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Hausarbeit, 2007, 22 Seiten
Autor: Anastasia Barbov
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Institution/Hochschule: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Jahr: 2007
Seiten: 22
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-37100-6
ISBN (Buch): 978-3-640-37083-2
Seminararbeit des Seminars Kinder- und Jugendliteratur im Rahmen des Lehramtstudiengangs Grund- und Hauptschule
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Zusammenfassung / Abstract
Ich wollte meine Hausarbeit über ein Buch schreiben, das mir selber als Kind gefallen, und mich zum Weiterlesen gebracht hätte. Das war mir deshalb so wichtig, weil ich als Kind immer gelesen habe und alle meine Bücher toll fand. Wenn Kinder in der Schule gleich mit einem langweiligen Buch konfrontiert werden, ist die Chance, sie zu selbstständigen Lesern zu erziehen vielleicht vertan. Im Folgenden werden fachdidaktische Meinungen zum Lesen vorgestellt und ich erläutere, warum es so wichtig für Kinder ist, zu lesen. Dann stelle ich meine Überlegungen zu dem von mir gewählten Buch vor. Ich beschreibe, warum ich gerade dieses Buch gewählt habe und wie ich mir einen gelungenen und gut durchdachten Einstieg in die Unterrichtseinheit „Hier bei uns in Ammerlo“ vorstellen würde. Außerdem gehe ich auf die verschiedenen Themen des Buches ein und überlege, wie man diese den Kindern gut vermitteln könnte, denn auch die Unterrichtsmethoden tragen zu einer gelungenen Unterrichtseinheit bei.
Textauszug (computergeneriert)
Seminararbeit über
das Buch ,,Hier bei
uns in Ammerlo" von
Antonia Michaelis
Gliederung:
1)
Einleitung
S.
3
2) Fachdidaktische Positionen zum Thema ,,Lesen"
S. 4
3)
Sachanalyse
des
Buches
S.
6
3.1)
Die
Autorin
S.
6
3.2)
Inhalt
des
Buches
S.
6
3.3)
Literarische
Analyse S.
7
3.4)
Figurenkonstellation S.
9
3.5) Die Themen des Buches
S. 10
4) Didaktische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
S. 11
4.1) Warum sollte dieses Buch im Unterricht gelesen werden?
S. 14
5) Unterrichtseinheit zum Buch
S. 14
5.1) Die Einführungsstunde S. 15
6) Methodische Überlegungen zur Einführungsstunde
S. 17
7) Literaturverzeichnis
S. 21
2
1) Einleitung
Heutzutage lesen Kinder selten zu ihrem eigenen Vergnügen. Im Zeitalter des Computers, des
Internets, des Fernsehens und der Videospiele hat das Lesen für die meisten Kinder keinen
großen Reiz mehr. Auch die Eltern animieren ihre Kinder kaum noch zum Lesen, meist lesen
sie nur sehr selten. Doch sie sind für die Kinder als Lese-Vorbilder enorm wichtig1.
Vorlesen wird immer mehr aus den Kinderzimmern vertrieben, oft dürfen Kinder zum
Einschlafen den Fernseher anschalten, statt etwas vorgelesen zu bekommen. Doch gerade die
Hörerfahrung des frühen Vorlesens beeinflusst die Lese- und Literaturkompetenz des Kindes
und hat somit Auswirkungen auf seine gesamte schulische Entwicklung2. Deshalb rächt sich
dieses Verhalten spätestens im Schulalltag: Die Kinder haben keinen persönlichen Antrieb,
lesen zu lernen. Doch Lesen ist wichtig für Kinder. Es fördert nicht nur den Aufbau eines
größeren Wortschatzes, sondern hilft den Kindern auch noch nebenbei, die Rechtschreibung
zu verinnerlichen. Außerdem ist Lesen auch für alle anderen Fächer in der Schule zwingend
notwendig. Deshalb ist es die wichtige Aufgabe des Lehrers, die Kinder in der Schule mit
dem ,,veralteten" Medium Buch vertraut zu machen und ihnen Gefallen daran zu vermitteln.
