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Termpaper, 2004, 12 Pages
Author: Anne-Kathrin Jahnke-Wurm
Subject: History - Miscellaneous
Details
Year: 2004
Pages: 12
Grade: 3,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-36373-5
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Abstract
Hippokrates, Galen, Aristoteles... ständig hört man diese Namen in Beziehung mit irgendeiner Theorie, die sogenannte Viersäftelehre. Doch was ist die Viersäftelehre eigentlich und wie entwickelte sie sich im Laufe der Zeit? Um auf diese Fragen einzugehen, habe ich diese Arbeit geschrieben. Das ganze Thema der Viersäftelehre ist sehr umfangreich und auch umstritten. Es steht in enger Verbindung mit den Theorien der Viererschemata. Da jedoch die ganzen Theorien und jedes Detail in der Säftelehre den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde, werde ich die Viererschemata so wenig wie möglich behandeln. In der Entwicklung der Säftelehre möchte ich mich besonders auf die drei wichtigsten Einflussfaktoren beschränken: die Schrift aus dem Corpus Hippocraticum „Die Natur des Menschen“, die Lehre des Philosophen Aristoteles und die wohlbekannteste Person in Verbindung mit dieser Lehre – Galen. Um die Entwicklung dieser Lehre möglichst genau zu beschreiben, werde ich aber auch andere Zeitabschnitte, wie beispielsweise die vorsokratische Periode, kurz behandeln.
Excerpt (computer-generated)
MARTIN-LUTHER-UNIVERSITÄT
HALLE-WITTENBERG
Medizinische Fakultät
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Wahlfach: Menschlicher Körper und Zergliederungskunst in der
Geschichte der Medizin
WS 2003/04:
Thema der Hausarbeit:
Die Viersäftelehre der antiken griechischen Medizin
Vorgelegt von:
Anne-Kathrin Wurm
1. Fachsemester Medizin
Halle, den 25. April 2004
Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Vorwort
3
2.
Erläuterung
der
Viersäftelehre
3
3. Die Viersäftelehre in der vorsokratischen
Philosophie
3
4.
Corpus
Hippocraticum
4
4.1
Corpus
Hippocraticum
allgemein 4
4.2
,,Die
Natur
des
Menschen"
4
4.3
Andere
Bücher
6
5. Philosophen und Ärzte im 4. Jahrhundert
7
6.
Die
nacharistotelische
Periode
8
7.
Die
pneumatische
Schule
8
8. Galen
9
9.
Ausgehendes
Altertum
10
10.
Mittelalter
10
11.
Zusammenfassung 10
12.
Literaturverzeichnis
11
2
1. Vorwort
Hippokrates, Galen, Aristoteles... ständig hört man diese Namen in Beziehung mit irgendeiner
Theorie, die sogenannte Viersäftelehre. Doch was ist die Viersäftelehre eigentlich und wie
entwickelte sie sich im Laufe der Zeit? Um auf diese Fragen einzugehen, habe ich diese
Arbeit geschrieben. Das ganze Thema der Viersäftelehre ist sehr umfangreich und auch
umstritten. Es steht in enger Verbindung mit den Theorien der Viererschemata. Da jedoch die
ganzen Theorien und jedes Detail in der Säftelehre den Rahmen dieser Arbeit überschreiten
würde, werde ich die Viererschemata so wenig wie möglich behandeln. In der Entwicklung
der Säftelehre möchte ich mich besonders auf die drei wichtigsten Einflussfaktoren
beschränken: die Schrift aus dem Corpus Hippocraticum ,,Die Natur des Menschen", die
Lehre des Philosophen Aristoteles und die wohlbekannteste Person in Verbindung mit dieser
Lehre Galen. Um die Entwicklung dieser Lehre möglichst genau zu beschreiben, werde ich
aber auch andere Zeitabschnitte, wie beispielsweise die vorsokratische Periode, kurz
behandeln.
2. Erläuterung der Viersäftelehre
Bevor ich mit der Geschichte der Viersäftelehre beginne, möchte ich kurz erklären, worum es
sich in dieser Lehre handelt. Die Viersäftelehre ist die Theorie, dass Gesundheit und
Krankheit auf die vier Kardinalsäfte des Körpers (Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze
Galle) zurückzuführen sind. Die Viersäftelehre ist nicht von den Theorien der Viererschemata
trennbar, sondern fügt sich in sie ein. Das Viererschema war zur Zeit der Antike die häufigste
und einprägsamste Theorie, da sich durch sie ein Makrokosmos und ein Mikrokosmos
entwickeln ließen, die auf eine begrenzte Zahl von Bestandteilen zurückzuführen waren. Den
Kardinalsäften wurden sukzessive Parallelismen zugeordnet. Sie wurden mit
Kardinalorganen, Elementen, Elementarqualitäten, Temperamenten, Lebensaltern,
Jahreszeiten, Tageszeiten, Himmelsrichtungen, Winden, Planeten, Sternbildern, Aposteln,
Evangelisten und Tonarten in Beziehung gebracht.
Die Viersäftelehre ist erstmals klar im Corpus Hippocraticum erkennbar und wurde letztlich
von Galen in ihre medizinisch angewandte Form gebracht. Zurückzuführen lässt sie sich aber
bis zur älteren griechischen Naturphilosophie. Da Hippokrates der Erste war, der die Medizin
von der Philosophie trennte, beruft man sich meist auf ihn als Begründer.
Nun möchte ich jedoch zur Entwicklung kommen.
3. Die Viersäftelehre in der vorsokratischen Philosophie
Zur Zeit der vorsokratischen Philosophie entwickelten sich die verschiedensten Schemata. Es
gab Einerschemata, Zweierschemata, Dreierschemata und Viererschemata. Sie wurden von
den verschiedensten Philosophen entwickelt und bezogen sich hauptsächlich auf die Elemente
Erde, Luft, Feuer und Wasser. Den Elementen wurden dann unterschiedliche Eigenschaften
und Dinge zugeordnet. Die Säftelehre spielte zu diesem Zeitpunkt noch keine große Rolle.
Es entwickelte sich zwar eine Zweisäftelehre, die auch längere Zeit anhielt, die aber nicht so
bedeutend war. In ihr wurden lediglich der Schleim und die gelbe Galle erwähnt, die als
Verursacher von Krankheiten galten. Erst zur Zeit des Homer kam ein dritter Saft hinzu: das
Blut. Und so wurden zeitweilig sogar diese drei Säfte als krankheitsverursachend angesehen.
Zusätzlich wurde der Schleim von manchen Philosophen als kalt und feucht charakterisiert,
3
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