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Scholary Paper (Seminar), 2003, 21 Pages
Author: René Schlott
Subject: History - Middle Ages, Early Modern
Details
Institution/College: Free University of Berlin (Friedrich-Meinecke-Institut)
Tags: Missionierung, Neuen, Welt, Guadalupe-Ereignis, Mexiko, Alte, Welt, Neue, Welt
Year: 2003
Pages: 21
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-18733-6
File size: 399 KB
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Excerpt (computer-generated)
Freie Universität Berlin
Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Friedrich-Meinecke -Institut
SS 2002
PS 13 353: Alte Welt - Neue Welt
Die spanische Missionierung in der Neuen Welt im 16. Jh.-
Das Guadalupe - Ereignis in Mexiko
René Schlott
Geschichte (HF), Politik, Publizistik
4. Fachsemester
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Spanische Mission in der Neuen Welt 4
3 Die Missionierung Mexikos 6
4 Das Guadalupe-Ereignis 7
4.1 Die Erscheinungserzählung 7
4.2 Die Quellenlage 9
4.3 Die spanischen Elemente 11
4.4 Die indigenen Elemente 13
4.5 Die Bedeutung für die Indigenen und für die Mestizen 13
4.6 Die Forschungskontroverse um das Guadalupe-Ereignis 15
5 Zusammenfassung: 16
Quellen- und Literaturverzeichnis 16
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Bildnis der Jungfrau von Guadalupe 8
1 Einleitung
,,Papst Johannes Paul II. wird bei seinem Besuch [...] in Mexiko einen indianischen Bauern aus dem 16. Jahrhundert heilig sprechen. Damit unterstreicht der Vatikan die Bedeutung der Region für das Christentum [...]. In keiner Weltgegend leben mehr Katholiken als in Lateinamerika [...]."
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30.Juli 20021
,,Am 31.Juli will Papst Johannes Paul II. den Indio Juan Diego, dem im Dezember 1531 die Jungfrau von Guadalupe erschienen sein soll, heilig sprechen. [...] bei einer der wahrscheinlich größten Versammlungen von Katholiken in der Geschichte [wird, d.V.] ihm als erstem Indio die Ehre der Altäre zuteil [...]. "
Neue Zürcher Zeitung vom 29.07.20022
Als Papst Johannes Paul II. im Juli 2002 den Indio Juan Diego3 in der Kathedrale von Mexiko-City heilig sprach, wurde diesem Ereignis auch eine große Aufmerksamkeit in Europa, in der Alten Welt, zuteil, wie die beiden obigen Ausschnitte aus der Tagespresse zeigen.
Zehn Jahre nach dem Abschluss der spanischen Eroberung Mexikos, soll Juan Diego im Dezember 1531 auf dem Hügel Tepeyac, der heute zum Stadtgebiet von Mexiko-City gehört, viermal die Gottesmutter Maria erschienen sein, wobei sie sich selbst Jungfrau von Guadalupe genannt, eine Botschaft überbracht und ihr eigenes Bildnis hinterlassen habe. Dieses Acontecimiento Guadalupano, das Guadalupe-Ereignis, führte zur Errichtung einer Wallfahrtsstätte am Ort der Erscheinungen und zur Verehrung der Gottesmutter Maria, unter den Bezeichnungen ,,Jungfrau von Guadalupe" (Virgen de Guadalupe) und ,,Unsere Liebe Frau von Guadalupe" (Nuestra Senora de Guadalupe). Die Kirche schenkte dem Ereignis im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Beachtung: 1737 wurde die Jungfrau von Guadalupe zur Patronin der Stadt Mexiko erklärt. 1746 wurde sie die Schutzherrin Neu-Spaniens und 1910 erhob sie Leo XIII. zur Patronin Lateinamerikas. Heute gilt die am Ort der Erscheinungen errichtete Kathedrale in Mexiko-City mit etwa 20 Millionen Pilgern jährlich, als größte und bedeutendste Marien-Wallfahrtsstätte der Welt.4
Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung des in der Forschung vieldiskutierten Guadalupe-Ereignisses5 und seiner Bedeutung für die Missionierung Mexikos. Da einige Untersuchungen annehmen, dass die wundersamen Erscheinungen eine spätere Erfindung seien, um die Indigenen, die sich nach der Eroberung durch die Spanier nur widerstrebend missionieren ließen, enger an die Kirche zu binden, sollen insbesondere die Quellen und die Überlieferung des Ereignisses beleuchtet werden. Zudem erfolgt eine Betrachtung der spanischen Einflüsse in der Guadalupe-Verehrung und der indigenen Elemente, die in die Botschaft und in das Bildnis der Jungfrau von Guadalupe eingeflossen sind. Zur Einordnung des Guadalupe-Ereignisses ist jedoch zunächst ein kurzer Abriss zur Geschichte der spanischen Mission in der Neuen Welt und zur Christianisierung Mexikos im 16.Jahrhundert notwendig.
2 Spanische Mission in der Neuen Welt
[...]
1 Geinitz, Christian, Mit seinem Besuch in Guatemala und Mexiko ehrt der Papst die indianischen Ureinwohner, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) 174 (2002), S.6.
2 Delgado, Mariano, Das Ereignis von Guadalupe. Der Indio Juan Diego wird heilig gesprochen, in: Neue Zürcher Zeitung (NZZ) 173 (2002), S.6.
3 Johannes Paul II. selbst hatte ihn bereits 1990 selig gesprochen.
4 Vgl. Hierzenberger/ Nedomansky, Erscheinungen, S.123.
5 Ausführlich zum Stand der Forschungen siehe Nebel, Kontinuität, S.20-25.
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