Dabei kommt es vor allem darauf an, die Kinder nicht zu zwingen, sondern sie durch eigenes
Interesse von allein zum Lesen zu bringen. Trifft man bei der Auswahl des Buches den
Geschmack der Kinder, so hat die ,,Mission Lesen" ganz gute Chancen, zu einem Erfolg zu
werden. Natürlich ist es schwierig, in einer Klasse mit mehr als 20 Kindern den Geschmack
von allen zu treffen. Selbstverständlich darf man hier kein reines ,,Jungen"- oder
,,Mädchenbuch" auswählen. Doch bei den vielen Kinder- und Jugendbücher, die es gibt, hat
man als Lehrer meistens die Qual der Wahl und muss sich zwischen vielen guten und
vielleicht auch weniger guten, Büchern entscheiden.
Ich wollte meine Hausarbeit über ein Buch schreiben, das mir selber als Kind gefallen, und
mich zum Weiterlesen gebracht hätte. Das war mir deshalb so wichtig, weil ich als Kind
immer gelesen habe und alle meine Bücher toll fand. Wenn Kinder in der Schule gleich mit
einem langweiligen Buch konfrontiert werden, ist die Chance, sie zu selbstständigen Lesern
zu erziehen vielleicht vertan.
Im Folgenden werden fachdidaktische Meinungen zum Lesen vorgestellt und ich erläutere,
warum es so wichtig für Kinder ist, zu lesen. Dann stelle ich meine Überlegungen zu dem von
mir gewählten Buch vor. Ich beschreibe, warum ich gerade dieses Buch gewählt habe und wie
ich mir einen gelungenen und gut durchdachten Einstieg in die Unterrichtseinheit ,,Hier bei
uns in Ammerlo" vorstellen würde. Außerdem gehe ich auf die verschiedenen Themen des
1 Kreibich/Mähler, Spaß am Lesen, 73
2 Härle, Wege zum Lesen, 4
3
Buches ein und überlege, wie man diese den Kindern gut vermitteln könnte, denn auch die
Unterrichtsmethoden tragen zu einer gelungenen Unterrichtseinheit bei.
2.) Fachdidaktische Positionen zum Thema ,,Lesen"
Warum sollten Kinder denn überhaupt in ihrer Freizeit lesen? Ist es heutzutage nicht viel
wichtiger, ihnen früh den Umgang mit PCs, Handys und anderen aktuellen Medien zu
vermitteln?
Natürlich sind die neuen Medien wichtig. Doch wer versteht zum Beispiel den komplizierten
Aufbau einer Internetseite, wenn er nicht über die Grundlagen des Lesens verfügt?
Laut Bettina Hurrelmann vermittelt das Lesen die Schlüsselqualifikationen, die für einen
kompetenten Umgang mit anderen Medien nötig sind3. Die Medienforschung der letzten Jahre
hat herausgefunden, dass ,,regelmäßige Leser unter den Jugendlichen (...) aus informativen
Sendungen des Fernsehens mehr profitieren als die gewohnheitsmäßigen Fernsehkonsu-
menten unter ihnen"4. Daraus lässt sich also schließen, dass regelmäßiges Lesen also auch im
Bezug auf die Nutzung anderer Medien nur von Vorteil ist. Durch gelungene Leseförderung
wird also der Weg für eine erfolgreiche und lukrative Nutzung anderer Medien bereitet5. Es
hängt demnach von der Lesekompetenz ab, inwieweit jemand aus der Medienrezeption
persönlich profitieren kann6.
Doch auch für die persönliche Entwicklung des Kindes ist Lesen sehr wichtig. Die
Sprachentwicklung der Kinder wird durch Vorlesen und das selbstständige Lesen enorm
verbessert. Wer viel liest, erweitert seinen Wortschatz. Dies ist noch effektiver, wenn man
sich auch mal an etwas schwierigere Texte herantraut, da neue Wörter sich meist aus dem
Kontext erschließen. Man versteht also auch zuvor Unbekanntes7.
Ein weiterer positiver Aspekt des Lesens ist die Anregung der Fantasie8. Das Buch gehört zu
den fiktionalen Medien, das heißt, nicht alles ist vorgegeben, es kommen ,,Leer-, bzw.
