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Antike Welten auf moderner Leinwand

Subtitle: Das Altertum neu aufleben lassen

Scholary Paper (Seminar), 2007, 17 Pages
Author: Tanya Cherneva
Subject: Art - Photography / Film

Details

Institution/College: University of Augsburg
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 17
Grade: 1.3
Language: German
Archive No.: V129953
ISBN (E-book): 978-3-640-36694-1
ISBN (Book): 978-3-640-36719-1

Abstract

1. Einführung 2. Warum Antike im Film? 2.1 Kulturelle Gründe 2.2 Historische Gründe 2.3 Technische Gründe 2.4. Funktionen und Stilmittel des Mediums Film 3. “Auf Sandalen durch die Jahrtausende” – Wie kam Antike zum Film? 4. Zur Genre 5. „Entertainment“ oder historische Realität 5.1 Die Frage nach Authentizität. Stichwort Inszenierung 5.1.1 Inhaltliche Authentizität 5.1.2 Visuelle Authentizität 5.2 Geschriebene vs. Verfilmte Geschichte 6. Quellenverzeichnis


Excerpt (computer-generated)

Antike Welten auf moderner Leinwand

Das Altertum neu aufleben lassen

Hausarbeit zur Erlangung eines qualifizierten Studiennachweises

Abgabetermin:

30.09.2007


Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung

2. Warum Antike im Film?

2.1 Kulturelle Gründe

2.2 Historische Gründe

2.3 Technische Gründe

2.4. Funktionen und Stilmittel des Mediums Film

3. "Auf Sandalen durch die Jahrtausende" ­ Wie kam Antike zum Film?

4. Zur Genre

5. ,,Entertainment" oder historische Realität

5.1 Die Frage nach Authentizität. Stichwort Inszenierung

5.1.1 Inhaltliche Authentizität

5.1.2 Visuelle Authentizität

5.2 Geschriebene vs. Verfilmte Geschichte

6. Quellenverzeichnis

1


Geschichte hat den Menschen während seiner kulturellen Entwicklung immer

wieder fasziniert. Bevor man schreiben konnte, wurden die Geschichten in Legenden

eingeflechtet und erzählt, bevor man die Drama erfunden hatte, gravierte man die Ge-

schichte in Steinen und Brettern und bevor man das Kino erfunden hatte, wurde die Ge-

schichte auf der Bühne gebracht. Dann kam der Film...

Seit Beginn des 20.Jahrhunderts wird eine erstaunliche Zahl von Filmen produ-

ziert, in denen es entweder um eine historische Person handelt oder eine ganze Epoche

beschrieben wird. Obwohl historische Hauptfiguren wie Attila, Alexander, Nero, Julius

Caesar, Cleopatra sowie auch Hannibal, Spartacus, Constantine usw. vor tausenden von

Jahren gelebt haben, ist für die Filmemacher ihr Vermächtnis immer noch von Interesse.

Ihre Geschichten werden im Abstand von einigen Jahren immer neu verfilmt und dank

des technischen Vorrangs unseres Zeitalters immer beeindruckvoller wiederbelebt. Gera-

de weil keine andere Kunstform so sehr unserer Gegenwart angehört wie der Film, be-

schäftige ich mich in der vorliegenden Arbeit mit der Popularität antiker Motive unter

Regisseuren und Filmemachern und der Rolle von Filmen, deren Handlung sich in der

Antike oder im Mittelalter vollzieht, in unserer postliteraren Gesellschaft. Im Punkt 2.

verfolge ich kurz die Verarbeitung antiker Stoffe im Film von den Anfängen bis zu neue-

ren Produktionen wie Gladiator (2002) oder Troja (2005). Zu dem Genre gehört eine

kaum zählbare Menge von Filmen und es wäre unmöglich sowie alle als auch ein einziger

davon in allen seinen historischen, archäologischen, theologischen, literarischen, psycho-

logischen und filmischen Aspekten zu analysieren. Deshalb würde ich auf einen ausführ-

lichen Kommentar verzichten. Während meiner Recherche bin ich auf viele Begriffe ge-

toßen, unter denen: Mittelalter- bzw. Antikfilm, biographischer oder religionsbezogener

Film, historischer Kostüm- oder Monumentalfilm, Filmcollage und viele andere, die in

Zusammenhang mit meinem Thema stehen. Deshalb halte ich es für nötig, sie kurz zu

erläutern und zu erklären was für eine Rolle dem s.g. ,,Antikfilm" darunter zugeordnet ist.

