsache, daß einem zum Beispiel mit Abitur mehr Möglichkeiten offen stehen, sondern viele auch automatisch als intelligenter als Schüler mit Hauptschulabschluss eingestuft werden, ist von entscheidender Bedeutung. Oft dient der schulische Werdegang auch dazu, die Schüler und Schülerinnen in einem gewissen Maß auf ihr zukünftiges Berufsleben vorzubereiten, sowie ihnen gesellschaftliche Normen näher zu bringen und unter anderem auch das Miteinander in der Gemeinschaft zu erproben. Doch ist es nicht möglich, daß einigen Kindern von vornherein versagt bleibt, auf eine bessere Schule zu gehen oder einen höheren Abschluss zu erlangen? Wie kommt es, daß manche Jugendliche oft auch überhaupt keinen Wert auf einen guten Abschluss legen und der Schule keine Bedeutung beimessen? Was ist der Grund dafür, daß Schüler und Schülerinnen es nicht schaffen, sich in die Gemeinschaft zu integrieren? Dies kann sich ja auch negativ auf die schulische Leistung ausüben. Und was bewegt Eltern dazu , ihre Kinder trotz guter Leistungen in der Grundschule nicht auf das Gymnasium zu schicken?
Kann es sein, daß oft auch finanzielle oder familiäre Hintergründe eine wichtige Rolle bei der Schulbildung eines Menschen spielen, verbunden mit dem durch das Bildungssystem eines Landes gegebenen Voraussetzungen?
Diese und weitere Fragen zu den Hintergründen der schulischen Leistungen sollen diskutiert werden, sowie der Versuch zur Beantwortung dieser Fragestellungen angestrebt wird.
Eingegangen wird dabei auf die PISA-Studie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unterschiede zwischen den Schulleistungen der teilnehmenden Länder aufzudecken und die Einflussfaktoren dafür zu ermitteln. Im Vordergrund steht dabei auch das Problem der Beeinflussung solcher Faktoren durch das Schulsystem und -umfeld eines Landes und die damit verbundene Auswirkung auf die Qualifikation eines Menschen.
Oft werden soziale und ökonomische Faktoren genannt, denen eine Bedeutung beigemessen wird, doch konnten diese nie belegt werden. Dies sollte anhand der PISA-Studie geändert werden. Man erhoffte sich aus dem Vergleich von mehreren Ländern mit unterschiedlichen Gestaltungen der Schulpolitik zu erfahren, welche Konstellation der schulpolitischen Maßnahmen zum Erfolg führt. Die Ergebnisse und Erkenntnisse sollen im Folgenden dargestellt werden.

2. PISA - die Schulstudie im Überblick
2.1. PISA international

PISA ist die Abkürzung für "Programme for International Student Assessment". An dieser bislang größten Bildungsstudie beteiligen sich weltweit insgesamt 32 Staaten. PISA wird von der OECD, der "Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" in Paris, im Rahmen des Indikatorenprogramms INES ( Indicators of Education Systems) durchgeführt. Alle drei Jahre misst PISA die Leistungen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften. Zusätzlich werden fächerübergreifende Kompetenzen erfasst, die Auskunft darüber geben sollen, inwieweit die Jugendlichen in der Lage sind, die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten zur Bewältigung von alltäglichen Aufgaben und Problemen einzusetzen. Die Ergebnisse von PISA werden unter Berücksichtigung der sozialen Lern- und Lebensbedingungen der Jugendlichen ausgewertet. Nur mit dieser einen Studie können nicht alle Ziele schulischer Bildung abgedeckt werden, und auch PISA erfasst nur einen Ausschnitt aus dem, was die Schulen anstreben und tatsächlich erreichen. In PISA haben sich die Teilnehmerstaaten für einen anwendungsorientierten Ansatz und die Erfassung grundlegender, fachbezogener und fächerübergreifender Kompetenzen entschieden.

2.2. PISA Deutschland

Die internationale PISA-Studie wird in allen teilnehmenden Staaten durch nationale Ergänzungsstudien erweitert, die sich an den jeweiligen Lehrplänen orientieren. In der Bundesrepublik wird PISA national mit 50.000 Schülerinnen und Schülern an insgesamt 1.280 Testschulen durchgeführt. Auf der Grundlage dieser Daten können schulformbezogene Aussagen und Aussagen über den Leistungsstand in den einzelnen Bundesländern gemacht werden. In Deutschland ist das Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung mit der Durchführung beauftragt worden. Ergebnisse der nationalen Untersuchungen werden im Sommer 2002 vorliegen.

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