Unbestimmtheitsstellen"9 vor. Manches in der Handlung bleibt der Fantasie des Lesers
überlassen, er kann diese Leerstellen dann individuell ausgestalten. Lesen an sich ist also auch
immer wieder eine Übung für das Vorstellungsvermögen10, was wiederum die Fähigkeiten
des Schülers, z.B. beim Aufsatzschreiben verbessert. Wer eine gute Vorstellungskraft und
3 Hurrelmann, Leseförderung, 20
4 ebd. 21
5 Eicher, Leseanimation, 8
6 Abraham/ Kepser, Literaturdidaktik, 65
7 Abraham/ Kepser, Literaturdidaktik, 65
8 Kreibich/Mähler, Spaß am Lesen, 26
9 Abraham/ Kepser, Literaturdidaktik 65
10 ebd.
4
eine ausgeprägte Fantasie hat, der kommt auf gute Ideen und schreibt dadurch einfallsreiche
Aufsätze. Doch auch bei der Verbesserung des Gedächtnisses ist Lesen eine große Hilfe.
Selber lesen und Vorlesen sind nur dann erfolgreich, wenn man dem Handlungsverlauf folgen
kann. Je öfter man also lesen ,,trainiert", desto einfacher kann man sich auch an komplizierte
Handlungen erinnern. Doch Lesen hat auch positive Auswirkungen auf das eigentliche
Lernverhalten des Kindes. Wer oft liest, tut sich auch beim Lernen leichter und zwar deshalb
weil die guten Leser ihr Lernen besser organisieren können. Es fällt ihnen leichter, ihr Lernen
zu planen und zu steuern. Durch das Lesen wird das grundsätzliche Verstehen gefördert11.
Die Vorteile des Lesens liegen also auf der Hand. Doch am Wichtigsten ist es, dass die
Kinder am Lesen Freude haben. Wenn das Lesen ihnen ein positives Gefühl vermittelt,
verfestigt sich das Gelernte besser. Die oben aufgeführten positiven Aspekte, empfinden
Kinder dann nicht als Lernen, sondern als spaßbringende Beschäftigung. Und was Spaß macht
fällt leicht12. Es ist daher vor allem wichtig, den Kindern den Umgang mit Büchern als schöne
Erfahrung näherzubringen, damit sie davon profitieren können.
Doch wie kommt ein Kind zum Lesen und wie kann man die Entwicklung zum ,,Viel-Leser"
fördern? Eine entscheidende Rolle bei der Frage, ob Kinder zu Lesern werden, spielt auf
jeden Fall die Familie. Lesen die Eltern viel und gerne, sieht das Kind in ihnen ein Vorbild
und die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind ebenfalls zum Leser wird, ist deutlich höher als die
eines Kindes, dessen Eltern nicht oder nur sehr wenig lesen13. Beschränken sich die Eltern
eher auf Medien wie Fernsehen oder Computer und lesen sehr wenig, so hat das Kind
geringere Chancen, zum Leser zu werden14. Allein frühes Vorlesen durch die Eltern bringt
dem Kleinkind enorme Vorteile. Die Hörerfahrung des Vorlesens beeinflusst die Lese- und
Literaturkompetenz sowie die gesamte schulische Entwicklung des Kindes positiv15.
Natürlich gibt es Kinder, die dieses positive Leseverhalten nicht von klein auf gelernt haben.
Vor allem diese Kinder müssen in der Schule zum Lesen motiviert werden16. Denn den
Vorsprung, den die Kinder aus lesenahen Haushalten haben, kann ein lesefern
aufgewachsenes Kind nicht aufholen17. Die Aufgabe der Schule ist es, für Kinder eine
Situation zu erschaffen, in der sie dazu motiviert werden, Leseerfahrungen zu sammeln. Eine
11 Kreibich/Mähler, Spaß am Lesen, 26-29
12 ebd. 30
13 Abraham/ Kepser, Literaturdidaktik, 68
14 Hurrelmann, Leseförderung, 22
15 Härle/Rank, Wege zum Lesen, 4
16 Hurrelmann, Leseförderung, 23
17 Seminar ,,Umgang mit Texten", Christian Weißenburger, SS 07
5
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