Einen Schwerpunkt setze ich auch auf den Konflikt zwischen historischer Realität und

filmischer Inszenierung, wobei ich mich mit dem Stichwort ,,Authentizität" aus der Sicht

der Historiker und Filmemacher auseinandersetze. Diese kritische Analyse und danach

ein kurzes Fazit bilden den Abschluss dieser Arbeit.

2


,,Look for it only in books, for it is no more than a dream remembered. A civiliza-

tion gone with the wind..."1 Was bedeutet eigentlich die Geschichte für den Menschen?

In den oberen zwei Sätzen wurde die Antwort synthesiert: vergangene Epochen, die nur

noch ein Traum sind, an dem man sich nur erinnern kann. Kann der Film was Besseres

versprechen, was die Bücher und die Träume nicht anbieten können, etwas vor den Au-

gen vorführen, was nicht mehr ist? Wahrscheinlich ja, denn bis zum Jahre 2001 waren die

,,Antikfilme" mehr als 4002. Bereits von der Är des Stummfilms bis zum heute sind an-

tike Stoffe in der Filmkunst sehr beliebt. Neben Literatur, Kunst und Musik ist der Film

ein bedeutendes Medium, mit dessen Hilfe eine Reihe von Filmemachern die Antike in

der unmittelbaren Gegenwart neu aufleben lassen.

Es gibt einige Gründe für die Popularität der Geschichte in der Kinowelt. Antike Kampf-

und Kriegsführung, glorreiche Spektakel und Triumphe, gewaltige historische Persön-

lichkeiten wie Julius Caesar und die Pharaonen, verführerisches Königtum wie von Cleo-

patra und Salome, biblische Figuren wie Jesus Christ und Moses, mythologische Halb-

götter wie Herkules und Helena von Troja, zählen zu den bekanntesten und beliebtesten

Figuren, die fast alle Menschen tief beeindrucken. Antike Geschichten haben die Filme-

macher immer vor die Herausforderung gestellt, auf der Leinwand nachzubilden, was ih-

re Millionen von Zuschauern schon seit langem in ihrer Phantasie erschafft haben. Sowie

die phantastische Umgebung aus der Mythen als auch die einfache Alltagsumgebung un-

tergegangener Reiche und Kulturen bieten den Abenteurern, Eskapisten, Romantikern,

Intelektuellen usw. die Möglichkeit in diese Atmosphäre einzutauchen und die Welt der

modernen Zivilisationen für kurze Zeit zu verlassen, da, wo antike und mittelalterliche

Normen und Gesinnungen keinen Platz mehr finden. Unsere moderne Kultur stammt aber

aus den oben beschriebenen Zeiten und obwohl die antike Welt im Kino zu unterschied-

lich von unserer gegenwärtigen zu sein scheint, fällt es auf, dass sich die handelnden Per-

sonen früher manchmal viel ähnlicher benommen haben wie wir heutzutage. Einerseits

wollte ich mit diesem Beispiel auf die kulturelle Gründe für die Popularität der Antike im

Kino hinweisen, doch hat das auch viel mit der Identifikationsfunktion des Films zu tun,

aber dazu komme ich noch später.

1 Zitat aus dem Film

Gone with the Wind

, USA, 1939, Regie: Victor Fleming, http://www.imdb.com/title/tt0031381/quotes

2 John Solomon (2001):

Preface to the first edition. In: The ancient world in the cinema.

Yale University

3



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